„Perlenfischen“ kann sich lohnen - aber nur langfristig
26. Juni 2001 Angefangen mit Aixtron, über Singulus und Süss Microtech bis hin zu Kontron Embedded: jetzt kommen am Neuen Markt auch die „guten Namen“ unter die Räder. Die nämlich, bei denen sowohl Analysten als auch Anleger immer gedacht hatten „gut - sie sind zwar hoch bewertet, aber sie erzielen regelmäßige Gewinne und wachsen unheimlich stark“.
Händler berichten von „einer richtig schlechten Stimmung“. Von der Kursentwicklung her sehe alles nach „Ausverkauf“ aus, allerdings spreche das Volumen dagegen. Gerade am Montag lag der Umsatz am Neuen Markt gerade einmal bei 120 Millionen Euro - und davon bezogen sich 45 Prozent auf eine einzige Aktie, nämlich Aixtron. „Das ist lächerlich für den ganzen Markt“, sagte ein Händler.
„Es wird alles verkauft, was liquide ist“
Es werde momentan alles verkauft, was einigermaßen liquide sei. Dabei könnten selbst kleine Orders den Markt bewegen, denn „es sind so gut wie keine Käufer da“. Selbst ein privater Verkaufsauftrag in Höhe von beispielsweise 50.000 Euro könne eine Aktie schon massiv unter Druck bringen. So gingen am Dienstag bis Mittag bei Kontron Embedded gerade einmal 46.000 Aktien um, hatten aber gleichzeitig zu einem Kursverlust von knapp acht Prozent auf 40,5 Euro geführt.
Gerüchte über die Auflösung von „Neuer-Markt-Fonds“ haben die Stimmung sicher nicht verbessert. Relativ sicher sei, „dass gerade institutionelle Investoren momentan nicht als Käufer im Markt sind“. Dagegen käme nach und nach „smart Momey“ herein, um selektive Werte einzusammeln. Sollte die Stimmung positiver werden und sollten plötzlich Käufer im Markt erscheinen, so sei eine kurze schnelle Bewegung nach oben jederzeit möglich.
Risiko-Ertragsverhältnis zählt
Vieles hänge von der weiteren globalen Konjunkturentwicklung ab, sagen Experten. Werfe ein Anleger aber einen kritischen Blick auf die Ertragszahlen der Unternehmen und selektiere diese streng nach den fundamentalen Kriterien wie Umsatz- und vor allem Gewinnwachstum, so sei er zumindest langfristig auf der „sicheren Seite“. Das dürfte auch für einige Werte des Neuen Marktes gelten, allerdings immer unter der besondern Berücksichtigung des Risiko-Ertragsverhältnisses. Das bedeutet aber umgekehrt: wer an der Börse einen guten Ertrag erzielen will, der muss auch den Mut zum Risiko mitbringen.
Gerade wenn die Stimmung schlecht ist und alles danach aussieht, als ob die Welt demnächst untergehen könnte, bieten sich oft günstige Gelegenheiten. Um das Risiko zumindest etwas einzuschränken, dürfte es ratsam sein, noch zu warten bis sich die Konjunktur-Nebel etwas gelichtet haben. Allerdings halten Analysten eine Aixtron-Aktie bei 26 Euro schon für verlockend.
26. Juni 2001 Angefangen mit Aixtron, über Singulus und Süss Microtech bis hin zu Kontron Embedded: jetzt kommen am Neuen Markt auch die „guten Namen“ unter die Räder. Die nämlich, bei denen sowohl Analysten als auch Anleger immer gedacht hatten „gut - sie sind zwar hoch bewertet, aber sie erzielen regelmäßige Gewinne und wachsen unheimlich stark“.
Händler berichten von „einer richtig schlechten Stimmung“. Von der Kursentwicklung her sehe alles nach „Ausverkauf“ aus, allerdings spreche das Volumen dagegen. Gerade am Montag lag der Umsatz am Neuen Markt gerade einmal bei 120 Millionen Euro - und davon bezogen sich 45 Prozent auf eine einzige Aktie, nämlich Aixtron. „Das ist lächerlich für den ganzen Markt“, sagte ein Händler.
„Es wird alles verkauft, was liquide ist“
Es werde momentan alles verkauft, was einigermaßen liquide sei. Dabei könnten selbst kleine Orders den Markt bewegen, denn „es sind so gut wie keine Käufer da“. Selbst ein privater Verkaufsauftrag in Höhe von beispielsweise 50.000 Euro könne eine Aktie schon massiv unter Druck bringen. So gingen am Dienstag bis Mittag bei Kontron Embedded gerade einmal 46.000 Aktien um, hatten aber gleichzeitig zu einem Kursverlust von knapp acht Prozent auf 40,5 Euro geführt.
Gerüchte über die Auflösung von „Neuer-Markt-Fonds“ haben die Stimmung sicher nicht verbessert. Relativ sicher sei, „dass gerade institutionelle Investoren momentan nicht als Käufer im Markt sind“. Dagegen käme nach und nach „smart Momey“ herein, um selektive Werte einzusammeln. Sollte die Stimmung positiver werden und sollten plötzlich Käufer im Markt erscheinen, so sei eine kurze schnelle Bewegung nach oben jederzeit möglich.
Risiko-Ertragsverhältnis zählt
Vieles hänge von der weiteren globalen Konjunkturentwicklung ab, sagen Experten. Werfe ein Anleger aber einen kritischen Blick auf die Ertragszahlen der Unternehmen und selektiere diese streng nach den fundamentalen Kriterien wie Umsatz- und vor allem Gewinnwachstum, so sei er zumindest langfristig auf der „sicheren Seite“. Das dürfte auch für einige Werte des Neuen Marktes gelten, allerdings immer unter der besondern Berücksichtigung des Risiko-Ertragsverhältnisses. Das bedeutet aber umgekehrt: wer an der Börse einen guten Ertrag erzielen will, der muss auch den Mut zum Risiko mitbringen.
Gerade wenn die Stimmung schlecht ist und alles danach aussieht, als ob die Welt demnächst untergehen könnte, bieten sich oft günstige Gelegenheiten. Um das Risiko zumindest etwas einzuschränken, dürfte es ratsam sein, noch zu warten bis sich die Konjunktur-Nebel etwas gelichtet haben. Allerdings halten Analysten eine Aixtron-Aktie bei 26 Euro schon für verlockend.