Freitag, 13. Juli 2001
Entscheidung ist gefallen
Olympische Spiele 2008 gehen nach Peking
Die Entscheidung ist gefallen: Das Internationale Olympische Komitee hat sich in Moskau bei seiner abschließenden Sitzung bereits im zweiten Wahlgang mehrheitlich für Peking als Austragungsort der Olympischen Spiele 2008 ausgesprochen.
Damit setzte Peking sich gegen die vier Mitbewerber Paris, Toronto, Istanbul und Osaka durch. Die japanische Stadt war bereits im ersten Wahlgang durchgefallen.
Die Hauptstadt der Volksrepublik China war bereits im Vorfeld der Wahl als klarer Favorit gehandelt worden, obwohl eine Vergabe der Spiele an das kommunistische China nicht nur unter Tibet-Aktivisten hoch umstritten war. Frankreich, Japan und Kanada richteten bereits Olympische Spiele aus, für China werden es die ersten Spiele sein.
Demonstranten wurden abgeführt
Ein Dutzend Demonstranten, die heute erneut gegen Peking protestieren wollten, wurden von der Moskauer Polizei überwältigt und abgeführt. Sechs Personen wurden festgenommen, darunter Exiltibeter und ein französischer Vertreter der Organisation Reporter ohne Grenzen.
Die Demonstranten verwiesen bei ihren Protesten auf die katastrophale Menschenrechtslage in China. Das IOC hat seine 105 wahlberechtigten Delegierten angewiesen, bei der Abstimmung lediglich technische Aspekte für die Ausrichtung der Spiele zu berücksichtigen.
Am Montag entscheidet die IOC-Vollversammlung dann über die Nachfolge seines Präsidenten Juan Antonio Samaranch. Um das Amt bewerben sich die Kandidaten Anita DeFrantz (USA), Un Young Kim (Süd-Korea), Richard Pound (Kanada), Jacques Rogge (Belgien) und Pal Schmitt (Ungarn). Der Sieger benötigt die absolute Mehrheit. Wird diese verfehlt, scheidet jeweils der Kandidat mit den wenigsten Stimmen aus.
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