er Aktienkurs des Softwareherstellers Parsytec
(1,45 Euro; WKN 508 990) hat mittlerweile den
tiefsten Stand seit Unternehmensgründung erreicht. Bei
hohen Umsätzen verlor die Aktie allein am Donnerstag
über 20%. Wie wir von CEO Falk-Dietrich Kübler
im Platow-Gespräch erfahren, habe sich „kurzerhand
ein Pensionsfonds dazu entschlossen, vorhandene
Positionen aufzulösen“. Der Grund für den Verkauf
liege laut Kübler nicht in Parsytecs Geschäftsent-wicklung
oder bevorstehender Negativ-Meldungen.
„Es wird definitiv keine schlechten Unterneh-mensmitteilungen
geben“, betont der Vorstandsvorsit-zende.
Im Gegenteil, die Q2-Zahlen, die Parsytec am
13.8. veröffentlicht, sollen die genannten Ziele noch-mals
bestätigen. So werde ein Umsatz auf Vorquar-
talsniveau erwartet, der geplante Break-even für Q4
bleibe weiterhin bestehen. Positiv habe sich zudem die
Book-to-bill-Ratio entwickelt, die laut Kübler auf eine
spürbare Geschäftserholung hindeute. Auch das
Liquiditätspolster i.H.v. gut 11 Mio. Euro biete noch
ausreichend Sicherheit. Der CEO glaubt mittelfristig an
einen deutlichen Aufschwung und kaufte selbst erst vor
kurzem eine größere Anzahl eigener Aktien.
Sollten die Zahlen tatsächlich nicht enttäuschen,
bietet das ausgebombte Kursniveau eine interessante
Basis für Trader. Der Stopp sollte bei dieser kurzfri-stigen
Spekulation eng bei 1,30 Euro platziert werden.
Gruß