1. Die Koreaner haben sicher nicht eine Fabrik gebaut nur um Remi zu produzieren, "ausser".
2. China will vom westlichem Gesundheitssystem frei werden, siehe Russland.
3. Wer kauft ein teureres Produkt wenn mit Protofol und Co. nur bis sehr seltene Ereignisse geschehen, und bei Hypotonie untenstehende Mittel und in Zukunft vielleicht noch Giapreza zur Verfügung stehen.
4. Remi kann nur im fernen Osten, wo so wie so die meisten Medikamentenzutaten hergestellt werden, günstig produziert werden.
Intraoperative Hypotonie, Anita Hollinger 20 USZ
Ephedrin
Ephedrin wird als Vasopressor für die Behandlung von Hypotonie bei
Allgemeinanästhesien, sowie rückenmarksnahen Regionalanästhesien eingesetzt.
Ephedrin ist ein direkt und indirekt wirksames Sympathomimetikum. Einerseits setzt
Ephedrin Noradrenalin frei (starke indirekte Wirkung), anderseits stimuliert es α- und
β-Rezeptoren (schwache direkte Wirkung). In der Peripherie wirkt Ephedrin wie
Noradrenalin. Die kardiovaskulären Wirkungen halten länger an, jedoch sind die
blutdrucksteigernden Wirkungen deutlich schwächer (Reinhard Larsen, 2013).
Phenylephrin
Phenylephrin wird wie Ephedrin als Vasopressor bei der Behandlung und Prophylaxe
von Blutdruckabfällen durch rückenmarksnahe Regionalanästhesie und
Allgemeinanästhesie eingesetzt.
Phenylephrin stimuliert die α-Rezeptoren und führt dadurch zu einer Vasokonstriktion
ohne wesentliche inotrope Wirkung (Reinhard Larsen, 2013).
Noradrenalin
Noradrenalin wird bei stark erniedrigtem Gefässwiderstand und arteriellem Blutdruck
zugeführt, wenn mit einer Minderdurchblutung vitaler Organe gerechnet werden muss.
Die verbesserte Durchblutung von Herz und Hirn, führt zu einer Abnahme der
Durchblutung in anderen Organen. Die Hauptgefahr der Noradrenalinzufuhr besteht in
der Ischämie der Niere durch die starke Vasokonstriktion.
Noradrenalin ist ein direkter Agonist und stimuliert die α- und β-Rezeptoren. Die
Stimulation tritt bereits bei geringen Dosen auf. Durch die α-Stimulation kommt es zu
einer ausgeprägten Vasokonstriktion und somit zum Anstieg des Gefässwiderstandes.
Die β-Stimulation bewirkt eine Zunahme der Kontraktilität und der Erregungsleitung.
Der Anstieg des Blutdruckes geht mit einer Reflexbradykardie einher, welche durch
eine Stimulation der Barorezeptoren verursacht wird (Reinhard Larsen, 2013).
Adrenalin
Adrenalin wird intraoperativ zur Behandlung des Low-Output-Syndroms sowie beim
Herzstillstand angewandt.
Adrenalin ist ein direkter Agonist und stimuliert die α- und β-Rezeptoren. Geringere
Dosen bewirken eine β-Stimulation, was mit einer Zunahme der Kontraktilität und der
Erregungsleitung einhergeht. Höhere Adrenalindosen bewirken eine α-Stimulation. Es
kommt zu einer Vasokonstriktion, einer Zunahme des peripheren Gefässwiderstands
und dadurch zum Anstieg des arteriellen Mitteldrucks.