Da hätte ich aber so meine Zweifel, lieber Orion. Und VON allen schon mal gar nicht. ;-)
Grundsätzlich habe ich uns hier als Gruppe selten so sprachlos erlebt wie heute (im Gegensatz zu den gelegentlichen Momenten großer Verärgerung und Entrüstung).
Niemand, der uns verbal gekniffen hätte, um alsdann zu versichern, dass wir soeben aus einem kleinen Alptraum erwacht sind und alles gut sei (für die Galerie verfasste PRs zunächst einmal außen vor).
Dabei schien alles auf ein unmittelbar anstehendes Ende der ewigen Durststrecke hinzudeuten. Den meisten von uns dürften zumindest die USD 5 als realistischer Börsenkurs auf Zeit in den Augen geleuchtet haben. Ein Kurs bei dem sich über die Ausübung von Optionen, vermeintlich auch das Engagement unseres, nun Ex CEOs, gelohnt hätte.
Und dass erst kürzlich alle sonstigen verdienten Akteure der Firma, ebenfalls über Optionen ‘abgeholt‘ wurden, passte wunderbar, wie ein letztes Puzzlestück in das hier häufig bemühte Bild von der unmittelbar vor dem Abheben stehenden Rakete.
Und nun? Ernüchterung und Ratlosigkeit.
Andererseits auch niemand, der mit einer Axt durch die Gegend liefe. Selbst an der Börse ruht still der See. Die allgemeine Verunsicherung spiegelt sich bei der Quotierung ausschließlich in einem erweiterten Spread wider.
Auf der Suche nach beruhigenden Argumenten für nervöse Aktionäre, könnte man solches schon einmal auf dem virtuellen Notizzettel festhalten.
Die ’schönen Worte‘ der heutigen PR nehme ich gerne als weitere Beruhigungspille hinzu (wobei sie für meinen Geschmack etwas spät kommen und solch eine Reaktion, selbst von einer kleinen Firma wie OTI es ist, in gegebener Situation zwingend erwartet werden darf).
An der immer wieder von allen Seiten bestätigten technologischen Führerschaft OTIs wird sich durch den, aus ‘heiterem‘ Himmel vollzogenen Rücktritt Yehoudas, wohl auch kaum etwas geändert haben.
Das gleiche trifft für den hier immer wieder angeführten ‘wahren‘ Wert Petrosmarts zu, der im Börsenkurs soweit kaum (keinerlei?) Niederschlag findet.
Da kommt doch schon mal einiges auf die Waage.
Als neutral bis leicht negativ würde ich den aktuellen Chipmangel einordnen. Neutral, weil er neben OTI ja auch die Peers betrifft. Negativ, weil wir die Einnahmen vielleicht nötiger haben als jene und das enorme Potential des Trio IQ vorerst kaum genutzt und in der Konsequenz daraus längerfristig womöglich auch nicht (mehr) in Gänze ausgeschöpft werden kann.
Negativ wäre zu notieren, wenn der angekündigte B/E im abgelaufenen Quartal weder geschafft noch in unmittelbare Nähe gerückt wäre. Dann würde die Sorge um die Kapitaldecke wieder akut aufflammen.
Soweit ad hoc ein paar sachliche Punkte zur gefälligen Einordnung in die aktuell doch ein gutes Stück weit emotional angereicherte Situation. Euch werden weitere Punkte einfallen, um welche die Liste entsprechend erweitert werden kann.
Den Rücktritt Yehoudas habe ich hier noch nicht zugeordnet. Was auf den ersten Blick negativ erscheint, muss sich mit ein wenig Verzögerung ja nicht unbedingt als solches herausstellen (diesen Strohhalm gebe ich so leicht nicht aus der Hand ,-)).
An der Stelle ließe sich nun natürlich trefflich über die tatsächlichen Gründe für Yehoudas Rücktritt spekulieren. Bislang hat sich diesbezüglich ja kaum jemand aus dem Fenster zu lehnen gewagt. Oder ist das Thema mit der PR etwa erledigt?
Die kurze Frist zwischen Vorlage des Filings und Rücktrittsankündigung, schließt eine behördliche Reaktion jedenfalls weitestgehend aus (vorausgesetzt, die ticken dort nicht völlig anders als bei uns).
Standen in dem Filing vielleicht nicht ausreichend mit Ivy abgestimmte Dinge? Und niemand in der Nähe, der jenem nach der Entdeckung rechtzeitig eine HB reichen konnte (die älteren unter uns erinnern sich an deren Zigarettenwerbung).
Hatte es vielleicht mit der Zukunft Petrosmarts zu tun? Wo ich persönlich mir reichlich Potential für alles Mögliche (auch ‘Schmu‘) vorstellen könnte
Spielte die Herzdame Ivys in ihrer Rolle als Überwacherin und/oder sonstige Berichterstatterin eine Rolle?
Und damit zu unserem neuen CEO.
Welche Rolle spielte dieser bislang in der Firma (jenseits dessen, was man in den PRs lesen konnte)?
Hatte er sich aus seiner angestammten Zuständigkeit heraus bereits irgendwie in den Vordergrund geschoben? War er schon als Kronprinz erkennbar? Oder war er gar Gegenspieler Yehoudas? Mit Rückendeckung von oben vielleicht?
Bringt er eigene, vielleicht vom bisherigen Kurs der Firma abweichende Ideen ein? Oder Ideen, die diesen Kurs wesentlich ergänzen?
Auch die Fragelisten zu Yehouda und Eilam sind natürlich mannigfach erweiterbar. Tut euch bitte keinen Zwang an.
Ich habe hier lediglich versucht, mal locker tippend, die ein wenig verworrene Lage unserer OTI ein wenig auf den Punkt zu bringen (ohne jemals auch nur annähernd so tief in die Materie eingetaucht zu sein, wie unsere Platzhirsche). Im Bestreben die gefühlte Schockstarre vielleicht ein wenig zu überwinden. Und..., ganz unter uns, sicherlich auch ein Stück weit um den eigenen Puls wieder unter 140 zu bekommen. ;-)
Hasta la vista
PP: @ Kautschuk, den einen oder anderen Punkt bezüglich des neuen CEO wirst du über dein Netzwerk sicherlich herausbekommen (wenn nicht längst geschehen). Wobei ich einen Abgleich zwischen dessen Inhouse Beurteilung und externer Einschätzung besonders spannend fände.