"Investoren an den Finanzmärkten haben ihr Urteil längst gefällt. Die aus Zinsgeschäften abgeleiteten Inflationserwartungen sind merklich gestiegen, die Renditen von Bundesanleihen ebenfalls. Im Juni erwarten die Märkte eine Zinserhöhung, im Oktober die zweite. Die meisten Ökonomen in Geschäftsbanken sind da viel zurückhaltender. Sie packen das Lehrbuch aus, um zu erklären, warum die EZB vermutlich noch eine ganze Weile abwarten dürfte, sollte, müsste. "Vorübergehend" - im Englischen "transitory" - ist für so manchen jetzt wieder das Wort der Stunde. Soll heißen: Die Inflation wird wieder sinken, wenn die Energiemärkte sich erst mal beruhigt haben. Nun handeln die Märkte tendenziell impulsiv, Ökonomen eher analytisch. Das muss nicht schlecht sein. Doch viele Experten vernachlässigen in ihrer Kalkulation aktuell den menschlichen Faktor der Geldpolitik: Kein Euro-Hüter möchte sich nachsagen lassen, den gleichen Fehler innerhalb weniger Jahre zweimal zu machen."/yyzz/DP/men
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