Ich hatte das Privileg, in den 1980ger Jahren, dieses, seinerzeit vom Westen nahezu völlig isolierte Land, von Spanien aus besuchen zu können. Das einzige, zumindest das einzige aus Spanien heraus buchbare Hotel in Havanna, war das Hotel Central. Die herrlichste Dekadenz, die man sich vorstellen kann. Gleichzeitig der absolute Fixpunkt aller internationalen Gäste des ‘fidelen‘ Kuba.
Hier stiegen u. a. die politischen Größen von jenseits des Eisernen Vorhangs ab, hier gaben sich die linken Oppositionsführer und 'Guerilleos' Mittel- und Südamerikas die Klinke in die Hand und hier verloren sich die wenigen 'Touris' aus Spanien.
Meinen ersten ’Mojito‘ überhaupt trank ich an der Theke jener Hotelbar und natürlich ’Cuba Libre‘ (aus dem Madrider Nachtleben hinlänglich bekannt). Die ‘Blaue Mauritius‘ der Zigarrenwelt hingegen, die ‘Cohiba‘ suchte ich, sowohl in dem Hotel wie auch im ganzen Lande, vergebens. Sie wurde ausschließlich für den Export produziert. Aber es gab Alternativen, verdammt gute Alternativen, namenlos und spottbillig.
Wie ich lese, ist das Hotel immer noch die Nummer 1 vor Ort, mittlerweile als hochmodern daher kommendes 5 Sterne Hotel. Die Clientele ist internationaler geworden. Der Charme der Lokation soll ungebrochen sein… (!) .