OTI! Erste richtige Analystenmeinungen!


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hartmoney:

OTI! Erste richtige Analystenmeinungen!

 
05.10.00 13:29
OTI-On Track. - Spekulativ Kaufen
WKN: 924895  OTI ON TRACK INN.IS-,01  Berenberg Bank 05.10.2000  

OTI-On Track. – Spekulativ Kaufen


Kommentar OTI-On Track Analystenkonferenz

Nach unserer Einschätzung zählt das 1990 gegründete Unternehmen zu den technologisch weltweit führenden Technologieanbietern im Bereich kontaktlose Smart Cards. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt vornehmlich im Segment Mikroprozessor-basierter Smart Cards. Die Hauptwettbewerber sehen wir in den Halbleiterproduzenten Infineon und Philipps.

Mikroprozessor-basierte Smart Cards bieten neben einer vielseitigen Einsetzbarkeit einen sehr hohen Sicherheitsstandard und haben daher nach unserer Ansicht gute Chancen, sich als eines der „sicheren“ Zahlungssysteme für E-Commerce Transaktion durchzusetzen. OTI bietet im Gegensatz zu den sich hauptsächlich auf die Hardware konzentrierenden Wettbewerbern die volle Wertschöpfungskette vom Design bis zur Produktion der Mikroprozessoren, die Smart Card Technologie, sowie das Know How für die Implementierung und Durchführung von Projekten.

Daher unterscheidet sich das Geschäftsmodell der Gesellschaft auch grundsätzlich von denen der Konkurrenzunternehmen, die hauptsächlich auf ein hohes Volumen in der Chip-, bzw. Kartenproduktion setzten. Für Projekte zur Implementierung und Nutzung der Smart Card Technologie ist OTI nicht nur Hardware- sondern vielfach auch Systemlieferant und stellt auch bereits erworbenes Know How für die Durchführung der Projekte zur Verfügung. Die Konzipierung der Projektlösung geschieht jeweils mit regionalen Joint Venture Partnern, die für den Roll-Out der Projekte zuständig sind.

Zusammen mit den lokalen Joint Venture Partnern ist OTI in der Regel an den Umsätzen der Projekte beteiligt. Dies sichert dem Unternehmen nicht nur einmalige Umsätze aus dem Hardwareverkauf der Smart Cards und den dazugehörigen Lesegeräten und sonstiger Technologie sondern auch über den Projektlebenszyklus widerkehrende Umsatzbeteiligungen. Da diese Umsätze mit niedrigen Kosten verbunden sind, liegt die erzielbare Rendite weitaus höher als bei den Hardwareumsätzen. Aufgrund dieses Umsatzbeteiligungsmodells dürfte der Umsatz der Gesellschaft deutlich unter den vergleichbaren Werten reiner Hardwareproduzenten liegen, die erzielbare Rendite sollte bei der Gewinnung entsprechend großer Projekte deutlich über dem Branchendurchschnitt liegen.

Die Unternehmensstrategie zielt deshalb auch darauf ab, durch regionale Niederlassungen in den wichtigsten Märkten präsent zu sein. Über die Tochtergesellschaften OTI Europe, OTI Africa, OTI America und OTI Pacific, einem 50:50 Joint Venture mit dem Großkonzern Cheung Kong, ist OTI in allen wichtigen Märkten vertreten. Ziel in den lokalen Märkten ist es, mit Hilfe von Vertriebs- und Technologieallianzen mit starken lokalen Partnern entsprechende Projekte zu akquirieren und durchzuführen.


Nach eigenen Angaben ist die Gesellschaft an allen bisher ausgeschriebenen Projekten, in denen Mikroprozessor-basierte Smart Cards zum Einsatz kommen, beteiligt. Die derzeit wichtigsten Projekte des Unternehmens sind: Easy Park: ein elektronisches Parkgebührensystem für verschiedene Städte in Israel. Dieses Projekt ging im August diesen Jahres in die kommerzielle Nutzung. Umsatzbeiträge erwarten wir erst ab dem nächsten Geschäftsjahr. Die US Unternehmen VeriPass und SmartStop: eine elektronische Convenience Karte für Lastkraftwagenfahrer in den USA zusammen mit dem US Unternehmen VeriFone, dem größten amerikanischen Anbieter von sogenannten Trucker Cards und den dazugehörigen elektronischen Lesegeräten. Nach einer Testphase wird der Roll-Out in 2001 beginnen. Einen elektronischen Fuhrpark- und Gasolinemanagement System für die Mineralölkonzerne BP und Total in Südafrika. Einem elektronischen Pass- und Personenkontrollsystem für Israel zusammen mit dem US Unternehmen EDS. GSA: ein Projekt für den Einsatz kontaktloser Smart Cards in der öffentlichen Verwaltung in den USA. OTI ist an zwei der insgesamt fünf Konsortien beteiligt. Die Projektlaufzeit beträgt rund 10 Jahre. Die Projektsumme etwa USD 1,5 Mrd. Erste Umsätze aus diesem Projekt erwarten wir erst für das Geschäftsjahr 2002. Neben weiteren kleineren Projekten bestehen Allianzen mit dem im Personentransport tätigen US Unternehmen Cubic. Cubic ist der Einsatz von kontaktlosen Smart Cards als elektronische Fahrscheine in öffentlichen Personentransportsystemen geplant. Die US Unternehmen Pinnacle und SmartNexus gewähren Konsumentkredite und begeben eigene Kreditkarten, für die OTI die technologische Lösung liefern soll. Hierfür wird OTI nach eigenen Angaben im nächsten Geschäftsjahr 3 Mio. kontaktlose Karten im Gegenwert von USD 2 Mio. liefern. Weitere Aufträge für die Lieferung von kontaktlosen Smart Cards erhielt das Unternehmen von dem südafrikanischen Unternehmen Infinity (1 Mio. Smart Cards, Auslieferung 2001), dem chinesischen Systemintegrator Tsinghua Tongfang (1 Mio. Smart Cards, Auslieferung 2001), der türkischen Gesellschaft TUCPAS sowie weiteren internationalen Unternehmen. Aufgrund der relativ langen Projektvorlaufzeit, die teilweise bis zu einem Jahr beträgt, ist eine genau Projektierung der erwarteten Umsätze relativ schwierig. Zudem ist OTI relativ zurückhaltend bezüglich Angaben zu den möglichen Projektvolumina sowie deren zeitlicher Verteilung. Angesichts der Erfahrungen mit dem Easy Park Projekt - hier hat sich die Implementierung aufgrund von administrativen Hemmnissen um mehr als sechs Monate verschoben - haben wir unsere Umsatzschätzungen für das laufende sowie die folgenden Geschäftsjahre deutlich reduziert. Wir erwarten einen Umsatz von USD 13 Mio. für das laufende Geschäftsjahr, der gemäß unseren Schätzungen auf USD 90 Mio. in 2003 ansteigen dürfte. Angesichts der erwarteten hohen Wachstumsraten im Smart Card Markt erachten wir diese Schätzungen als konservativ. Bedingt durch hohe Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sowie hohe Marketing- und Verwaltungsausgaben zum Aufbau der internationalen Niederlassungen wird das Unternehmen im Gegensatz zur ursprünglichen Planung gemäß unseren Schätzungen einen Verlust von USD 6,5 Mio. ausweisen. Für das nächste Geschäftsjahr erwarten wir eine deutliche Verlustreduzierung. Im Geschäftsjahr 2003 dürfte das Unternehmen dann eine Nettoumsatzrendite von mehr als 15% erzielen.


Angesichts des hohen Eigenkapitals, das im Jahr 2002 nach unseren Schätzungen rund 50% der Bilanzsumme ausmacht, sowie der vorhandenen Liquidität von USD 22,4 Mio. (30.6.2000), die die negativen Cash Flows der nächsten beiden Geschäftsjahre deutlich übersteigt, ist die Finanzierung des Geschäftsmodells mehr als gesichert. Ab dem Geschäftsjahr 2002 ergeben sich nach unseren Schätzungen positive Cash Flows.

Auf Basis unserer Erwartungen für das Geschäftsjahr 2003 ist OTI derzeit mit dem 1,4x EV/Umsatz, 10,6x EV/EBIT und einem KGV von 10,4 bewertet. Den fairen Wert je Aktie schätzen wir derzeit auf EUR 14.


Angesichts der guten technologischen Positionierung, eines interessanten Geschäftsmodells sowie des erwarteten raschen Markterfolgs von kontaktlosen Smart Cards bewerten wir die Aktie trotz der derzeitigen Ertragsschwäche als spekulativ kaufen.
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Mr.Fresh:

Arme Berenberg Bank!

 
05.10.00 13:41
Da zieht sie ein rechnerisches KGV von 10.4 für das Jahr 2003! ins Feld um einen fairen Kurs bei 14€ zu sehen.........
Wenn man bedenkt, das die gleiche Bank vor einem guten halben Jahr von 62€ gesprochen hat.

Horoskopsteller, Heilpraktiker und Analysten - bitte geht doch zurück in den Mutterleib - Ihr seid hier auf dem falschen Stern.  
Antworten
sir charles:

Mr. fresh wo siehst du eine faire Bewertung??? o.T.

 
05.10.00 13:50
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hartmoney:

Wenn man es so sieht....

 
05.10.00 13:58
sind doch alle Analysten Sterndeuter,denn sie haben zum Teil grosse Mitschuld , wenn sie Unternehmen für die Zukunft in rosa konkretisieren wollen!
Das Schlimmste ist ,wenn sie zu euphorisch sind von Anfang an und Zahlen in den Raum stellen ,die absolut utopisch sind!
Gleiches war doch mit Amatech!Wie gross war das Geschrei " Das super Unternehmen schlechthin " oder gleiches mit Softline !Wenn ich mir jetzt die Tagesumsätze anschau ,muss ich einfach nur grinsen...Heut kräht kein Hahn mehr danach!!
(obwohl oben genannte Firmen ihre Vorgaben erfüllten)
Verkaufs-oder Kaufempfehlungen auszusprechen ist nur noch zum Börsensport geworden!
Antworten
Mr.Fresh:

@ Sir Charles

 
05.10.00 14:18
Das ist nicht mit einer Zahl beantwortet.
Aber viele haben es gern einfach und wollen sowas wie 30€ oder Dausend € hören. Wenn ich knallhart bin, muß ich ganz schlicht antworten:
akt. Kurs 9.40 € - Basta! Für den einen als Kaufkurs, für den anderen als Verkaufskurs.
Aber jeder, der kauft, erwartet steigende Kurse, also, daß der Kurs seinen fairen Bereich idealer Weise nach oben verläßt.
Vielleicht wäre es leichter, wenn Du danach fragst, wo mein idealer Kurs liegt. Vorausgesetzt, ich würde heute zu dem Kurs, den ich als fairen Kaufkurs betrachte kaufen, läge mein idealer Kurs bei 18.80 €.
Falls es Dir hier aber um OTI und nicht um eine philos. Betrachtung geht, kann ich Dir antworten, daß ich sehr wohl der Ansicht bin, daß bei der innovativen und empirischen Kraft die noch in Contactless Smartcards steckt in 1 - 2 Jahren Kurse um 18€ - 24€ auch FAIR aussehen dürften.

Hoffe, zufriedenstellend geantwortet zu haben.


Gruß
Antworten
sir charles:

Mr. Fresh danke für die Antwort o.T.

 
05.10.00 14:33
Antworten
willaktien:

Es wurde auch mal Zeit das mal ne richtig meinung

 
05.10.00 14:37
zu oti kam! Ich bin bei 9,85€ rein gegangen!

Gruß
willaktien (15)
Antworten
Pieter:

Hi Hartmoney, gebe dir mit Ama... recht, war die

 
05.10.00 16:15
"Sau, die vorgestern oder so durchs Dorf getrieben wurde". Heute sind eben wieder andere IPO's dran mit den Sprüchen von der besten, genialsten rentabelsten und was weis ich alles Anlage. Und morgen werden es wieder die nächsten IPO's sein und so weiter.
Was mir auffällt, sind derzeit wieder mal heftige Ausschläge in den Kursen.
Ein Wert steigt heute um 15%, morgen vielleicht auch und spätestens übermorgen fällt er wieder um 20%. Umgekehrt rauschen übermorgen Werte um
15% hoch, die heute genauso viel runterplumpsen.
Ich denke, da sind unsere geschätzten Analsyten (Sterndeuter) stark mit dran schuld.
Nur wenn Berenberg im Kaffesatz liest, wer sagt denn, das die Schmidt-Bank
mit seinen 10E nicht ein paar Knochen geworfen hat.

Leute, ich für meinen Teil gebe nix mehr auf diese Kartenlegerei. Alles Humbuck. Einzig die Meldungen eines Unternehmens sollte man bei den ADHOC's
sich noch anschauene und selber versuchen, deren Bedeutung einzuschätzen.

Pieter
Antworten
hartmoney:

jetzt hats auch der VWD mitbekommen...

 
05.10.00 16:16
ANALYSE/Berenberg setzt OTI auf "spekulativ kaufen" (5.10)  
 
Die Berenberg Bank stuft OTI mit "spekulativ kaufen" ein. Zu dieser Einschätzung kommt Analyst Hartmuth Höhn, obwohl er im laufenden Geschäftsjahr mit einem Verlust von 6,5 Mio USD rechnet. Die technologische Positionierung des Unternehmens, das auf Mikroprozessoren basierende Smart Cards produziert, sei gut, und das Geschätsmodell des Unternehmens schöpfe im Vergleich zu Konkurrenten die Wertschöpfungskette voll aus, so die Analyse. OTI könne durch lokale Joint Ventures nicht nur vom Verkauf der Hardware profitieren, sondern habe wiederkehrende Umsätze durch Beteiligungen.



Die Verluste erklärten sich durch hohe Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sowie Ausgaben für das Marketing, heißt es in der Analyse von Berenberg. Der faire Kurs für die Aktien von OTI sei 14 EUR. Für 2000 erwartet die Bank einen Gewinn je Aktie von minus 0,44 USD, für 2001 wird mit minus 0,05 USD gerechnet. Für 2002 soll der Gewinn je Aktie dann bei plus 0,29 USD liegen und 2003 bei 0,92 USD. +++ Mark Nierwetberg


vwd/5.10.2000/mn/tr


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nickisoft:

OTI mit 14 Euro fair bewertet 06.10.00 16:58

 
06.10.00 18:41
OTI mit 14 Euro fair bewertet
Berenberg Bank
Die Analysten der Berenberg Bank stufen die Aktie von OTI On Track
innovations (WKN 924895) als „spekulativen Kauf“ ein.
Nach Einschaetzung der Wertpapierexperten gehoere das 1990 gegruendete
Unternehmen zu den technologisch weltweit fuehrenden Technologieanbietern im
Bereich kontaktlose Smart Cards. Die Kernkompetenz liegt vor allem im
Segment Mikroprozessor-basierter Smart Cards. Die Hauptwettbewerber seien
die Halbleiterproduzenten Infineon und Philipps.
Mikroprozessor-basierte Smart Cards wuerden ausser einer vielseitigen
Einsetzbarkeit einen sehr hohen Sicherheitsstandard versprechen und haetten
daher gute Chancen, sich als eines der sicheren Zahlungssysteme fuer
E-Commerce-Transaktion durchzusetzen. Die Gesellschaft biete im Gegensatz zu
den sich hauptsaechlich auf die Hardware fokussierenden Wettbewerbern die
volle Wertschoepfungskette vom Design bis zur Produktion der
Mikroprozessoren, die Smart-Card-Technologie, sowie das Know How fuer die
Implementierung und Durchfuehrung von Projekten. Daher unterscheide sich das
Geschaeftsmodell auch grundsaetzlich von denen der Konkurrenzfirmen, die in
erster Linie auf ein hohes Volumen in der Chip- und Kartenproduktion
setzten. Fuer Projekte zur Implementierung und Nutzung der Smart Card
Technologie sei man nicht nur Hardware- sondern vielfach auch
Systemlieferant und stelle zudem bereits erworbenes Know How fuer die
Durchfuehrung der Projekte zur Verfuegung. Die Konzipierung der
Projektloesung geschehe jeweils mit regionalen Joint Venture-Partnern, die

fuer den Roll-Out der Projekte zustaendig seien.
Zusammen mit den lokalen Joint Venture Partnern sei das Unternehmen in der
Regel an den Projekt-Umsaetzen beteiligt. Dies sichere nicht nur einmalige
Umsaetze aus dem Hardwareverkauf der Smart Cards und den dazugehoerigen
Lesegeraeten und sonstiger Technologie, sondern auch ueber den
Projektlebenszyklus wiederkehrende Umsatzeinnahmen. Da diese Umsaetze mit
niedrigen Kosten verbunden seien, liege die potentielle Rendite weitaus
hoeher als bei den Hardwareumsaetzen. Infolge dieses
Umsatzbeteiligungsmodells duerfte der Umsatz zwar deutlich unter den
vergleichbaren Werten reiner Hardwareproduzenten liegen, die erzielbare
Rendite bei der Gewinnung entsprechend grosser Projekte sollte jedoch
wesentlich ueber dem Branchendurchschnitt ausfallen.
Die Geschaeftsstrategie ziele deshalb auch darauf ab, durch regionale
Niederlassungen in den relevantesten Maerkten praesent zu sein. Ueber die
Toechter OTI Europe, OTI Africa, OTI America und OTI Pacific, einem 50:50
Joint Venture mit dem Grosskonzern Cheung Kong, sei man in allen wichtigen
Maerkten praesent. In den lokalen Maerkten verfolge die Firma das Ziel, mit
Hilfe von Vertriebs- und Technologieallianzen mit starken Partnern vor Ort
entsprechende Projekte zu akquirieren und durchzufuehren.
Nach unternehmenseigenen Angaben sei man an allen bisher ausgeschriebenen
Projekten, in denen Mikroprozessor-basierte Smart Cards zum Einsatz kommen
wuerden, beteiligt. Momentan arbeite die Gesellschaft an Easy Park, einem
elektronisches Parkgebuehrensystem fuer verschiedene Staedte in Israel.
Umsatzbeitraege erwarten die Experten erst ab dem kommenden Geschaeftsjahr.
Eine elektronische Convenience Karte fuer Lastkraftwagenfahrer wuerde in den
USA zusammen mit dem US Unternehmen VeriFone, dem groessten amerikanischen
Anbieter von sogenannten Trucker Cards und den dazugehoerigen elektronischen
Lesegeraeten, nach einer Testphase im Jahr 2001 eingefuehrt.
Zu den weiteren Projekten zaehle ein elektronisches Fuhrpark- und
Gasolinemanagement System fuer die Mineraloelkonzerne BP und Total in
Suedafrika, ein elektronisches Pass- und Personenkontrollsystem fuer Israel
zusammen mit dem US Unternehmen EDS. GSA sei ein Projekt fuer den Einsatz
kontaktloser Smart Cards in der oeffentlichen Verwaltung in den USA. Das
Unternehmen sei dabei an zwei der insgesamt fuenf Konsortien beteiligt. Die
Projektlaufzeit betrage etwa 10 Jahre und die Projektsumme etwa 1,5 Mrd.
US-$. Erste Umsaetze aus diesem Projekt erwarten die Analysten erst fuer das
Geschaeftsjahr 2002.
Ausser weiteren kleineren Projekten bestuenden Allianzen mit dem im
Personentransport taetigen US Unternehmen Cubic, welches den Einsatz von
kontaktlosen Smart Cards als elektronische Fahrscheine in oeffentlichen
Personentransportsystemen plane. Die US Unternehmen Pinnacle und SmartNexus
wuerden Konsumentenkredite gewaehren. Fuer die dafuer notwendigen
Kreditkarten habe man die technologische Loesung, im kommenden
Geschaeftsjahr sollen 3 Mio. kontaktlose Karten im Gegenwert von 2 Mio. US-$
geliefert werden. Weitere Auftraege fuer die Lieferung von kontaktlosen
Smart Cards im Jahr 2001 haette das Unternehmen von dem suedafrikanischen
Unternehmen Infinity im Umfang von 1 Mio. Smart Cards erhalten. Der
chinesische Systemintegrator Tsinghua Tongfang solle fuer das kommende Jahr
1 Mio. Smart Cards bestellt haben. Weitere Lieferungen gingen an die
tuerkischen Gesellschaft TUCPAS sowie weitere internationalen Unternehmen.
Angesichts der relativ langen Projektvorlaufzeit, die teilweise bis zu einem
Jahr betrage, sei eine genau Projektierung der erwarteten Umsaetze relativ
schwierig. Ausserdem ist das Unternehmen nach Ansicht der Experten relativ
zurueckhaltend hinsichtlich Angaben zu den moeglichen Projektvolumina sowie
deren zeitlicher Verteilung. In Anbetracht der Erfahrungen mit dem Easy Park
Projekt, hier hatte sich die Implementierung aufgrund von administrativen
Hemmnissen um ueber sechs Monate verschoben, revidieren die Analysten ihre
Umsatzschaetzungen fuer das laufende sowie die folgenden Geschaeftsjahre
deutlich nach unten. Fuer das Jahr 2000 rechnen die Experten mit einem
Umsatz von 13 Mio. US-$, der sich bis zum Jahr 2003 auf 90 Mio. US-$
erhoehen sollte. Aufgrund der prognostizierten hohen Wachstumsraten im Smart
Card Markt koennen diese Schaetzungen als konservativ bewertet werden.
Bedingt durch hohe Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sowie hohe
Marketing- und Verwaltungsausgaben zum Aufbau der internationalen
Niederlassungen wuerde im Gegensatz zur urspruenglichen Planung ein Verlust
von 6,5 Mio. US-$ ausgewiesen. Fuer das kommende Geschaeftsjahr sei jedoch
eine deutliche Verlustreduzierung zu erwarten. Im Geschaeftsjahr 2003
duerfte die Gesellschaft dann eine Nettoumsatzrendite von ueber 15 Prozent
erreichen.
Wegen des hohen Eigenkapitals, das im Jahr 2002 etwa 50 Prozent der
Bilanzsumme ausmachen duerfte, sowie der vorhandenen Liquiditaet von 22,4
Mio. US-$, welche die negativen Cash Flows der naechsten beiden
Geschaeftsjahre deutlich uebersteige, sei die Finanzierung des
Geschaeftsmodells gewaehrleistet. Ab dem Geschaeftsjahr 2002 ergeben sich
nach Expertenschaetzungen positive Cash Flows.
Auf Basis der Erwartungen fuer das Geschaeftsjahr 2003 sei OTI momentan mit
dem 1,4x EV/Umsatz, 10,6x EV/EBIT und einem KGV von 10,4 bewertet. Den
fairen Wert beziffern die Analysten mit 14 Euro.
Fuer die Jahre 2000 bis 2003 rechnen die Experten mit einem Ergebnis je
Aktie von -0,44; -0,05; 0,29 und 0,92 US-$.
In Anbeteracht der guten technologischen Positionierung, eines interessanten
Geschaeftsmodells sowie des prognostizierten raschen Markterfolgs von
kontaktlosen Smart Cards sollte sich der spekulativ veranlagte Investor
trotz der derzeitigen Ertragsschwaeche in den Technologie-Titel engagieren.
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