OnVista: 6-Monatszahlen 2002 im Plan
Erstmals seit 2000 positives Quartalsergebnis / Kosten reduziert / Jahresüberschuss erwartet
Die OnVista AG legt heute ihren 6-Monatsbericht vor. Nachdem sich bereits im ersten Quartal ein Aufwärtstrend bei der Ergebnislage abgezeichnet hatte, konnte das eFinance-Technologie- und Medienunternehmen im zweiten Quartal ein leicht positives Konzernergebnis nach Steuern (EUR 0,02 Mio.) erwirtschaften. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Ergebnis - stark belastet durch Wertberichtigungen auf Finanzanlagen - noch bei EUR -5,38 Mio. gelegen. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) verbesserte sich im Berichtsquartal auf EUR -0,29 Mio. (Q2/2002: EUR -2,71 Mio.). Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) war mit EUR 0,31 Mio. zum zweiten Mal in Folge positiv. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte es noch bei EUR -1,17 Mio. gelegen.
Im gesamten 6-Monatszeitraum war das Konzernergebnis mit EUR -0,28 Mio. zwar negativ, verbesserte sich aber sichtbar gegenüber dem Vorjahr. In der ersten Jahreshälfte 2001 hatte das EBIT bei EUR -5,54 Mio. gelegen. Das EBIT lag in den ersten sechs Monaten 2002 bei EUR -0,89 Mio., nach EUR -3,27 Mio. im ersten Halbjahr 2001. Das Halbjahres-EBITDA war im Berichtszeitraum mit EUR 0,31 Mio. positiv, nachdem es in der entsprechenden Vorjahresperiode mit EUR -1,28 Mio. noch deutlich negativ gewesen war.
"In den ersten beiden Quartalen 2002 konnten wir unsere Ziele unter nach wie vor schwierigen Marktbedingungen erfüllen," erläutert Michael W. Schwetje, Vorstand Portal und Finanzen der OnVista AG, die heute vorgelegten Zahlen. "Besonders wichtig für uns: Erstmals seit 2000 haben wir wieder ein positives Quartalsergebnis erzielt."
Kosten deutlich reduziert
Verantwortlich für die positive Entwicklung der Ergebnislage sind in erster Linie deutliche Kosteneinsparungen. Hierdurch konnte OnVista seine operativen Kosten im ersten Halbjahr 2002 auf insgesamt EUR 7,39 Mio. senken. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei EUR 8,54 Mio. Das entspricht einem Rückgang um 13 Prozent. "Die Zahlen bestätigen, dass unsere im August 2001 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen greifen," so Finanzvorstand Schwetje. "Ein Blick auf die Kostenstruktur zeigt, dass es uns gelungen ist, alle Kostenpositionen zu senken. Dies betrifft nicht nur die variablen sondern auch die fixen Kosten. Wir haben jetzt in etwa die Kostenbasis erreicht, auf der wir auch in der zweiten Jahreshälfte arbeiten können."
Erwartungsgemäß verhaltene Umsatzentwicklung
Der Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr 2002 bei EUR 5,60 Mio., nach EUR 6,25 Mio. in der entsprechenden Vorjahresperiode. Das entspricht einem Minus von 10 Prozent. Die verhaltene Umsatzentwicklung entspricht der Planung und ist auf die nach wie vor angespannte gesamtwirtschaftliche Lage zurückzuführen.
In diesem Zusammenhang sind zwei Effekte zu berücksichtigen, die den Umsatz des Berichtszeitraums im Vergleich zum Vorjahr kleiner erscheinen lassen. Zum einen hatte OnVista in den ersten sechs Monaten 2002 zusätzliche Einkünfte aus Lizenzverträgen in Höhe von EUR 0,58 Mio., die nicht in der Position "Umsatz", sondern in der Position "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen werden. Diese stammen aus Lizenzgebühren, die Kunden für ihre inzwischen eingestellten Online-Auftritte vertragsgemäß an OnVista zahlen. Da zwar auf der einen Seite ein Zahlungsstrom fließt, auf der anderen Seite aber keine Leistung mehr erbracht wird, sind diese Einkünfte als "sonstige Erträge" zu verbuchen, entsprechen dem Wesen nach aber eher einem Umsatz. Die gesamten Einkünfte aus operativer Tätigkeit, inklusive der beschriebenen sonstigen Erträge aus Lizenzverträgen, lagen im Berichtszeitraum bei EUR 6,18 Mio.
Zum anderen profitierte der Vorjahresumsatz von einem Sondereffekt: Er enthielt Erlöse aus nicht-monetären Geschäftsvorfällen in Höhe von EUR 0,62 Mio. im ersten Halbjahr 2001. Diese stammten aus einer Minderheitsbeteiligung, die OnVista im Jahr 2000 erworben und im Jahr 2001 über Mediavolumen auf der eigenen Website beglichen hat. Nach US GAAP werden solche Einkünfte in der Position "Umsatz" ausgewiesen, wobei sie nicht mit einem Mittelzufluss korrespondieren. Ohne den Sondereffekt hätte der Umsatz in der ersten Jahreshälfte 2001 bei lediglich EUR 5,62 Mio. gelegen.
Betrachtet man die Entwicklung bereinigt um die beiden beschriebenen Effekte, so ergibt sich vom ersten Halbjahr 2001 auf das erste Halbjahr 2002 ein Zuwachs um 10 Prozent.
Geschäftsfeld Lizenzen mit steigender Bedeutung
Der Konzernumsatz verteilte sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres zu 70 Prozent auf das Geschäftsfeld Lizenzen und zu 30 Prozent auf das Portal. Damit ist die relative Bedeutung des Lizenzbereichs für OnVista weiter gestiegen (H1/2001: 62% / 38%). Der im Ausland erzielte Umsatz wird entstehungsgemäß dem Geschäftsfeld Lizenzen zugerechnet.
Die Lizenzumsätze lagen im ersten Halbjahr 2002 bei EUR 3,92 Mio., 1,9 Prozent höher als in der entsprechenden Vorjahresperiode (H1/2002: EUR 3,84 Mio.). Die gesamten Lizenzeinnahmen, inklusive der bereits erwähnten umsatzäquivalenten Einkünfte aus Lizenzgebühren (EUR 0,58 Mio.), beliefen sich auf EUR 4,49 Mio. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergibt sich ein Zuwachs der Lizenzeinnahmen um 17 Prozent.
Das Geschäftsfeld Portal generierte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Umsätze in Höhe von EUR 1,69 Mio. Darin enthalten sind im Wesentlichen Erlöse aus Werbung und Content-Partnerschaften auf der Website www.onvista.de. Das entspricht einem Rückgang um 30 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte des Vorjahres (H1/2002: EUR 2,40 Mio.). Ohne Berücksichtigung des bereits beschriebenen Sondereffekts hätten die Portalerlöse im ersten Quartal 2001 lediglich EUR 1,78 Mio. betragen. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergibt sich ein moderater Rückgang der Portaleinnahmen um 5,0 Prozent.
Liquiditätslage unverändert komfortabel
Zum 30.6.2002 betrug der Finanzmittelbestand der OnVista AG (inklusive der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens) EUR 27,23 Mio., nach EUR 27,27 Mio. per 31.12.2001. Der Cash-Wert je Aktie blieb mit EUR 4,06 nahezu unverändert (31.12.2001: EUR 4,07). Damit verfügt OnVista nach wie vor über eine äußerst komfortable Liquiditätslage. Der operative Cash Flow war im ersten Halbjahr 2002 mit EUR 0,27 Mio., anders als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (H1/2002: EUR -0,82 Mio.), deutlich positiv. Der Konzern Cash Flow verbesserte sich auf EUR -0,01 Mio. In der ersten Hälfte des Vorjahres hatte der Mittelabfluss noch EUR 3,80 Mio. ausgemacht.
Gesamtjahr 2002: Jahresüberschuss geplant
Wichtigstes Ziel für OnVista ist die dauerhafte Rückkehr in die Gewinnzone. "Der planmäßige Verlauf des ersten Halbjahres 2002 und insbesondere das positive Quartalsergebnis bestätigen unsere Jahresprognose," erklärt Fritz Oidtmann, Sprecher des Vorstands der OnVista AG. Im Gesamtjahr 2002 erwartet das Kölner Unternehmen ein leicht positives Konzernergebnis nach Steuern von EUR 0,05 Mio. Das EBIT wird voraussichtlich mit EUR -1,0 Mio. nach wie vor negativ ausfallen. Das EBITDA soll bei rund EUR 1,5 Mio. liegen.
Oidtmann weiter: "Möglich wird die Rückkehr in die Gewinnzone durch Kosteneinsparungen aufgrund der im letzten Jahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen." Der Planung liegt ein - aufgrund der konjunkturellen Situation und des Marktumfelds - weiterhin verhaltenes Umsatzwachstum zugrunde. Im Jahr 2002 sollen die Einkünfte aus operativer Tätigkeit auf EUR 14,5 Mio. bis EUR 15 Mio. steigen. Darin werden bis zu EUR 1 Mio. sonstige betriebliche umsatzäquivalente Erträge enthalten sein.
Alle Zahlen: 6-Monats-Konzernabschluss nach US GAAP
Quartalsbericht 2/2002 abrufbar unter: www.onvista-ag-de, in der Rubrik "Investor Relations"
Kennzahlen im Überblick
6-Monats-Konzernabschluss nach US GAAP der OnVista AG
H1/2002 H1/2001 Veränderung
1.1.-30.6.2002 1.1.-30.6.2001
Umsatz (Mio. EUR) 5,60 6,25 -10%
EBITDA (Mio. EUR) 0,31 -1,28 -
EBIT (Mio. EUR) -0,89 -3,27 -
Ergebnis nach Steuern
(Mio. EUR) -0,28 -5,54 -
Ergebnis je Aktie (EUR) -0,04 -0,83 -
Konzern Cash Flow
(Mio. EUR) -0,01 -3,80 -
Operativer Cash Flow
(Mio. EUR) 0,27 -0,82 -
Mitarbeiter (1) 144 160 -10%
Lizenznehmer 53 49 8%
Monatl. Seitenabrufe (2)
(Mio.) 29,03 40,03 -27%
30.6.2002 31.12.2001
Finanzmittelbestand
(Mio. EUR) (3) 27,23 27,27 0%
Bilanzsumme (Mio. EUR) 40,89 41,27 -1%
Eigenkapitalquote (%) 90,9 90,0 1%
1) in Festanstellung; vollzeitäquivalent; Vorjahreswert angepasst
2) im Juni
3) inkl. der jederzeit veräußerbaren Pfandbriefe
(Quelle: OnVista AG)
19.08.2002 10:39
© boerse.de
Erstmals seit 2000 positives Quartalsergebnis / Kosten reduziert / Jahresüberschuss erwartet
Die OnVista AG legt heute ihren 6-Monatsbericht vor. Nachdem sich bereits im ersten Quartal ein Aufwärtstrend bei der Ergebnislage abgezeichnet hatte, konnte das eFinance-Technologie- und Medienunternehmen im zweiten Quartal ein leicht positives Konzernergebnis nach Steuern (EUR 0,02 Mio.) erwirtschaften. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Ergebnis - stark belastet durch Wertberichtigungen auf Finanzanlagen - noch bei EUR -5,38 Mio. gelegen. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) verbesserte sich im Berichtsquartal auf EUR -0,29 Mio. (Q2/2002: EUR -2,71 Mio.). Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) war mit EUR 0,31 Mio. zum zweiten Mal in Folge positiv. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte es noch bei EUR -1,17 Mio. gelegen.
Im gesamten 6-Monatszeitraum war das Konzernergebnis mit EUR -0,28 Mio. zwar negativ, verbesserte sich aber sichtbar gegenüber dem Vorjahr. In der ersten Jahreshälfte 2001 hatte das EBIT bei EUR -5,54 Mio. gelegen. Das EBIT lag in den ersten sechs Monaten 2002 bei EUR -0,89 Mio., nach EUR -3,27 Mio. im ersten Halbjahr 2001. Das Halbjahres-EBITDA war im Berichtszeitraum mit EUR 0,31 Mio. positiv, nachdem es in der entsprechenden Vorjahresperiode mit EUR -1,28 Mio. noch deutlich negativ gewesen war.
"In den ersten beiden Quartalen 2002 konnten wir unsere Ziele unter nach wie vor schwierigen Marktbedingungen erfüllen," erläutert Michael W. Schwetje, Vorstand Portal und Finanzen der OnVista AG, die heute vorgelegten Zahlen. "Besonders wichtig für uns: Erstmals seit 2000 haben wir wieder ein positives Quartalsergebnis erzielt."
Kosten deutlich reduziert
Verantwortlich für die positive Entwicklung der Ergebnislage sind in erster Linie deutliche Kosteneinsparungen. Hierdurch konnte OnVista seine operativen Kosten im ersten Halbjahr 2002 auf insgesamt EUR 7,39 Mio. senken. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei EUR 8,54 Mio. Das entspricht einem Rückgang um 13 Prozent. "Die Zahlen bestätigen, dass unsere im August 2001 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen greifen," so Finanzvorstand Schwetje. "Ein Blick auf die Kostenstruktur zeigt, dass es uns gelungen ist, alle Kostenpositionen zu senken. Dies betrifft nicht nur die variablen sondern auch die fixen Kosten. Wir haben jetzt in etwa die Kostenbasis erreicht, auf der wir auch in der zweiten Jahreshälfte arbeiten können."
Erwartungsgemäß verhaltene Umsatzentwicklung
Der Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr 2002 bei EUR 5,60 Mio., nach EUR 6,25 Mio. in der entsprechenden Vorjahresperiode. Das entspricht einem Minus von 10 Prozent. Die verhaltene Umsatzentwicklung entspricht der Planung und ist auf die nach wie vor angespannte gesamtwirtschaftliche Lage zurückzuführen.
In diesem Zusammenhang sind zwei Effekte zu berücksichtigen, die den Umsatz des Berichtszeitraums im Vergleich zum Vorjahr kleiner erscheinen lassen. Zum einen hatte OnVista in den ersten sechs Monaten 2002 zusätzliche Einkünfte aus Lizenzverträgen in Höhe von EUR 0,58 Mio., die nicht in der Position "Umsatz", sondern in der Position "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen werden. Diese stammen aus Lizenzgebühren, die Kunden für ihre inzwischen eingestellten Online-Auftritte vertragsgemäß an OnVista zahlen. Da zwar auf der einen Seite ein Zahlungsstrom fließt, auf der anderen Seite aber keine Leistung mehr erbracht wird, sind diese Einkünfte als "sonstige Erträge" zu verbuchen, entsprechen dem Wesen nach aber eher einem Umsatz. Die gesamten Einkünfte aus operativer Tätigkeit, inklusive der beschriebenen sonstigen Erträge aus Lizenzverträgen, lagen im Berichtszeitraum bei EUR 6,18 Mio.
Zum anderen profitierte der Vorjahresumsatz von einem Sondereffekt: Er enthielt Erlöse aus nicht-monetären Geschäftsvorfällen in Höhe von EUR 0,62 Mio. im ersten Halbjahr 2001. Diese stammten aus einer Minderheitsbeteiligung, die OnVista im Jahr 2000 erworben und im Jahr 2001 über Mediavolumen auf der eigenen Website beglichen hat. Nach US GAAP werden solche Einkünfte in der Position "Umsatz" ausgewiesen, wobei sie nicht mit einem Mittelzufluss korrespondieren. Ohne den Sondereffekt hätte der Umsatz in der ersten Jahreshälfte 2001 bei lediglich EUR 5,62 Mio. gelegen.
Betrachtet man die Entwicklung bereinigt um die beiden beschriebenen Effekte, so ergibt sich vom ersten Halbjahr 2001 auf das erste Halbjahr 2002 ein Zuwachs um 10 Prozent.
Geschäftsfeld Lizenzen mit steigender Bedeutung
Der Konzernumsatz verteilte sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres zu 70 Prozent auf das Geschäftsfeld Lizenzen und zu 30 Prozent auf das Portal. Damit ist die relative Bedeutung des Lizenzbereichs für OnVista weiter gestiegen (H1/2001: 62% / 38%). Der im Ausland erzielte Umsatz wird entstehungsgemäß dem Geschäftsfeld Lizenzen zugerechnet.
Die Lizenzumsätze lagen im ersten Halbjahr 2002 bei EUR 3,92 Mio., 1,9 Prozent höher als in der entsprechenden Vorjahresperiode (H1/2002: EUR 3,84 Mio.). Die gesamten Lizenzeinnahmen, inklusive der bereits erwähnten umsatzäquivalenten Einkünfte aus Lizenzgebühren (EUR 0,58 Mio.), beliefen sich auf EUR 4,49 Mio. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergibt sich ein Zuwachs der Lizenzeinnahmen um 17 Prozent.
Das Geschäftsfeld Portal generierte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Umsätze in Höhe von EUR 1,69 Mio. Darin enthalten sind im Wesentlichen Erlöse aus Werbung und Content-Partnerschaften auf der Website www.onvista.de. Das entspricht einem Rückgang um 30 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte des Vorjahres (H1/2002: EUR 2,40 Mio.). Ohne Berücksichtigung des bereits beschriebenen Sondereffekts hätten die Portalerlöse im ersten Quartal 2001 lediglich EUR 1,78 Mio. betragen. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergibt sich ein moderater Rückgang der Portaleinnahmen um 5,0 Prozent.
Liquiditätslage unverändert komfortabel
Zum 30.6.2002 betrug der Finanzmittelbestand der OnVista AG (inklusive der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens) EUR 27,23 Mio., nach EUR 27,27 Mio. per 31.12.2001. Der Cash-Wert je Aktie blieb mit EUR 4,06 nahezu unverändert (31.12.2001: EUR 4,07). Damit verfügt OnVista nach wie vor über eine äußerst komfortable Liquiditätslage. Der operative Cash Flow war im ersten Halbjahr 2002 mit EUR 0,27 Mio., anders als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (H1/2002: EUR -0,82 Mio.), deutlich positiv. Der Konzern Cash Flow verbesserte sich auf EUR -0,01 Mio. In der ersten Hälfte des Vorjahres hatte der Mittelabfluss noch EUR 3,80 Mio. ausgemacht.
Gesamtjahr 2002: Jahresüberschuss geplant
Wichtigstes Ziel für OnVista ist die dauerhafte Rückkehr in die Gewinnzone. "Der planmäßige Verlauf des ersten Halbjahres 2002 und insbesondere das positive Quartalsergebnis bestätigen unsere Jahresprognose," erklärt Fritz Oidtmann, Sprecher des Vorstands der OnVista AG. Im Gesamtjahr 2002 erwartet das Kölner Unternehmen ein leicht positives Konzernergebnis nach Steuern von EUR 0,05 Mio. Das EBIT wird voraussichtlich mit EUR -1,0 Mio. nach wie vor negativ ausfallen. Das EBITDA soll bei rund EUR 1,5 Mio. liegen.
Oidtmann weiter: "Möglich wird die Rückkehr in die Gewinnzone durch Kosteneinsparungen aufgrund der im letzten Jahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen." Der Planung liegt ein - aufgrund der konjunkturellen Situation und des Marktumfelds - weiterhin verhaltenes Umsatzwachstum zugrunde. Im Jahr 2002 sollen die Einkünfte aus operativer Tätigkeit auf EUR 14,5 Mio. bis EUR 15 Mio. steigen. Darin werden bis zu EUR 1 Mio. sonstige betriebliche umsatzäquivalente Erträge enthalten sein.
Alle Zahlen: 6-Monats-Konzernabschluss nach US GAAP
Quartalsbericht 2/2002 abrufbar unter: www.onvista-ag-de, in der Rubrik "Investor Relations"
Kennzahlen im Überblick
6-Monats-Konzernabschluss nach US GAAP der OnVista AG
H1/2002 H1/2001 Veränderung
1.1.-30.6.2002 1.1.-30.6.2001
Umsatz (Mio. EUR) 5,60 6,25 -10%
EBITDA (Mio. EUR) 0,31 -1,28 -
EBIT (Mio. EUR) -0,89 -3,27 -
Ergebnis nach Steuern
(Mio. EUR) -0,28 -5,54 -
Ergebnis je Aktie (EUR) -0,04 -0,83 -
Konzern Cash Flow
(Mio. EUR) -0,01 -3,80 -
Operativer Cash Flow
(Mio. EUR) 0,27 -0,82 -
Mitarbeiter (1) 144 160 -10%
Lizenznehmer 53 49 8%
Monatl. Seitenabrufe (2)
(Mio.) 29,03 40,03 -27%
30.6.2002 31.12.2001
Finanzmittelbestand
(Mio. EUR) (3) 27,23 27,27 0%
Bilanzsumme (Mio. EUR) 40,89 41,27 -1%
Eigenkapitalquote (%) 90,9 90,0 1%
1) in Festanstellung; vollzeitäquivalent; Vorjahreswert angepasst
2) im Juni
3) inkl. der jederzeit veräußerbaren Pfandbriefe
(Quelle: OnVista AG)
19.08.2002 10:39
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