Online-Banking


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Spitfire33:

Online-Banking

 
17.09.01 12:14
ARD: HypoVereinsbank schützt Online-Banking mangelhaft  

Hamburg (dpa) Die HypoVereinsbank schützt ihr Online- Bankingangebot nach Darstellung des ARD-Fernsehens nur mangelhaft gegen Hackerangriffe. Das TV-Magazin «ARD-Ratgeber Technik» zeigte am Sonntagabend, wie ein vom Norddeutschen Rundfunk beauftragter Hacker in den zentralen Homebanking-Computer der HypoVereinsbank einbrach.

Innerhalb weniger Tage habe man 1,5 Millionen Onlinebuchungen einschließlich Geheimnummern (PINs) abfangen können, hieß es in der Sendung. Zwar habe das Institut das Verfahren zum Einloggen in das Online-Banking inzwischen geändert, doch sei das Angebot weiterhin nicht sicher.

Der thüringische Hacker Thomas Vosseberg nutzte die Tatsache aus, dass die Administratoren der Bank den Webserver, einen Internet Information Server (IIS 4.0) von Microsoft, so konfiguriert hatten, dass man mit entsprechenden Hackerwerkzeugen auch Systembereiche des Servers manipulieren konnte. So konnten der Hacker und die Redakteure des Norddeutschen Rundfunks die Daten von mehreren tausend Bankkunden einsehen.

In einem Fall fing der Hacker durch eine manipulierte Software - ein so genanntes Trojanisches Pferd - auch eine Transaktionsnummer ab, die benötigt wird, um eine Überweisung vorzunehmen. In dem Beitrag wurde gezeigt, wie zu Demonstrationszwecken eine Fehlüberweisung von 100 Mark vorgenommen wurde.

Die HypoVereinsbank konnte am Sonntag nicht für eine Stellungnahme erreicht werden. In dem Beitrag wurde noch eine längere Liste mit unsicheren Homebanking-Angeboten von verschiedenen Geldinstituten in Deutschland eingeblendet, ohne allerdings auf technische Details einzugehen.


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vega2000:

Falls ihr den kompletten Bericht lesen wollt !

 
17.09.01 13:39
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Roland:

Typisches Ratgeber Technik Mischmasch

 
17.09.01 14:07
Ich muß sagen, vom ARD Ratgeber Technik halte ich nicht sehr viel. Es wird einiges als Problem der Banken ausgegeben, was in Wahrheit ein Problem beim Kunden darstellt.

Aber mal der Reihe nach:

1.) Trojanische Pferde als Problem
Dieses Problem existiert schon seit ewigen Zeiten. Dies abzustellen, liegt aber in der Verantwortung des KUNDEN. Wer heute noch ohne Firewall und insbesondere ohne aktuellen !!! Virenscanner ins Netz geht, hat es nicht besser verdient als ausspioniert zu werden. Dies sollten sich mal alle User hinter die Ohren schreiben.

Im übrigen wurde offensichtlich SubSeven benutzt (Trojaner).

2.) Administrative und Design-Probleme bei der Hypo
Für den IIS 4.0 gibt es diverse Sicherheitsupdates. Diese wurden, ebenso offensichtlich, nicht eingespielt. Dies ist ein Versäumnis der Administration. Ein Design-Problem besteht offensichtlich darin, das in den Log-Files des Web-Servers, der ebenso offensichtlich NICHT gesondert abgeschirmt worden ist, Kundensensible Daten (insbesondere Online-Banking PIN) auf dem Web-Server gespeichert wurden. Dies ist fahrlässig!

Im übrigen hat die HypoVereinsbank den Betrieb des Online-Banking Systems z.Zt. eingestellt!

3.) Mitverantwortung der Kunden

Mit Klasse 3 Lesern (Chipkartenleser mit eigenem Display) wären selbst trojanische Pferde sinnlos. Die meisten Banken nutzen aber Klasse 1 Leser (der beliebte Towitoko-Kartenleser i.d.R.), da diese billiger sind. Es gibt Banken, die solche Leser NICHT anbieten, sondern von sich aus einen Mindeststandard verlangen. Dafür wollen die Banken aber dann auch Geld vom Kunden, da sicherere Kartenleser nunmal teuer sind (im Vergleich zu den Klasse 1 Lesern). Der Kunde kommt an, die höhere Sicherheit des Kartenlesers wird gepriesen, die Bank will 100,- als Kostenanteil und der Kunde geht, weil die Bank um die Ecke nur 20 ,- will. Dafür ist die ganze Sache aber höchst unsicher. Dies ist dem Kunden aber egal! Jedenfalls, solange nichts passiert. Hier die Banken für jeden Mist alleine verantwortlich zu machen ist recht unfair. Aber genauso, wie bei der BSE-Krise ist die Empörung nur von kurzer Dauer. Die Hypo wird einige Änderungen machen, das System wird etwas!!! sicherer, der Kundes ists zufrieden und macht weiter wie bisher, was fahrlässig ist. Aber so ist es nun einmal!
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