zu 1
deswegen hab ich ja dazu gesagt, dass die Prognose letztes Jahr ebenfalls bei mittig 5 Mio € lag. Wieso gehst du denn davon aus, dass dieses Mal die Prognose nicht wieder am oberen Rand getroffen wird?
zu 2
nein, ich hab nicht gesagt, dass eine Prognose des EPS unmöglich ist, sondern dass ein Vorstand sowas nicht vornimmt. Klar werden sie sich durchgerechnet haben, bei welchen Szenarien (Ebits) welche Überschüsse rauskommen. Die Zinsen und Steuern sind für sie relativ eindeutig zu bestimmen. Jetzt schon. Meine Aussage vorhin war eher grundsätzlicher Art.
Schwieriger ist eher das genaue Ebit zu bestimmen, und deshalb gibt man ja immer eine relativ breite Range an. Muehkhan war in den letzten Jahren da aber konservativ am Jahresanfang.
zu 3
ich liebe nicht den Cashflow. Es muss immer eine ganzheitliche Analyse gemacht werden. Einzelne Kennzahlen bringen gar nichts. Auch bei Ecotel nenne ich niemals nur den Cashflow, sondern da geht es mindestens genauso um Substanzfragen. Man kann niemals nur die Bilanz oder nur die GUV oder nur den Kapitalfluss bedenken. Alles zusammen plus Geschäftsmodell, Marktstellung, Wachstumspotenzial, etc. erst dann wird ein Schuh draus. Die meisten Leute versteifen sich aber nunmal ausschließlich auf die GUV, und selbst dabei nur auf den Überschuss.
Was die Aussage mit Ecotel jetzt sollte, versteh ich ohnehin nicht. Ich hab dort meine Meinung ja nicht geändert, nur weil der Kurs nach dem Trendbruch nun gefallen ist. Die Gewinnschätzungen habe ich leicht zurückgenommen, aber das ändert relativ wenig an der Gesamteinschätzung aus Substanz, auflaufenden Gewinnen/Cashflows und Marktstellung. Der Kurs hat sich immernoch seit meinem Einstieg verdoppelt. Ich wüsste also nicht wieso ich da jetzt irgendwie meine Meinung stark ändern müsste. Unterbewertung ist immernoch augenscheinlich.
Die Dax-Werte habe ich erwähnt, weil die allermeisten Dax-Unternehmen hochverschuldet sind und/oder teilweise hohe KGVs haben. Da sie meist organisch nur sehr gering wachsen (aufgrund Größe), ist mir nicht klar wieso man nach EV/Überschuss oder EV/Cashflow solche Unternehmen deutlich höher bewerten müsste. Nur weil sie nicht so leicht pleite gehen können? Risiken haben sie genauso, wie diverse Beispiele der letzten 10-15 Jahre zeigten. Sehr viele Dax-Aktien haben entweder stark verloren oder dümpeln seit zwei Jahrzehnten seitwärts dahin. Will damit nur sagen, dass das EPS alleine gar nichts aussagt, denn wie gesagt, dann müsste ja Beiersdorf beispielsweise 60-70% fallen, denn die haben ständig KGVs von 30-35. Hat aber durchaus gute Gründe wieso Beiersdorf so hoch bewertet ist. Die sind übrigens Ecotel gar nicht so unähnlich, wenn auch völlig andere Größe und Branche. Es geht da um Skaleneffekte auf den Überschuss und um Bilanzrelationen. Da hat man ähnliche Möglichkeiten, den Gewinn zu steigern.