O. Hordenbach: Töchter sind begehrt

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O. Hordenbach: Töchter sind begehrt

 
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O. Hordenbach: Töchter sind begehrt

Mittwoch, 15.09.2004 09:46 von DER AKTIONÄR

 Von Olaf Hordenbach, Chefredakteur des Börsenmagazins DER AKTIONÄR. 

Die Ernennung des IBM-Managers Walter Raizner zum Chef der Festnetz-Sparte der Deutschen Telekom hat die Debatte um einen Rückkauf der börsennotierten Internettochter T-Online neu entfacht. In der vergangenen Woche zog der Aktienkurs von T-Online bereits kräftig an, da Anleger auf einen satten Übernahmepreis spekulieren.

Und in der Tat macht die Wiedereingliederung des Internetgeschäftes gleich unter zwei Aspekten Sinn. Erstens dürften spätestens in fünf Jahren breitbandige Internetdienstleistungen zum Standardprogramm einer modernen Telekommunikationsgesellschaft gehören – das klassische Telefonat wird im Vergleich zu den anderen Diensten nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Zweitens macht die Deutsche Telekom mit dem Rückkauf ein gutes Geschäft, wurden die Aktien von T-Online doch im April 2000 zu einem Kurs von 27 Euro an die Börse gebracht. Ein nun ausstehendes Angebot dürfte zwar deutlich über dem aktuellen Niveau liegen, zugleich aber auch unter den 27 Euro bleiben. Getreu dem Motto „Teuer verkaufen, billig zurückkaufen“ hätte die Deutsche Telekom ein lukratives Geschäft gemacht. Mehr zu T-Online lesen Sie in der aktuellen Titelstory  von DER AKTIONÄR .

Was die Deutsche Telekom mit ihrer ehemaligen Tochter T-Online nun plant, hat TUI mit Hapag-Lloyd erst gar nicht versucht. Zu schlecht sei das Marktumfeld, so begründete der TUI-Chef Michael Frenzel die Absage des Börsengangs der Schifffahrtssparte. Doch die TUI-Aktie bleibt auch ohne Börsengang attraktiv, da nun endlich klar ist, dass allein Hapag-Lloyd mit einem angepeilten Emissionsvolumen von 2,7 Milliarden Euro so viel wert ist wie der gesamte TUI-Konzern. Absagen von Börsengängen haben also durchaus auch einen positiven Effekt, wenn sie für mehr Klarheit und Transparenz sorgen.

Klarheit und Transparenz sind auch die Schlüsselbegriffe beim japanischen Konzern Softbank, dem in  der aktuellen Ausgabe eine ausführliche Analyse gewidmet ist. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren einen deutlichen Wandel vollzogen und ist heute „sauber“ aufgestellt. Wie weit die Aktie noch steigen kann, erfahren Sie  in DER AKTIONÄR - ab  heute am Kiosk.

  

Viel Spaß beim Lesen und Investieren.

 

 Ihr Olaf Hordenbach  



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