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NVIDIA

 
07.02.02 12:47
GeForce4
Bei Nvidia ist der Boom noch nicht zu Ende
An den Konkurrenten ATI und Intel vorbei gezogen. In dieser Woche kommt der neue Grafikchip „GeForce4“.>


Nvidia-Mitbegründer und Vorstandschef Jen-Hsun Huang: „Es ist ein Unglück, dass sich die PC-Industrie so abgeschwächt hat.“  

Über den Marmorfliesen der Silicon-Valley-Firma Nvidia Corp. hängen Plakate, die an bessere Zeiten zu erinnern scheinen: Sie versprechen jedem Angestellten eine Prämie von 2.500 Dollar, wenn sie einen neuen Mitarbeiter werben. Während andere Unternehmen der IT-Branche gegen die Krise kämpfen, ist der Boom für den Grafikchip-Entwickler Nvidia noch lange nicht zu Ende.

Der Absatz von Personalcomputern geht zurück, aber dem Zulieferer Nvidia geht es prächtig. Die Zahl der Beschäftigten wurde im vergangenen Jahr auf 1.200 mehr als verdoppelt, der Börsenkurs vervierfacht. Der Erfolg hat viele Ursachen. Zum einen konnte Nvidia seine Geschäfte mit führenden PC-Herstellern wie Dell und Hewlett-Packard weiter ausbauen. Zum anderen drang das Unternehmen in neue Märkte jenseits des Windows-Computers vor. So entwickelte Nvidia auch den Grafikprozessor für die Microsoft-Spielkonsole Xbox. Und jetzt werden auch die neuen Apple-Rechner mit Nvidia-Chips ausgestattet. Der neue iMac bekommt einen bescheidenen GeForce2-MX, während das Arbeitspferd G4 mit einem Gigahertz den allerneuesten GeForce4 erhält.

Noch vor ein paar Jahren waren etwa 50 Unternehmen im Geschäft mit den Grafiprozessoren aktiv. Dann stiegen die Anforderungen an die Spezialchips immer weiter, angetrieben vor allem von Computerspielen, die eine möglichst realistische dreidimensionale Atmosphäre auf den Bildschirm zaubern wollten. Die sekundenschnelle Berechnung rasanter Pixel-Darstellungen verlangt höchste Leistung von den Grafik-Chips. In diesem Rennen blieben nur drei große Hersteller übrig: Nvidia, ATI Technologies und Intel.

Beobachter führen den Erfolg von Nvidia auf eine zielgerichtete Entwicklungsarbeit, eine stetige Folge neuer Produkte und das Vordringen in neue Märkte jenseits des Personalcomputers zurück. „Es ist ein Unglück, dass sich die PC-Industrie so abgeschwächt hat“, sagt der 38 Jahre alte Nvidia-Mitbegründer und Vorstandschef Jen-Hsun Huang. „Stellen Sie sich vor, wie groß wir geworden wären, wenn es so weiter gegangen wäre wie bisher.“ Im vergangenen Jahr überholte Nvidia erst ATI, dann Intel. Im dritten Quartal 2001 wurde ein Marktanteil von 31 Prozent erreicht - Mitte 1997 waren es noch weniger als ein Prozent. In diesem Jahr scheint sich die Entwicklung weiter fortzusetzen.

Nvidia spart Kosten, indem es sich ganz auf die Entwicklung leistungsfähiger Chip-Designs konzentriert und die Produktion außer Haus gibt. Die fertigen Chips werden dann an Hersteller von Grafikkarten geliefert wie Leadtek, Hercules und Visiontek. Das Rennen um immer bessere Grafikchips ist aber noch nicht zu Ende.

Huang bemängelt, dass seine Branche dem Realismus eines Kinofilms noch um zehn Jahre hinterher hinkt. In dieser Woche wird die nächste Generation des Firmen-Flaggschiffs erwartet. Der GeForce4 hat sich meilenweit von seinem Urahn Riva 128 entfernt, mit dem der Siegeszug von Nvidia 1996 begann. Dabei war das schon der dritte Versuch des 1993 gegründeten Unternehmens - die beiden ersten Projekte gingen gründlich daneben, und damals musste die Hälfte der Mitarbeiter gehen.

SZ


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