Beim 111 MW Windpark "Gibson Bay" aus Südafrika mit 37 N117/3000 aus der 3. Auktionsrunde (REIPPP) wurde wie für alle Projekte der 3. Bieterrunde das Finance Closure von Juli auf Ende November verschoben, weil der staatliche südafrikanische Energieversorger Eskom nicht dazu fähig ist die Netzkapazitäten auszubauen und offenbar auch nicht genügend Geld hat um sie auszubauen. Somit konnte Eskom die erforderlichen Stromabnahmeverträge mit den Windparkeigentümer noch nicht unterschreiben, weil Eskom ja noch keine definitive Zusage machen kann zu welchem Datum die Windparks aus der 3. Bieterrunde ans Stromnetz gehen können. Hier der Link dazu:
www.windpowermonthly.com/article/1317599/...outh-african-delay
Zeschky hat ja beim Q3 ganz explizit auf das Verschieben auf November hingewiesen.
Beim 142 MW Windpark "Pampa" aus Uruguay mit geplanten 59 N117/2400 heißt es erstmal für uns abwarten. Der uruguayische Energieversorger UTE hat ja das notwendige Eigenkapital (100 Mo. $) über Anleihen Ende September komplett eingesammelt und laut Pressemeldungen aus Uruguay soll der Baubeginn noch im 1. Halbjahr 2015 sein. Wenn an diesem Terminplan festgehalten wird, dann muss zwangsläufig über kurz oder lang eine Meldung darüber kommen. Selbst wenn Nordex den Auftrag nicht bekommen würde, würde er ganz sicher publik werden, denn der Windpark "Pampa" wäre mit Abstand der größte Windpark Uruguays.
Was mit dem 108 MW Windpark "Thunder Spirit" mit geplanten 43 N100/2500 wirklich los ist keine Ahnung. Seit der Windparkeingentümer Wind Works Powers Mitte August die endgültige Genehmigung zur Abänderung des Windpark-Layouts von der North Dakota Public Service Commission erhalten hat kann man über dieses US-Projekt nichts mehr erfahren. Es ist aber wohl anzunehmen, dass Wind Works Powers noch keine Kapitalgeber gefunden hat. "Thunder Spirit" kommt auf jeden Fall noch in den Genuss der Federal Production Tax Credits (PTC), da man mit den Windparkbauarbeiten Ende Dezember 2013 schon begonnen hat (Straßenbau) und weil man Ende 2013 Nordex die notwendige Anzahlung überwiesen hat. Das sind die zwei Grundvoraussetzungen um noch an die Tax Credits-Subventionen (30%) ran zu kommen. Einen Stromabnahmevertrag (PPA) hat Wind Works Powers für "Thunder Spirit" mit der Montana Dakota Utilities auch. Die Voraussetzungen, dass dieser Windpark "Thunder Spirit" gebaut wird sind eigentlich ideal.
Was mit den beiden 50 MW-Aufträgen aus Pakistan ist habe ich keinen Plan, denn beide Windparls mit jeweils geplanten 20 N100/2500 sind im Prinzip eigentlich schon seit 4, 5 Monate vorfinanziert von der Weltbanktochter International Finance Corporation (IFC) für das Projekt mit der Metro Power Company Ltd. bzw. von der staatlichen amerikanischen Overseas Private Investment Corporation (OPIC) für das Projekt mit der Hawa Energy. Es hatte sicherlich einen sehr guten Grund warum Krogsgaard im September den pakistanischen Botschafter in Berlin aufgesucht hat. Beide Pakistan-Projekte sind nach meinem Dafürhalten längst überfällig, zumal sie ja schon in 2015 laut Plan komplett umgesetzt werden sollen.