Mit Kursen von mehr als 140 Euro war die Aktie von Intershop einst ein Star am Neuen Markt. Seit März 2000 steht der Kurs unter Druck und fiel auf aktuell 2,15 Euro. Das Vertrauen der Anleger ist verspielt - nie konnten die Prognosen eingehalten werden. Lange wird es den Anbieter für E-Business-Anwendungen wohl nicht mehr geben, die Zahlen für die ersten neun Monate sind erbärmlich - da hilft auch Schönreden nichts.
Intershop Communikations AG
Datum: 05.11.2001
WKN: 622 700
Kurs: 2,15 Euro; Tief/Hoch (52 Wo.): 1,22 Euro; 60,8 Euro
Segment: Neuer Markt
KGV (2002e): Verlust
Branchen-KGV: Verlust
Gewinnreihe (in Euro):
1998: 0,22 Euro 1999: -0,18 Euro 2000: -0,46 Euro 2001e: -1,65 Euro 2002e: -k.A.
Fremdkapitalquote: 37 Prozent
Unter Planzahlen und Ausblicken verstand der Intershop-Vorstand stets etwas anderes als die Börsengemeinde. Regelmäßig wurden positive Ankündigungen in den Ad-hoc-Mitteilungen gemacht, die aber nie annähernd erreicht wurden. Fast schon Tradition ist die Aussage, die Gewinnzone in naher Zukunft zu erreichen - um sie dann in der nächsten Ad-hoc wieder zu verschieben.
In der Pflichtmitteilung zum dritten Quartal kommen die Worte Planzahlen und optimistische Aussichten nicht mehr vor. Nun hat wohl auch der Vorstand eingesehen, dass Optimismus nicht mehr angebracht ist.
Es gibt auch keinen Grund dafür. Die Zahlen sind erschreckend: Der Umsatz sank im dritten Quartal 2001 im Vergleich zur Vorperiode um 33 Prozent auf 14,7 Millionen Euro. Unterm dem Strich bleibt ein hoher Nachsteuerverlust von 44,2 Millionen Euro. Darin enthalten sind die Aufwedungen für ein Kosteneinsparungsprogramm. Dieses schlägt mit 18,6 Millionen Euro zu Buche. Allerdings sei dieser Aufwand einmalig und soll in den Folgequartalen nicht mehr in der Höhe anfallen, hieß es.
Viel zu restrukturieren dürfte es bald sowieso nicht mehr geben. In den ersten neuen Monaten summiert sich der Nachsteuerverlust auf 107,1 Millionen Euro bei einem Umsatz von knapp 56 Millionen Euro.
Die Pläne für das Gesamtjahr sehen einen bereits nach unten korregierten Umsatz von 80 Millionen Euro vor. Bis dahin fehlen immer noch 23 Millionen Euro. Angesichts der Marktlage ein sehr gewagtes Ziel. Eine erneute Korrektur nach unten vor Jahresende dürfte nicht lange auf sich warten lassen.
Intershop Communikations AG
Datum: 05.11.2001
WKN: 622 700
Kurs: 2,15 Euro; Tief/Hoch (52 Wo.): 1,22 Euro; 60,8 Euro
Segment: Neuer Markt
KGV (2002e): Verlust
Branchen-KGV: Verlust
Gewinnreihe (in Euro):
1998: 0,22 Euro 1999: -0,18 Euro 2000: -0,46 Euro 2001e: -1,65 Euro 2002e: -k.A.
Fremdkapitalquote: 37 Prozent
Unter Planzahlen und Ausblicken verstand der Intershop-Vorstand stets etwas anderes als die Börsengemeinde. Regelmäßig wurden positive Ankündigungen in den Ad-hoc-Mitteilungen gemacht, die aber nie annähernd erreicht wurden. Fast schon Tradition ist die Aussage, die Gewinnzone in naher Zukunft zu erreichen - um sie dann in der nächsten Ad-hoc wieder zu verschieben.
In der Pflichtmitteilung zum dritten Quartal kommen die Worte Planzahlen und optimistische Aussichten nicht mehr vor. Nun hat wohl auch der Vorstand eingesehen, dass Optimismus nicht mehr angebracht ist.
Es gibt auch keinen Grund dafür. Die Zahlen sind erschreckend: Der Umsatz sank im dritten Quartal 2001 im Vergleich zur Vorperiode um 33 Prozent auf 14,7 Millionen Euro. Unterm dem Strich bleibt ein hoher Nachsteuerverlust von 44,2 Millionen Euro. Darin enthalten sind die Aufwedungen für ein Kosteneinsparungsprogramm. Dieses schlägt mit 18,6 Millionen Euro zu Buche. Allerdings sei dieser Aufwand einmalig und soll in den Folgequartalen nicht mehr in der Höhe anfallen, hieß es.
Viel zu restrukturieren dürfte es bald sowieso nicht mehr geben. In den ersten neuen Monaten summiert sich der Nachsteuerverlust auf 107,1 Millionen Euro bei einem Umsatz von knapp 56 Millionen Euro.
Die Pläne für das Gesamtjahr sehen einen bereits nach unten korregierten Umsatz von 80 Millionen Euro vor. Bis dahin fehlen immer noch 23 Millionen Euro. Angesichts der Marktlage ein sehr gewagtes Ziel. Eine erneute Korrektur nach unten vor Jahresende dürfte nicht lange auf sich warten lassen.