Nix Fussball am Samstag ?


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vega2000:

Nix Fussball am Samstag ?

 
26.04.02 11:32

Fußball-Bundesliga droht mit Übertragungsverbot


Weil die insolvente KirchGruppe die nächste Ratenzahlung an die Deutsche Fußball-Liga bislang nicht garantieren kann, hat die DFL ein Ultimatum bis Freitag gestellt. Den Kirch-Sendern Premiere und Sat.1 könnte die Berichterstattung aus den Bundesligastadien untersagt werden.

Frankfurt am Main - "Ich schließe nicht aus, dass am Samstag die Fernseher schwarz bleiben", sagte DFL-Präsident Werner Hackmann am Donnerstag, "entgegen früherer Versicherungen ist es nun in Frage gestellt, ob wir die vierte Rate bekommen."
Die insolvente KirchGruppe muss vertragsgemäß am 15. Mai die nächste Rate in Höhe von 100 Millionen Euro zahlen. Nun verlangt die DFL vom vorläufigen Insolvenzverwalter Michael Jaffé bis Freitag eine Sicherheit für diese Summe.

Anderenfalls werde es an den beiden letzten Spieltagen der Fußball-Bundesliga aus den neun Stadien keine Übertragungen geben, teilte die DFL mit. "Des Weiteren wird die Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung seitens der Liga in Betracht gezogen", hieß es in einer Pressemitteilung der DFL.

Da die Kirch-Tochter Premiere für die Produktion des Sendesignals zuständig ist, hätten auch Sat.1 ("ran") sowie die Nachverwerter ARD ("Tagesschau" und "Tagesthemen") und ZDF ("Das aktuelle Sportstudio") keine Bilder. Die gesamte technische Abwicklung läuft im Auftrag von Premiere über das zur KirchGruppe gehörende Unternehmen Plazamedia.

Premiere gibt sich gelassen

Premiere-Chef Georg Kofler, der derzeit gemeinsam mit der KirchMedia Verhandlungen mit der DFL führt, bleibt allerdings gelassen: "Die Fußballfans können sich weiterhin auf den kommenden, spannenden Samstag freuen. Ich gehe davon aus, dass Premiere aus allen neun Stadien live berichten wird. Und wir werden auch alle TV-Stationen mit unseren Bildern versorgen."

Den Anstoß für einen Boykott haben offenbar einzelne Bundesligavereine gegeben. Bei einer ausbleibenden Überweisung hätten einige Clubs große Probleme, die Bedingungen und Auflagen im Zuge der Lizenzerteilung für die kommende Saison zu erfüllen.

Bundesligaclubs für Boykott

Stuttgarts Manager Rolf Rüssmann hat nichts gegen einen möglichen Premiere-Boykott einzuwenden. "Dann bleiben die Bildschirme halt schwarz. Die DFL braucht verlässliche Aussagen, sonst können wir überhaupt nicht planen.

Unterstützung erhielt Rüssmann von seinem Hamburger Kollegen Holger Hieronymus: "Viele Möglichkeiten haben wir ja nicht. Die Vereine sollten sich im Moment zurückhalten und das Lenkrad komplett in die Hände der DFL legen."

Quelle:Der Spiegel
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HerbK:

Warscheinlich liegt dann die Geburtenrate in

 
26.04.02 11:38
9 Monaten wieder 10-20% über dem Durchschnitt ;-))
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vega2000:

Sorry Bayern München

 
26.04.02 11:47

Kulturschock in der Fußballwelt
Bayer 04 Leverkusen verblüfft in Manchester mit seinem eleganten und leichten Spiel


Manchester – Wütend waren die Reaktionen der Fans von Manchester United, als die kleine Schar der Anhänger aus Leverkusen ihr Team zu feiern begann. Während die Deutschen mit seligem Gesichtsausdruck ihre Schals in den Himmel reckten, wurden sie wüst beschimpft. Die heftige Reaktion war jedoch kein Ausdruck genereller Feindseligkeit oder gar eine unduldsame Reaktion auf die Spielweise des Gästeteams, sondern Folge eines kulturellen Missverständnisses. Die Anhänger aus Leverkusen sangen „You’ll never walk alone“, weil das Lied in Deutschland für eine Art universaler Fußballhymne gehalten wird. In England allerdings ist es ausschließlich den Fans des FC Liverpool vorbehalten, dem großen Rivalen von Manchester United.

Diese kleine Episode war jedoch nicht der einzige Clash of Cultures beim Halbfinale in Old Trafford, wo Bayer Leverkusen seine phantastische Geschichte internationaler Erfolge in dieser Saison fortschrieb. Die Mannschaft von Klaus Toppmöller kombinierte mit einer fein ineinander greifenden Reihe kurzer Pässe erfolgreich gegen das nicht nur auf der Insel tief verhaftete Bild des deutschen Fußballs an. „Eine Milliarde Menschen haben das gesehen“, halluzinierte der völlig überdrehte Reiner Calmund. Doch selbst wenn es rund um den Globus einige hundert Millionen Fernsehzuschauer weniger gewesen sind, dürfte Bayer spätestens am Mittwoch für einen nicht zu unterschätzenden Wandel der Wahrnehmung gesorgt haben.

„Man muss schon sehr weit zurückspulen, um eine deutsche Mannschaft zu finden, die so viel Geschmack für guten Fußball hat“, schrieb El Pais , die gegenüber deutschen Kickern stets äußerst kritische spanische Tageszeitung in einer ausufernden Eloge. Auch die italienische Gazetta dello Sport bejubelte „die Mannschaft des rotierenden Kombinationsfußballs, die Europas Fußballadel die Schamröte ins Gesicht schreibt“. Selbst aus Holland gab es Beifall, De Telegraaf lobte zurückhaltend, aber immerhin „den gepflegten Fußball der Deutschen“. Auf der ganz großen Bühne eines europäischen Semifinals in Manchesters Theatre of dreams entpuppte sich das Team von Klaus Toppmöller gleich in doppelter Hinsicht als Idealbesetzung: Es gab den Underdog und war zugleich Bannerträger des schönen Spiels.

Verwirrte Engländer

„Dieser Fußball weckt den Spaß und die Freude eines jeden einzelnen Fans, das freut mich am meisten“, sagte der Bayer-Coach. Er führte keine Mannschaft auf den Platz, die das Spiel von Manchester United mit guter Organisation und den vermaledeiten deutschen Tugenden niederhalten wollte. Bayer begegnete dem großen Favoriten mit fußballerischen Mitteln und agierte am Ende nicht nur auf Augenhöhe. Gegen die zunehmend verwirrten und müde gespielten Engländer hätten überlegene Kreativität und Ballsicherheit schließlich sogar zum Sieg führen können. Schön war das anzuschauen, leicht, elegant und so undeutsch, dass Manchester United daneben fast schwer wirkte.

„Ich spiele gerne gegen englische Mannschaften“, sagte Yildiray Bastürk, der sein bislang bestes Spiel im Leverkusener Trikot machte. Als „verkappte Spitze“ (Toppmöller) machte er am nachdrücklichsten jene Probleme deutlich, die Bayer den Gastgebern bereitete. „Sie wollten in Zweikämpfe gegen uns kommen“, sagte Toppmöller, aber genau denen entwischten Bastürk, Zé Roberto und die anderen immer wieder durch ihre leichtfüßigen Kombinationen. Uniteds beeindruckender Gradlinigkeit und massiver körperlicher Präsenz, für die vor allem der imposante Holländer Ruud van Nistelrooy stand, entzog sich Bayer mit partisanenhaftem Geschick. So konnten die Gäste schließlich nicht nur ein Mehr an Ballbesitz reklamieren, auf eine verblüffend große Zahl von Torgelegenheiten verweisen, sondern durch Ballack und Neuville zweimal einen Rückstand zum 2:2-Endstand ausgleichen.

Trotz aller Konzentration, trotz des unbeugsamen Kampfeswillen, den Leverkusen ebenfalls aufbrachte, hatte dieser Teilerfolg für Bayer eine fast leichte Note und wurde mit einem Lächeln auf den Lippen errungen. Nicht nur vor dem Spiel hatte die Mannschaft ihren Spaß, als Toppmöller ihr den Respekt vor den großen Namen auf der anderen Seite nehmen wollte. „Fährt zur WM“, wiederholte der Trainer zehnmal, als er die Namen seiner Spieler durchging. Beim elften Namen – Dimitar Berbatov – lachten alle, denn die Nationalmannschaft des Bulgaren hat sich nicht für die Endrunde in Fernost qualifiziert. Auch in der Halbzeitpause war noch Gelegenheit für Späße. Michael Ballack, der das Team auf dem Platz lenkte, wollte seine Kollegen noch einmal aufrütteln und sagte: „So eine Chance haben wir nur einmal.“ Der schlagfertige Bernd Schneider konterte: „Wieso wir?“ Ballack verlässt ja den Verein.

Bei aller Heiterkeit ist die Spannung trotzdem nur weiter gestiegen. „Von überall kommen Glückwünsche, und letztlich haben wir immer noch nichts erreicht“, sagte Jens Nowotny. Das Unentschieden in Manchester ist beileibe keine Garantie fürs Finale in Glasgow; das spektakuläre Spiel muss nun endlich in Erfolge verwandelt werden, die man auf den Wimpel drucken kann. „Wir müssen die Meisterschaft holen, dann interessiert mich nicht mehr, wie die anderen Spiele ausgehen“, sagt Klaus Toppmöller. Wenn das schon an diesem Wochenende gelingen sollte, dürfte es in den restlichen Partien aber wohl kein Halten mehr geben.

Quelle:Süddeutsche Zeitung
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sportsstar:

Die wollen einfach die Bayern noch zum Meister..

 
26.04.02 11:50
..machen! Wenn es keiner sieht kann man ja einfach behaupten Bayern ist doch noch Meister geworden..läuft ja immer so..glaubt jeder!! ;-))
Kommt auch nicht raus wenn man einfach an jeden Verein einen Spieler abtritt.. Leverkusen darf den Ze Roberto behalten (+Kohle) und bekommt den Effe noch geschenkt..der Hoeneß kann das..glaubt mir ;))
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taos:

Es gibt auch noch gute Nachrichten:

 
26.04.02 11:52
Kein Fussball am Samstag!

Ich hoffe am Sontag auch nicht



Taos
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MJJK:

So blöd wird Leverkusen nicht sein...

 
26.04.02 12:14
Auch als Bayern-Anhänger muß ich eingestehen, dass heuer wohl nichts mehr geht, auch wenn rein rechnerisch noch nichts entschieden ist. Aber mit ihrer aktuellen Verfassung wird Leverkusen die notwendigen Punkte für die Meisterschaft einfahren...
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SchwarzerLor.:

KirchMedia bietet 20 Mio. statt 100 Mio.€.

 
26.04.02 13:14
Quelle: www.ftd.de/tm/me/1014399050419.html?nv=hptn

-->ftd.de, Fr, 26.4.2002, 11:24, aktualisiert: Fr, 26.4.2002, 12:46  
Kirch kommt Bundesliga entgegen
Die insolvente Kirch Media bietet der Fußball-Bundesliga für die Fernsehübertragung der letzten beiden Spieltage der Saison eine anteilige Zahlung von mehr als 20 Mio. Euro. Bayer-Leverkusen-Manager Rainer Calmund hält einen TV-Boykott für unverantwortlich.
Dies entspreche anteilig dem für diese Spieltage geschuldeten Betrag und dem, was gesetzlich zulässig sei, teilte Kirch Media am Freitag mit. Kirch Media strebe auch in Zukunft die Zusammenarbeit mit dem Ligaverband an. Mit dem Angebot reagierte das Medienunternehmen auf die Forderung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) nach einer Erklärung, ob die Zahlung der vierten Rate für die TV-Übertragungsrechte der Saison gesichert sei.
Die DFL wollte sich am Freitagvormittag nicht zu dem Angebot äußern. Eine Sprecherin kündigte in Frankfurt lediglich an, dass die DFL am Nachmittag ab 14.00 Uhr eine Pressemitteilung zum Thema Kirch herausgeben werde.
Die Liga hatte am Vortag gedroht, ohne Zahlungszusagen von Kirch Media die Übertragung der entscheidenden 33. und 34. Spieltage zu verhindern. Im Mai ist eine Rate von 100 Mio. Euro für die TV-Rechte fällig. Kirch Media hatte aber am 8. April Insolvenz angemeldet.
"Es müssen alle Spiele und Tore zu sehen sein"
Die Boykottabsichten der Liga stoßen bei den Vereinen allerdings auf Widerstand. "Am 33. und 34. Spieltag müssen alle Spiele und alle Tore zu sehen sein. Ich bin absolut nicht mit einem Boykott einverstanden", sagte Rainer Calmund, Manager des Bundesliga-Spitzenreiters Bayer Leverkusen, am Freitag der Deutschen Presseagentur DPA. Die "Grundversorgung für die Fans" müsse gewährleistet sein, ansonsten gebe es einen Imageschaden für den Fußball. Nach Gesprächen mit den DFL-Geschäftsführern Wilfried Straub und Michael Pfad am Freitagmorgen war Calmund sicher, dass es zu einer Einigung kommt.



© dpa  
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