28. Juni 2021 von Sven Geitmann
Nachdem sich Nikola Motors bereits in 2020 mit einem US-Stromanbieter über die Zulieferung von regenerativem Strom verständigt hat, um grünen Wasserstoff zu produzieren (paritätisch im Preis mit Diesel), hat sich der Truck-Hersteller nun an der Firma Wabash Valley Resources mit 50 Mio. US-$ beteiligt und damit einem 20%-Anteil an einer neuen Produktionsstätte gesichert. Das Ziel ist, aus Abfallstoffen und Biomasse grünen Wasserstoff zu produzieren – und anteilige CO2-Emissionen via Carbon-Capture-&-Storage im Boden zu verpressen. Baubeginn ist 2022. Die Bauzeit soll zwei Jahre betragen, bevor dann zunächst 50 Tonnen Wasserstoff am Tag produziert werden. Bei vollem Betrieb sollen es dann 336 Tonnen H2 pro Tag (285 MW) werden.
Für mich bedeutet dies die perfekte mittelfristig ausgelegte Positionierung von Nikola als Produzent von Wasserstoff, denn immer mehr Nutzfahrzeuge werden zukünftig via Brennstoffzelle und Wasserstoff betrieben. So entwickelt Nikola parallel ja auch ein Netz an H2-Tankstellen. Ankündigungen namhafter Hersteller wie GM, Lkw der nächsten Generation für die Langstrecke mit Brennstoffzelle bauen zu wollen und auch neue Regularien von Ländern bzw. US-Bundesstaaten geben den Rahmen vor. Da werden dann auch BZ-Hybrid-Lkw aller wichtigen Nfz-Produzenten perspektivisch an Nikola-Tankstellen Wasserstoff tanken. Daimler Truck hat sich derweil mit Shell verbunden, damit der Energiekonzern den Wasserstoff bereitstellt. Was wäre, wenn sich GM – mit denen Nikola ja in einer Beziehung (Lieferung von BZ) steht – mit Nikola am Aufbau eines H2-Tankstellennetzes mit parallel laufender H2-Produktion beteiligt? Wäre alles gut denkbar.
www.hzwei.info/blog/2021/06/28/...e-nimmt-immer-mehr-form-an/