"Gemeinsam mit der Industrie
„HyFaB gibt Orientierung beim Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie und unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung von Materialien, Komponenten und Fertigungsmaschinen“, fasst Markus Hölzle, ZSW-Vorstandsmitglied und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien in Ulm, den Nutzen der geplanten Forschungsfabrik zusammen. „Wir arbeiten bereits heute aktiv mit führenden Brennstoffzellenherstellern in Deutschland zusammen und wissen um die dringenden Bedürfnisse der Industrie. Mit der neuen HyFaB-Forschungsfabrik können wir künftig noch besser die industrielle Produktion von Brennstoffzellen vorbereiten.“
Trendwende auch im Schwerlastverkehr
Die Produktionsforschung für Brennstoffzellen ist wichtig, weil Brennstoffzellen neben Personenkraftwagen und Bussen auch für den Schwerlastverkehr immer interessanter werden. Ein Grund sind die neuen EU-Verordnungen, welche die Absenkung der CO2-Emissionen schwerer Nutzfahrzeuge um 15 Prozent ab dem Jahr 2025 und um 30 Prozent ab dem Jahr 2030 verlangen. Bis 2050 strebt die EU Klimaneutralität an und somit auch eine CO2-freie Mobilität.
Heute ist der Schwerlastverkehr auf europäischen Straßen für immerhin rund 25 Prozent der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrssektors verantwortlich. Unter die neue EU-Verordnung fallen insbesondere auch schwere Lkw, beispielsweise 40-Tonner, die heutzutage fast ausschließlich von Dieselmotoren angetrieben werden. Die langen Fahrstrecken und kurzen Tankzeiten dieser Schwerlast-Lkw lassen sich am besten mit Brennstoffzellenantrieben realisieren – und das emissionsfrei. So plant der Ulmer Lkw-Hersteller IVECO ab 2023 die Produktion und Auslieferung derartiger Brennstoffzellen-Lkw. Und Daimler verfügt bereits über mehr als 25 Jahre Erfahrung mit der Brennstoffzelle und feierte 2020 die Weltpremiere des Konzept-Lkw Mercedes-Benz GenH2 Truck, der für Reichweiten von 1.000 Kilometer und mehr in der Serienvariante konzipiert ist."
www.solarserver.de/2021/02/11/...chung-fuer-brennstoffzellen/