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Niedergang der EU - neue Dimensionen einer Krise


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Corypheana:

Niedergang der EU - neue Dimensionen einer Krise

6
03.06.05 14:18
Die Zeichen sind deutlicher als je zuvor, wenngleich vehementer als je zuvor versucht wird sie zu verschleiern. Eine vielzahl politscher und wirtschaftlicher Entwicklungen deutet darauf hin, daß die EU in den nächsten Jahren höchstwahrscheinlich wie von großen Ökonomen vorrausgesagt scheitern wird.
Währungsreformen sind immer deutliche Zeichen für monetäre Krisen infolge derer Geld u.a. Werte entwertet werden. Meist münden sie in Verarmung, Niedergang, Krieg, Chaos, Barberei.

Um nur einige Stichworte zu nennen:
- politische Lage (z.B. Zwietracht unter den EU-Staaten, Deutschlands Neuwahlen mit Merkel als Bauernopfer)
- wirtschaftliche Entwicklungen (deutliche repressive/depressive Anzeichen)
- Massenarbeitslosigkeit
- monetäre Krise, Währungsreformen
- Überschuldungen auf allen Ebenen (z.B. leere Staats- und Sozialkassen)
- gesellschaftlicher Zerfall, Verblödung, Unterwanderungen, Ablenkung, Täuschung und Manipulation der Massen
- Kapitalmarkt- und Zins-Indikationen
- Deflation/Inflation
- Neoliberalismus
- Globalisierung
- Monopolisierungen
- Verabschiedung von wirtschaftlichen-Notstandsgesetzen
- globale Überbevölkerung
- Rohstoff-/Energie-/Resourcen- Knappheit
- Kriege

Besonderes Augenmerk sollte in nächster Zeit auf Zins-Indikationen und weitere deflationäre/inflationäre Anzeichen gerichtet werden.
"Ich habe zweimal in meinem Leben erlebt, daß der Zins unter 2 Prozent ging und jedesmal hat es Krieg gegeben!"  
(Zitat von George Bernard Shaw)

Deutschland wird es vermutlich besonders hart treffen. Das weitere Ausmaß der fortschreitenden Krise ist kaum abschätzbar. Wer die letzten 5 Jahre aufmerksam verfolgt hat kann sich jedoch ungefähre Vorstellungen darüber machen was noch kommt und weiß inzwischen sicher, daß all die Schönredner aus Politik, Wirtschaft und auch hier im Forum per Verschleierung nur eigene Interessen vertreten. Alle wollen nur Geschäfte machen, verkaufen und Kunden gewinnen und reden selbst die schlimmste Krise schön.
"Zufriedene Sklaven sind die größten Feinde der Freiheit"
"Steigerungsformen von Luxus: eigenes Auto, eigenes Haus, eigene Meinung"

Junge Menschen/Konsumnisten sehen sich jetzt bereits mit nie gekannten gegenwärtigen und zukünftigen Problemen konfrontiert, denen sie unter unverhältnismäßig schlechteren Vorraussetzungen gegenüberstehen als ihre Vorfahren. Ab einem ungewissen Punkt wird es zu einer Kettenreaktion kommen.

Wer sich ein Bild über zukünftige wirtschaftliche und weiterreichende daraus resultierende Entwicklungen machen möchte, empfehle ich beispielsweise Literatur von Kurt Riechebächer, Eberhard Hamer und Günter Hannich. Diese Personen sind seriös und haben in den vergangenen 20 Jahren die präzisesten Zukunfts-Prognosen getroffen.

Ich packe meine sieben Sachen und werde schnellstmöglich Deutschland verlassen. Jeder der ähnliche Optionen hat sollte diese schnellstmöglich überdenken und umsetzen. Allen anderen empfehle ich sich hierzulande auf den worst case vorzubereiten (z.B. gemäß o.g. Literatur). Besonders wichtig in diesem Bezug, aber unter den heutigen hier herrschenden Umständen einer weitgehend verkommenen, unterwanderten und zersplitterten Ego-Gesellschaft auch relativ schwer umsetzbar, wird der Zusammenschluß und -halt von Interessen- und Hilfsbündnissen sein, d.h. Formierung und Stärkung von Familien, Freunden, Gleichgesinnten, Komunen etc, die sich gegenseitig helfen und unterstützen.
Alles Augen schließen und schön reden kann die Lage nur verschlechtern. Panik ist ebenso wenig angebracht. Die besten Chancen hat, wer am ehesten und klarsten erkennt, am besten vorbereitet ist und Mut und Stärke aufbringt überdacht zu agieren, statt nur zu reagieren. Selbst wenn alles anders kommt könnt ihr damit nichts verlieren, sondern nur gewinnen.
Falls hier noch solche Personen anwesend sind, organisiert euch über das Forum. Zusammen seid ihr stärker.
Über eure Meinungen und Feedback würde ich mich freuen.

Ich wünsche allen das Beste und viel Erfolg für die Zukunft.



"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen Mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären versucht stets ihr Opfer"
(Zitat von Gustave le Bon)
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lucy:

Sag, wohin du gehst und ich sage Dir

 
03.06.05 14:31
wie lang du bleibst.
oder .. wo ist deiner Meinung nach das Paradies.
Lass es uns Wissen, wenn du angekommen bist, damit wir dir folgen können.
Ich glaube, daß der Wunsch nach abhauen in jedem von uns steckt.
Aber wer will alles verlassen und neu aufbauen ?
Wenn ich 19 wär, ...........ja dann, ........
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Kritiker:

Auch die Gerechtigkeit

 
03.06.05 14:55
scheint eine begrenzte Größe zu haben.
Hat man zuviel davon leichtfertig verteilt, reicht der Rest nicht mehr für gute Taten.

So hat auch der "Wohlstand" eine Begrenzung. Diese liegt im Gleichgewicht des Kosmos begründet. Ein Volk kann nur Wohlstand bekommen, wenn andere dazu etwas hergeben. Beweis = EU !

Wer das Paradies fordert, landet in der Hölle (Fischer un sin Fru!).

Aber auch, wer die Reichen verjagt, hat im Land nur noch Arme!
Diese gründen dann eine Demokratie, um sich selbst zu regieren, um das Geld von sich selbst zu nehmen, um es wieder sich selbst zu geben - und finden sich im eigenen Netz gefangen.
Die Demokratie braucht die Masse, die Masse jedoch denkt nicht, sondern läßt denken, - also ist die Demokratie etwas für Denkfaule!
Das Ergebnis ist demnach.
Doch, da alle daran beteiligt waren, singen sie ihr Lobeslied auf ihren eigenen Untergang.

FaziT: Der Mensch braucht die Welt, aber die Erde braucht keine Menschen! Gott hat sie uns geliehen (!), doch wie gehen wir damit um? - Kritiker.
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MaxGreen:

Habe heute gehört das die Italiener demnächst

 
03.06.05 15:04
entscheiden sollen, ob sie ihre Lira zurück haben wollen.
Vorschlag: 1 Lira = 1 Euro, wenns was bringt. :))
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elgreco:

Dazu moechte ich mal auch was sagen

 
03.06.05 15:31
Es sind schon sehr gute Gedanken geaeussert worden.

Zuerst - es ist aus technischen und praktischen Gruenden nicht mehr moeglich den Euro abzuschaffen, darauf wuerde ich nicht setzen. Wuerde auch nichts bringen, denn die Leute, die sich jetzt durch die heimlichen Preiserhoehung auf Grund der Einfuehrung des Euro eine goldene Nase verdienen, werden niemals wieder WENIGER verlangen. Das Kind ist in den Brunnen gefallen.

Es sind ja auch die Loehne - zumindest die Beamtenbesoldungen gewaltig gestiegen.

Ich bin vor 20 Jahren auf eine gr. Insel und bin immer noch hier. Soviel zu den Aussteigern - wie man damals sagte.
Habe auch nach einiger Zeit hier wieder gearbeitet.

Es geht um das Wesentliche - eine gewisse Art von Autarkie zu erreichen, autark ist aber auch sich zu beschraenken insofern, als man - ich - absolut nicht jeden Unsinn, den der Nachbar vormacht, nachmache.
Das Leben kann nur erhalten werden, wenn man isst, richtig isst. Dazu gehoert eine Unabhaengikeit von der Mafia der Lebensmittelbranche, die der Pharmaindustrie in die Haende arbeitet.

Das wohin - das sollte selber nach seinen Vorzuegen entscheiden, ich mag es warm und sonnig - saubere Luft etc.

Lernt etwas Anstaendiges als Euren Beruf - ehrliche Arbeit wird auf der ganzen Welt gebraucht und bezahlt.

Bin gerne bereit mehr zu verraten.

Servus

elgreco
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Spuk:

Wo bist du hingewandert?

 
03.06.05 15:38
Wo lebst du jetzt?

Danke
Antworten
elgreco:

Griechenland Paros o. T.

 
03.06.05 17:05
Antworten
Corypheana:

Italien will EU-Ausstieg zwecks Rettung

 
04.06.05 14:40
Es werden Verhältnisse wie in Argentinien erwartet.

Europäisches, insbesondere deutsches Kapital flüchtet im Akkork. Das erklärt wohl die plötzliche enorme €-Schwäche, trotz ähnlich katastrophaler US-Geldpolitik.

Was gibt es noch zu retten?
Die Titanic ist am sinken, doch das Orchester spielt weiter und die Massen tanzen dazu. Sie wissen noch nicht, daß es nicht genügend Rettungsboote für alle gibt.

Danke für die eure Beiträge. Antworten gibts später.

Beste grüße und schönes We.

 
Antworten
Spuk:

Hi Elgreco,

 
04.06.05 14:58
bist du Deutscher? Was machst du dort beruflich? Hast wahrscheinlich griechisch gelernt - oder? Welche Möglichkeiten gibt´s dort zu Arbeiten? Wie ist das Leben dort? Kannst du bitte mal paar Zeilen reinschreiben?
Ich möchte nämlich D. gerne verlassen und bin mich z.Z. noch am Umschauen.
Momentan favorisiert Spanien bei mir, über Griechenland hab ich zuwenig Infos.

Danke vorab
Spuk
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DarkKnight:

Hi alle zusammen, habe gerade ne Umfrage

 
04.06.05 16:53
bei mir selbst gemacht, und folgendes festgestellt:

es ist mir egal was kommt, weil es nicht mehr schlimmer kommen kann.

Seit ich auf dieser Welt bin, zahle ich nir für Kapitalisten-Ärsche.

Es wird hoffentlich der Tag kommen, wo man den Drecksäcken die Luft abdreht.

Ich habe nix zu verlieren, nur zu gewinnen. Ich freue mich auf den nächsten Krieg.
Antworten
Kicky:

das ist doch wirklich geistiger Dünnschiss

3
04.06.05 19:39
Corypheana,der mit Platitüden daher kommt und G.B.Shaw als Zeugen für nahende Kriege benennt.Pardon aber das entbehrt weitgehend der sachlichen Argumentation.Ich hab ja nix dagegen,wenn einige hier auswandern wollen,obwohl da garantiert auch deutliche Probleme vorhanden sind,z.B.Griechenland mit seinen getürkten Verschuldungsdaten und steigenden Preisen.In Griechenland bist du nix wenn du kein Geld hast !Und wenn Italien jetzt den Euro wieder abschaffen will,ist das noch lange nicht gesagt,dass das passieren wird ,aber gerade Italien und die südlichen Mitgliedsstaaten haben die grössten wirtschaftlichen Probleme und werden sicher zu weiteren Problemen innerhalb der EU führen,s.Artikel in der Financial Times
www.ftd.de/pw/eu/7326.html
Antworten
elgreco:

Hallo

 
05.06.05 09:48
Naja - eines ist sicher, wenn Du kein Geld hast bist Du nirgends auf der Welt was, ausser vielleicht in D mit Sozialhilfe. - Das zu Kicky - wir hatten schon mal Kontakt.
Die Schulden Griechenlands gehen mich nichts an, die Transatlanten haben noch mehr Schulden... Die Preise sind vielleicht in manchen Sachen hoeher als in D - doch jetzt setzen sich eben diese Supermaerkte durch, die billiger sind.

Besser als alles Geld auf der Welt ist Wissen und Koennen! Inflationsfrei und immer dem Niveau der Kosten angepasst.

Das System zu aendern, das koennen wir alle nicht, so viel wir auch schreien und lamentieren - nur fuer sich selbst kann man was tun, um moeglichst wenig Opfer zu sein.
Handeln!

Jetzt zu Spuk:

Klar, ich bin Bayer aus der kalten Oberpfalz mit seinem Truppenuebungsplatz, wo man sich die Ohren voll Laerm machen lassen kann mit den Steuergeldern und den nicht endenden Wintern, Matsch und Regen.

Ohne die Landessprache zu lernen, wo auch immer, kommst Du nirgends auf die Beine, also habe ich griechisch gelernt - ist ja gar nicht so schlimm.

Auch so einer meiner Saetze an meine Toechter: Auf die Aussage: das ist schwierig, antworte ich immer, das ist nur schwierig, weil Du das nicht kannst. Wenn Du es kannst ist alles leicht.

Was kann man arbeiten? Alles, es genuegt ARBEITSWILLIG ZU SEIN, das ist schon schwer genug. Wenn jetzt noch Kenntnisse dazukommen ist man schon oben auf und man kann sich selbstaendig machen.

Ich bin Fernsehtechniker, das habe ich auch hier gemacht viele Jahre --- ein anderer ist Automechaniker, Friseur, Bauarbeiter, Wasserinstallateur, Elektriker - wir haben hier bei einer Bevoelkerung von ca 10000 Einwohnern (Griechen) oben drauf noch 7000 Auslaender am Arbeiten - vorallem Albaner, Russen, Bulgaren, Englaender, Franzosen, Italiener, Deutsche, Hollaender..... bis auf Japaner.

Jeder erlernte Beruf ist eine Art Heimat fuer jeden Menschen - wenn dieser sog. Beruf nicht gerade ein Papiertiger ist, meine damit ein Buerokrat - da kann man nicht viel machen in Griechenland, da sind sie selber die Weltmeister.

Wie ist das Leben? Das hoechste Gut ist die Freiheit, ist meine Freiheit, die habe ich hier!!! Es gibt keine Einengung - jeder kann machen was er will - das tut natuerlich auch jeder und deshalb sehen das viele Menschen als Chaos an. Es ist nicht so! Die ganzen Bestechungsskanale gibt es genauso in Deutschland - oder ein anderer Fall, ich habe mal vor einigen Jahren ein groesseres Gebauede gebaut und war auf meine Architekten und die Firmen stink sauer und habe die verflucht - scheissgriechen!!! --- DANN kam ein alter Freund zu Besuch und er hat gerade auch gebaut in Deutschland, dann hat er davon erzaehlt!!!! Ich bin rot geworden und habe mich geschaemt, dass ich ueberhaupt was gesagt hatte, denn meine Probleme waren gar NICHTS im Vergleicht zu dem was mein Freund durchgemacht hat!

Allgemein ist die EU schon ein Vorteil fuer jeden, der in einem anderen Mitgliedsland leben will, es entfallen einfach eine Unmenge an Schreibarbeiten und Unsicherheiten - man hat einfach RECHTE als EU Buerger. Ich kenne einen Amerikaner, der hat einige Jahre in Irland gewohnt und wollte dann unbedingt langfristig in Paros wohnen und arbeiten - er hat es geschafft einen Irischen Pass zu bekommen und jetzt ist er problemlos hier.

Ich habe das ja auch noch erlebt, als GR noch kein Vollmitglied war, man muss zur Polizei und und ... lauter sehr laestige Sachen. Ich musste fuer meine erste Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis noch zu einen koerperlichen und geistigen Vollcheck! Das gibt es nicht mehr.

Kein Land wird untergehen. Es wird die grosse Katastrophe kommen, wenn das Oel zu Ende ist - das aber weltweit. Da kann man auf einer Insel ueberleben, denn das ist ueberschaubar und die Ratten werden die Inseln als erste verlassen. Geringe Kriminalitaet ist wichtig. Was helfen Dir die schoensten Kartoffeln im Keller, wenn man sie Dir klaut!!!!!

Freier Denken - nicht verkrampfen - da moechte ich zum Darkknight noch was sagen:

Ich lese Dich immer sehr gerne - im vielen Dingen denkst und sprichst Du so wie ich, NUR entkrampfe Dich etwas und alles geht leichter. Das Leben ist kurz, man braucht nicht viel zum Glueck - das doch jeder irgendwie sucht - es ist sicher jedoch nicht dort, wo es die Masse sucht.

Freier Denken - an das Leben selber rangehen - das Leben ist gefaehrlich und endet meistens mit dem Tod. Also packen wir es an!

Servus

elgreco

Antworten
elgreco:

Ergaenzung

 
05.06.05 10:43
Geld - was ist das?

Ich brauch in Griechenland zum Leben jeden Monat im langjaehrigen Test 600 Euro - vierkoepfige Familie!!! - habe aber ein eigenes Haus! Was nicht heissen soll, dass ein eigenes Haus keine Kosten verursacht - die sind auch darin enthalten.

Davon sind bezahlt:

Strom - Heizung und Haushalt
Telefon
Wasser
Lebensmittel
Getraenke - Wasser das wir trinken, wird gekauft
Versicherungen - habe nur eine fuer das Auto
Benzin
Zigaretten - 25er Packung kostet 2,50 Euro gute Sorte - kein Kraut, das gibt es noch viel billiger
Viel Eiscreme fuer meine Kinder


meine ebayKaeufe allerdings sind nicht enthalten.

Servus
elgreco
Antworten
Spuk:

Vielen lieben Dank für die ausführlichen Infos, El o. T.

 
05.06.05 13:36
Antworten
Corypheana:

Antworten

 
05.06.05 17:03
lucy
von paradies war keine rede. das liegt bei jedem selbst und seinen ansprüchen (siehe elgreco und nachfolgenden beitrag).

elgreco
klasse beiträge. ich bekomme direkt reiselust nach griechenland. :-) ich stimme in allen deinen argumentationen überein. du hast erkannt worum es geht, in zukunft mehr denn je. wie du mit 600 €/monat eine 4 köpfige familie bewirtschaften kannst ist mir zwar ein rätsel, doch ich kenne griechische verhältnisse nicht. sicher ist das wetter südlicher gefilde ein weiteres wichtiges argument (in warmen regionen benötigt man weniger energie, kleidung, unnützen klimbim zwecks langeweile-tötung etc).
anzufügen bleibt noch, daß hohe qualifikationen, deutsche tugenden und konsequenter wille auf vielen orten der welt gute vorraussetzungen für ein besseres leben sind. bürokratische hürden sind in vielen anderen ländern geringer als hierzulande, das leben meist entspannter und einfacher. deutsche gemeinden im ausland, zumindest jene orte die ich kenne, sind zudem oft von starkem zusammenhalt geprägt (die wissen was sie wollen), den ich hier zunehmend vermisse. türken, araber, russen u.a. ausländer hierzulande lachen über uns, während sie gemeinschaftlich ganze deutsche straßenzüge und bezirke akquirieren (und unsere töchter). tja, die wissen auch was sie wollen. der gemeine deutsche ist zu abgelenkt, faul, fett und bequem geworden seine standards und kulturen zu verteidigen. zudem ist unser land vielen mächten ein dorn im auge und einfach zu reich, also muß es tribut zollen, auf allen ebenen.

kicky

du ergötzt dich an einem zitat von g.b. shaw. hast du tomaten auf den augen? es herrschen kriege seit mindestens 2001 an vielen fronten auf den unterschiedlichsten ebenen, wenngleich nicht allen direkt offensichtlich. und er weitet sich in voller breite aus. er wird von offizieller seite, sogar in breiten medien, als kampf für eine "new world order" und globalisierung deklariert.
was willst du mehr? weitere eintreffwahrscheinlichkeiten von zitaten g.b. shaws analysieren?


auch wenn es unbequem anmuten mag - fakt ist, daß jede bisherige schwerwiegende wirtschaftskrise in kriege und weiterreichende dilemma gemündet ist, insbesondere jene deflationärer art. nur ein sicheres zeichen dafür sind nunmal die zinssätze, abgesehen von all den anderen hochaktuellen überwältigenden dilemma. im anderen, evt folgenden fall das "kleinere" übel namens inflation. auch hier liegt krieg voll im trend. die geschichtsbücher dazu könnt ihr getrost noch 3000 jahre weiter zurück blättern (wenn ihr schon dabei seid, prüft gleich noch die intensionen vergangener währungsreformen), abgesehen von den letzten erschreckenden 100 jahren. je größer das temporäre, meist suggerierte paradies, desto blinder sind die massen und desto schwerwiegender die folgenden veränderungen. je größer die blase, not und elend, desto heftiger die folgenden kriege.
der alles entscheidende unterschied zur vergangenheit liegt heutzutage darin, daß der hochgelobte technologische fortschritt neue dimensionen auf allumfassender globaler ebene eröffnet, mit hilfe waffen u.v.a. mitteln nie zuvor gekannter art und dominanz - es geht um alle lebensnotwendigen resourcen wie wasser, natürliche nahrung, energie, rohöl, grundstoffe, land, ja sogar um imaterielle werte (z.b. die psysche des menschen).

hat hier jemand eine vorstellung darüber, wieviel deutsches allgemeingut und lebensnotwendiges stetig privatisiert und monopolisiert wird? deutschland steht voll im ausverkauf an die internationale hochfinanz. die besitzverhätnisse ändern sich dramatisch. wir werden es in vielen weiteren wichtigen sektoren zu spüren bekommen. ich sage als nur zwei beispiele exorbitante zukünftige preissteigerungen für energie und natürliche nahrung vorraus.
auf einer massiv überbevölkerten welt mit schrumpfenden resourcen und einer vielzahl nie zuvor gekannter ökonomischer wie ökologischer probleme wird heutiger deutscher standard zu zukünftigem luxus. elgreco hat das gut erkannt und sogar umgesetzt, eine lebenswerte grundlage für sich und seine familie im ausland geschaffen.

wo liegt europa geographisch?  
mittendrin - ostblock, naher ostern, asien, afrika, also viele krisenherde drum herum, strategisch wertvoll. wenn ihr auf der weltkarte kreise um europa und deutschland zeichnet, werdet ihr vielleicht den arsch darin erkennen und das loch in seiner mitte - deutschland.

was brauche ich für ein erfülltes leben?
so gut wie nichts von alledem was man uns gerne suggeriert und unsere wirtschaft gerne weiter wachsen lassen würde. autarkie, authenzität, freiheit der massen sind unerwünscht. unsere kinder beschäftigen sich mit den neusten handy-klingeltönen, während unsere frauen ihren vorbildern aus amerikanischen soap-operas und ähnlichem klimbim nacheifern. unsere gesellschaft ist verblödet und weitreichend oberflächlich orientiert, durchgehend beschäftigt mit banalen scheißdreck, sich unbewußt ihr eigenes grab schaufelnd. eine erbärmliche egoistische spaß- und schießbudengesellschaft ohne sinn, plan und zusammenhalt (gab es das nicht auch schon öfter in der geschichte?).
ich für meinen bescheidenen teil brauche zum leben einen starken geist und einen starken körper, gesundheit, klare luft, sauberes wasser, gute nahrung, energie, liebe und etwas sonnenschein - alles dinge die in deutschland knapper werden.

teile meiner familie, freunde und bekannter aus unterschiedlichen schichten haben deutschland längst den rücken gekehrt. allen geht es heute unverhältnismäßig besser, auch ohne neueste handy-klingeltöne und 12 wochen haltbares lidl-gemüse.
Antworten
alloawilly:

Aufwiedersehen

 
05.06.05 18:49
Sorry, ich kann so ein gejammere nicht hören.

Vielleicht crass von mir, aber ich fasse mal meine Meinung zu dieser Menschenkategorie
"Flüchtlinge oder wie auch immer" zusammen damit man direkt versteht was gemeint ist,(ich vermute aber dass es nur beleidigte geben wird) weil es eigentlich schade ist, wenn man was erkannt hat, nicht feiglingartig die Mücke macht, sondern mal die Ärmel hochkrempeln sollte. Weil so clever dieser Mensch sein mag, hätte er genauso seine Cleverness in das Umlenkbare anwenden können. Aber er scheint sich "typisch" zu schade für einen Kampf zu sein.
Eine Flucht, ist genau das Bild eines verwöhnten-egoisttischen Deutschen Menschen, in einem mittleren Alter, wenn er so denkt.
Der, wenn es ihm zu Füssen gelegt wurde immer die Hand geöffnet hat. Egal worum es ging und gehen mag. Jetzt ist es umgekehrt.
Klar, dass, alles in unserem Lande nun zu sehr in den Himmel gepriesen wurde, und nicht nur die soziale Ader sich in der Welt herum gesprochen hat,,,,Und nun, wenn es schlecht aussieht, will derjenige, der somit auch am Downer mit gewirkt hat, und auch mein Geld somit gestohlen hat, seine Sachen packen und abhauen. Typisch, vielen herzlichen Dank!!
Ich wünsche denen alles Liebe und Gute in der Zukunft, wünsche genauso viel Ausdauer, weil es dann aber kein zurück wieder geben sollte.
Weil das dann nämlich die Ersten sind, die Bettlerartig wieder kehren. Die sollen wissen, dass nicht alles Gold ist was glänzt, und umgekehrt. Siehe momentaner EU-Zustand.

Diese Art von Menschen, würden im Kriegszustand noch die Frechheit besessen um auf seine Rechte zu pochen und/oder nach seinem Psychiater zu fragen, anstatt um sein Leben und Familie zu kämpfen und beschützen. Und wenn man meint, sich und  seine Familie an irgend einem Ort dieser Erde sicherer oder wohler zu verpflegen, dann sage ich :
nur zu, mit Vollgas!!
Sory Corry, aber du wirks auf mich als typischer mämmä,leider,,nichts für ungut,,,

Hoffe ihr wisst was gemeint ist, und nicht dass man gleich einen Verein irgendeiner Art Verteidiger einschalten will,,,,,ggg   wäre auch wieder typisch,,,,
Wenn's so kommen sollte, sollte man dann auch nicht vergessen, dass an egal welchem Fleck der Erde keiner sicher ist, ich wiederhole; nirgends!

Gehet hin in Frieden
Antworten
geldschneider:

Gossensprache in Ariva greift weite rum sich

 
06.06.05 03:41
@kicky pfui, das hätte ich nicht von dir gedacht. Pfui, deubel.

"das ist doch wirklich geistiger Dünnschiss"

ssagte ich doch Ariva ist gesunken. und dann och 3 Sterne für Gossensprache!

ich gehe jetzt ins Kloster!

ich kann diese Gossensprache nicht mehr ab. Schluchz!
Antworten
Corypheana:

Deutschlands Weg in die Wirtschaftskrise

 
08.06.05 12:43
Der frühere Wirtschaftsriese Deutschland liegt am Boden. Die Marke made in Germany hat an Glanz verloren. Die Angst vor Massenarbeitslosigkeit grassiert. Eine ZDF-Dokureihe geht den Ursachen für den Niedergang nach.

DPA
Geschlossene Zeche: "Wir haben geglaubt, wir können lustig weiter verteilen"
Berlin - Im möglichen Wahljahr 2005 hat die Wirtschaftsmacht Deutschland ihre Orientierung verloren und taumelt von einer Krise in die nächste. Wie es dazu kommen konnte, zeigen Spiegel-TV-Chef Stefan Aust und Claus Richter, Redaktionsleiter des Politmagazins "Frontal 21", in der dreiteiligen Dokureihe "Fall Deutschland" ab Mittwoch im ZDF.

Der erste Teil, "Das Wirtschaftswunder", zeichnet zum Auftakt den Weg von der Währungsreform bis zum Beginn der sozial-liberalen Koalition Willy Brandts (SPD). Es sind die Jahre des unbekümmerten Geldausgebens, als Adenauer die dynamische Rente einführt und als mit dem Ausbau des Föderalismus der Grundstein für spätere politische Blockaden gelegt wird.

Ein Gefühl grenzenlosen Wachstums herrscht damals vor. "Wir erobern die Welt", fasst der Schwabe Lothar Späth den Geist der Aufbaujahre zusammen. Und Bankmanager Hilmar Kopper sekundiert: "Wir haben geglaubt, wir können lustig weiter verteilen, weil wir geglaubt haben, der Kuchen wächst von allein."

Im zweiten Teil, "Der Weg in die Krise", wird die Brandt-Ära und die Zeit der Studentenproteste nacherzählt. Auch Brandt setzt mit kräftiger Hilfe der Union die Wohltaten fort. Bafög, Lohnfortzahlung, Wohngeld - der warme Geldregen soll mehr Gerechtigkeit bringen, belastet aber den Bundeshaushalt über Jahre. Helmut Schmidts Versuch, die Ausgaben zu drosseln, scheitert dann am Widerstand der SPD.

Der dritte Teil, "Die globale Herausforderung", widmet sich der Wirtschaftspolitik nach der Wiedervereinigung. Es sind die Jahre der Versprechen Helmut Kohls (CDU) von den "blühenden Landschaften" im Osten. Doch auch die entpuppten sich als Illusion. Der am Boden liegenden Volkswirtschaft der DDR sei der westdeutsche Sozialapparat übergestülpt worden, kritisiert der frühere VW-Manager Carl Hahn. Und Helmut Schmidt hat für die Währungsunion eins zu eins zwei Worte übrig: "Idiotisch, zerstörerisch".

Die Produktion der Reihe sei lange vor der Ankündigung von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zur Neuwahl geplant worden, sagt ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender. Mit Daten und Fakten wolle die Dokumentation Hilfestellung für eine Wahlentscheidung geben, ohne Partei zu ergreifen, sagt Brender.

Die wird dem Publikum nicht leicht gemacht. Die meisten Interviewpartner sehen Deutschland als Nation im Bedeutungsschwund, gepeinigt von Globalisierungsangst und Kinderlosigkeit, geführt von einer Partei übergreifenden Allianz von Schönrednern. "Wenn es so weitergeht, muss ich für mein Land schwarz sehen", sagt Alt-Bundeskanzler Schmidt mit düsterer Miene.

(Sendetermine: "Das Wirtschaftswunder", 8.6., 22.45 Uhr; "Der Weg in die Krise", 9.6., 22.15 Uhr; "Die globale Herausforderung", 12.6., 21.45 Uhr.)  
Antworten
Corypheana:

Freiheit nach Börsenmaß

 
09.06.05 14:15
von Günter Grass
www.zeit.de/2005/19/01___grass_teil_1
Antworten
Corypheana:

Blick in die Zukunft

 
13.06.05 11:05
  www.zeitreport.de/zukunft.htm

"Die gesamte Lebens- und Arbeitswelt wird sich völlig neu sortieren. Gewerkschaften haben in dem dann existierenden System der Mega-Konzerne keine Überlebenschance; das Gros der Bevölkerung wird sich in einem völlig veränderten Arbeitsumfeld wiederfinden – entweder fügen sie sich anspruchsarm und systemkonform den dann geltenden Spielregeln, oder sie gleiten in die Arbeitslosigkeit ab. Lediglich die kreativen Nischenunternehmen werden dann noch eine Arbeitswelt bieten, wie wir sie heute kennen, aber leider viel zu wenig zu schätzen wissen. Das Gros der Bevölkerung wird in geringerem Wohlstand bei niedrigeren Löhnen (dies gilt zumindest für westliche Verhältnisse) und längeren Arbeitszeiten in strikter Abhängigkeit leben und arbeiten. Sämtliche heute den einzelnen Staaten überlassenen Bereiche des Steuer-, Finanz-, Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesens werden dann weltweit vereinigt, was für viele Länder der Dritten Welt zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse und zum Anschluß an die heute bereits industrialisierte Welt führen wird, wohingegen es für die Bewohner der heutigen Industrienationen herbe Einschnitte in ihr bisheriges Lebensskript mit sich bringen wird."
Antworten
Hartz5:

Die Angst geht um. Unbegründet?

 
13.06.05 11:45
Die Welt beherrscht von Mega-Konzernen, in der der Mensch (zumindest bis auf die oberen 10.000) keine Rolle mehr spielt. Der Konzern wird zum Staat mit all den Machtbefugnissen. Dieses Horrorszenario liefert immer wieder den Stoff für etliche Hollywood-Schinken und der Macht der Bilder folgend wird diese Fiktion scheinbar Realität. Wenn auch nur in den Köpfen der Menschen, zusätzlich angeheizt durch linke Ideologie. Besagt doch die Marktwirtschaft und dies haben wir in den letzten 100 Jahren mehrfach erlebt, daß gerade die großen Konzerne diejenigen sein werden, die ähnlich wie die Dinosaurier nicht überlebensfähig sind. Wo sind die Unternehmen geblieben, die einst den Dow Jones Index begründet haben? Und wieviel dieser Giganten stecken heute schon wieder in kaum noch zu handhabenden finanziellen Schwierigkeiten?

Der Konzentrationsprozess ist eine natürliche Entwicklung in der Marktwirtschaft. Sie entwickeln sich und brechen zusammen. Aus die Maus steht am Ende eines jeden dieser Zyklen. Ganz normal, denn je größer sich der Ballon aufbläst, desto träger wird er auch, um auf die vorherrschenden Marktgegebenheiten reagieren zu können. Das auf dem Weg zum Ende auch mal unnötig Porzellan zerschlagen wird, weil die Riesen an die natürliche Grenze stoßen operatives Wachstum zu generieren, um dies dann durch Aufkäufe in artverwandeten und fremden Branchen zu kompensieren, mag tragisch sein. Durch ein strikteres Kartellrecht jedoch politisch locker beherrschbar.

Um das Horroszenario Wirklichkeit werden zu lassen, bedarf es schon mehr. Es müßten Demokratie und Marktwirtschaft abgeschafft werden. Und dagegen werden nicht nur die betroffenen Bürger etwas haben, sondern auch die wirtschaftliche Konkurrenz. Viel Rauch um nichts also und die angeblich dagegen vorbeugend wirkende linke Ideologie würde ja nichts anderes erschaffen, als den Einzelnen in die Mangelwirtschaft führen, fremdbestimmen und die Menschheit als Gesamtes ihrer Möglichkeit berauben sich in ihrer Entwicklung voll zu entfalten.

Aber der Irrglaube lebt auch weiterhin und er wird es auch noch etliche Zeit tun.
Antworten
Corypheana:

Hartz5

 
14.06.05 13:34
Wo lebst Du denn? Deine angeblichen Fiktionen sind längst Realität.

Wie weit ist denn mit
Demokratie,
freier Marktwirtschaft,
politisch locker beherrschbaren Umständen,
Eigenbestimmung
und weiteren Deiner Schlagworte?

Dein Beispiel anhand der großen alten Dow Jones Riege zur Veranschaulichung heutiger Umstände zeugt von Unwissenheit und Verblendung. Damals wurden mit genau diesen Unternehmen die Wurzeln gelegt, für die heutigen Umstände - die Kreise die dahinter stehen, bestimmen mehr denn je das gesamte Weltgeschehen (siehe z.B. US-Politik, FED, Rockefeller-Imperium, Krieg um Öl u.v.a. etc).
Ihnen obliegt die Allmacht. Deutschland ist längst nur eine ihrer Kolonien. Mit der bevorstehenden politischen Wende dürfte dies bald selbst den größten Träumern und Illusionisten augenscheinlich werden. Die Geschichte lehrt, daß es dann meist zu spät sein wird für Veränderungen im Sinne der Massen.

"Zufriedene Sklaven sind die größten Feinde der Freiheit"
Antworten
Kritiker:

Warum predigt die USA ständig:

 
14.06.05 16:24
"Europa sollte mit einer Zunge sprechen"-?
= Damit sie es mit uns leichter haben! Und unsere Politi's fallen darauf herein.
Ein Gesamt-EU-Außenmini wäre für uns der größte Blödsinn.

Warum war Deutschland bis ca. 1870 ein schwer erfassbares Gebiet? - weil es aus vielen Ländern bestand - und aus vielen freien Städten!

Sicher konnte Napoleon die vielen Kleinen leichter kassieren, doch am Ende haben sie ihn rausgeschmissen!

Vor anno 1800 wäre der 2. Weltkrieg politisch nicht möglich gewesen.

Genauso ist eine Unterwerfung eines geteilten Europa nicht möglich.
Jedoch eine EU ist im Ganzen vernichtbar, und das wollen die USA und die Wallstreet!

Wenige Kräfte können eine Welt nur beherrschen, wenn diese aus wenigen Einheiten besteht. Eine vielverzweigte Welt ist unbeherrschbar.

Deshalb liegt die Chance in Deutschland in den Regionen (Länder).
Erst die Zentraldirektion aus Berlin hat Deutschland kaputt gemacht.
Auch, weil die Kraft der freien deutschen Städte lahm gelegt wird.
Genau diese jedoch schufen den wirtschaftlichen Aufstieg - vom Mittelalter bis ca. 1980.

Der Bürger darf sich nicht das Denken abnehmen lassen, er muß selbst gestalten und endlich den Glauben an das Paradies des "Großen" ablegen, und an das Geschwätz der Parasiten. - Kritiker.
Antworten
Hartz5:

@Coryphenea

 
14.06.05 16:50
Ich persönlich glaube ja, daß ein Teil der Menschheit es liebt, in Weltuntergangsszenarien zu schwelgen. Egal ob es sich dabei um die Versklavung der Menschheit durch den Menschen, die vom Mensch gemachte ökologische Katastrophe oder um den Zorn irgendeiner Gottheit handeln mag. Dies ist auch völlig unabhängig davon, daß die Entwicklung der Menschheit nun schon seit einer geraumen Zeit in eine völlig entgegengesetzte Richtung verläuft. Und gerade die USA haben dies in ihrer Entwicklung doch deutlich bewiesen. Aber ist es nicht immer wieder bemerkenswert zu welchen im wahrsten Sinne des Wortes sagenhaften Interpretationen unser kleines Gehirn in der Lage ist, auch wenn alle Fakten dagegensprechen.
Antworten
Corypheana:

Wachstum bis zum Kollaps

 
15.06.05 14:18
Über das faustische Prinzip in unserer Wirtschaft

Geld und Magie - Deutung und Kritik der modernen Wirtschaft
anhand von Goethes Faust
www.artfond.de/goethe.htm



Kritiker
"Wenige Kräfte können eine Welt nur beherrschen, wenn diese aus wenigen Einheiten besteht. Eine vielverzweigte Welt ist unbeherrschbar."
U.a. darauf wollte ich hinaus. Dieser Plan besteht bereits sehr lange, spätestens seit Roosevelt offiziell bestätigt, wenngleich zu den Massen bis heute noch nicht durchgedrungen. Seine Realisierung steht nun, 2000 Jahre nach Christi Geburt an einem entscheidenden Punkt.


Hartz5
Dein Glaube mag auf geringe Minderheiten zutreffen.
Fest steht offensichtlich, daß die große Mehrheit der Menschheit seit Jahrtausenden sehr leicht manipulierbar ist. In westlichen Industrienationen wie z.B. Deutschland reichen bereits breite Medien zur vollkommenen Verblendung (die Mittel und Möglichkeiten dazu sind indessen weitaus vielfältiger), obwohl wir uns den Luxus des Bewußtseins heutzutage sogar praktisch leisten könnten. In armen Nationen gibt es diesen Luxus nicht, weil arme Menschen des überlebens Willen zu völlig anderen Prioritäten gezwungen sind.
Ich persönlich liebe eher gegenteilige Dinge als Weltuntergangszenarien (z.B. Weltaufgangszenarien, Natur, gutes Essen, geilen Sex u.v.a.m.) und beschäftige mich mit o.g. sowie ähnlichen Themen vorwiegend zum Selbstzweck, da Vorsprung meist von Vorteil ist. Wer sich dafür sensibilisiert ist nunmal klar im Vorteil, so wie ein Sehender unter Blinden. Und genau darin liegt auch der große Vorteil einer absoluten Minderheit (der Herrschenden) gegenüber den Massen (den Sklaven) zur Ausübung von Macht und erfolgreichen Vertretung eigener Interessen.
Das ist wohl auch der Grund dafür, weshalb ich bereits 1995 im "Neuen Markt" investiert war und den Plunder im April 2000 abgestoßen habe.

Wußtest Du, daß weniger als 80% aller Menschen während ihrer gesamten Lebenszeit niemals über 20%ige Nutzung ihrer geistigen u.a. Potentiale hinauswachsen? ;-)
Und das obwohl die Mittel und Möglichkeiten dazu heutzutage besser und vilefältiger sind als je zuvor in der Menschheitsgeschichte.
Ich würde mir trotz o.g. Vorteile vor allem eine friedliche und solidarische Welt wünschen. Gerade weil die Mittel und Möglichkeiten dazu heutzutage besser und vielfältiger sind als je zuvor in der Menschheitsgeschichte und die Welt sich "close to the edge" befindet.  
Antworten
Corypheana:

EU-Verfassung

 
16.06.05 13:06

www.europa.eu.int/constitution/print_de.htm

Antworten
Hartz5:

@Corypheana zu Pos. 25

 
16.06.05 13:41
Mit der Manipulierbarkeit, da kann ich dir zustimmen. Das liegt aber denke ich fest in der Natur des Menschen begründet. Wir als Heerden"tiere" haben immer unser Stammesoberhaupt gebraucht und so strebt eben die Mehrheit als Folge der Evolution auch immer noch nach einer Führung, die ihnen Denken und Handeln weitestgehend abnimmt, bzw. doch so ungefähr die grobe Richtung weist. Dieses Prozess läuft in unserer moderneren Welt nur etwas unbewußter ab.

Ansonsten fände ich es überhaupt schon toll, wenn im Durchschnitt 20 Prozent des verfügbaren Potentials abgrufen und angewendet würden. Dann wären wir in der Gesamtheit als Menschen sicherlich schon wesentlich weiter.

Aber nochmal zu den allmächtigen Unternehmen. Die Konzentration, bzw. das Wachstum ist im wirtschaftlichen Prozess doch ein ganz normaler Vorgang. Es ist aber eben nicht grenzenlos und die Allmacht eines Einzelnen wird eben nie erreicht, weil vorher alles oder in Teilen zusammenbricht und andere Spieler auf der Matte stehen. Erleben wir doch aktuell in der Automobilindustrie. Einige wenige sind überig geblieben. Die letzten Konzentrationprozesse wurden zu kostspieligen Abenteuern und schau auf GM oder Ford, die sind froh wenn sie den Laden überhaupt noch über die Runden kriegen. Und eines Tages kommt eine neue Antriebstechnik und plötzlich werden Russen, Chinesen oder sonst wer mit im Boot sein. Oder vielleicht bastelt auch gerade ein Wissenschaftler an den theoretischen Grundlagen in irgendeinem stillen Kämmerlein irgendwo auf der Welt, die die Möglichkeiten der Fortbewegung auf eine ganz andere Stufe stellen. Wirtschaft ist ein Spiel, wenn auch ein verdammt Großes, aber die Regeln sind eigentlich immer recht einfach. Für die einen heißt es "Fait votre jeux, Mesdames e Messieurs", für die anderen "Rien ne va plus".
Antworten
Corypheana:

hartz5

 
18.06.05 14:12
du triffst den nagel auf den kopf mit deinen argumenten. leider scheint die manipulation der massen, ihr herdentrieb sowie das gegeneinander statt miteinander in deutschland ganz besonders ausgeprägt. die wurzeln dafür entsprießen wohl den späten nachkriegs-/wirtschaftswunder-generationen und breiten sich unter ihren nachfahren rasant aus. daraus lassen sich die gründe für den verhängnisvollen vorherrschenden zeitgeist und als konsequenz daraus der fortschreitende zerfall unserer gesellschaft ableiten. zum vergleich können wir die vorhergehenden generationen als nutzpflanzen bezeichnen, die heutigen nur noch als unkraut.
deutschland hat keine zukunft. hier läßt sich im großen einfach nichts mehr bewegen und selbst im kleinen nur sehr schwer. wie oben im ersten beitrag bereits erwähnt bleibt als chance für bewegung lediglich die bildung von interessenbündnissen weniger williger oder die flucht nach vorn. u.a. aus diesen gründen will ich hier weg, so wie viele die noch pläne haben.  

"wenn in deutschland eine revolution stattfinden sollte, stellt sich jeder vorher am bahnsteig an um die fahrkarte dafür zu lösen." (zitat von tolstoi)

so, und nun springe ich ins kalte wasser. vorerst nur symbolisch in den kleinen vor mir liegenden see und demnächst dann in den pazifik. ;-)
Antworten
Kritiker:

@ Corypheana, Du siehst die Lage

 
19.06.05 19:14
in Dld wohl etwas zu dunkel.
Der Herdentrieb ist jedoch nichts neues, sondern hat uns mindest seit dem Mittelalter.

Das Wirtschaftsproblem steckt darin fest, daß uns das Risiko zur Selbständigkeit abgewöhnt wurde. Einmal durch die sicheren Staatsstellen und auch durch die Gewerkschaften.
Aber hoffnungslos ist es nicht, denn das Gesetz der Natur lenkt uns stets zum Ausgleich.

Wenn z.B. - die Perspektiven der Jugend schwinden, vergrößert sich die Suche nach Neuem.
Und der dringend notwendige Regierungswechsel wird der Wirtschaft mehr Freiraum geben - und schon damit ein Umdenken.

Wichtig wäre auch, daß die neue Generation nicht mehr versucht, den alten Teppich zu flicken, sondern "wenn der Wein sauer ist, dann schütt ihn weg!"
Wir bräuchten eine völlig neue Ordnung. Interessant war heute im PresseClub, die Ansicht des Schweizers bezgl. einer anderen Demokratie-Denkweise.

Flucht?? - wo willst Du denn hin? Sicher gibt es denkbare Möglichkeiten, doch fühlst Du Dich dort auch wohl?

Im Moment fällt mir dazu ein Satz Casanova's ein: "Ich habe einige Fehler begangen, aber sie haben mein Leben interessant gemacht!"
Langweilig wird es in Dld nicht! - Kritiker.
Antworten
Schepper:

Warum fällt mir bei der Wortwahl

 
19.06.05 20:07
".... völlig neue Ordnung" oder bei

".... eine andere Demokratieweise"


sofort
immer
Faschismus
ein ?















Richtig, weil man den heutzutage
mit solchen Worten zu benennen
pflegt.
Antworten
Kritiker:

Bei Deinem Ge'Schepper hast Du wohl

 
19.06.05 20:39
den PresseClub nicht gehört!
Es ging genau um das Gegenteil Deiner Denkweise, nämlich um eine vom  Volk praktizierte Demokratie, die bei uns nur formal vorgegeben ist.

Übrigens hat auch der Faschismus mit dem Volk zu tun, zumindest geht er von dort aus - wie der Kommunismus. - Kritiker.
Antworten
Go2Bed:

In Griechenland gibt's anscheinend keine

 
19.06.05 20:47
Steuern! Das sind doch mal interessante News, elgreco. In Frankreich zahlt man für Grund- und Wohnsteuer (normales Haus) locker 300 Euro im Monat (vielleicht nicht, wenn man total in der Pampa wohnt!) Tja, dann kommen noch Einkommensteuer, Strom, Wasser, Heizung, Rundfunkgebühren etc. dazu.
Von jedem gesparten Cent zwackt der Staat seinen Anteil ab.
Also, Auswanderungswillige aufgepaßt: Erst informieren, dann auswandern (oder vielleicht doch lieber in Deutschland bleiben!).
Antworten
Corypheana:

Kein zurück mehr für Deutschland und Europa

 
20.06.05 13:03
Es lassen sich beim besten Willen nicht mal Ansätze positver Fortschritte erkennen.
Falls jemand anderer Meinung ist, nennt doch bitte fundierte Argumente dazu, aber bitte keine Traumthesen wie z.B. "mit dem Regierungswechsel (in der Zukunft) wird alles besser". Das hören wir ergebnislos bereits seit mindestens 20 Jahren.
Es wurde längst zuviel Porzellan zerbrochen, während die blinden Massen ein paar einäugigen hinterher rennen. Sie wissen ja nicht mal mehr wie ihnen geschieht, wie sollen sie da etwas ändern? Wer nicht mal die Probleme erkennt, wird auch keine Lösung finden.
In den nächsten Jahren wird es zu weiteren einschneidenden Veränderungen kommen, die die bisherigen Entwicklungen harmlos erscheinen lassen werden. Viele der von den Massen heute noch als abstrakte Fantasien verpönte Vorraussagen für die Zukunft werden bittere Realität, so wie bereits in der Vergangenheit.

Kritiker
"Wenn z.B. - die Perspektiven der Jugend schwinden, vergrößert sich die Suche nach Neuem. Und der dringend notwendige Regierungswechsel wird der Wirtschaft mehr Freiraum geben - und schon damit ein Umdenken."

Genau das ist eine dieser Traumthesen, die ich schon beim letzten Regierungswechsel vernommen habe. Die wirtschaftliche Entwicklung mitsamt deren zusätzlichen Freiräumen haben seit dem katastrophale Züge angenommen, während die Jugend von der du schreibst sowie weitere Generationen zunehmend versklavt wurden. Wenn diese Generationen in Zukunft nach Neuem suchen, werden es allenfalls weitere Wege zur Ablenkung von der bitteren Realität sein, welche die Krise noch verschärfen werden (Bewußtseinlosigkeit, Egoismus, Wertverfall, innere Leere, sinn- und verstandloser Konsum, Orientierung an Oberflächlichen etc). Noch mehr Freiräume für die Wirtschaft, und diese betrifft inzwischen zu 98% die multinationale Hochfinanz, wird indessen die Versklavung zusätzlich fördern.

Ich kann jedem Einzelnen nur eindringlich empfehlen schnellstens die Augen zu öffen, sich an den Tatsachen zu orientieren und sich eine eigene politisch wirtschaftlich unabhängige Meinung zu bilden, ohne sich vom main stream mitreißen zu lassen.
Ein Ansatz dazu könnte beispielsweise darin liegen, sich eine Analyse der letztjährigen Aussagen und Inhalte der von Politik und Wirtschaft beherrschten breiten Medien, vergleich mit den tatsächlichen Entwicklungen und Gegenüberstellung freidenkender Medien bzw Analyse der Frage "was wurde versprochen, vorrausgesagt, geschrieben, propagandiert, geworben etc und was ist tasächlich in dieser Zeit geschehen?" sein.


Als Anregung z.B. folgende Links

  www.zeitreport.de/
 
  www.antaris.com/
  www.constantin-v-antaris.de/

  www.nachdenkseiten.de/

  www.denkfabrik-info.de/

  www.martina-rattunde.de./html/home.html

Zerschlagung Deutschlands
  www.pilt.de/spiegel/...hlagung-von-deutschland-frankreich.html

Antworten
Corypheana:

???

 
20.06.05 13:26
  www.psychopolitik.de/pp0/vw.html
  www.psychopolitik.de/pp1/kap0.html
Antworten
brokeboy:

hahaha

 
21.06.05 12:48
herrlich, diese Kulturpessimisten - Life is a cabaret.
Ich kratze jetzt an den 40 und es ist wirklich phänomenal,
was für einen Wust dümmlicher Untergangs- Verrschwörungsszenarien
und politische Statements man auf diesem Weg ertragen muss.
Irgendwann fängt man eben an, darüber zu lachen - bitte mehr davon.
Antworten
Kicky:

brokerboy ich stimme dir zu

 
22.06.05 12:19
wer solchen Unsinn postet und womöglich noch daran glaubt,der ist nicht ganz sauber.....Zitat:"Psychopolitik ist eine ernsthafte, feierliche Aufgabe. Mit ihr können Sie unsere Feinde wie Fliegen vernichten. Sie können die Effizienz von Führungspersonen zerstören, indem Sie Geisteskrankheit mit Hilfe von Drogen in deren Familien implantieren. Dadurch daß Sie ihnen Geisteskrankheit attestieren, können Sie sie hinwegfegen. Falls Sie sich als zu resistent erweisen sollten, können Sie sie mit unseren Techniken sogar selbst geisteskrank machen. Durch psychopolitische Gehirnwäsche können Sie ihre Loyalität verändern...."
Antworten
Corypheana:

Was Deutschland und der Rest-EU noch bevorsteht

 
24.06.05 01:57
  www.zeit.de/2005/26/US-Pernsionsfonds

die meisten eurer gegenargumente entsprechen dem vorherrschenden zeitgeist, so wie die worte eurer politiker - leere hüllen ohne inhalt.

eurer stand der dinge läßt sich leicht daran bemessen wie ihr gegenargumente ins lächerliche zieht ohne auch nur einmal fakten statt traumthesen aufzustellen.

wie soll deutschland mit solchen instrumentalisierten weicheiern und träumern jemals weiterkommen?
Antworten
Corypheana:

Neues vom Niedergang

 
29.06.05 11:22
Mut zur Wahrheit: "Die EU-Verfassung ist tot"
  www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=p&ressort=eu&id=491116


DEUTSCHE BÜRGER sind Pleite wie nie zuvor
  www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,362772,00.html


BfA sieht Rentenkasse vor dem Kollaps
  www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,362688,00.html


Krankenkassen sind pleite
  focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=16096


Niedrigste Renditen seit Bismarcks Zeiten   www.faz.net/s/...66B0B5F5F815703267~ATpl~Ecommon~Scontent.html



Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat seine Kritik am Zinsniveau der Europäischen Zentralbank (EZB) bekräftigt.

"Die Zinsen sind für Deutschland zu hoch", sagte er auf einer Veranstaltung in Wien. "Anders ausgedrückt: Kredite sind in Deutschland zurzeit teurer als sie auf Grund der Inflationsrate sein dürften", fügte er hinzu. Deutschland habe in den vergangenen Jahren unter anderem durch die moderate Lohnentwicklung zur Preisstabilität in Europa beigetragen. "Aus meiner Überzeugung ist die Geldpolitik gefordert, ihre Möglichkeiten auszuschöpfen", sagte Clement. Die Rahmenbedingungen würden eine weitere Absenkung der Leitzinsen im Euroraum von derzeit zwei Prozent durchaus erlauben. Die jüngste Zinssenkung der Schwedischen Notenbank zeige, dass es den europäischen Notenbanken derzeit möglich ist, die allgemeine Wirtschaftspolitik zu unterstützen, ohne das Ziel der Preisstabilität zu beeinträchtigen.
Antworten
Whiskybob:

meinung eines neueinsteigers

 
29.06.05 14:05
tachen! also wenn ich mal was dazu sagen dürfte, bin ich der meinung, dass ein anderes system nicht immer etwas schlechtes sein muss und schon gar nicht immer mit irgendwelchen radikalen strömungen assoziiert werden muss. Fakt ist, dass unsere Politik derzeit handlungsunfähig ist, egal wer an die macht kommt. mit solchen haushaltslöchern, wie bei uns, könnten wir dem sozialstaat eigentlich schonmal good bye sagen. Haben denn nicht alle gesagt, dass er nichtmehr zu finanzieren sei?! doch auf welchen weg begeben wir uns? hat denn noch niemand mitbekommen, dass die Wirtschaft mitlerweile ein haufen macht und einfluss bekommen hat? Das parlament ist doch nur noch ein werkzeug der wirtschaft und wer mal richtig nachliest, wird feststellen, dass marx das schon gesagt hat.
Aber wie ist das zu ändern? ich stimme dem zu, dass unser volk eigentlich immer stärker irgendwelchen dingen folgt ohne sie zu hinterfragen, doch ist es nicht das, was die elitären kreise wollen?? Um immer mehr macht ausübenzukönnen!! man sollte mal darauf achten, dass die eigentliche masse besser bescheid wissen sollte über dinge die da oben abgehen, denn nur so kann ein einfacher bürger aktiv am politischen leben teilhaben. aber man sieht ja, dass die menschen resignieren (Wahlbeteiligungen,Verfassungsablehnung) und diesen weg einschlagen, den irgendwelche elitären kreise gerne hätten! fazit: die wirtschaft hat zuviel macht und trägt dazu bei, dass der mensch zu einer synkope seiner selbst in einer desorientierten masse wird.
Antworten
Kritiker:

Die linke Regierung ruft :

 
29.06.05 16:30
Die "Wirtschaft" ist schuld, - und schon plappern alle Bürger diesen Schwachsinn nach!
Hat etwa die Wirtschaft die Bürokratie erfunden?, ist sie schuld an den Renten?, hat sie den Steuer-Wust gewollt?
- - und Kohl ist schuld! - und Bayern! - und Westerwelle! - und die ganze FDP!! - und die "Großkopferten" - und die Reichen!

Doch völlig unschuldig ist: Schröder, Münte, Clement, Stolpe, Fischer und die übrigen 600 Abgeordneten, die nur eines zu tun hatten, gemäß ihrem Eid, das Volk vor Unheil zu bewahren.

Schuld ist allein das Volk! - Weil es sich zuviel gefallen läßt!
Sogar die Arbeitslosen - hätten Zeit dazu - sind zu faul und zu feige, um auf die Straße zu gehen, und zu fordern!
Und wenn sich die NPD zeigt, wird sie als "undemokratisch" verschrien, weil sie die Schlafenden stört.

Das Volk als knetbare Masse! - aber diese lamentiert über ihre eigene miese Lage.

1848 wurde der Aufstand von Studenten angeführt, diese wollen heute nur um Studien-Geld-Befreiung kämpfen. Und regen sich auf, weil ihnen dieses Deutschland 17500 € kosten soll!

Ich habe 1945 ein Land in Trümmer geerbt - und Lastenausgleich bezahlt, weil unser Haus nicht bombardiert wurde - und Flüchtlinge aufgenommen; Unsere Stadt sogar 33%! - aus dem Sudetenland!

Auswandern (!), weil man Deutschland nicht zum Nulltarif bekommt?
Und auch eine wahre Demokratie muß erkämpft werden - im wahrsten Sinn des Wortes. Seit 1968 wollen alle nur Geschenke.

Reisende soll man nicht aufhalten. - Servus!! - Kritiker.
Antworten
Whiskybob:

Wer hat schuld???

 
30.06.05 11:29
Im Grunde ist es müßig darüber zu diskutieren wer schuld hat, denn im entdefekt stehen wir vor dem jetzt und müssen irgendwie aus der Misere raus. aber die Wirtschaft trägt zum großen teil die schuld, denn wer will denn lohndumping, wer kürzt denn die ständig bezüge wie weihnachtsgeld und urlaubsgeld etc? es sind die großen! aber wer beschäftigt die masse in deutschland?? die kleinen!! aber sind die kleinen nicht von den großen abhängig?! überall wo eine größere firma abwandert, weil vielleicht die löhne zu hoch sind und die arbeitsschutzbestimmungen zu heftig sind, gehen mindestens nochmal soviele arbeitsplätze verloren, weil die kleinen mit sterben! Aber das ist eben globalisierung, die aber auch durchaus ihre guten seiten hat, und das ist nicht sarkastisch gemeint! Aber schauen wir mal in die vergangenheit. das letzte mal als politik noch macht gegenüber der wirtschaft demonstriert hat, war, als in den USA die anti-Trust-Gesetze ausgefertigt wurden, doch mitlerweile ist exxon mobile wieder der größte Konzern der Welt, komisch nicht?! Wie sieht es in deutschland aus?? Krupp hat damals den weit größeren Konzern Thyssen gekauft und somit einen der größten Stahlkonzerne Europas gebildet!! Und wie steht es mit den großen Firmen, die hier in deutschland den besten absatzmarkt haben? sie zahlen seit jahr und tag keine steuern,wegen abschreibungsrecht und anderem scheiß und das ist leider die Wahrheit!! Warum regt sich ackermann, als vorsitzender der größten europäischen bank auf, macht sie doch etwa eine MIlliarde EURO Gewinn!! Wenn man sich den Umsatz dieser Riesen (GM, Ford, Dutch Shell, BP, Daimler Chrysler) mal anschaut, dann muss man mit bedauern feststellen, dass sie dem Bundeshaushalt gleichkommen!! Wie soll sich die Politik gegen jemanden wehren, der Weltweit organiesiert und obendrein noch profitabel ist????? Fakt ist, dass die Wirtschaft einen viel zu großen einfluss auf die Politik hat und das sieht man auch daran, dass sehr viele Abgeordnete (mir fehlen leider Zahlen) in Vorständen, Aufsichtsräten etc sitzen, und dann soll mir nochmal jemand sagen die politik sei nicht von der Wirtschaft unterwandert!! Übrigens zu den Leuten, die du angesprochen hast (Schröder, münte etc) sind sie doch zum größten teil strohpuppen, die von unbekannten hintermännern gelenkt werden.  
Antworten
Corypheana:

Zinssignal - Europa drohen japanische Verhältnisse

 
01.07.05 22:28
  www.ftd.de/pw/de/12732.html

Es herrscht ein klarer Konsens in der Politik, der Wirtschaft sowie den breiten Medien zur Vermeidung der Begriffbenutzung "Deflation" und somit zur Nennung von Fakten. Die Motive dafür liegen auf der Hand. Wer das erkennt und dementsprechend handelt wird langfristig die besten Chancen haben.

Antworten
Hartz5:

Da sehe ich die Sache ganz anders.

 
01.07.05 23:02
Wir befinden uns eher wieder in Richtung einer echten Inflation. Die Preise werden nicht weiter fallen, die Zinsen werden steigen und die echten und künstlichen Energiepreisteigerungen werden ihr Übriges tun. Das breite Umfeld wird den Unternehmen auf der einen Seite weiterhin niedrige Kosten bescheren und auf der anderen Seite Spielräume für Preissteigerungen (insbesondere auf den Exportmärkten) einräumen. Insgesamt wird dies jedoch an den Arbeitsmärkten der alten EU-Staaten verbeilaufen. Wir laufen in Deutschland gerade in den Bereich der größeren Kaufkraftverluste in der Breite hinein, die sich auch ganz real am fallenden Lohn- und Rentenniveau widerspiegeln. Für den DAX sehe ich daher aufgrund wachsender Unternehmensgewinne weiterhin einen ansteigenden Verlauf und die Umsetzung auf die neue gesellschaftliche Ordnung bleibt weiterhin die große Herausforderung für die Politik und die große Unbekanne im gesamten europäischen und vorallem deutschen Spiel.

Der deutsche Binnenmarkt bleibt zwar wichtig, wird insgesamt aber unbedeutender, da die Märkte mit steigender Kaufkraft da sein werden wo produziert wird. Selbst stärker fallende Rohstoffpreise, die ich mittelfristig erwarte, werden an der deutschen Binnenmarktschwäche nicht all zuviel ändern. Es wird zukünftig interessant sein zu beobachten, wie sich der Warenumschlagplatz Deutschland entwickeln wird.
Antworten
Corypheana:

moin hartz5

 
02.07.05 07:51
mit der annahme deines absatz-nr. 1 befindest du dich abgesehen von den global players (eine deutliche minderheit der breiten nationalen bevölkerung/wirtschaft betreffend) derzeit klar im irrtum. im sinne dieser global players und zum nachteil gutgläubiger leicht manipulierbarer massen wird dies weiterhin schön geredet/verschwiegen. die motive dafür liegen auf der hand. sensible marktbeobachter werden inflationäre tendenzen frühzeitig erkennen, ebenso wir permanent verbeitete traumthesen zum neuen großen aufschwung.  
absatz-nr. 2 halte ich für zutreffend - für deutsche relationen (die massen betreffend) allerdings relativ unbedeutend.
ich bin mir sicher, daß die nachweisbar vorherrschende deflation noch weitaus größere kreise ziehen wird als die fantasien der meisten menschen derzeit reichen.
die 100 größten deutschen unternehmen werden davon wahrscheinlich weiterhin mehrheitlich profitieren (stichwort "crash/umverteilung") auf kosten weiterer systematischer ausrottung des mittelstandes zum weiteren unverhältnismäßig schweren nachteil der massen.
du kannst es also wenden wie du willst - der weitere kollaps ist vorprogrammiert, so oder so. die frage lautet nur noch wie und wann. die großen depressionen der menschheitsgeschichte werden in der zukunft neue dimensionen erhalten. die einzige hoffung bleibt ein neues bewußtsein auf breiter ebene. die chance dafür schätze ich als extrem gering ein.

Antworten
Hartz5:

Tach Corypheana,

 
02.07.05 11:51
Der Traum von einer global funktionierenden und gerechten Gesellschaftsordnung kann man unter den momentan herrschenden Bedingungen getrost vergessen. Es herrschen zunehmend die Spielregeln der Marktwirtschaft und diese sind recht einfach. Vergessen dürfen wir dabei nicht, daß wir diese Dinge selber so, weil demokratisch so entschieden, gewollt haben.

Der Sozialismus, dessen Berechtigung auf Existenz nur dann besteht, wenn es gesellschaftlich zu einem übertriebenen Ungleichgewicht gekommen ist, hat nachdrücklch bewiesen, daß er kein erfolgreiches Instrument auf Dauer ist. Nach dem Umbruch muß auch gleich wieder seine Auflösung folgen. Die Soziale Marktwirtschaft spielt ihre Vorteile nur dann aus, wenn sie regional begrent ist und entsprechende Schutzwirkungen gegen äußere Einflüße gegeben sind. Bleibt als machbares Element nur die Form der freien Marktwirtschaft über, die ein Minimum an sozialer Absicherung bietet.

Ob dies wirklich der optimale Weg für die Zukunft ist, darüber kann man streiten, nur so wie es aussieht, werden wir garnicht anders können, als uns den Gegebenheiten die daraus resultieren anzupassen. Je eher dies jeder Einzelne akzeptiert, um so früher wird er daraus sein ganz persönliches Optimum ziehen können. Hieran sieht man auch, daß der Verantwortungsbereich zukünftig mehr beim Einzelnen oder in kleineren Einheiten liegt, als in einem alles regelnden gesellschaftlichen Überbau.

Ich wiederhole es nochmal, gerade wir in Deutschland haben uns für diesen Weg mit den vorherrschenden demokratischen Mitteln selber entschieden. Mag auch manchem erst jetzt allmählich ein Licht aufgehen auf was wir und da eingelassen haben, so bleibt es jedoch weiterhin ein selbst eingeleiteter Prozess, der auch weiterhin von der politischen Mehrheit fortgeführt werden wird, auch wenn man zunehmend erkennen muß, daß zwischen Wunsch und Realität (Aufbruch zu Neuem, bei gleichzeitgen Erhalt des Alten) eine große Lücke klafft.

Die Auswahl an funktionierenden Gesellschaftordnungen ist leider sehr bescheiden. Ich denke wir in Westdeutschland waren schon sehr nah dran am z.Z. machbaren Optimum. Ein ständiges Wechseln ist aber nunmal nicht möglich und wir werden uns wohl oder übel damit abfinden müssen. Je eher desto besser, denn die Folgen, die aus nicht machbaren politischen Träumereien entstehen, können nun wirklich nicht ein erstrebenswertes Ziel sein.

Ansonsten denke ich, wir werden zwar radikale und schmerzliche Anpassungsprozesse erleben, von einem echten Kollaps sind wir national wie global jedoch weit entfernt. Dies kann in der heutigen Zeit eigentlich auch nur noch mit den in meinen Augen schwachsinnigen Formen des Sozialismus erreicht werden, die zwangsläufig immer in eine totalitäre Regierungsform münden.

Wie weltfremd derartige Gedankenspiele sind, sieht man alleine schon daran, daß es in der westlichen Welt so gut wie keine Hindernisse mehr gibt, zumindest derartige Wirtschaftsmodelle zu installieren. Was hindert z.B. tausend unzufriedene Arbeitnehmer bei Daimler daran mit ihrem Know-How in die direkte Konkurrenz zu ihrem jetzigen Arbeitsgeber oder von Zulieferfirmen zu treten? Was hindert Arbeitslose daran sich zusammen zu tun, ihre Kenntnisse zu bündeln und in Konkurrenz zu den Etablierten zu treten? Es stehen ihnen in unseren Ländern hierzu fast alle Möglichkeiten offen, unabhängig davon ob sie als Gesellschaftsform nun z.B. eine GmbH, AG oder Genossenschaft wählen. Sie können dabei nun auch noch alles viel besser machen, wenn es um die Themen der sozialen Absicherung oder der gerechteren Verteilung von Gewinnen geht. Da dies nicht mal im Ansatz geschieht, zeigt eigentlich auf welchen Hirngespinsten derartige Ideologien aufgebaut sind. Und die ansatzweisen Formen, die wir z.B. in der Vergangenheit im Lager der Gewerkschaften gesehen haben, wurden dabei nicht nur reihenweise vor die Wand gefahren, sondern selbst zu Bestandszeiten hat man den eigenen Mitarbeitern nicht mal das zugestandenen, was man von den Profis der Wirtschaft eingefordert hat.

Von Leuten, die meinen sie müßten einen lebenslangen Kampf gegen alles und jeden führen und dies nur um des Kampfes willen, von denen sollte man sich distanzieren.
Antworten
54reab:

ich wohne offensichtlich

 
02.07.05 12:10
in einem anderen land. eine deflation kann ich nicht finden und wüsste auch nicht wo sie herkommen sollte. seit der euro die preissteigerungen im rohstoffbereich nicht mehr kompensiert, haben wir ganz klar mit einem anwachsen der inflation zu rechnen. bleiben die rohstoffpreise weiter auf einem hohen niveau, wird sich das wirtschaftliche wachstum weiter abschwächen. es droht also eine stagflation!


 Niedergang der EU - neue Dimensionen einer Krise 1998859

Antworten
Corypheana:

Rauschi hat es erkannt

 
04.07.05 12:42
  www.chancenfueralle.de/board/posting.jsp?board=283&posting=693

  www.chancenfueralle.de/board/posting.jsp?board=283&posting=694
Antworten
Corypheana:

Deflation

 
06.07.05 11:55
anzeichen/vorraussetungen für deflation:
#sinkende inflationsraten - vorraussetzung erfüllt
#sinkende preise (z.b. "geiz ist geil") - vorraussetzung erfüllt
#sinkende zinsen - vorraussetzung erfüllt
#sinkende löhne/gehälter - vorraussetzung erfüllt
#sinkende investionen - vorraussetzung erfüllt
#sinkendes wachstum (bip wird wie von mir im januar vorrausgesagt massiv weiter nach unten revidiert, trotz geschönter zahlen) - vorraussetzung erfüllt
#sinkende kaufbereitschaft trotz sinkender preise - vorraussetzung erfüllt
#sinkende kapazitätsauslastungen - vorraussetzung erfüllt
#steigende arbeitslosenraten/einstellungstopps (auch diese zahlen sind wie wir alle wissen geschönt) - vorraussetzung erfüllt
#steigende verschuldung - vorraussetzung erfüllt

folgen:
das schifft sinkt vorerst langsam aber sicher, während das orchester scheinbar munter weiter spielt und die passagiere tanzen, also alles was z.z. abgeht.

maßnahmen/vorbereitungen für den einzelnen:
sparen wo es geht - das heizt von den massen praktiziert die deflation zwar zusätzlich an, ist für den einzelnen jedoch das beste in hinsicht auf seine eigene wirtschaftliche zukunft. dies ist auch der grund, weshalb politik, wirtschaft und medien die deflation verschweigen, in der hoffnung den teufelskreislauf hinauszuzögern und die geblendeten massen weiter zum konsum zu verleiten. "alle wollen nur verkaufen und jeder ist sich selbst der nächste."

bild berichtet erstmals von der deflation - besser zu spät, als nie:
  www.bild.t-online.de/BTO/geldjob/allgemein/...n/deflation.html


54reab
ich habe deine webpage besucht. du redest darin vieles schön, was offensichtlich bereits am abgrund steht. du bist ein blender und willst bestimmt etwas verkaufen. ich war einst mitglied im club of rome.
Antworten
Corypheana:

Nachtrag

 
06.07.05 12:55
#massive sparmaßnahmen der politik und wirtschaft in allen bereichen (z.b. sozialausgaben, rentenkürzungen, rationalisierungen, arbeitsplatzab- bzw raubbau) - vorraussetzung erfüllt

der staat und die wirtschaft sparen, während der einzelne konsument animiert wird fleißig geld auszugeben. fragt sich nur welches?  
Antworten
Knappschafts.:

Professor Dr. Alfred Steinherr sagt

 
06.07.05 13:18
1. Was ist eigentlich Deflation?

Niedergang der EU - neue Dimensionen einer Krise 2002986 Angebotsüberschuß während der Deflation, Konsum wird verzögert

Professor Dr. Alfred Steinherr, Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW):
„Unter Deflation versteht man ein negatives Wachstum der Verbraucherpreise.“

In einer Phase der Deflation gehen die Preise mehrere Jahre lang zurück, denn es werden mehr Güter und Dienstleistungen angeboten als nachgefragt. Der Verbraucher kann sich zwar zunächst über sinkende Preise freuen, allerdings werden die mit hoher Arbeitslosigkeit erkauft. Grund: Firmen, die immer weniger verdienen, entlassen Personal. Die letzte Deflationsperiode gab es zur Weltwirtschaftskrise 1929 bis 1933. Gegenteil: Inflation .

Niedergang der EU - neue Dimensionen einer Krise 2002986
2. Wie kommt es zu einer Deflation?

Steinherr:
„Durch billige Produkte aus Schwellenländern, wie Indien oder Thailand, geraten bei uns die Preise unter Druck. Das heißt, deutsche Unternehmer müssen, um überhaupt noch etwas verkaufen zu können, ihre Preise senken. Gleichzeitig entsteht ein sogenannter Angebotsüberschuß. Da die Deutschen seit einiger Zeit immer weniger konsumieren, bleiben die Händler und Produzenten auf ihren Produkten sitzen.

Das sind die Voraussetzungen dafür, daß eine gefährliche Preisspirale in Gang kommt: Es werden immer weniger Produkte gekauft, deshalb senken die Unternehmen die Preise, um überhaupt noch etwas verkaufen zu können. Erkennen die Kunden, daß die Preise gesenkt werden, zögern sie, neue Produkte wie ein Auto oder einen Fernseher zu kaufen. Grund: Morgen könnten die Produkte ja noch billiger sein. Das zwingt die Unternehmen wiederum, die Preise noch weiter zu senken, um Kaufanreize zu schaffen. Der Verbraucher zögert wieder, weil die Preise immer weiter fallen. Er kauft erst dann, wenn es gar nicht mehr anders geht. Die Folge: Es wird nichts mehr gekauft, obwohl die Preise sinken.“

3. Warum ist Deflation gefährlich?

Niedergang der EU - neue Dimensionen einer Krise 2002986 Die deutsche Baubranche ist in der Krise
Steinherr:
1. Sinken die Preise, ist das Sachvermögen (z. B. Häuser, Maschinen, Gebäude) weniger wert. Um Geld bei Banken zu bekommen, beleihen Unternehmen genau diese Sachvermögen. Problem: Wenn der Wert beispielsweise des Fabrikgebäudes sinkt, kriegt der Unternehmer weniger Geld von der Bank. Das heißt: Seine Schulden steigen. Dadurch verschlechtert sich die Bonität (Kreditwürdigkeit) der Unternehmen. Mehr Firmen melden Konkurs an.

2. Die sinkenden Sachwerte führen auch zu fallenden Immobilienpreisen. Folge: Die Menschen kaufen keine Häuser oder Grundstücke mehr, weil deren Wert stagniert oder sogar sinkt. Deshalb kaufen noch weniger Immobilien. Besonders die Baubranche bekommt diese Entwicklung zu spüren. Diese Dynamik ist gefährlich. Folge: Lohnkürzungen, Arbeitsplätze werden ins Ausland verlagert, Mitarbeiter in Deutschland entlassen.“

4. Wieso sind Preiserhöhungen so wichtig und sinkende Preise so schädlich?

Steinherr:
„Wenn zum Beispiel die Stahlpreise sehr stark steigen, müssen die Autobauer ihre Wagen teurer verkaufen. Befinden wir uns in einer Deflation, müßten Sie jedoch trotz der stark steigenden Rohstoffkosten ihr Produkt billiger anbieten als vorher. Die Inflation ermöglicht dem Produzenten, sein Produkt zu verteuern. Damit kann der Unternehmer einen Teil der gestiegenen Kosten an den Kunden weiterreichen. Kann er das nicht, muß er an anderer Stelle sparen, z. B. Mitarbeiter entlassen.“

 

5. Schaden die preisbewußten „Geiz ist geil“-Konsumenten der Wirtschaft in Deutschland?

Niedergang der EU - neue Dimensionen einer Krise 2002986 Keine Skrupel brauchen die Verbraucher bei Schnäppchen zu haben
Steinherr:
„Nein, auf keinen Fall. Wichtig ist aber, daß trotzdem noch gekauft wird. Wenn weiterhin konsumiert wird, ist es gut. Wichtig ist, daß die Preise nicht weiter sinken, also eine Deflation eintritt. Die Preise sollten nur weniger stark ansteigen, also die Inflation abbremsen.“

6. Drohen uns Zustände wie in den 1930er Jahren mit Massenverelendung und Suppenküchen?

Steinherr:
„Nein, die soziale Absicherung verhindert solch krasse soziale Folgen und verteilt die Kosten auf alle.“

 

7. Wie kann eine Deflation abgewendet werden?

Steinherr:
„Langzeitarbeitslose müssen wieder beschäftigt werden. Der Staat darf nicht Untätigkeit subventionieren, sondern Tätigkeit. Das Stichwort hierzu heißt Negativsteuer: Dabei müssen Geringverdiener keine Steuern bezahlen, sondern bekommen sogar noch Geld vom Staat zu ihrem Verdienst hinzu. Erst die mittleren und höheren Einkommen müssen ihren Verdienst ganz normal versteuern. Weiterhin müssen wichtige Märkte wie der Gas-, Wasser- oder Strommarkt dereguliert werden. Diese Maßnahmen würden dazu führen, daß die Menschen mehr Geld in den Taschen haben, das sie dann für privaten Konsum ausgeben können. Problem: Regierungen brauchen schnelle Erfolge und versäumen, mittel- oder langfristige Entwicklungen zu fördern.“

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bammie:

Du fragst Dich welches ? ganz einfach

 
06.07.05 13:20
Die Konsumenten sollen sich Kredite aufhalsen. Der Schröder betonte einmal, wir sollen mehr Lust am Schulden machen bekommen. Damit kriegen wir alles in Schwung. Ob das dann der richtige Weg ist, steht auf einem anderen Blatt.

greetz bammie
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Kritiker:

zu pos. 50 - Professor Doktor ?

 
06.07.05 16:21
Um zu dieser oberflächlichen Betrachtung zu kommen, muß man in Dld. bis zum Professor studieren. - Damit ist auch klar, daß das DIW wenig behilflich sein kann.

Inflation und Deflation haben allein mit der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zu tun!
Dabei kommt es zu den vom Prof genannten Symptomen.
Sein Rat, die soziale Absicherung zu bewahren, ist Wunschdenken; dazu sagt er nicht, wer es bezahlen soll.
Und sein Hauptfehler, er sieht die Steuerkasse als eine externe an, dabei ist sie das Teil-Aufkommen des Volks-Ertrages, also ein Umlageinstrument.

Fallende Immobilienpreise können auch zum Kauf von Immobilien führen.

Ein Fehler der deutschen Industrie kann auch sein, daß man sich mit Billigprodukten messen wollte, anstatt mit Qualität zu begegnen.

VolksÖkonom oder Wirtschaftler ist dieser Prof jedenfalls nicht, aber ein zu gut bezahlter Schwätzer. Mit Rührup und Hartz haben wir noch mehr davon. Unsere "Experten" sind die eigentlichen Totengräber unserer Volkswirtschaft! - Kritiker.
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Corypheana:

Die Entsorgung Europas

 
07.07.05 11:03
  www.tagblatt.ch/....jsp?artikel_id=1062387&ressort=hintergrund
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Corypheana:

Ausrufung des Notstands

 
12.07.05 10:45
Die Notstandsgesetze wurden am 30. Mai 1968 durch die damalige Große Koalition verabschiedet und traten am 28. Juni 1968 mit Beginn des Kalendertages in Kraft. Diese Gesetze sollen die Handlungsfähigkeit des Staates in Krisensituationen, wie Naturkatastrophen, Verteidigungsfall (Krieg) und Aufstände, ermöglichen. Das Grundgesetz kann dazu weitgehend außer Kraft gesetzt und zur Niederschlagung von Volksaufständen auch die Bundeswehr eingesetzt werden. Besonders letzteres erregte den Unmut der damaligen Außerparlamentarischen Opposition, kurz APO genannt. Die herausragenden Gestalten von damals, wie Daniel Cohn-Bendit und Joschka Fischer, sitzen heute in Amt und Würden. Es wäre ein Treppenwitz der Geschichte, wenn ausgerechnet die Revoluzzer von damals (No, No, Notstand No) sich vierzig Jahre später durch das Militär schützen lassen würden. Noch ist Sommer 2005. Wir sind vom entscheidenden Umbruch noch zwei bis zweieinhalb Jahre entfernt.

Der Mensch neigt erfahrungsgemäß erst dann zur Registrierung brandgefährlicher Entwicklungen, wenn sie unübersehbar Erscheinung geworden ist. Bis dahin gilt das Prinzip Hoffnung und die stirbt bekanntlich erst zuletzt. Vor vielen Jahren fragte ich einmal meine Mutter (Jahrgang 1918) wie sie denn nach dem Debakel von Stalingrad Ende 1942 Anfang 1943 die Lage Deutschlands gesehen habe. Es wird schon irgendwie weitergehen, antwortete sie wahrheitsgemäß. Und wie war das im Juni 1944 als die Amerikaner den Westwall durchbrachen und in Nordfrankfreich standen? Das haben wir alle als gefährlich empfunden, aber was sollten wir machen, irgendwie mußte es ja weitergehen, erinnerte sie sich. Und ab wann hast du definitiv gewußt, daß die Niederlage Deutschlands nicht mehr aufzuhalten ist? Als die Amerikaner über die Reichsgrenzen eindrangen und ihre Geburtsstadt Aachen kampflos kapitulierte. Jetzt dauert es höchstens noch ein halbes Jahr, meinte sie.

Meine Mutter hat sich nicht von der Mehrheit der damaligen Deutschen unterschieden. Man hoffte auf ein Wunder, das Blatt möge sich wenden und alles soll wieder gut werden. Lieber die Beruhigungstabletten des Propagandaministeriums schlucken als selber die Lage nüchtern zu analysieren. An diesem Prinzip hat sich bis heute nichts geändert. Man lasse sich nicht täuschen, die Lokale sind gut gefüllt in unseren Städten. Direkt unter meiner Wohnung befindet sich ein türkisches Lokal, das im Sommer seine Speisen auch draußen serviert. Man bekommt fast nie einen freien Platz dort. Gelegentlich sitze ich auch dort, denn das Essen ist wirklich vorzüglich. Bis zum Kriegsende haben in Deutschland nur die KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter gehungert, für Bevölkerung war gesorgt, zwar nicht im Übermaß, aber doch ausreichend. Der Hunger und die Not kam erst mit dem Kriegsende, aber dann umso erbarmungsloser. Der Kölner Kardinal Joseph Frings gab in seiner berühmt gewordenen Silvesterpredigt von 1945 den kirchlichen Segen zum Kohlenklauen als Alternative zum Erfrieren.

Auch heute befinden wir uns in einem Krieg, einem Krieg gegen Deflation und Arbeitslosigkeit. Monat zu Monat rückt die feindliche Front näher auf uns zu. Monat für Monat wirft der Feind seine Bombenlasten in Form von Firmenpleiten und Entlassungen ab. In der zweiten Jahreshälfte 2007 wird er über die Landesgrenzen stoßen. Niemand spricht hier und heute vom Staatsbankrott, am allerwenigsten die Politiker, die bereits schöne Wahlgeschenke anbieten. Der Kanzler verspricht höhere Löhne und die FDP kostenlose Kindergärten. Dagegen waren die Lügen von Joseph Goebbels wenigstens noch intelligenter formuliert. Was aber passiert, wenn die Renten und das Arbeitslosengeld nur noch zu Hälfte ausgezahlt werden kann und sich gleichzeitig die Arbeitslosenzahl verdoppelt? Dann ist für die Meisten Feierabend. Rien ne va plus, nichts geht mehr! Jedenfalls auf legalem Wege. Und wenn die elementare Bedürfnisbefriedung der Ernährung nicht mehr zu bezahlen ist, werden sich die Menschen die Nahrungsmittel mit Gewalt sorgen: zu deutsch über Plünderungen. Das ist nicht vorstellbar? Im Moment noch nicht, aber genau dann, wenn der Mangelzustand da ist. Und davon sind wir noch einige Zeit entfernt. Und weil er noch nicht in der Sichtbarkeit ist, wird dieser Zustand als unvorstellbar abgetan. Daraus zu schließen messerscharf, daß nicht sein kann, was nicht sein darf! Die Politiker werden es uns nicht sagen, denn die wollen ja wiedergewählt werden, deshalb verteilen sie im Moment auch ihre sattsam bekannten Wahlbonbons. Wenn es losgeht – und es wird losgehen – dann fängt es in jenen blühenden Landschaften an, die bereits heute zum deutschen Mezzo Giorno geworden sind. Die Aufrufung des Notstandes zur Wiederherstellung der inneren Ordnung wird dann unumgänglich sein. Die Bundeswehr wird dabei Polizei und Grenzschutz lediglich in Form von Objektschutz (Reichstag, Landesparlamente, Industrieanlagen) zu unterstützen haben.  
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Corypheana:

Deflation wird zunehmend in breiten Medien erwähnt

 
13.07.05 11:26
    www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,364914,00.html

"In Deutschland wiederum sei es wahrscheinlich nur "eine Frage der Zeit" bis das Land in eine Deflation rutsche, weil der Realzins als Folge der Währungsunion hier unangemessen hoch liege. Zugleich sei das deutsche Wachstum hinter seinem Potential zurückgeblieben."

Die Massen erkennen als letzte was Sache ist, wenn es zu spät zum handeln ist.


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Corypheana:

Der unaufhaltsame Niedergang des Westens

 
12.08.05 12:32
    www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20628/1.html
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bammie:

ein hervorragender Artikel ,

 
12.08.05 14:18
Zusammengefasst, dieser Absatz:

"Für die USA fiel die Antwort auf der Konferenz eindeutig aus: Solange keine Änderung der abenteuerlichen Finanz- und Wirtschaftpolitik der USA in Sicht ist, verstärken die USA (unfreiwillig) den eigenen Niedergang und spielen dem chinesischen Machtgewinn in die Hände."



Die Sackgasse wird immer enger. Wer sich nicht umdreht und in die andere Richtung geht, wird unweigerlich zerdrückt werden.

Ansonsten, wenn das so weitergeht, werden wir in eine Weltwirtschaftskrise fallen. Der Gewinner der Kontinente ist Asien, gefolgt von Europa. Amerika wird es am härtesten treffen. Dabei beziehe ich das politische Geschehen mit ein.


greetz







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Corypheana:

Deflation wegen deutscher Lohnpolitik

 
19.08.05 10:09
    de.today.reuters.com/news/...LAND-LOHNPOLITIK-IMK-20050817.xml
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Corypheana:

Ein Kontinent, zwei Welten

 
19.08.05 10:10
    www.zeit.de/2005/34/Europa
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Corypheana:

OECD warnt vor Deflation in Europa

 
12.09.05 10:13
Vor einer gefährlichen Abwärtsspirale vieler Preise im Euro-Raum hat trotz der hohen Ölkurse die OECD gewarnt. Der Energieschock droht Firmen unter Preissenkungsdruck zu setzen.

    www.ftd.de/pw/eu/21244.html
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Corypheana:

Arbeitsolsenzahl Juli '05 bei ca. 8,6 Millionen

 
12.09.05 10:15
Offiziell als arbeitslos gemeldet 4.233.000
Offizielle Erwerbslosenquote 10,2%
Arbeitslose in Maßnahmen der BA 868.000
Arbeitslose in Maßnahmen der Kommunen 390.000
Arbeitslose im Vorruhestand 1.077.000
Kurzarbeiter 75.000
Stille Reserve 2.000.000
Wahre Arbeitslosigkeit 8.643.000
Tatsächliche Arbeitslosenquote 18,8%
Stand Juli 2005

    www.bwl-bote.de/20040711.htm
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Corypheana:

Deutschland Bankrott

 
12.09.05 10:34
Jetzt steht Finanzminister Eichel vor dem Dilemma, dass er nichts mehr zu verkaufen hat. Er hat das Vermögen der Bundesrepublik an die Globalisten verschleudert. Jetzt können keine Finanzlöcher mehr mit dem Ausverkauf des Vermögens der Firma Deutschland gestopft werden.

Die vorgezogenen Neuwahlen durch Schröder sollen auch dazu dienen, dass eine "Regierung Schröder" diesen Bankrott dem deutschen Volk nicht erklären muß. Selbst wenn Schröder die Wahl verlieren würde, könnte er in einer großen Koalition mit der CDU weiterregieren und aus dieser Situationsplattform dem Volk die ungeheuerlichen Folgen besser aufs Auge drücken.

Die Politelite unseres Landes hat sich selber "matt gesetzt". Die Globalisierungsprozesse und der Kurs in der Aussenpolitik (das militärische Engagement in aller Welt) stellen unsere Republik vor unlösbaren finanziellen Problemen. Diese sind nicht unter dem Druck der heute gültigen Regularien zu lösen.

Die Globalisierungsprozesse sind die allerersten Vernichter von sozialen Systemen und der Arbeitsplätze sowie eines gesunden Mittelstandes.

Wenn kein Umdenken auf weltweiter Basis stattfindet, dann wird es zu sozialen "Umbrüchen" kommen, die unsere Fantasie völlig übersteigen werden. Der Ausverkauf, das heißt der Verkauf unseres Staates einschließlich seiner Bürger an das Globalkapital hat begonnen!
D. Krogmann
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Corypheana:

Gutachten zur Haushaltslage

 
12.09.05 10:35
    www2.onnachrichten.t-online.de/dyn/c/53/78/61/5378614.html
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Kritiker:

Die heutigen "modernen" Politiker

 
12.09.05 14:40
sehen ihre Aufgabe nicht mehr darin, ein Volk zu führen, sondern ihre Unfähigkeit zu verdecken und zu verdrängen.
Kübelböck an allen Fronten!!

Das Volk (die Völker?) liebt die Show! Show ist jedoch Blendung zum Zweck des Vergnügens. Dies erklärt auch die lächelnden Auftritte der Joschka's und Gerd's.
Sie stehen nur auf einer anderen Bühne, unterscheiden sich jedoch nicht von Palewka's, Didsche's oder sind von Sinnen.

Und dann richtet sich die Hoffnung auf eine Ossi-Tante, die ohne Umweg über den Tante-Emma-Laden oder Führung eines Stadt-Parlaments oder gar eines Landes gleich ins Kanzleramt will, um 84 Millionen zu zeigen, wo es lang geht.
Da könnte ja noch besser die Christiansen zur Wahl stehen.

Ein Volk bekommt die Regierung, die es verdient, doch meist kann es sich diese nicht leisten!

Deshalb hat Dld nur eine Chance, wenn es aufgeteilt wird, zurück in die Länder; dann jeder gurken, wie er will. - Kritiker.
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Corypheana:

Globalisierung

 
23.09.05 09:47
GLOBALISIERUNG

Globalisierung bedeutet die weltumspannende Ausdehnung kapitalistischer Wirtschaft, die auf Wettbewerb und Profitmaximierung gründet, und die Ausdehnung der Macht grosser Konzerne über staatliche Strukturen hinweg. Staatliche Strukturen und deren Regelungen werden entmächtigt zugunsten internationaler Regelungen wie zB. derjenigen der WTO. Staaten und Regionen werden über Standortwettbewerb erpresst, Regulierungen vorzunehmen, die den Unternehmen möglichst grossen Profit verschaffen. Dies hat die direkte Ausbeutung der sozialen, ökonomischen und ökologischen Lebensqualität der BewohnerInnen der jeweilige Region zur Folge: schlanker Staat (Abbau der Einkommens- und Erbschaftssteuer zugunsten der Mehrwertsteuer und Verkauf staatlicher Unternehmen, Verarmung des Staates, was den Abbau der Leistungen im Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitsbereich zur Folgehat). Standortwettbewerb bedeutet Lohndumping im internationalen Konkurrenzkampf, aber auch den gigantischen Ausbau von Flughäfen, von Bahnhöfen (Eurogate) und von Autobahnen.

Globalisierung bedeutet nicht die Vernetzung der ganzen Welt auf gleicher Ebene, sondern Neokolonialismus: vernetzte Machtzentren mit ihren Hinterhöfe wie zB. USA mit Zentralamerika, die EU mit Süd-Osteuropa. Neoliberale Globalisierung ist der Versuch des Kapitals aus den Ländern des Nordens, der multinationalen Konzerne und ihrer Lobbys, aus der Akkumulationskrise der 60er und 70er Jahre (soziale Kämpfe, staatliche Regulierungen, Marktsättigung etc.) herauszukommen durch die Erschliessung neuer Märkte, durch Deregulierung und Privatisierung, neokoloniale Abhängigkeitsstrukturen, internationale Arbeitsteilung und geschickt regulierte Migration, um damit die Profitraten wieder nach oben zu korrigieren.

Globalisierung bedeutet ein weltumspannendes Netz sog. Global Cities. 95% der weltweit wichtigsten transnationale Konzerne haben ihren Sitz in den Ländern der OECD, hierhin fliessen die Gewinne zurück. Von den Headquartern dieser Unternehmen, Banken, Versicherungen und internationalen Organisationen aus, die sich in einigen wenigen 'Global Cities' konzentrieren, wird die weltweite Produktion von Waren und Dienstleistungen gesteuert, hier geschieht die Kontrolle der internationalen Finanzkreisläufe. Diese empfindlichen und hochqualifizierten Bereiche der Weltwirtschaft sind auf eine spezifische städtische Infrastruktur angewiesen. Urbane Lebensqualität zur Reproduktion der Eliten und ein komplexes Netz von Dienstleistungen werden zu einer wichtigen Kapitalanlage im globalen Wettbewerb um Wachstumspotentiale. BewohnerInnen und

Struktur der Städte werden dem Diktat des Standortvorteils unterworfen: auf der einen Seite die Global Players und die lokale Prominenz, in sicherheitsmässig immer abgeschotteteren Vierteln (Zitadellen, Gated Communities, gentrifizierte Innenstädte, Zero Tolerance) wohnend, auf der anderen Seite die "Ghettos" derjenigen, die das Funktionieren der Global Cities durch immer flexibilisiertere, präkarisiertere Arbeitsverhältnisse gewährleisten: die Angestellten in den Büros, die KulturarbeiterInnen für das geeignete Reproduktionsumfeld und die MigrantInnen in Restaurants, Strassenreinigung, Haushalt und Prostitution.

Globalisierung funktioniert nicht nur aufgrund einer wettbewerbs- und gewinnorientierten Oekonomie, sondern auch auf den ihr einwohnenden heterosexistischen und rassistischen Strukturen. Sie baut auf diesen Strukturen auf, benutzt diese und strukturiert sie gemäss der Gesetzlichkeit der Globalisierung.

Globalisierung produziert Migration im weltweitem Massstab und benutzt Rassismus, indem er Menschen entlang ihrer Hautfarbe und ihres Herkunftsortes hierarchisiert und als Sündenböcke gebraucht. MigrantInnen werden im Produktions- und Reproduktionsbereich ausgebeutet, nach Bedarf verschoben, abgeschoben oder interniert. Die globale Migration ist die Kehrseite der Globalisierung, denn sie ist eng mit den transnationalen Firmen verknüpft. Für ehemalige Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, die ihr Land an die Agrokonzerne verloren und dann in den exportorientierten Plantagen als - saisonale - LohnarbeiterInnen arbeiteten, ist der Schritt zur Arbeit in die, ebenfalls westlichen Konzernen gehörenden, Fabrikationsbetriebe und Maquilas nicht weit. Sich dann zu entscheiden, selbst in ein Industrieland zu migrieren, ist nur noch ein weiterer Schritt. Während aber für Waren- und Geldströme keine Grenzen mehr gelten sollen, gilt dasselbe nicht für den Personenverkehr. Dort gibt nationale Politik sich zwar immer noch den Anschein, als ob sie allein über die Migration bestimmen könnte, doch dies wird bereits in zwei Richtungen unterlaufen. Erstens über die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit, wie zB. die Abkommen der EU mit den Ländern Nordafrikas und Mittelosteuropas zur Schaffung eines Sicherheitskordons gegen Asylsuchende und über die laufende Anpassung der entsprechenden Gesetze an einen gemeinsamen, sich immer verschärfenden Standard. Die Schweiz, obwohl nicht Miglied der EU, passt sich dort, wo sie nicht bereits eine Vorreiterunrolle hat, diesen Standards an. Zweitens zeichnet sich eine 'Privatisierung' derjenigen Migrationsbereiche ab, die regulierbar und profitverheissend sind. Abgesichert durch supranationale Handelsabkommen wie zB. GATT; WTO-GATS, übt die Wirtschaft Druck auf den Staat aus, Sonderaufenthaltsregelungen für 'erwünschte' Migranten (in der Mehrzahl Männer) zu schaffen. Davon zeugen die Diskussionen um die sog. 'greencards' in Deutschland und in der Schweiz in letzter Zeit. Damit erfolgt eine Zweiteilung und entsprechende Selektion der MigrantInnen in erwünschte, hochausgebildete und hohen Profit abwerfende Spezialisten einerseits und alle anderen andererseits: legale und illegale FacharbeiterInnen und nichtqualifizierte BilligarbeiterInnen. Erstere werden inzwischen schon nicht mehr zu den MigrantInnen gezählt und für letztere - als 'Problembereich' definiert - ist dann der Staat mit Klassifizierungen, Selektion und Abschiebung zuständig. In den Stellungnahmen des Arbeitgeberverbandes und des Bundesrates zur 18% Initiative einerseits und der anstehenden weiteren Verschärfung der Aylgesetze andererseits drückt sich diese neue Situation aus. Neu ergibt sich auch ein internationales Imageproblem: allzu offensichtlicher Rassismus produziert Standortnachteil.

Globalisierung benutzt die bestehenden Geschlechterverhältnisse ohne den dahinterliegenden Geschlechterdualismus in Frage zu stellen: die meisten Gesellschaften ordnen eine gewisse Produktion von Dingen oder von Dienstleistungen den Männern, bzw. den Frauen zu. Was wem zugeordnet wird, kann sich von Gesellschaft zu Gesellschaft und je nach geschichtlicher Phase ändern. Frauen werden mittels ausgeübter oder angedrohter und mit struktureller Gewalt dazu gebracht, diese Zuordnungen zu akzeptieren. Die herrschende Oekonomie baut auf dieser Dualisierung auf und reproduziert sie gemäss neoliberaler Verwertungslogik. Globalisierung greift direkt in bestehende soziale Strukturen von Frauen (zB. Familie, Beziehungen, etc) ein. Sie ermöglicht einigen aus der patriarchalen Familie zu entkommen und ökonomisch unabhängig zu werden, setzt sie dafür der flexibilisierten und schlecht bezahlten Arbeit, Doppelbelastung durch Familien- und Erwerbsarbeit und der Sexualisierung ihres Körpers am Arbeitsplatz aus oder zwingt sie zusätzlich zur Migration. Sie ermöglicht "weissen" Frauen, Karriere zu machen in einer widersprüchlichen Firmenwelt, solange sie keine Kinder haben oder aber andere Frauen für die Reproduktionsarbeit anstellen. Sie verurteilt ungezählte Frauen und ihre Kinder zu Armut, Hunger und prekärem Ueberleben.

Globalisierung ist ein Angriff "von oben". Zu diesem "oben" gehören die Global Players, die sich anlässlich des WEF in Davos treffen. Selber Mächtige repräsentieren sie als Konzernvorsteher zugleich die Macht der Eigentümer, der shareholders, des Kapitals und als Staatschefs die Macht über die gesetzliche Reglementierung der Strukturanpassungen und die Macht über den Repressionsapparat der Armee und der Polizei. .Der Kampf "von oben" funktioniert darüber, dass breite Bevölkerungskreise in den Ländern des Nordens und die 'Elite' in denjenigen des Südens, alle tendenziell eher männlich, über partielle Teilnahme und Privilegien in diese Machtverhältnisse verstrickt und involviert sind. Sie profitieren bezüglich ihres Lebensstandards und sie haben Macht über andere: unter ihnen Arbeitende, MigrantInnen, Frauen. Unfreiwillig und ungefragt nehmen die meisten Menschen in der Schweiz zB. über ihre Pensionskassenbeiträge an dieser Profitmaximierung teil.

Globalisierung ist der gleichzeitig soziale, ideologische und ökonomische Angriff "von Oben" auf Strukturen und Errungenschaften aus einem jahrhundertelangen Kampf gegen Kapitalismus, gegen Abschöpfung von Mehrwert und Akkumulation von Kapital, gegen Kolonialismus, Imperialismus und Nationalismus und gegen patriarchale Geschlechterverhältnisse. Globalisierung zerstört übriggebliebene oder erkämpfte soziale und ökonomische Strukturen, die allen Menschen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen könnten.

Globalisierung verkörpert sich in den Beschlüssen und Regelwerken von supranationalen Institutionen und Gremien wie zB. WTO, IWF, Weltbank, G8, aber ebenfalls in informellen "Austauschtreffen", wie zB. dem WEF in Davos.

Anti-WTO-Gruppe Zürich
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Corypheana:

Neoliberalismus

 
23.09.05 09:49
NEOLIBERALISMUS

Neoliberalismus ist die Ideologie des globalisierten Kapitalismus. Danach regulieren weltweite freie Märkte, freies Unternehmertum, Angebot und Nachfrage, keine staatlichen, sozialen oder anderen Grenzen, alles zur Zufriedenheit aller. Das Menschenbild dieser Ideologie entspricht demjenigen des westlichen weissen Mannes. Auf sich selbst gestellte, bindungslose Individuen erobern Märkte, Frauen, Natur und Weltraum. Sie wetteifern untereinander, wobei der bessere sich gegenüber seinen Rivalen und Konkurrenten durchsetzen wird. Sie definieren sich als die Unabhängigen. Die Verleugnung ihrer Abhängigkeit von anderen ist ein Grund für deren Hierarchisierung und Unterordnung entlang den sich überschneidenden Linien von Mann/Frau, Weisse/Nicht-Weisse, Reich/Arm, Behindert/Nichtbehindert. Soziale Verantwortung wird individualisiert und privatisert nach dem Prinzip der wohltätigen Spenden (reicher Männer) und der 'ehrenamtlichen' Freiwilligenarbeit für die Gemeinschaft (von vorwiegend Frauen).

Die Ideologie des Neoliberalismus führt zu umwälzenden Veränderungen des sozialen Gefüges und zum Abbau von Solidarität sowohl was den gemeinsamen Widerstand betrifft, als auch gegenüber denjenigen, die den Anforderungen dieser Wettbewerbsökonomie nicht genügend entsprechen können (zB. Frauen mit Kindern, alte Menschen, MigrantInnen, Menschen im Süden, Behinderte, schlecht Ausgebildete). In der Regel verfügen gewachsene Gemeinschaften über Formen der Integration der Schächeren. Auch wenn dies weder gewaltfreie Strukturen sind (Familie) und oft solche repressiver Toleranz, regulieren sie doch die ökonomische Existenz der Schwächeren, dh. diese werden eben gerade nicht als "unnötige Geldverschwendung" betrachtet, sondern haben ihren Platz im sozialen Gefüge. Die Verwertungslogik des Neoliberalismus ist diesen Strukturen gegenüber gleichgültig. Wer nicht brauchbar ist, braucht nichts zu Essen.

Die Ideologie des Neoliberalismus täuscht vor, dass Oekonomie neoliberaler Prägung (freier Markt, etc.) quasi naturgegeben alle anderen Strukturen bestimme und diese Art von Oekonomie ebenso naturgegeben die einzig mögliche sei. Es hat eine Oekonomisierung des Denkens stattgefunden. Jede Handlung, zB. Flexibilisierung der Arbeit, Dumping-Löhne oder Abbau der direkten Steuern, wird ökonomisch begründet ('Sparen', Standortvorteil). Diese Logik wird akzeptiert, weil sie schon voll internalisiert worden ist und jede andere Logik der Zensurschere zum Opfer gefallen ist. Wer sie in Frage stellt, wird als AnhängerIn vergangener und gescheiterter Utopien lächerlich gemacht, gesellschaftlich geächtet und verfolgt.

Was die Ideologie des Neoliberalismus bewirkt hat, ist ein Bruch im historischen Bewusstsein. Die Niederlage der Linken wird nicht analysiert, sondern die verschiedenen Kämpfe für Gerechtigkeit, seien es Klassenkämpfe, feministische Kämpfe, Befreiungskämpfe, werden als Gesamtes auf den Müllhaufen geworfen. Es scheint keine Geschichte mehr zu geben, an der Kritik und Widerstand anknüpfen könnte, sondern nur noch das Regime des "freien Marktes und seiner Gesetze".

Anti-WTO-Gruppe Zürich
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Corypheana:

Rentenlüge

 
24.09.05 11:27
Laut einer aktuellen Prognose wird die Masse der künftigen Rentner mit einer Einheitsrente auskommen müssen, die nach heutiger Kaufkraft zwischen 200 und 500 Euro liegen wird.

Bernd W. Klöckner: Die Rentenlüge – Entkommen Sie der Armutsfalle

Bernd W. Klöckner – Finanzinsider, Bestsellerautor und einer der gefragtesten Trainer im deutschsprachigen Raum – zeigt in seinem neuesten Werk anhand erschreckender aber konkreter Fakten und Informationen auf, wie katastrophal die Auswirkung für Millionen von Rentner sein wird.

    www.news-ticker.org/pm.php?news_id=475294&aktion=nf
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Corypheana:

Anleihenrendite

 
24.09.05 11:32
    www.faz.net/s/...2EA7E3590E1AEB00EB~ATpl~Ecommon~Scontent.html
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Corypheana:

Rating-Warnschuß gen Deutschland

 
24.09.05 11:34
    www.handelsblatt.de/pshb/fn/relhbi/sfn/...gen_Deutschland_ab.h
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Corypheana:

Deutsche Vermögen im Ausland

 
24.09.05 11:35
    de.today.reuters.com/News/...ND-AUSLANDSVERMOEGEN-20050923.xml
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Corypheana:

Deutsches Selbst(un)bewußtsein

 
24.09.05 11:43
Deutschland ist nicht nur Weltmeister im Export, sondern auch im Abbau von Arbeitsplätzen und Vernichtung von Mittelstandsfirmen und Kleinbetrieben.

Im gleichen Zuge streichen Globalunternehmen, ob nun tatsächlich ein produzierendes Unternehmen oder ein Unternehmen aus der Ecke der Vollschmarotzer, die davon leben Wirtschaftssysteme systematisch finanziell auszubeuten, riesige Gewinne ein.

Unser Staat unterstützt Käufe und Verkäufe von deutschen Großfirmen durch Investoren aus dem Dunstkreis des Globalkapitals mit riesigen Steuergeschenken.

Da werden nun deutsche Großunternehmen gekauft und wieder verkauft wie auf einem türkischen Basar.

Gesunde deutsche Unternehmen werden von „Investoren“ über die Schiene der „feindlichen Übernahme“ an die Wand gefahren, dann wird das „Know How“ der Firmen ausgesiebt und die finanziellen Reserven ausgebeutet. Anschließend wird der ganze Laden dann weiterverkauft.

Den deutschen Arbeitnehmern erzählt man während dieser Abläufe, er müsse noch mehr Verzicht üben, um seinen Arbeitsplatz zu erhalten.  

Dieser ganze Mist wird erst dadurch interessant für die Globalgeier, dass von staatlicher Seite diese Vorgänge unter dem miesen Komödiantentheater „Globalisierung der deutschen Wirtschaft“ gesetzliche Normen geschaffen wurden, die es den Globalspekulanten ermöglichen, Großunternehmen zu kaufen und finanziell auszuschlachten.

Der Grundstein für dieses miese Geschäft wurde bereits zu Regierungszeiten von Kanzler Kohl gelegt.  

Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, jetzt auch noch das Wahldebakel!

Schadenfreudige und spöttische Stimmen aus dem Ausland!

Da tönen auch schon klugscheißerische Worte aus den USA herüber:

„Die DEUTSCHEN wüssten nicht was sie wollten!“


Dies stünde im Gegensatz zum US-Bürger. Ein US-Bürger wisse immer was er wolle.

(Frankfurter Rundschau v. 23. September 05, Feuilleton, Seite 15)



Dabei fällt mir eine Meldung aus der Weltpresse ein, die ich Anfang September 05 las:

„Die Zahl der Armen in Amerika ist 2004 um 1,1 Millionen auf 37 Millionen gewachsen - zum vierten Mal in Folge. Während die offizielle Statistik unter Präsident Bill Clinton deutlich zurückgegangen war, ist sie unter George W. Bush um 12 Prozent gestiegen.“


Und heute am 23. September nun die Meldung aus der Presse:

Es soll eine groß angelegte Medienaktion stattfinden unter dem Motto

                                           „Du bist Deutschland!“

Beginn dieser geistigen Verblödungsaktion der 26. September 2005!

Hierfür seien 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden. Diese Aktion soll das Selbstbewusstsein in Hinblick auf Eigeninitiative und Eigenverantwortung des deutschen Bürgers stärken.

Irgendwie ahnt ja der kluge Bürger, dass dies der letzte Strohhalm der Polit- und Globalelite sein könnte, als Mittel zur Ablenkung des ausgeraubten Bundesbürgers und der Versuch ein Bewusstsein des „Hinnehmens“ der Raubzüge des Globalkapitals im Kopfe des deutschen Michels zu zementieren.  

Unser Staat ist durch die Globalisierungseffekte derart pleite, dass er zukünftig seiner ureigensten Verpflichtung, nämlich soziale Mindeststandards dem Bürger zu garantieren, nicht mehr einlösen kann.  

Im Klartext, unser Staatswesen erhält sich um seiner selbst willen und nicht als „Diener seines Volkes.“  

Der klare Beweis hierfür ist die Kommerzialisierung von „staatstragenden“ Aufgaben wie die Privatisierung von Schulen, Universitäten, der Rentenkasse, der Krankenkassen, der Verkauf von Staatsvermögen und staatlichen Monopolen an die Globalkapitalisten.

Finanzminister Eichel hat, um das finanzielle Fiasko der Bundesrepublik zu vertuschen, das gesamte verkäufliche Bundesvermögen verschleudert. Die Länder, die Städte und Gemeinden sind zur Zeit dabei, die letzten interessanten Immobilien ebenfalls an die Globalgeier zu verhökern, um dann als Langzeit verpflichtete Mieter in diesen Immobilien weiter dahin zu vegetieren. Irgendwann werden sie dann auch die Miete nicht mehr zahlen können.  

Um all dies hinnehmen zu können, dazu bedarf es wahrlich einer riesigen Aktion, um das BEWUSSTSEIN des deutschen Bürgers zu stärken.  

Aber ob der Bürger das alles glaubt, was man ihm einreden möchte, dass bleibt vorerst einmal dahingestellt.  

Auf jeden Fall ist diese Aktion als ein Signal der Polit- und Globalelite an die Bürger aufzufassen, das, auf eine einfache Formel reduziert, bedeutet:

In Zukunft hat jeder Bürger seinen „Scheiß“ eigenverantwortlich zu regeln und auch zu zahlen, die Steuern gehen direkt in die Kassen der Globalgläubiger.  

In Zukunft dürfte es nicht mehr unrealistisch sein, wenn Eltern die Schulen in Eigeninitiative unterhalten müssen, damit ihre Kinder eine Mindestbildung vermittelt bekommen. Anschließend werden diese Kinder an Universitäten studieren müssen, die von Globalunternehmen unterhalten werden. Einseitig ausgerichtete geistige Orientierung dürfte damit garantiert sein.  

Genanalysen schon kurz nach der Geburt, ermöglichen es den Globalunternehmen zu beurteilen, wie wertvoll dieser oder jener Mensch für die eigenen Profitinteressen ist. Privatisierte Krankenkassen können nun mit 100%iger Sicherheit aufgrund dieser Daten „risikobehaftete Versicherungsnehmer“ aussondern!

Eine schreckliche Vision!

Dafür muss man die Bürger psychologisch berieseln!  

                                  „Du bist Deutschland“!

Ja, irgendwie klingt das schon gut. Nach dem


                                       „Wir sind Papst“


schon durch die Propagandamedien gepresst wurde, klingt „Du bist Deutschland“ kolossal aufbauend!

Ich bin Deutschland und wir sind Papst!

Da fehlt nur noch ein HALELUJA!

D. Krogmann
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Corypheana:

Kampagne - wir in Deutschland

 
25.09.05 12:05
23. September 2005 Soviel Deutschland war selten. Ruck-Altbundespräsident Roman Herzog betreibt einen „Konvent für Deutschland”.


Industrie und Bundesregierung haben einen „Fanclub Deutschland 06” gegründet, der das Image des Landes zur Fußballweltmeisterschaft aufpolieren soll. Und jetzt, eine Woche nach der Bundestagswahl, startete die Medienbranche in nie dagewesener Eintracht eine Gute-Laune-Kampagne: „Du bist Deutschland”.

Der Anspruch, mit dem die Organisatoren daherkommen, ist nicht gerade bescheiden: Sie wollen gegen Nörgler, Schlechtredner und Selbstzweifler angehen. Nicht mehr lange soll jeder zweite Deutsche bekunden müssen, er habe Angst vor der Zukunft. „Wir wollen einen Aufbruch in Deutschland erreichen”, sagt der Leiter der Kampagne, Bernd Bauer.

Natürlich weiß auch Bauer, bis vor kurzem Chef der Unternehmenskommunikation bei Bertelsmann, um das Schicksal der meisten von vielleicht einem Dutzend Reformbewegungen, die rechtschaffene Bürger und besorgte Wirtschaftskapitäne aufgelegt haben. Alle mit dem Ziel, das Land nach vorn zu bringen.

„Du” ist die emotionalere Ansprache

Ob „Wir für Deutschland”, die „Initiative für Deutschland”, der „Bürgerkonvent” oder der „Konvent für Deutschland”, die meisten Initiativen wirken - wenn überhaupt - im Verborgenen. Das gilt auch für internetgesteuerte Bewegungen wie „reformpolitik.jetzt.de” auf deren Homepage sich seit Dezember 2002 gerade einmal 2285 Besucher verirrt haben.

Folgenreicher wirken da schon Reform-Initiativen mit klarem Auftrag und sattem Budget. Die Initiative neue Soziale Marktwirtschaft etwa wird von den Metallarbeitgebern mit mehreren Millionen Euro im Jahr finanziert und fordert mit Anzeigenkampagnen und Studien mehr Marktwirtschaft ein. Oder die „Stiftung Marktwirtschaft”. Deren Auftrag ist Politikberatung auf Basis liberaler Grundsätze.

„Du bist Deutschland” wählt einen anderen Ansatz. „Wir müssen jeden einzelnen erreichen”, sagt Bauer. Deshalb ist die Kampagne emotional, deshalb spricht sie den Konsumenten direkt mit einem provokanten „Du” an, deshalb wird sie in den kommenden drei Monaten wie eine Flut über das Land hereinbrechen.

Flächendeckend werden die Fernsehsender, private wie öffentlich-rechtliche, von Montag abend an die Spots ausstrahlen, in denen Stars wie Franz Beckenbauer und der farbige Fußballer Gerald Asamoah, die Eisprinzessin Katarina Witt, Fernsehstars wie Günter Jauch und Intellektuelle wie Marcel Reich-Ranicki ihr Bekenntnis zu Deutschland ablegen.

Initiatoren hoffen, daß viele Bürger aktiv werden

Damit es dabei an Nachdenklichkeit nicht fehlt, kommen auch die flugblattwerfenden Geschwister Scholl (vor durchgestrichenen SS-Symbolen) in der Münchener Universität ins Bild, ein Behinderter zeigt im Stelenfeld des Berliner Holocaustmahnmals, daß auch er „Deutschland” ist.

Fortgeführt wird die Kampagne in Kinos und auf den Anzeigenseiten von Zeitungen und Zeitschriften. 14 Verlagshäuser, auch die F.A.Z., und alle Fernsehsender machen mit bei dieser nicht nur größten Werbekampagne des Jahres sondern angeblich auch größten Sozialkampagne der deutschen Geschichte.

Auf mehr als 33 Millionen Euro berechnet sich das Brutto-Werbevolumen der von Sendern und Verlagen kostenfrei zur Verfügung gestellten Werbeplätze. Die Stars und Sternchen haben für ihre Auftritte kein Honorar genommen, die Agenturen, die die Konzepte entworfen haben und die Kampagne begleiten, arbeiten unentgeltlich. Die Initiatoren hoffen, daß so viele Bürger aktiv werden. „Tu was”, wollen sie ihnen zurufen: „Mach was, Du kannst das”.

„Wir starten, egal wer gewinnt”

Geboren wurde die Idee im Oktober 2004, im Rahmen der von Kanzler Gerhard Schröder angeregten Initiative „Partner für Innovation”. Schröder hätten Idee und Konzept gefallen. Seiner Konkurrentin Angela Merkel auch, beeilt sich Bertelsmann-Vorstand Bernd Kundrun festzustellen und versichert, die Kampagne sei überparteilich und allein von der Wirtschaft finanziert.

Eigentlich hatte sie bereits im Juni starten sollen. Doch dann sei der Wahlkampf dazwischen gekommen, weshalb sie verschoben worden sei. Zwar sei die Lage nach der Wahl auch nicht klarer, doch spreche nun nichts gegen den Start am Montag, sagt Kundrun: „Wir starten, egal wer gewinnt.”


Text: ami., F.A.Z., 24.09.2005
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Corypheana:

Keine Meinung zuder Kampagne "FC Deutschland 06?"

 
28.09.05 10:44
Meine Meinung

Diese Kampagne ist lediglich ein weiteres Kapitel der laufenden Operation Mindcrime, an Peinlichkeit nicht mehr überbietbar, eindrucksvoll die Lage wiederspiegelnd.
Ich frage mich wie Lobbyisten, Funktionäre und Großverdiener wie Günter Jauch, Franz Beckenbauer, Kati Witt... also Personen die kaum mehr ihre Finger krümmen müssen um monatliche Gehälter zu beziehen mit denen eine durchschnittliche Hartz IV-Familie ein ganzes Leben bestreiten soll, auch nur einen Funken von Glaubwürdigkeit beim deutschen Volk gewinnen können. Und dies alles inmitten einer inszenierten "neoliberalen" deflationären Wirtschaftskrise, in deren Folge das allgemeine Lohnniveau unaufhaltsam sinkt, während die Gehälter dieser Personen weiter in astronomische Höhen steigen.
Ausgerechnet solche Personen, Initiatoren hirnlämenden Schwachsinns, sollen nun dem deutschen Volk infame Lügen eintrichtern, wie "Du bist Deutschland".
Das deutsche Volk ist schon lange nicht mehr Deutschland - Deutschland ist nur noch ein erbärmlicher Haufen verlogener, korrupter, betrügerischer Lobbyisten und Funktionäre aus Politik und Wirtschaft die sich einen feuchten Scheißdreck um das Wohl der Massen kümmern.
Oder Phrasendreschereien wie "Unsere Zeit schmeckt nicht nach Zuckerwatte - das will auch niemand behaupten" und "Dein Wille ist wie Feuer unterm Hintern."
Wir alle sollten längst begriffen haben, daß man mit "Feuer unterm Hintern" allein in diesem Land nichts, aber auch rein gar nichts mehr erreichen kann.

Es bleibt zu hoffen, daß die Kampagne nach hinten losgeht und genau das Gegenteil vom dem erreicht, was sie erreichen soll - ein schlichtes Augenöffnen und ein fünkchen Bewußtseinerweiterung der Massen würde es schon tun. Ich vermute allerdings eher, daß uns die Medienmaschinerie in einigen Monaten die großartigen Erfolge dieser Kapmagne präsentieren wird, während der rip off unvermindert fortschreitet, die Arbeitslosenzahlen unaufhaltsam weiter steigen, die Löhne und Gehälter weiter sinken, Sozialleistungen weiter gekürzt werden... und das Land im Dreck eben dieser Initiatoren versinkt, bis es gänzlich verraten und verkauft ist.

Marlon Brando sagte einst: "Ich bin Schauspieler, weil es keinen anderen Beruf gibt, mit dem man mit viel Unehrlichkeit und wenig Arbeit soviel Geld verdienen kann."  
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Corypheana:

EZB: Geldmenge M3 legt deutlich zu

 
28.09.05 11:07
Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlichte für August 2005 ein kräftigeres Geldmengenwachstum in der Eurozone.
Demnach erhöhte sich die Geldmenge M3 im Vorjahresvergleich um 8,1 Prozent, nach 7,9 Prozent im Juli und 5,6 Prozent im August 2004. Der Wert wird bereinigt um Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren, die von Investoren außerhalb der Eurozone gehalten werden, ermittelt. Volkswirte hatten mit einer Wachstumsrate von 8,1 Prozent gerechnet.

Im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt (Juni bis August) kletterte die Geldmenge um 7,9 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode, nach einem Plus von 7,6 Prozent in den drei Monaten per Juli. Dieser Wert ist weniger schwankungsintensiv und damit aussagekräftiger. Der Referenzwert der Notenbank hierfür liegt bei 4,5 Prozent.

Ein starkes Geldmengenwachstum erhöht im Allgemeinen die Inflationsgefahr, was für die EZB üblicherweise ein Grund wäre, eine Zinserhöhung vorzunehmen. Da mit dem Geld infolge der Konjunkturschwäche derzeit jedoch keine Waren oder Dienstleistungen nachgefragt wurden, droht aktuell keine Inflation. Die EZB definiert die Geldmenge M3 als Summe aus umlaufendem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, Einlagen und Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren, Repogeschäfte, Geldmarktpapiere und Spareinlagen mit bis zu dreimonatiger Kündigungsfrist.
   
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Corypheana:

Gefühlte Inflation

 
28.09.05 11:08
Gefühlte Inflation übersteigt tatsächliche Teuerung um Vielfaches

Braunschweig (AP) Die von den Verbrauchern in Deutschland subjektiv empfundene Teuerung liegt deutlich über der von den Statistikern offiziell verkündeten Inflationsrate. Mit einem Niveau von rund 7,4 Prozent liegt die «wahrgenommene Inflation» fast vier Mal so hoch wie der tatsächliche Monatsdurchschnitt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Braunschweig mitteilte.

Grund für den deutlichen Unterschied zwischen gefühlter und tatsächlicher Teuerung sind den Angeben zufolge überdurchschnittlich deutliche Preiserhöhungen bei häufig gekauften Gütern. Darüber hinaus spielten aber auch psychologische Faktoren eine wichtige Rolle: So orientierten sich viele Verbraucher den Experten zufolge noch immer am mittleren alten D-Mark-Preis, zum anderen werden Preiserhöhungen deutlich höher bewertet als Preissenkungen.

Ein neues Phänomen ist die enorme Differenz zwischen tatsächlicher und gefühlter Inflation den Statistikern zufolge allerdings nicht: Schon zwischen Januar 2001 und Dezember 2002, das heißt ein Jahr vor bis ein Jahr nach der Einführung des Euro, lag die gefühlte monatliche Inflation mit rund 7 Prozent deutlich höher als die im amtlichen Verbraucherpreisindex ausgewiesene Rate.

Im August machte allerdings auch die tatsächliche Teuerung - hauptsächlich auf Grund der Explosion bei den Energiekosten - einen überraschend starken Sprung: Die Inflationsrate in Deutschland schnellte auf 2,5 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren hoch.

Der so genannte «Index der wahrgenommenen Inflation» (IWI), auf den sich die Statistiker berufen, wurde von der Universität im schweizerischen Fribourg entwickelt.


Antworten
Corypheana:

Die große Deflation

 
28.09.05 11:09
    www.feldpolitik.de/feldblog/item.php?i=297
Antworten
Corypheana:

Steigender Ölpreis - Inflation oder Deflation?

 
28.09.05 11:10
    www.finanzen.net/news/news_detail.asp?NewsNr=332228
Antworten
Corypheana:

Löhne werden weiter sinken

 
30.09.05 09:33
    www.bild.t-online.de/BTO/geldjob/aktuell/...oehne__sinken.html
Antworten
Corypheana:

Kassenbeträge werden gewaltig weiter steigen

 
30.09.05 09:35
    www.tagesspiegel.de/politik/...chiv/29.09.2005/2085959.asp#art
Antworten
bammie:

#78, "Zum Teil wird Lohnverzicht abgepreßt

 
30.09.05 11:51
um Rekordgewinne einzufahren"

Was sagt uns das ? Beispiel Amerika, wenig Lohn, dafür mehrere Jobs annehmen, um seinen Lebensstandard an der Stange zu halten. Entweder malochen bis zum umfallen und Krankheit als Preis für den Luxus in Kauf nhemen, oder man wird bescheidener und hat keine Schwierigkeiten, mit weniger auszukommen. Dafür lebt der Mensch gesünder und länger.

Weil der Mensch durchs viele malochen und der ganze Stress nun auch schneller krank wird, ist es auch nicht verwunderlich, das, siehe #79, die Kassenbeiträge steigen!

Dieser Konflikt, der noch schlimmer kommt, hatte ich schon vor paar Monaten, in einem anderen Thread, den ich nicht mehr finde, ausführlicher beschrieben.  


greetz bammie
Antworten
Corypheana:

Hurra Deutschland....

 
30.09.05 13:16
Merkwürdig, wie genau dieselben Medienfuzzis, die seit Jahren berichten, dass Deutschland „angesichts der Globalisierung“ am Abgrund steht; dieselben Millionäre, die gegen den „Versorgungsstaat“ und für mehr „Eigeninitiative“ eintreten, dieselben Agenturen und Konzerne, die uns permanent einreden, dass wir uns einen „Wohlfahrtsstaat“ einfach „nicht mehr leisten können“ – dass also jetzt exakt dasselbe Personal (und Kapital), dass sich bis dato im Schlechtreden des „Standorts Deutschland“, dem „Schlußlicht in Europa“, geübt hatte, uns nun mit der millionenschweren Kuschel-Kampagne „Du bist Deutschland!“ kommt. Und einem sülzigen, schwer erträglichen TV-Spot, den ich vor zwei Tagen zufällig sah und dauert wartete, dass der Witz kommt, oder zumindest „Ich bin doch nicht doof“. Aber nein…kein Mike Krüger nagelt sich ein Brett vor den Kopf - da kam nichts außer einem endlosen, pointenfreien „Du-bist-dufte-und Du schaffst es-und gemeinsam sind wir stark- und wir brauchen ein neues Wir-Gefühl- und Du bist Deutschland“-Schmu… Ja eigentlich nicht schlecht, so ein bißchen Mut machen, positiv denken, gute Laune verbreiten und Mannschaftsgefühl, teamspirit und weichgespülten Patriotismus – aber dank der Personalunion der Promis, die ansonsten Gummibärchen anpreisen oder Reformlügen predigen, auch paradox.

„Manchmal muß unsere Freiheit auch am Hindukusch verteidigt werden, dafür gibt es die Bundeswehr. Du bist Afghanistan. Du bewachst die Opiumfelder für die Warlords der CIA. Du bist ein Kämpfer gegen den Terror“.

Nein, soweit sind wir noch nicht, aber das kann ja noch kommen, wenn das Hellblau-Kuschelige ins Nato-Olivgrüne transformiert wird. Noch ist der Propaganda-Feldzug, mit einem Etat von 30 Mio. EU „größte Social Marketing Kampagne in der deutschen Mediengeschichte“ – so die Selbstauskunft der leitenden Kommunikationsagentur – dem allgemeinen „Fühl-dich-Gut!“ und „Tu-was!“ verschrieben; ein bißchen so, als müssten die Marketingprofis, vor lauter Schreck das Kind mit dem Bad ausgeschüttet zu haben, jetzt das neoliberale Buh-Wort „Sozial“ wieder ein bißchen rehabilitieren, und nun statt für Eigennutz und Wolfsnatur wieder für Kooperation und Gemeinsinn trommeln.

Mathias Bröckers


@bammie
genau das waren meine gedankengänge, beim einfügen der letzten zwei beiträge.  
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Corypheana:

Strompreise steigen

 
04.10.05 09:55
    www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,377621,00.html

    de.news.yahoo.com/050930/286/4pkt6.html


Eine weitere meiner Prognosen bestätigt sich damit - die Energiepreise steigen.    
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Corypheana:

Kurz zur Politik/den Wahlen

 
04.10.05 10:08
    www.welt.de/data/2005/10/04/784092.html

    hariosch.blogspot.com/2005/09/das-kapital-hakt-wahlen-ab.html


Auch hier kristallisiert sich meine Prognose heraus - die zukünftige Politik Deutschlands stand schon lange vor den Wahlen fest. Sie wird zunehmend von der internationalen Hochfinanz bestimmt (z.B. Bilderberger Treffen Mai 2005 in Deutschland). Deutschlands geplanter Zerfall ist nur noch eine Frage der Zeit.  
Antworten
Corypheana:

...mit EU-Beitritt der Türkei geht es schneller

2
04.10.05 10:28
    zeus.zeit.de/hb/929051.xml


Kurz zur Lage hier vor Ort
Die Geschäftsgegend in der ich einst groß geworden bin und die ich z.Z. vorrübergehend wieder bewohne ist inswischen zu 90% von Türken, Arabern, Russen... unterwandert und von Deutschen fast restlos "gesäubert". Alle Deutschen hier haben in den letzten Jahren ihre Läden dicht gemacht. An deren Stelle stehen nun Türkische e.V., Dönerbuden und andere ausländische Geschäfte, die ebensowenig von zahlender Kundschaft frequentiert werden wie ihre Vorgänger. Statt dessen werden hier die Gelder aus den Geschäften mit Drogen, Prostitution etc mit denen eifrig der deutsche Nachwuchs versorgt wird gewaschen. Einbrüche und Schutzgelderpressungen sind an der Tagesordnung. Die Ausländer hier sind besser organisiert, skrupellos und vor allem halten sie im Gegensatzt zu Deutschen zusammen. Der Begriff "Familie" hat bei ihnen noch Bedeutung.
Antworten
Corypheana:

Zerstörung durch Korruption

 
04.10.05 10:42
      www.constantin-v-antaris.de/cgi-bin/weblog.php.cgi?weblog=4


Die nachfolgende Seite kann ich jedem nur empfehlen. Wer die diesjährigen Bilderberger-Videos gesehen hat, weiß was abgeht.

      www.constantin-v-antaris.de/home/index.html
Antworten
Corypheana:

zur EU

 
05.10.05 11:27
Schwarzer Tag für Europa
    www.faz.net/s/...528FDB442BAD5D734D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Frankreich
    www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/488925.html
    focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=19934
Antworten
Corypheana:

Spiel mit Arbeitsplätzen

 
05.10.05 11:28
    www.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,2380739,00.html


Die Sozialschmarotzer sitzen nicht auf den Fluren der Arbeitsämter,
sondern in Steueroasen.
Asoziale Marktwirtschaft
    www.shortbooks.de/shortbooksde_v2/shop/misc/tiscali/news.html


Arbeitsamt streicht massiv
"Dem „Tagesspiegel“ zufolge steht auf der Sparliste unter anderem die Zusammenfassung der Aufwendungen für Ich-AGs und Überbrückungsgeld.
aber das ist nur der Anfang!
Die Nürnberger Behörde wolle so ihre Ausgaben um einen dreistelligen Millionenbetrag reduzieren, berichtet der „Tagesspiegel“ (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf ein internes Papier der BA. Darin habe die BA Vorschläge erarbeitet, welche Förderungen wegfallen, zusammengelegt oder modifiziert werden können. Der Verwaltungsrat der Bundesagentur solle bei seiner nächsten Sitzung am 11. November abschließend über die Liste beraten. Voraussichtlich werde maximal die Hälfte der Fördermaßnahmen übrig bleiben, zitiert die Zeitung BA-Kreise.

Dem „Tagesspiegel“ zufolge steht auf der Sparliste unter anderem die Zusammenfassung der Aufwendungen für Ich-AGs und Überbrückungsgeld. Darüber hinaus sollten Arbeitslose künftig beispielsweise Bewerbungskosten sowie Reisekosten für Vorstellungsgespräche nicht mehr erstattet bekommen. Allein dadurch könne die Behörde rund 150 Millionen Euro jährlich einsparen.

Das BA-Papier solle der neuen Bundesregierung zur Verfügung gestellt werden. Über die Umsetzung der Vorschläge müsse der Gesetzgeber entscheiden, hieß es weiter in der Zeitung."

Antworten
Corypheana:

Zur Erinnerung

2
05.10.05 11:31
Globale Großkonzerne steigern ihre Gewinne von einem Rekordhoch zum anderen, sowie auch die Bezüge ihrer korrupten Manager, während sich die Pleitewelle des Mittelstandes in immer neue Höhen schraubt und die Löhne und Gehälter der Massen ins bodenlose fallen. Das ist eine inszenierte Deflation und systematische Versklavung der Massen.
In 2 - 3 Jahren werden sich die Massen zurück wünschen damals besser informiert gewesen zu sein und rechtzeitig aktiv zu werden, doch dann wird es möglicherweise zu spät sein. Die schlimmsten Alpträume könnten dann Realität werden.

Das ganze System ist eine systematische Vergiftung menschlichen Bewußtseins. Es ist eine Strategie, Menschen nach Zielen verrückt werden zu lassen, eine Strategie um Ehrgeiz zu erzeugen. Ehrgeiz ist eine Neurose und Neurotiker bestimmen das Schicksal der ganzen Welt.
Schaut euch um, wohin sie diese Welt in kurzer Zeit gebracht haben.
Mit vorbildlich dargestellten Egomanen an der Spitze wird sich der Niedergang weiter beschleunigen. Die Massen sind sich zwar bewußt, daß es ihnen schlechter geht, doch sie wissen nicht warum.
Das Problem unserer Gesellschaft ist nicht materielle Knappheit, sondern materieller Überfluß, dessen Verteilung (zum jetzigen Zeitpunkt der Wirtschaftskrise = sytematische Umverteilung von Arm nach Reich) sowie die vorgenannte Strategie auf Kosten tiefer realer menschlicher Bedürfnisse.
Geschichte wiederholt sich, nur erstmals Global und hochtechnologisiert. Es gibt keine deutlicheren Indikationen für den Zerfall einer Gesellschaft.
Antworten
bammie:

ein sehr schöner Beitrag Corypheana

 
05.10.05 12:58
Statt Zerfall, würde ich das als globalen Kräfteausgleich beschreiben

Europa hat Länder, die ihre Blütezeit hatten und andere wiederum diese erwarten. Eine Berg und Talfahrt, ein auf und ab. Deutschland stand, zu Zeiten des Wirtschaftswunders und ihrer Nachwirkungen, auf dem hohen Berg und ist jetzt auf halbem Wege wieder hinunter zu fahren.

Das alte Europa fährt bergabwärts und das neue aufwärts. Wobei alle Länder einzeln, sich auf jeweils unterschiedlichen Höhen befinden. Das Ziel wird sein, alle Länder auf eine neue Ebene zusammenzuführen. Somit wird aus den Bergen flaches Land. Ein kahler Acker der neu gesät werden muss. Diese bestimmte Ebene sind von Faktoren, die der amerikanischen Globalisierungsmacht beispielsweise, stark abhängig. Diese Ära neigt sich dem Ende zu und die Welt wird sich neu orientieren. Europa wird die alte Haut abstreifen und neu geboren werden. Es wird mit Asien zusammen wachsen und die Ernte auf dem Acker wird Europa ein neues Gewand bescheren. Neue Ziele und neue Werte werden geschaffen werden.

Eine einfache globale Sichtweise, ohne Details, für das Jahrtausend.



"Das ganze System ist eine systematische Vergiftung menschlichen Bewußtseins"

Dies deckt sich mit meinem Thread hier: http://www.ariva.de/board/233223

greetz bammie




Antworten
Kritiker:

@ bammie, Dein Denkansatz

 
05.10.05 17:52
ist m.Ea. falsch!
Wirtschaft blüht im Unterschied, nicht in der Gleichmacherei!
Frag Dich mal, wo die Schweiz wäre, wenn sie ein flaches Land wäre?

Außerdem gibt es nicht zu wenig Arbeitsplätze, zu wenig Geld, sondern zuviele Menschen auf dieser Kugel! - und in Europa!
Und - wenn noch 20 Mio Türken kommen, geht das Licht aus!
Schon heute leben in Dld etwa 5 Millionen vom Abfall - d.h. von dem, was die "Wohlhabenden" übrig lassen.

Selbst Kriege, Zunamis und Tornados zerstören nur Werte, jedoch nicht deren Parasiten, die Menschen.
Das Gleichgewicht besorgen nur noch die Viren!

Vor dieser Erkenntnis schrecken wir Alle zurück; also wird sie uns einholen. - Kritiker.
Antworten
Hartz5:

@Coryphenea

 
05.10.05 19:15
Warum schreibst du von korrupten Managern, Massen und Versklavung? Ich würde mir die Mühe eigentlich nicht machen und direkt auf Seiten verlinken, die dieses Vokabular verwenden. Weiß man doch wenigstens woran man ist.

Aber anstatt hinter allem eine Art Verschwörung oder einen gesteuerten Ablauf zu sehen, könntest du es auch mit der viel einfacheren Variante probieren. Geh doch einfach von politisches Mittelmaß und der daraus resultierenden Dummheit aus. So läuft man doch nicht Gefahr sich zum Deppen zu machen, schließlich sollte einer pro Board reichen.
Antworten
Corypheana:

Ist die Globalisierung ein Volksbetrug?

 
08.10.05 12:13
Der Wegfall der Zolleinführungsbestimmungen (Grenzöffnung zu den neuen Beitrittsgebieten der EU), waren Ausgangspunkt der schlechten Wirtschaftslage in Deutschland!    


Die von Politikern hausgemachte Globalisierung schafft fast nur Verlierer. Wenige Globalisierungsgewinner/innen werden reicher und mächtiger, während die Bürger verarmen.

Nur im Interesse von Großkonzernen und Kapitalbesitzenden werden die sozialen Sicherungssysteme demontiert.

Wo ist denn der weltoffene Handel in Deutschland? Große Kapitalunternehmen können unbegrenzt Produkte im Ausland produzieren lassen und in Deutschland einführen! Das vernichtet allein in Deutschland Millionen Arbeitsplätze.

Den Kleinunternehmen und Bürgern dagegen wird ein Einkauf außerhalb Deutschlands reglementiert. Die Kapitalunternehmen können Produkte in dreistelliger Milliardenhöhe einführen ohne das dafür ein Cent in die Steuerkasse kommt. Die Steuerverluste allein in Deutschland werden auf jährlich 120 Milliarden Euro geschätzt. Den Bürgern schreibt man allerdings vor, was sie einführen dürfen! Versuchen Sie mal 50 Ltr. Kraftstoff, bzw. Heizöl für Ihre Heizungsanlage, oder 10 Stangen Zigaretten einzuführen, dann hört plötzlich die Globalisierung auf! Dabei sind die entgangenen Steuern im Gegensatz zur Großindustrie nur ein Taschengeld.

Im Grunde können wir Bürger nur eine Globalisierung der Löhne und damit verbundene Einschnitte feststellen. Fast täglich wird davon gesprochen, dass bedingt durch die Globalisierung die Löhne in Deutschland drastisch sinken müssen und die Arbeitszeit verlängert werden muss! Haben wir jemals gehört, dass auch die Lebenserhaltungskosten globalisiert werden sollen? Die Wohnnebenkosten steigen und steigen, auch hier werden wir grundlos angezockt.  

Hartz IV wurde eingeführt um 10 Millionen Arbeitslose zu bekämpfen und den Druck auf die noch bestehenden Arbeitsplätze in massiver Form zu erhöhen. Jeder Bürger soll damit massive Lohnsenkungen, Arbeitszeitverlängerungen und die ständigen Kürzungen von Sozialleistungen kampflos hinnehmen. Wer will denn schon Hartz IV? Das ist die Wirklichkeit von Globalisierung und EU. Ein paar windige Politiker haben uns ihre Wahnvorstellung einer EU und eines einheitlichen Zahlungsmittels aufgedrängt, ohne uns jemals gefragt zu haben. Ist das noch keine Demokratie?

Keine der bereits erfolgten Lohnsenkungen hat eine Wende erfahren, oder bekommen Sie einen VW, der mittlerweile zu mindestens 50% in Billiglohnländer gefertigt wird, günstiger? Ein VW (Volkswagen) ist z. Teil 2.000.- bis 8.000 Euro teurer als im Ausland! Oder warum zahlen wir über das doppelte für Medikamente als in anderen EU-Ländern? Deutschland zahlt zudem noch jedes Jahr über 22 Milliarden Euro Beiträge an die EU!

Wir müssen aufwachen bevor es zu spät ist. Die gegenwärtigen Parteien predigen Wasser und verschwenden dabei sinnlos viele Milliarden unserer Steuergelder, um ihren Gönnern Milliarden Gewinne zu sichern? Kaum jemand weiß, dass  Deutschland noch heimlich aufrüstet! Einen Großteil unserer Steuergelder wird für den Kauf von sinnlosen Waffen eingesetzt. Die Politiker kürzen Renten, schikanieren fast 10 Millionen Arbeitslose, 6 Millionen Bürger arbeiten für unter 5 Euro/Std. Für unsere Gesundheit müssen wir ständig mehr zahlen und die Bundesregierung gibt mehr Geld für Waffen aus, als für unsere Sozialsysteme. In keiner Wahlsendung habe ich jemals was von Rüstungsausgaben gehört. Zum Vergleich: Für Arbeitslose werden aus Steuermitteln 4 Milliarden verwendet, für Waffenkäufe sage und schreibe 39 Milliarden. Für sinnlose Militäreinsätze im Ausland werden noch jährlich ca. 6,8 Milliarden Euro verpulvert.

Die Globalisierung und die Wahnvorstellungen zur Bildung einer EU sind keine Naturkatastrophen, sondern bewusst durch Politiker angezettelte Instrumente.  

Antworten
Corypheana:

Globalisation Dissected

 
08.10.05 12:14
    f23.parsimony.net/forum52169/messages/80319.htm
Antworten
Corypheana:

Der Welt-Geldbetrug

 
08.10.05 12:52
Da die Zeit dahin eilt und sich dieser Thread von meiner Seite her dem Ende neigt anliegend nochmals aus hochaktuellen Anlaß der wohl treffendste und wichtigste Beitrag zu diesem Thema von Eberhard Hamer.
Abschließend werde ich noch einige Beiträge liefern, geplant sind u.a. noch eine kurze Prognose zum weiteren Verlauf des Niedergangs sowie dessen Gesetztmäßigkeiten...





***

Der Welt-Geldbetrug



von Prof. Dr. Eberhard Hamer, Mittelstandsinstitut Hannover



Der größte und weitreichendste Wirtschaftsskandal unserer Tage findet z.Zt. durch die Manipulationen an den Geld- und Währungssystemen statt. Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell legal stattfindet. Sicher ist aber, daß der Geldbetrug wie jeder andere Betrug auch nicht langfristig zur Bereicherung der Täter durch Entreicherung der Opfer führen kann, weil kein freies Geldsystem auf Dauer mißbraucht werden kann.



Nach der Finanztheorie ist Geld ein legalisiertes Tauschmittel, welches auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Die Ausgabe von Geld war deshalb früher staatliches Privileg (Münzhoheit). Die als Geld umlaufenden Gold-, Silber- und Kupfermünzen hatten staatliche Prägung. Der Staat garantierte also die Reinheit des Metalls und das Gewicht der Münzen, so daß man nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland jederzeit wußte, wieviel jedes Geldstück wert war. So waren die Metallmünzen zugleich Tauschmittel und Dauerwert.



Der Staat mußte aber, um Geld ausgeben zu können, Gold und Silber haben. Deshalb war es wichtig, daß zum Beispiel Silberbergwerke in staatlicher Hand waren (Rammelsberg bei Goslar) und auf diese Weise der Staat das Silber für zusätzliche Prägemünzen einsetzen konnte. Umgekehrt wußten die Bürger, daß der Staat nur soviel Geld ausgeben konnte, wie er über Edelmetall verfügte. Der Edelmetallvorrat war also die Basis für das in Edelmetall umlaufende Naturalgeld (Goldumlaufwährung).



Vom Realgeld zum Nominalgeld



Immer wieder haben Fürsten allerdings versucht, sich mehr Geld zu verschaffen, als sie Edelmetall hatten, indem sie den Anteil des Edelmetalls bei den Münzlegierungen verminderten («kippen und wippen»). Das Ergebnis war jeweils, daß die Kaufleute und Bürger das schlechte Geld weitergaben, das gute aber behielten, bis alle Bescheid wußten und das schlechte Geld wieder eingeschmolzen werden mußte. Goldumlaufwährungen gab es noch bis zum Ersten Weltkrieg.



Jede Goldumlaufwährung hat allerdings den Nachteil, daß Gold nicht so stark vermehrbar ist, wie die Wirtschaft wächst, daß also eine gewisse deflatorische Geldknappheit stärkeres Wirtschaftswachstum behindern könnte. Deshalb gingen viele Staaten zu einer indirekten Goldwährung über: Sie hatten einen bestimmten Goldschatz und gaben auf dieser Basis staatliche Zentralbanknoten aus, die im täglichen Gebrauch leichter zu transportieren, zu zählen und auch in höheren Summen aufzubewahren waren. Ihr Wert beruhte darauf, daß man die Geldscheine jederzeit bei der Zentralbank vorlegen und in entsprechendes Gold oder Silber umtauschen konnte (Goldkernwährung). Auf diese Weise konnte der Staat sogar mehr Nominalgeld ausgeben, als er an Edelmetall verfügbar hatte, denn üblicherweise bestanden nur wenige Geldscheininhaber auf dem Umtausch ihrer Scheine in Gold. Normalerweise reichte also ein Volumen von weniger als 10% Gold für ein Währungsvolumen einer um 90% höheren Geldscheinmenge.



Das System funktionierte weltweit, weil auch Länder, die selbst keinen Goldschatz hatten, den Inhabern ihrer nationalen Geldscheine einen festen Umtauschkurs zu anderen Währungen garantierten, die ihrerseits wieder einen Goldkern hatten. Solange diese Umtauschgarantie bestand, konnten die Bürger darauf vertrauen, daß sie - wenn auch über doppelten Umtausch - die Geldschein-Nominalwerte in Münzrealwerte umtauschen konnten (Golddevisenwährung), hatten also eine zumindest indirekte Geldwertgarantie.



Vom staatlichen zum privaten Geld



Der entscheidende Schritt weg vom Staatsgeld war 1913 die Gründung des Federal Reserve System in den USA. Obwohl nach der amerikanischen Verfassung eigentlich nur Gold und Silber gesetzliches Geld sein dürfen, hat sich ein von privaten Banken gegründetes Kartell unter Führung der beiden Großfinanzgruppen Rothschild und Rockefeller eine private Zentralbank geschaffen mit dem Recht, eigenes Geld auszugeben, welches gesetzliches Zahlungsmittel wurde und für welches anfangs noch die amerikanische Zentralregierung garantierte.



- Rothschild Bank of London - Rothschild Bank of Berlin - Lazard Brothers of Paris - Israel Moses Seif Banks of Italy - Warburg Bank of Hamburg - Warburg Bank of Amsterdam - Lehmann Brothers New York - Chase Manhatten Bank of New York - Kuhn-Loeb Bank of New York - Goldmann Sachs Bank of New York "Wir werden schamlos irregeführt", Gerhoch Reisegger, Verlag Hohenrain-Tübingen (RW)



In dieser privaten Bank wurden nach dem Ersten Weltkrieg die Goldreserven der Welt zusammengekauft, mit der Folge, daß viele andere Währungen ihren Goldstandard nicht mehr halten konnten und in der Deflation zusammenbrachen (erste Weltwirtschaftskrise).



Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde deshalb 1944 in Bretton Woods wieder die Einführung eines neuen Golddollarstandards beschlossen. Während des Weltkrieges verlangten die USA für die Bezahlung von Rüstungsgütern Gold von den kriegführenden Nationen. Auch das Gold Deutschlands mußte als Kriegsbeute abgegeben werden. So sammelten sich über 30.000 Tonnen Gold der Welt allein in den USA - mehr als alle anderen zusammen hatten. Dieses Gold diente als Deckung für die Dollars. Da aber ein größerer Teil der Dollars in den Zentralbanken der Welt als Reservewährung gehalten wurde, konnten die USA mehr Dollars ausgeben als sie an Goldbasis hatten. Die Länder der Welt brauchten nämlich Dollars, um die Rohstoffe dafür zu kaufen, die nur auf Dollarbasis gehandelt wurden. Neben dem Gold wurde deshalb der Dollar immer stärker in den anderen Zentralbanken zur Hauptwährungsreserve. Die Dollarherrschaft über die Welt hatte begonnen.



1971 kündigte US-Präsident Nixon die Einlösungspflicht des Dollars in Gold (Golddollarstandard) und zugleich die Haftung des Staates für den Dollar auf. Seitdem sind die Dollarnoten weder real durch Gold noch durch Staatshaftung gedeckt, also eine freie private Währung der Federal-Reserve-Bank (FED).



Der Dollar und alles andere Geld der Welt sind seitdem nicht mehr werthaltig, sondern nur noch gedrucktes, legalisiertes Zahlungspapier. Eine durch nichts gedeckte Währung kann zwar durch Gesetz zum amtlichen Tauschmittel erzwungen werden, nicht jedoch zum Mittel der Wertaufbewahrung. Hierzu bedarf es des Vertrauens der Geldinhaber, daß sie ihr Geld langfristig wertgesichert sehen. Der langfristige Kurswert - das Vertrauen - einer freien Quantitätswährung hängt wiederum allein von der Knappheit des Geldes bzw. der Geldmenge ab.



Das Problem: Während sich in den letzten 30 Jahren die Gütermenge der Welt nur vervierfachte, hat sich die Geldmenge vervierzigfacht. Geldmengenvermehrung bedeutet nämlich immer Inflation. Und Inflation bedeutet Geldentwertung. Für dieses Problem wurden drei Lösungswege beschritten:



Die deutsche Finanzwissenschaft hatte schon bei der Bundesbankgründung eine staatsunabhängige neutrale «vierte Gewalt» für die Bundesbank gefordert, damit diese den politischen Pressionen zum Geldmengenmißbrauch widerstehen könne, damit der Bürger sich also auf die Werthaltigkeit des Geldes verlassen könne.



Tatsächlich ist die Bundesbank gesetzlich zur Werthaltigkeit der D-Mark verpflichtet gewesen (Neutralgeldtheorem) und war weitgehend staatsunabhängig. Dies hat dazu geführt, daß die D-Mark als stabilste Währung der Welt immer mehr auch Währungsreserve und bevorzugte Wertanlage wurde.



Die meisten anderen Staaten haben eine «orientierte Quantitätswährung» bevorzugt. Sie verpflichteten ihre Zentralbanken, die Geldmenge an bestimmten Zielen zu orientieren, wie zum Beispiel Wachstum, Vollbeschäftigung oder anderen. Dies gab der nationalen Politik ausreichend Einflußmöglichkeiten auf die Zentralbank und auf das Geld und hat regelmäßig dazu geführt, daß der politische Mißbrauch zu entsprechender Inflationierung der Währungen geführt hat. (Beispiel: Frankreich, Italien, Spanien usw.)



Die meisten Diktaturen der unterentwickelten Länder und das private Federal- Reserve-System dagegen bevorzugten eine «freie Quantitätswährung», also eine Währung, deren Mißbrauch durch die Politik oder durch die privaten Zentralbankeigentümer nicht gesetzlich beschränkt wurde. «Freie Quantitätswährung» hat immer «Freiheit zum Mißbrauch der Währung» bedeutet und nie langfristig funktioniert. Vor allem führt ein Nebeneinander von Währungen, die teils von einer unabhängigen Staatsbank in ihrem Wert gehalten werden - wie die D-Mark - oder andererseits von abhängigen Staatsbanken oder sogar von Privatbanken nach deren jeweiligen Zwecken frei manipuliert werden, zu erheblichen Kursspannungen: Weil die Deutsche Mark durch die Bundesbank relativ wertstabil gehalten wurde, andere wichtige Währungen sich dagegen durch Geldmengenvermehrung und Inflation immer stärker wertminderten (Abwertung), versuchen die Geldwertbesitzer naturgemäß, mit ihren längerfristigen Dispositionen in harte Währungen zu gehen und weiche zu meiden.



So wurde die Deutsche Mark in Konkurrenz zum Dollar immer stärker auch Währungsreserve von Wirtschaft und Zentralbanken in der Welt. Vor allem aber wurde an der «harten» Währung deutlich, wie weich eine ständige Geldmengenvermehrung die inflationierten Privat- oder Staatswährungen gemacht hatte.



Die der Geldwertstabilität verpflichtete Bundesbank wurde so zum gemeinsamen Störer im Chor der Geldmengenvermehrer und Inflationisten des Weltwährungssystems - kein Wunder, daß dieser Störer durch Abschaffung der Deutschen Mark und Einbindung in eine wieder mehr von der Politik gesteuerte, nicht mehr souveräne Europäische Zentralbank ausgeschaltet werden mußte.



Kohl hat dafür gesorgt, daß dies «im kleinen Kreise» entschieden wurde, daß die deutsche Bevölkerung über den Verlust ihrer werthaltigen Währung nicht abstimmen durfte («Wo kommen wir hin, wenn die Bevölkerung über so wichtige Dinge selbst entscheiden sollte?»). Die Bevölkerung hätte nie freiwillig die solide D-Mark geopfert.



Inzwischen hat also keine Währung der Welt noch irgendeine reale Wertgrundlage, hat sich das Geld der Welt von jedem zugrundeliegenden Sachwert gelöst, wird es als Papier hemmungslos neu gedruckt und durch ständige Vermehrung ständig entwertet.



Daß die Leute immer noch glauben, das Geldpapier, welches sie in der Hand haben, habe einen festen Wert, liegt daran, daß durch geschickte Manipulation der Devisenkurse ein scheinbares Wertverhältnis vorgespiegelt wird. Diese Devisenkurse werden nämlich von genau den gleichen Gruppen manipuliert, die auch die Geldmengenvermehrung produzieren.



Praktisch hat inzwischen das von der US-Großfinanz gesteuerte und ihnen gehörende private Federal-Reserve-System Welt-Geldbedeutung erlangt: Das FED-Privatgeld Dollar ist schon von der Geldmenge her in der Welt dominierend. Mehr als 75% aller Geldquantitäten sind Dollars.



Die US-Großfinanz hat auch die von ihnen kontrollierten Rohstoffmärkte gezwungen, nur in Dollars zu verkaufen. Wer sein Öl nicht gegen wertlose Dollars, sondern gegen Euro verkaufen will, wird zum Terroristen erklärt (Saddam).



Auch die Zentralbanken der übrigen Länder werden gezwungen, die Dollars in immer stärkerem Masse (Euro-Bank über 90%) als Währungsreserven anzunehmen. Die übrigen Währungen, wie zum Beispiel der Euro, beruhen also in ihrem Wert zu über 90% auf wertlosen, nur durch die Macht und den Willen der US-Großfinanz gehaltenen Dollar-Papieren.



Inzwischen wurden sogar die Nationalbanken sanft oder hart (Schweiz) gedrängt, ihre Goldvorräte gegen Dollars abzugeben oder «auszuleihen». Das Gold der Welt hat sich dadurch wiederum wie vor der ersten Weltwirtschaftskrise bei den Eigentümern des Federal-Reserve-Systems konzentriert, so daß ein neuer Goldstandard nur mit deren Willen und nach deren Diktat wieder einzuführen wäre und die FED-Eigentümer mit einer Neufestsetzung des Goldpreises (Greenspan: «Möglicherweise bis 6.000 Dollar») allein dadurch im Falle einer Währungsreform ein Jahrhundertgeschäft machen würden.



Die US-Großfinanz steuert also über die ihr gehörende FED letztlich das Geld und die Währungen der ganzen Welt. Der Dollar ist privates Geld dieser US-Großfinanz, von niemandem ausser von ihr garantiert, aber nach Kräften Mißbraucht, vermehrt und zum Instrument ihrer Weltherrschaft und zum Hilfsmittel für den Raub aller wichtigen Rohstoffe und Sachwerte der Welt mißbraucht.



Durch ungehemmte Vermehrung des Dollars hat natürlich die ausgebende US-Großfinanz unbegrenzte liquide Mittel, mit denen sie die ganze Welt kaufen kann.



Aber auch der amerikanische Staat kann durch die Dollarvermehrung mehr ausgeben, als er einnimmt (Schuldenreiterei). Mißbrauch des Dollars durch Geldmengenvermehrung ist also sowohl für die herrschende US-Finanz als auch für die von ihr beherrschte US-Administration einseitiger Vorteil. Deshalb hat sich das Dollarvolumen in den letzten 10 Jahren immer schneller vermehrt.



Ebenso haben sich die Schulden des amerikanischen Staates gegenüber dem Ausland drastisch vermehrt. Der US-Staat läßt sich also in immer größerem Ausmass von der Welt Sachgüter gegen wertlose Scheinchen liefern - die moderne Form der Tribute.



Daß diese ungehemmte Dollarvermehrung nicht längst den Dollarabsturz und zur Zurückweisung des Dollars durch die Kunden geführt hat, ist kluger Regie und Erpressung zu verdanken: Die US-Großfinanz und die US-Administration zwingen seit Jahren wirtschaftlich und politisch die wichtigen Zentralbanken der Welt (Eurobank, Japan, China und andere), die bei ihnen sich für Exporterlöse oder als Kaufpreise für den Aufkauf von Sachgütern ansammelnden wertlosen Dollars zu behalten und als angeblich werthaltige Devisenreserve zu halten.



Praktisch heißt das: Die Zentralbanken in China, Japan und Europa sammeln die für die Sachwertlieferungen ihrer Bürger einkommenden wertlosen Dollars in immer größeren Beständen als angeblich werthaltige Währungsreserve an. Die Währung der Satellitenstaaten wird also und ist bereits mit immer wertloseren Dollars unterlegt - also praktisch ebenso wertlos geworden. Somit sind alle im gleichen Geldentwertungsboot: Die Urheber der Geldmengenvermehrung in New York und Washington ebenso wie die Helfer der Geldmengenvermehrung in den Zentralbanken der Satellitenstaaten.

Damit aber hat es der Schuldner USA selbst in der Hand, wie stark er durch offizielle Abwertung des Dollars schließlich seine Gläubiger entreichern - betrügen - und sich auf deren Kosten wieder entschulden will. Jede Abwertung des Dollars wird vor allem das 80% aller Dollars haltende Ausland entreichern. Dem Schuldner steht es frei, wie stark er seine Schulden abwerten und damit seine Gläubiger betrügen will.



Dem Publikum wird inzwischen allerdings mit manipulierten Kursen und Kurspflege suggeriert, die Mißbrauchten Währungen und das hemmungslos vermehrte Geld hätten immer noch einen soliden Kurswert.


Würden die Geldbesitzer wissen, daß sie eigentlich nur Papierwert in den Händen haben, alles andere aber von den Manipulationen, den Mißbräuchen, der Macht und den Zwecken der US-Großfinanz abhängt, würde die Geldumlaufsgeschwindigkeit wegen Zurückweisung des Geldes stärker steigen, würde eine Flucht in die Sachwerte einsetzen, und damit eine dramatisch steigende bis galoppierende Inflation beginnen, würde die längst geschehene Entwertung der Geldwertanlagen der Bürger (Geldpapiere, Renten, Fonds und andere) sich in einem zweiten Börsencrash auflösen und zusammenbrechen, und würden ganze Branchen der Finanzindustrie und Finanzdienstleistung unter Haftungsprozessen wegen der Entwertung zusammenbrechen, so daß eine Währungsreform unvermeidlich wird.



Noch wird die Illusion des Geldwertes trotz dramatischer Entwertung durch den Zwang eines gesetzlichen Zahlungsmittels künstlich aufrechterhalten. Nutznießer dieses Systems sind nicht nur die US-Großfinanz, welche durch ihre FED immer hemmungsloser Dollarmengen in die Welt jagt, sondern auch die dieses Spiel mitbetreibenden Zentralbanken, wie zum Beispiel die Eurobank, die Banque of Japan und andere.



Die Vorstände dieser Banken wissen genau, wie wertlos der Dollar inzwischen ist, stützen aber immer noch die gesetzliche Illusion der Zahlungsmittelfunktion des Dollars, haben sogar aus politischen Gründen geschwiegen und die eigene Währung nahezu ausschließlich mit wertlosen Dollarsin ihrer Währungsreserve unterlegt, also ihre Währung praktisch ebenso wertlos gemacht.



Würde eine Währungsreform kommen, stünde zum Beispiel die Eurobank ohne Werte da. Das Gold - auch das deutsche Gold - ist mutmaßlich nur noch als bloßer schuldrechtlicher Rückgabeanspruch vorhanden, nicht mehr aber als Realgold. Es ist zumeist angeblich naturaliter an die private Federal Reserve Bank und von dieser weiter verliehen, also im Zusammenbruch nicht mehr greifbar. Das System lebt davon, daß ein Mißbrauch nicht diskutiert und nicht veröffentlicht wird.



Tatsache 1: Die wichtigsten Währungen der Welt sind so hemmungslos vermehrt worden und stehen auf so tönernen Füßen, daß ihre Währungen (Dollar, Euro, Yen und andere) keine echte Wertaufbewahrungsfunktion für die Bürger mehr haben.



Tatsache 2: Auch die Tauschfunktion der Währungen wird nur durch Manipulation und Täuschung über einen angeblichen - aber nicht vorhandenen – Kurswert künstlich aufrechterhalten und ist längst nicht mehr echt.



Tatsache 3: Das Privatgeld (Dollar) der US-Großfinanz ist längst von allen Bindungen an Sachwerte (Gold) oder einer Geldmengenbindung befreit, hat also nicht nur seine Wertaufbewahrungsfunktion verloren, sondern täuscht auch die Welt nur noch durch weltweite Kursmanipulation über einen scheinbaren Tauschwert des durch hemmungslose Vermehrung entwerteten Privatgeldes. Nur durch diese Täuschung und die Macht der US-Großfinanz wird noch künstlich «Vertrauen» der Welt in den Dollar suggeriert.



Wüßten die Marktteilnehmer dagegen, daß sie mit dem Nominalwert des Geldscheins nur ein wertloses Wertversprechen von Privatleuten in den Händen haben, denen längst nicht mehr zu trauen ist, die ständig ihre Macht, den Geldwert zu manipulieren, mißbrauchen, so würde auch das Vertrauen in diese Privatwährung Dollar zusammenbrechen.



Mit dem Geld ist es so wie mit den Aktien. Auch die meisten Aktien sind keine Substanzwerte, sondern nur Hoffnungswerte. Wer in der großen Aktienhausse glaubte, viel gewonnen zu haben, wurde beim Aktiencrash darüber belehrt, daß die Aktie außer dem Papierwert nur noch Hoffnung trägt, diese aber leicht schwinden kann. Gewinn oder Verlust im Börsenspiel sind reine Hoffnungswerte, keine Sachwerte. Ebenso ist es mit dem Geld. Einziger Sachwert ist der Wert des Papiers. Alles andere ist Hoffnungswert im Vertrauen auf die korrupten, aber stärksten Finanzmächte der Welt.





Mit Scheingeld zu Sachwerten



Würden die Marktteilnehmer wissen, daß unser Geldsystem letztlich am Privatgeld Dollar und dieses Geld ohne jeden Wertbezug allein an den Manipulations- und Mißbrauchswünschen der großen Finanzoligarchie hängt, dann würden die Menschen ihr Währungsvertrauen verlieren, ihr Geld nicht mehr als Wertaufbewahrungsmittel betrachten, sondern der laufenden Geldentwertung durch Flucht in die Sachwerte zu entgehen versuchen.



Genau dies tun die hinter der FED stehenden Täter der größten Geldvermehrung aller Zeiten: Sie kaufen mit dem immer wertloser werdenden Geld seit Jahrzehnten alle Sachwerte auf, die sie noch erwischen können: Rohstofflager, Industriekomplexe, Immobilien und jede einigermaßen intakte ausländische Kapitalgesellschaft in freundlicher oder feindlicher Übernahme zu fast jedem Preis.



Und nicht nur die US-Großfinanz sammelt die Sachwerte der Welt ein, sondern auch der amerikanische Staat importiert für Fiat-Money (gedrucktes, eigentlich wertloses Geld) seit Jahren mehr Sachgüter aus der Welt, als er bezahlen kann, und verschuldet sich dafür hemmungslos im Ausland - solange die ausländischen Gläubiger noch an den Wert des Dollars glauben oder mit politischer Erpressung gezwungen werden können, die faulen Dollars in ihre Währungsreserven anzunehmen.



Mit Sachwerten zu Monopolen



Die hinter der FED stehende Großfinanz hat auf diese Weise durch gezielte Sachwertpolitik ganze Marktsegmente mit ihren faulen Dollars aufgekauft und zu Marktmonopolen bzw. -oligopolen entwickelt: Diamanten, Gold, Kupfer, Zink, Uran, Telekommunikation, Gasfaserleitungsnetze, Print- und Fernsehmedien, Nahrungsmittel (Nestlé, Coca-Cola), große Teile der Rüstungsindustrie und der Luftfahrt usw.



Z.Zt. läuft ein Monopolisierungsversuch mit Hilfe der Gen-Manipulation. Genmanipulierte Tiere und Pflanzen sind selbst unfruchtbar. Wenn man also die Genmanipulation flächendeckend durchsetzen kann, müssen alle Bauern einer Firma mit einem Patentmonopol das Gen-Saatgut zu dem von ihr festgesetzten Monopolpreis abkaufen, können sie nicht mehr ihr selbst geerntetes Getreide zur Saat verwenden.



Ein anderes Monopolisierungsspiel läuft z.Zt. auf dem Zuckermarkt: Die EU hat ihren Zuckermarkt durch eigene Marktordnung geregelt, um den Bauern die Rübenzuckerproduktion zu erhalten, die für viele von ihnen existenznotwendig ist. Der Rübenzucker ist aber teurer als der in den Tropen wachsende Rohrzucker des US-Kartells. Die der US-Großfinanzgruppe gehörenden Firmen Nestlé und Coca- Cola verlangen nun gemeinsam mit von ihr abhängigen Wissenschaftern und Politikern eine «Liberalisierung des Zuckermarktes» und betreiben dies über die internationalen Gremien (GATT, Mercosur). Sobald diese Liberalisierung durchgesetzt ist, kann sich der teurere Rübenzucker gegen den billigeren Rohrzucker nicht mehr halten, bricht die europäische Zuckerproduktion endgültig zusammen und wird der Zuckermarkt - anfangs billiger, nachher aber teurer – durch das von der US-Großfinanz beherrschte Rohrzuckerkartell überschwemmt.



Mit welchen kriminellen Methoden die US-Großfinanz dabei ganze Branchen in ihre Hand bekommt, zeigt der Fall Primacom: Dieser Kabelnetzbetreiber operiert höchst lukrativ, steht aber schon länger im Visier der US-Großfinanz (Telekommunikations- Monopolisierung). Diese hat deshalb erst den Vorstand von Primacom unterwandert und dann diesem Vorstand ein Darlehen mit mehr als 30% Jahreszinsen oktroyiert, so daß die eigentlich gut operierende Firma wegen der Zinslasten in Schwierigkeiten geriet und nach Ansicht der US-Bank «jetzt billigst übernahmereif» wurde. Das Spiel geht gerade in die letzte Runde.



Ein ähnliches Spiel hat der Abgesandte der US-Großfinanz Ron Sommer mit der Deutschen Telekom versucht. Die US-Großfinanz sammelt alle Telekommunikations-Gesellschaften, um sie weltweit zu monopolisieren. Der Abgesandte Sommer hat dazu eine kleine US-Firma der Telekom zum dreißigfachen Preis (30 Mia. US-Dollar) von der US-Großfinanz gekauft, damit diese aus eigenem Vermögen der Telekom diese aufkaufen konnte. Der zweite Schritt war, die Telekom-Aktien billig zu machen, damit der US-Investor sie billig bekam. In diesem Spiel ist allerdings Ron Sommer über seine Grenzen gegangen und gescheitert. Dies wird aber die US-Großfinanz in ihren Übernahmeplanungen nur zurückwerfen, nicht hindern. Privatisierung und Aufkauf der Telecom gehen planmäßig weiter.



Ein gleiches Spiel vollzieht sich auch auf dem Welt-Energiemarkt, in Deutschland offensichtlich mit EON und RWE, wobei die US-Großfinanz bereits eigene Vertrauensleute in die für die Übernahmekandidaten entscheidenden Banken und Vorstände entsandt hat. In 20 Jahren will die US-Großfinanz auch das Wasser der Welt – nach Aussage ihres Vertreters Brzezinski – monopolisiert haben.



Mit Sachwerten zur Währungsreform



Deutet man den Fahrplan der Welt-Großfinanz richtig, so soll die Geldmenge so lange vermehrt und entwertet werden, bis damit alle wichtigen Sachwerte der Welt aufgekauft und monopolisiert worden sind. Die Großfinanz ist klug genug zu wissen, daß ihre Geldmengenvermehrung nicht unerkannt bleibt und irgendwann das Vertrauen in den inflationierten Dollar schwindet. Ein Ausbruch der Vertrauenskrise wird die jetzt noch beherrschte, schleichende Inflation zur galoppierenden offenen Inflation machen, die zwangsläufig in eine Währungsreform einmünden muß.



Dies aber ist genau der Vorteil sowohl der Großfinanz als auch der USA: Die Großfinanz hat mit den faulen Dollars vorher ausreichend Sachwerte gekauft, wird also von der Währungsreform mit ihren Sachwerten nicht mehr betroffen, hat sich rechtzeitig aus dem faulen Geld in werthaltiges Vermögen verlagert. Da sie in vielen Bereichen inzwischen Weltmonopolstellungen erreicht hat, kann sie sogar die Welt jederzeit mit Monopolpreisen zu Sonderabgaben heranziehen. Nicht mehr Steuern sind dann das Einkommen der Welt-Herrscher, sondern Monopolerträge.



Niemand kann die Großfinanz hindern, die Preise für Gold, Diamanten, Kupfer, Zink, Eisenerz, Wasser, Saatgut oder Energie um 10, 20 oder 30% anzuheben und auf diese Weise die gesamte Weltbevölkerung zu Sonderabgaben heranzuziehen. Noch nie hat es eine solche Finanzmacht der Welt gegeben, noch nie war sie für die Gesamtbevölkerung der Welt so gefährlich.



Listigerweise hat die US-Großfinanz die faulen Dollars überwiegend ins Ausland gebracht. Mehr als Dreiviertel der gesamten Dollarbestände sind nicht mehr in den USA, sondern sind bei den Gläubigerstaaten der USA. Die USA haben sich nämlich in den vergangenen Jahren immer kräftiger gegenüber dem Ausland verschuldet. Das Ausland hat Güter geliefert (Sachwerte), dafür aber wertlose Dollars bekommen.



Alle Zentralbanken sind voll mit faulen Dollars. Werden diese nun plötzlich entwertet, trifft der Schaden zu mehr als Dreiviertel die Zentralbanken, Banken, Staaten und Marktteilnehmer außerhalb der USA. Dann rächt sich, daß die Europäischen Zentralbanken ihr Gold gegen faule Dollars abgegeben und dafür immer ausschließlicher Fiat-Money als Basis (Währungsreserve) für die eigene Währung, zum Beispiel Yen oder Euro, eingesetzt haben. Bricht also die Leitwährung Dollar zusammen, werden zwangsläufig auch die Satellitenwährungen mit zusammenbrechen, deren einzige Basis ein Bestand an faulen Dollars ist. Mit anderen Worten: Die sich abzeichnende Währungsreform des Dollars zieht zwangsläufig eine Weltwährungsreform aller Währungen nach sich, für welche der faule Dollar jetzt noch Hauptwährungsreserve darstellt.



Daß aber jede pausenlose Vermehrung eines Privatgeldes - des Dollars - durch die der US-Großfinanz gehörende Federal Reserve Bank zur Aufweichung der Dollar- Währung zu immer stärkerer Inflation und schließlich zur Währungsreform führen muß, ist finanzwissenschaftliches Grundwissen und dürfte nicht einmal Greenspan und seinen Mittätern zweifelhaft sein.



Durch Währungsreform zur Weltwährung



Greenspan hat in einer Rede unvorsichtigerweise geäußert, daß «wohl bis 2007 eine grundsätzliche Dollar-Korrektur anstehe und daß man dann zweckmäßigerweise den Dollar und den Euro zum 'Euro-Dollar' einer neuen Welt-Währung vereinigen könnte». Das macht aus Sicht der US-Großfinanz Sinn, denn längstens bis 2007 sind die Dollar-Mißbräuche noch durchzuhalten, bis dahin dürfte längstens das Vertrauen der Welt in diese hemmungslos vermehrte, immer wertloser gewordene und nur noch künstlich aufrechterhaltene Privatwährung der US-Großfinanz halten.



Irgend etwas wird also in nächster Zeit mit dem Dollar geschehen. Würde dann der Dollar mit dem Euro zur Welteinheitswährung, würden damit für die US-Großfinanz wichtige Ziele erreicht: Eine neue Währung bietet die Möglichkeit, die alten Währungsschulden abzuwerten und damit die Gläubiger, die noch alte Währung haben, entsprechend zu entreichern.



Wenn eben ein neuer Euro-Dollar 20 alte Dollar oder 15 Euro wert ist, sind die alten Währungen entsprechend abgewertet, sind die Gläubiger in alter Währung entreichert, hat sich das Spiel für die privaten Geldausgeber gelohnt.



Vor allem würde damit der US-Staat ebenfalls entschuldet: Seine jetzige Auslandsverschuldung von 5.200 Mia. Dollar würde bei 50 %-iger Abwertung nur noch 2.600 Mia. Euro-Dollar betragen. Geschädigt werden alle Inhaber von Alt-Dollars, deren Bestände um 50 % oder sogar 90 % abgewertet werden. Dies gilt insbesondere für die Zentralbanken von China, Japan und Europa mit ihren hohen Dollar- Währungsreserven. Das Hauptziel der US-Großfinanz ist aber, auf diese Weise eine Weltwährung zu erreichen, über die sie wiederum selbst herrschen.



In einem Euro-Dollar-System würde zwangsläufig das der US-Großfinanz gehörende Federal Reserve System eine Mehrheit haben, also die US-Großfinanz dann auch mehrheitlich das neue Währungssystem beherrschen. Dazu auserwählt ist die BIZ (Bank für internationalen Zahlungsausgleich), eine private Organisation, deren Anteile mehrheitlich bereits von der US-Großfinanz heimlich aufgekauft worden sind. Würde also die BIZ neue Zentralbank der Euro-Dollar-Währung, sind zufälligerweise wieder die gleichen Privateigentümer Haupteigentümer dieser neuen Zentralbank, die vorher auch Eigentümer der FED waren.



Sie könnten dann das gleiche Spiel freier Geldausgabe nach eigenem Belieben, das sie mit dem Federal Reserve System bisher machen, wieder auf höherer Ebene - und dazu auch noch durch Währungsreform entschuldet - erneut - betreiben. Die bisherige Welt- Geldmengenvermehrung, der große Geldbetrug gehen dann in der Währungsreform unter. Ein neues System würde den alten Tätern wieder eine neue Währung in die Hände spielen und ihnen damit das neue Spiel mit der Weltwährung Euro-Dollar 20 bis 30 weitere Jahre erlauben.



Die US-Großfinanz hätte also auf diesem Wege durch Geldbetrug nicht nur die Sachwerte der Welt bei sich monopolisiert – darunter so existenzwichtige Bereiche wie Saatgut, Nahrungsmittel, Wasser, Energie und Metalle, sondern darüber hinaus wiederum ein Währungsmonopol zur eigenen Bedienung, nach eigenem Belieben geschaffen - eine Geldvermehrungsmaschine wie den Dukatenesel im Märchen.



Auch mit Veröffentlichung dieses Geldbetrugssystems wird kein Aufschrei durch die Welt gehen. Man wird dies als «Verschwörungstheorie» oder als «Antiamerikanismus» oder sogar als «Antisemitismus» (Rothschild) abtun oder solche Veröffentlichungen ganz zu verhindern versuchen, denn immerhin gehören der US-Großfinanz auch wesentliche Teile der Print- und Bildschirmmedien überall in der Welt.



Das Spiel zu durchschauen ist aber wichtig für Menschen, die durch dieses Spiel Verluste erleiden könnten. Wer also Finanzvermögen hat, sollte zuhören bzw. lesen. Verlierer bei dem großen Spiel der Finanzoligarchie sind solche Marktteilnehmer in der Welt, welche dem Geld zuviel Vertrauen entgegenbringen, welche immer noch glauben, daß Geld über seine bloße Tauschfunktion hinaus auch noch Wertaufbewahrungsmittel sei. Die laufende Geldentwertung der vergangenen 40 Jahre hat offenbar die Menschen nicht klug gemacht. Sie wird in den nächsten Jahren galoppieren bis zum bitteren Ende, weil sie nämlich ein einseitiger Vorteil der Täter ist.



Wer also auf langfristige Werterhaltung seines Vermögens Wert legt, kann nicht in Geldwerten, nicht in Versicherungsverträgen, nicht in Renten und nicht in Bargeld bleiben, er muß in Sachwerte gehen, wie dies die Großfinanz selbst vorgemacht hat.



Strategieziel des Welt-Geldbetruges



Soweit von außen her erkennbar, hat die US-Großfinanz ursprünglich nur das Ziel gehabt, die US-Währung zu beherrschen und damit den US-Markt nach eigenem Willen manipulieren zu können. Diesem Ziel diente das private Zentralbanksystem FED. Als US-Präsident Kennedy ein Gesetz eingebracht hatte, dieses Privatfinanzsystem zu verstaatlichen (J. F. Kennedy´s Versuch am 4. Juni 1963 die FED zu entmachten, RW), endete mit seiner Ermordung. Wer immer an diese Privatgeldmöglichkeiten der US-Großfinanz rührte, verlor dabei Vermögen oder Leben.



Inzwischen aber sind die strategischen Ziele der US-Großfinanz über die nationale Dimension weit hinausgewachsen. Ihr Ziel ist das globale private Geldsystem, welches sie mit der Vorherrschaft ihres Privatdollars und seiner Durchsetzung als Hauptwährungsreserve überall in der Welt weitgehend erreicht haben und nur noch mit einer Weltwährung - Euro-Dollar - formalisieren müssen.



Wenn wir also einen zweiten Mißbrauch des Welt-Geldsystems zugunsten privater Großfinanzgruppen und überhaupt den Mißbrauch der Geldmengenwährungen verhindern wollen, muß jede Währung vor jedem öffentlichen oder privaten Mißbrauch, vor jeder Deflations- und Inflationsmanipulation gesichert werden.



Das ist sicher nicht erreichbar, wenn man die Währung der privaten Großfinanz überläßt. Sie wird die Mißbrauchsmöglichkeit wieder nutzen und wieder zum eigenen Vorteil mit Geldmengenvermehrung die Welt betrügen und ausbeuten. Die Erfahrungen haben aber auch gezeigt, daß die meisten Regierungen ihre Währungen ebenso mißbrauchen, wenn sie die Möglichkeiten dazu haben, wenn sie also Einflußmöglichkeiten auf die Zentralbank und ihre Geldmengenpolitik haben.



Es gilt also, aus den Mißbräuchen der öffentlichen Hände und der privaten Großfinanz die Währungen so unabhängig zu machen, daß privater und öffentlicher Mißbrauch ausgeschlossen werden.



Sicher ist eine auf Gold basierende Währung nicht so leicht zu manipulieren wie eine bloße Quantitätswährung. Die Probleme jeder auf Gold basierenden Währung liegen aber in der Verfügbarkeit von Gold, nachdem die US-Großfinanz den größten Teil des Weltgoldvorrates in ihre Hände bekommen hat. Sie würde also mit jeder Art einer auf Gold basierenden Währung wiederum Gewinner und Ausbeuter werden können.



Bleibt also nur die Lösung einer Quantitätswährung. Diese Quantitätswährung darf aber nicht frei, willkürlich bestimmbar bleiben, sondern muß an dem Neutralgeldziel orientiert werden. Die Geldmenge darf also nicht stärker wachsen als die Gütermenge. Aus dem monetären Sektor dürfen nicht wieder inflatorische oder deflatorische Effekte auf die Währungen und die Weltwirtschaft ausgehen. Dies ist nur mit streng neutralen und so unabhängigen Zentralbanken erreichbar, daß sie gleichsam die «vierte Gewalt» darstellen, nicht in privater Hand liegen und nicht durch Regierungen beeinflußt werden können. Das Urmodell der Deutschen Bundesbank vor ihrer Kastration in die Euro-Bank kam dieser Unabhängigkeit sehr nahe.



Die kommende Währungsreform bietet eine einmalige Chance, die Täter, ihre Währungsmanipulationen und ihre Mißbräuche zu brandmarken und damit eine allgemeine öffentliche Zustimmung zu einem weder von der privaten Großfinanz noch von den Regierungen mehr beeinflußbares Zentralbankensystem zu schaffen. Dies wäre eine Jahrhundertchance.



Verhindert werden könnte ein unabhängiges Zentralbankensystem vor allem von der Großfinanz, welche über die ihr schon gehörende BIZ bereits die Weichen für eine neue Übernahme des nächsten Zentralbanken- und Währungssystems gestellt hat.



Deshalb tut Aufklärung not, um der Bevölkerung, Wirtschaft und Politik die Gefahr des Monopolkapitalismus nicht nur für die derzeitige Währung, sondern auch für ein neues Währungssystem aufzuzeigen.



Meyer Amschel Rothschild: "Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig wer die Gesetze macht." So verstehen wir auch besser den Sinn des Globalismus. Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte!

Antworten
Corypheana:

M A I - Die Weltwirtschaft wird verteilt

 
12.10.05 10:24
M A I - Die Weltwirtschaft wird verteilt


Seit April 1997 kursiert ein Pamphlet, bestehend aus deutschen und englischen Artikeln (und Stellungnahmen), unter Deutschlands Linken und Grünen, in der alternative Parteienszene sowie unter Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU), welches für viele wie ein Schock wirkt; es geht dabei um die angeblich höchst geheimen Verhandlungen der 29 OECD-Staaten mit dem 1990 gegründeten MAI - Multi Lateral Agreement on Investment.
Nun sehen hierin die Gewerkschaften, internationale sozialistische Verbände und Parteien, Linke und Ultralinke, Vertreter der International Labour Organisation (ILO) und die Grünen eine globale Konspiration, mittels derer die Weltkonzerne die endgültige Macht an sich reißen wollen - ohne Rücksicht auf Arbeitsplätze und -zeiten, alle für die “Werktätigen” erkämpften gewerkschaftlichen Rechte und jenseits aller nationaler Arbeitsmarktpolitik.

Was ist an diesem MAI-Projekt wirklich dran? Worum geht es konkret?
Wir wollen im folgenden einmal hinter die Kulissen blicken und beginnen dabei mit ein paar Schritten in die Vergangenheit.

Weltweit leben derzeit ca. 6,1 Mrd. Menschen in annähernd 200 Staaten, in denen rd. 700 Sprachen und ca. 50.000 Dialekte gesprochen werden.

Seit ca. 12.000 Jahren, der Gründung der ersten Großstädte (Ur, Jericho, Theben, Memphis, etc.), hat sich die Menschheit verzweitausendfacht und im Zuge einer zunehmenden “Bewußtseinserweiterung” (durch den Schluß der Hirnbrücke) systematisch damit begonnen, sich nach biblischem Gebot “die Erde untertan” zu machen. Das vordringliche Bestreben des “bewußten” Menschen lag seither vor allem darin, seinen Horizont - räumlich und intellektuell - zu erweitern, seine Lebensqualität - zunehmend über seine Bedürfnisse hinaus - zu erhöhen und das Überleben der eigenen Sozialgemeinschaft (Familie, Clan, Gemeinde, Nation) zu sichern.
In gleicher Weise ging es ihm aber auch darum, sich bzgl. seiner individuellen Interessen mit Gleich­gesinnten zusammenzuschließen, da die Möglichkeiten des Einzelnen immer personell wie auch ökono­misch beschränkt sind und Gruppen außerdem eine Schutzfunktion haben, auf die zu verzichten töricht, mitunter sogar gefährlich sein könnte.
Seit jeher herrschte aber auch ein Verdrängungswettbewerb, der sich auf allen Ebenen und tagtäglich verdeutlicht - Interessenskonflikte wirtschaftlicher und religiöser, technischer und ökologischer Art; es geht um Bodenschätze und Nahrungsmittel, Gebiete und die Wahrung individueller Rechte; um Macht und Einfluß; die eigene Stellung innerhalb der unterschiedlichen Hierarchien - in Familien und Firmen; auf den unterschiedlichen Ebenen kommunaler und staatlicher Macht sowie im Handels- und Wirt­schaftsleben - regional, national und international.
Nicht zuletzt deshalb ist die Geschichte der Menschheit ein Sammelsurium von weltlichen und geist­lichen Kriegen, Macht- und Erbstreitigkeiten, Forschergeist und Erfindungen, Unterwerfungen und Eroberungen, Ideologien und Philosophien der unterschiedlichsten Art.

Seit dem Entschluß des Menschen, sich künftig aufrechtgehenderweise durch die Welt zu bewegen, ging es also stets um Weiterentwicklung und Zugewinn - was ja einerseits einem Naturgesetz (trial and error) entspricht, andererseits auch solange sinnvoll und positiv ist, wie sich der Mensch dabei nicht an der übrigen Natur nachhaltig und schädlich vergreift, sich über Gebühr (und das eigentlich notwendige Maß hinaus) bereichert und damit als Schädling wirkt. Genau dies tat er aber, und das in immer schnelleren Periodizitäten.
Der Grund, warum dies den Menschen immer erst rückwirkend (und damit zu spät) klar wird, liegt in zwei gravierenden Umständen:

Die gesamte Entwicklung der Menschheit (und das Ausmaß der zunehmenden Schädigung der Natur und seiner Umwelt) geschieht in unablässigen, aber nur ganz kleinen Schritten, verläuft also beinahe unbemerkt von den Menschen, die gerade ihre Lebenszeit von - kosmisch gesehen, lächerlichen - 75 Jahren (durchschnittlich) verleben und über ihren räumlich-zeitlichen Horizont nur selten hinausdenken.

        2.§Das Gros der Menschen durchwandert seinen Lebenszyklus bedenkenlos als Mitläufer. Es vergeu­det die ihm gegebenen geistigen und seelischen Potentiale sinnlos und recht bequem - solange die eigenen Bedürfnisse nicht nachhaltig gestört oder in Frage gestellt werden.
Das wiederum spielt jedoch denjenigen in die Hand, die sich um so eifriger darum bemühen, ihre Lebenszeit auf diesem Planeten aktiv zu nutzen. Sie melden Führungs- und Herrschaftsansprüche an und versuchen, diese auszuleben.

Vor diesem Hintergrund geschieht höchst Gedeihliches und dem Menschen Dienliches (was unser Leben ungleich bequemer, interessanter und inhaltsreicher sein läßt als das der Jäger und Sammler vor Hunderttausenden von Jahren), andererseits stehen wir damit auch vor Schwierigkeiten, wie sie der homo australopithecus und neandertalensis nicht im entferntesten gewärtigen mußten.
Die Bipolarität menschlichen Denkens und Handelns ist also ein Grundphänomen, dessen wir uns gewahr sein, mit dem zu leben wir naturgegebenermaßen lernen müssen. Feuer und Metallverarbeitung, Sprache und (erst viel später) Grammatik, Webstuhl und Buchdruckerkunst, technische Errungenschaf­ten in Physik, Chemie und Medizin, die Industrialisierung, Schiffahrt und Automobil, Aeronautik und Astronautik, Computer, Elektronik und Mikrochip - weit haben wir es fürwahr technisch und intellek­tuell gebracht, und unsere Welt hat sich in 12.000 Jahren moderner Menschheitsgeschichte enorm entwickelt.

Nun zur Gegenwart:
Weltweit gibt es derzeit rund eine Million Vereine und Verbände, Interessengemeinschaften und Koope­rativen, die zur Förderung der Interessen ihrer Mitglieder und zu deren Schutz weltweit tätig sind. Ihr Interesse gilt körperlichen, geistigen (intellektuellen) oder seelisch/emotionalen Belangen, z.B.:
        a)§Sportvereine, Banken, Versicherungen, Armeen, Gilden, Handelsorganisationen, Gewerkschaften u.ä.
        b)§Universitäten, Forschungsteams, (Aus-) Bildungsstätten
        c)§Religionen, Sekten und Kultgemeinschaften

Daneben gibt es Mischformen aller Art. Gemeinsam ist allen Vereinigungen aber eines: Ihr Wert und die Zeitspanne ihrer Existenz bemißt sich immer an der Rechnungsgröße der finanziellen Umsetzungsmög­lichkeit und dem dadurch verwirklichbaren wirtschaftlichen Ergebnis. Man mag dies vehement vernei­nen, bedauern oder resignierend zur Kenntnis nehmen, Tatsache ist jedoch, daß der Mensch die wirt­schaftliche Grundrechnungsgröße Geld zum dominanten Maßstab dafür nutzt, zwischen richtig und falsch, erfolgreich oder mißlungen zu unterscheiden.

Nun nähern wir uns dem MAI:
Während noch vor 500 Jahren der Welthandel zu 99 % auf sehr regionaler Basis ablief - der internatio­nale Land- und Seehandel war beschwerlich, zeitaufwendig, gefährlich und deshalb nur einigen wenigen reichen Familien vorbehalten -, werden heute in Sekundenbruchteilen Geschäfte in Milliardensummen kreuz und quer über den Globus getätigt. Allein im Geldhandel hat das internationale Handelsvolumen inzwischen den Wert von 3 Bill. Dollar pro Tag erreicht.
Auf diese technischen Möglichkeiten und Veränderungen haben sich aber weder das Gros der Menschen noch die sie regierenden “Kasten” (Abgeordnete, Parlamente und Regierungschefs) eingestellt, vielmehr waren es die großen Unternehmen, die als “Global Players” (TNCs) das internationale “Spiel” des Welthandels in eine nie gekannte Dimension extrapoliert haben.
So finden wir unter den einhundert größten international operierenden Gemeinschaften inzwischen nur noch 49 Staaten (die zusammen fast 90 % des Weltbruttosozialprodukts auf sich vereinigen) aber 51 internationale Konzerne. Die zehn größten unter ihnen repräsentieren einen Jahresumsatz, der jeweils bis zum zehnfachen des Bruttosozialprodukts von 85 % aller Länder dieser Erde ausmacht. (Lesen Sie diesen Satz ruhig zweimal).
Verständlicherweise “stören” diese internationalen Großkonzerne, die zwar von (sich als unglaublich wichtig empfindenden und mit Millionengehältern ausgehaltenen) Vorständen geführt werden, deren tatsächliche Besitzer und Drahtzieher aber nur etwa drei Dutzend Familien sind, die über ein Gesamt­vermögen in Billiardenhöhe verfügen, durch ihre Machtfülle. Sie machen vielen Menschen Angst, und diese Ängste werden von bestimmten Personen und Gruppen ganz gezielt geschürt. Diese “Top 35” bestimmen nämlich die (für sie) wichtigen Mechanismen auf diesem Globus, und im Vergleich zu ihnen erscheinen selbst Zeitgenossen wie Bill Gates, der auf ein Nettovermögen von etwa 10 Mrd. US-$ geschätzt wird, und sogar der Sultan von Brunei (geschätzter “Gegenwert”: ca. 60 Mrd. US-$) gerade mal als “Kleinkrämer”.
Das einzige, was diese Großfamilien in ihrem Tatendrang, bei ihrem globalen “Monopoly”, ihrem Spiel mit Milliardenkonzernen um die Macht im internationalen Welthandel stört, sind nationale Gesetze und Verordnungen, gewerkschaftlich ausgehandelte Arbeitsschutzbestimmungen und -beschränkungen, Zölle und Sozialgesetze, egoistische Kleinstaaten-Schutzverordnungen und aufmüpfige politische Organisa­tionen und deren Vertreter.
Von lokalen kriegerischen Ereignissen und nationalen politischen Verwerfungen werden diese Konzerne (und die dahinterstehenden Familien) in ihrem Tun und Treiben kaum gestört, bisweilen werden diese sogar von ihnen geschürt und initiiert, um entweder ihren Konkurrenten eins auszuwischen und zusätz­liche Terrains zu erobern oder ganze Staaten “zur Ordnung” zu rufen.
Bei Währungsreformen und in der Kriminalität, im Drogenhandel und beim internationalen Schmuggel, bei lokalen oder Bürgerkriegen, ja selbst bei den beiden Weltkriegen, in Korea, Vietnam, Afghanistan und im Nahost-Krieg haben diese “Supermultis” kräftig mitgemischt und glänzend verdient. Wer weiß schon, daß die Giftgasproduktion der IG-Farben während des Zweiten Weltkriegs ohne die Beteiligung US-amerikanischer Familien am Kapital der IG-Farben schlechterdings gar nicht möglich gewesen wäre? Und auch an der Kuwait-Krise und im anschließenden Krieg gegen Saddam Hussein haben diese Familien, die natürlich auch im internationalen Waffenhandel dominant vertreten sind, bestens verdient.

Um nun diese störenden Faktoren im internationalen Welthandels-“Monopoly” in den Griff zu bekommen und allmählich auszuschalten, existieren bereits seit den 30er Jahren, zunehmend jedoch seit Mitte des zweiten Weltkriegs Vereinbarungen zwischen den Mitgliedern besagter Familien und der durch sie vertretenen Großkonzerne. Zu diesem Zweck wurden Bündnisse und Vereinigungen aller Art und auf allen Ebenen gegründet.
Hierzu gehören - Kartellgesetze hin oder her - Konzernabsprachen und Stillhalteabkommen, internatio­nale Liefer- und Abnahmeabkommen, von denen praktisch der gesamte Welthandel spinnwebenartig durchwoben ist. Ganze Märkte sind im Laufe der Zeit - teils friedlich, teils in recht skrupellos-kriege­rischer Art - verteilt, abgegeben und zurückerobert worden. Man trifft sich zu internationalen Konferen­zen (Bilderberger Konferenz, Trilaterale) - höchst konspirativ und in kleinem Kreise. Man kauft sich Vertreter in politischen Organisationen (die vorher genau zu diesem Zwecke überhaupt erst gegründet wurden). So entstanden die NAFTA, WTO, viele weitere Spezialorganisationen (FTA, WEO, WB, etc.) und sogar weltweit agierende Politorganisationen wie der IWF/IMF und internationale Vereini­gungen wie die SEATO und - halten Sie sich fest, liebe Leser - die EWWU (jetzt wissen Sie, wem wir den EURO in Wirklichkeit verdanken) und die OECD (in deren 29 Staaten 480 der 500 weltweit größten Konzerne ihren Sitz haben). Alle diese Organisationen sind Tentakel eines weltweit agierenden Syndikats. Sie bestimmen in Wahrheit die internationale und nationale (mitunter sogar die regionale) Politik. Sie machen sich die Chefs von Parteien und nationalen Organisationen in jeweils opportuner Weise gefügig. Der Clan dieser “World Players” unterhält aber auch beste Beziehungen zu kirchlichen Vereinigungen und Orden. Er pflegt über wirtschaftliche Beteiligungen beste Beziehungen zum Vati­kan und dessen Statthaltern in mehr als 180 Ländern. Sie unterstützen mafiöse Strukturen und Strate­gien auf allen Kontinenten - sofern diese ihren Interessen entsprechen. Sie unterhalten weltweite Kom­munikationsnetze (über die sendenden wie auch die schreibenden Medien), unterstützen Forschungs­einrichtungen und Universitäten, unterhalten ein hochqualifiziertes und gut-entlohntes Heer von Infor­manten in Wissenschaft und Forschung. Sie profitieren vom Drogenhandel und der Prostitution, dem internationalen Waffenhandel und der Kinderarbeit. Vor allem wachen sie mit Argusaugen darüber, daß bahnbrechende Erfindungen entweder unmittelbar unter ihren Einfluß kommen oder deren Marktreifung blockiert und verhindert wird, wenn z.B. dem Erfinder einfällt, seine geistige Errungenschaft selbst zu vermarkten. Ihre Interessen laufen im “ US Council for International Business (CIB)” zusammen, und es war der CIB, der bereits 1989 das MAI gegründet hat - quasi die letzte Stufe der Internationalisie­rung des gesamten Welthandels.

All diese internationalen Verquickungen und die Vorgehensweisen der wirklichen “Herrscher” dieser Welt sind jedem geläufig und bekannt, der seinen Verstand einsetzt und sich nicht nur oberflächlich desinformieren läßt, sondern Zeit und Mühe darauf verwendet, intensiver zu recherchieren.
Es erscheint deshalb schlechterdings nicht vorstellbar, daß die TUAC (ein internationaler Dachverband von Gewerkschaften und Arbeitnehmervereinigungen mit Sitz und Mitsprache bei der OECD) erst im April 1997 von der Existenz des MAI erfahren haben will. So wird in o.g. Pamphlet mehrfach - und leider in schlechter Sprache und geradezu fürchterlicher Grammatik, stillos und sehr oberflächlich-polemisch - mehrfach erklärt, dieses “Geheimdossier” sei erst im April 1997 Tony Clarke vom CCBA in Ottawa “zugespielt” worden. In diesem Papier wird auch darauf hingewiesen, daß bereits für Mai 1997 die Abschlußberatungen geplant waren. Hingegen lautete die Auskunft des Staatssekretärs aus dem Bundeswirtschaftsministerium Dr. Zimmer, die USA seien “bereits seit 1990 für das Projekt MAI initiativ” und, so Zimmer weiter: “Das haben wir (BMWi) von Anfang an unterstützt.”

Wer der vier Grundrechenarten halbwegs mächtig ist, weiß recht genau, was sich hinter der selbst für Experten und langjährige Beobachter der internationalen Märkte so überraschenden “Asien-Krise” tatsächlich verbirgt; die für Mai 1997 geplanten Abschlußberatungen scheiterten vor allem an dem Widerstand einiger (vornehmlich asiatischer) Staaten, die - wohl völlig zurecht - argwöhnten, daß durch die endgültigen Vereinbarungen im Rahmen des MAI-Projektes ihre Volkswirtschaften in vollständige Abhängigkeit der o.g. Großkonzerne (und der dahinterstehenden Familien) geraten würden. So prote­stierten u.a. Indien und Malaysia, Thailand (aufgrund seiner enormen Abhängigkeit von den USA nur sehr leise), Indonesien und Südkorea vehement gegen die Vorbereitungen zum MAI, da sie befürch­teten, daß mit einem derartigen “Investitionsschutz”-Abkommen der OECD-Länder, das vor allem verbindliche Regularien zur Schlichtung von Streitfragen vorsieht, ihre ohnehin schwachen Staatswesen nunmehr völlig entmachtet und überrollt würden. So weit zu blicken war augenscheinlich nicht einmal der ILO gegeben, die bereits 1996 öffentlich verlauten ließ, daß durch das MAI-Abkommen eine “globale Harmonisierung der Produktionsbedingungen und der Lohnstandards nach oben” erfolgen würde und dann “die bisherigen Drittwelt- und Ostblockländer nicht mehr für Lohndumping zur Verfügung stehen.” Natürlich ist genau das Gegenteil wahr. Nach dem MAI-Abkommen sollen Unter­nehmen (gemeint sind hierbei die internationalen Großkonzerne) u.a. das Recht erhalten, nationale Regulierungen zu umgehen, wenn sie nachweisen können, daß Konkurrenten an anderen Standorten ohne derartige kostenproduzierende Hindernisse “unlautere Wettbewerbsvorteile” hätten.

Bereits 1992 hat der DBSFS in einer Studie klar nachgewiesen, in welcher Weise (damals bereits) 100 Mrd. US-$. pro Jahr - “getarnt” als “Entwicklungshilfe” - verschleudert und (höchst bewußt) ziel­gerichtet eingesetzt werden, um in Wahrheit nur die Taschen der Mächtigen zu füllen, statt dort zu landen, wo es wirklich dringend nötig und hilfreich wäre. Diese Studie wies ebenfalls nach, daß (und warum) diesem ignoranten Wahnsinn jährlich ca. 6 Mio. Säuglinge zum Opfer fallen (mehr als 16.000 pro Tag!) und warum wir eine durchschnittliche Analphabetenrate von fast 26 % weltweit haben - rd. 1,6 Mrd. Menschen ohne Wissen und ohne Chance.
Kein deutscher Verlag und weder das Entwicklungshilfeministerium noch irgend ein anderes Ministe­rium der BRD zeigten ein Interesse daran, diese Studie publik zu machen. Es war dem World Futures-Verlag vorbehalten, diese Arbeit unter dem Titel “The Path Toward Global Survival - A Social and Economic Study” zu verlegen und an Universitäten zu verteilen. In Deutschland wurde die Studie bis­lang im Eigenverlag ca. 400 mal verkauft - eben an diejenigen, die sich über ihren alltäglichen Fami­lien- und Berufshorizont hinaus mit den wirklich wichtigen Belangen dieser Welt und unserer Zeit beschäftigen.

Nein, alle diese Informationen lagen und liegen für denjenigen, der Hirn und Verstand, Augen und Ohren sinnvoll einzusetzen weiß, längst vor, und hinter der nunmehrigen Verbreitung des o.g. Pamphlets steckt m.E. der billige, scheinheilige und wenig intelligente Versuch, die Bevölkerung der BRD ange­sichts der kommenden Bundestagswahl dahingehend zu verunsichern und zu täuschen, daß die seit 16 Jahren regierende Bundesregierung dem konspirativen Kreis der MAI-Drahtzieher verräterisch zugear­beitet hat. Das stimmt zwar insofern, als natürlich weder Herr Kohl noch seine Minister und Staats­sekretäre (und derer verschliß er ja reichlich) noch sein Millionenheer von Beamten und öffentlich Bediensteten inkl. der Spitzenvertreter der jeweiligen Verbände aus Wirtschaft und Industrie dieses Land tatsächlich regieren; sie alle sind nur überbezahlte Handlanger einer dahinterstehenden, gänzlich andere Interessen berücksichtigenden Clique - wofür sie allerdings königlich belohnt werden. In diesem Kreis der “Handlanger” finden wir jedoch auch jede Menge von Gewerkschaftsvertretern, Spitzenfunktionären der SPD und ihnen nahestehender Verbände, Stiftungen und Körperschaften. So rechneten es sich sehr wohl auch Spitzen der SPD, der CDU/CSU und der FDP als hohe Ehre an, bei Tagungen der Bilder­berger und Trilaterale Vorträge zu halten und als “Gäste” ihre Honneurs zu entbieten.

Schlußbetrachtung:
Diese Ausarbeitung und die darin enthaltenen Fakten, Hintergründe und Schlußfolgerungen wollen und sollen nicht erschrecken, allenfalls diejenigen wachrütteln, die immer noch meinen, sich leisten zu können, ihr Leben als solitäre One-Man-Show - also losgelöst von der sie umgebenden Szene - leben zu können.
Zu sehr ist uns der Blick für das Wesentliche verstellt; Gesetze, Verbote und Gebote weltlicher und geistlicher Art legen den juristischen und moralischen Rahmen fest, in den wir hineingeboren werden, innerhalb dessen wir zu leben und zu funktionieren haben. Beugen wir uns diesem Diktat, so wird uns hierfür das entsprechend normierte Leben zuerkannt, und in gewissen Grenzen dürfen wir uns sogar “selbst verwirklichen”.
Die Sozialgemeinschaft und unsere Alltäglichkeit werden vornehmlich exogen gesteuert, und solange wir uns nicht gegen das System stellen, sondern uns als “kooperativ” - im Sinne von lenk- und leitbar - zeigen, winken uns (ebenfalls exogen beurteilt und verteilt) Titel, Orden, wirtschaftlicher Erfolg, Ehrun­gen und Auszeichnungen.
Die meisten Menschen hinterfragen diese Systematik, innerhalb derer sie nur systemisch und ohne eigene Mitsprache gesteuert werden, überhaupt nicht - es wäre ja auch unbequem und vielleicht sogar mit einem inneren Aufruf zur Gegenwehr verbunden. Wer möchte sich diese Mißbill, dieses Unbehagen schon antun, mit der man sich außerdem in seinem Umfeld schnell und reichlich unbeliebt macht, Vorwürfe einheimst und auf Ablehnung stößt.

Zwar stört jeden die mit dieser Normiertheit eigenen Gelebtwerdens verbundene Abhängigkeit, und schlechterdings kein Mensch fühlt sich nicht tagtäglich belogen und hintergangen - von Politikern und Parteien, den Kirchen und der Gewerkschaft, der Werbung und den Medien. Uns allen sind so viele Dinge gänzlich unverständlich. Aber wenn es darum geht, sich den persönlichen Tort anzutun, die eigene Bequemlichkeit abzustreifen und hinter die Kulissen zu blicken, verweisen wir - die unsinnigste, aber beliebteste Ausrede - darauf, daß wir “keine Zeit” haben.
Genau daraus resultiert jedoch die Macht derer, unter denen wir leiden, in deren Abhängigkeit wir ein permanentes Gefühl des Ingrimms (bisweilen auch der Wut) verspüren.
Dabei müssen die wirklichen Drahtzieher dessen, was auf unserem Globus passiert, gar nicht persönlich in Erscheinung treten. Diese “Familien” halten sich ihre überbezahlten Clowns als vollständig korrum­pierte, aber zumeist seriös und honorig auftretende Statthalter ihrer Interessen - in Kirche und Staat, lokalen und internationalen Organisationen, als Vorstände und Funktionäre, Parteiführer und Gewerk­schaftsbosse, Staatspräsidenten und Diktatoren, Päpste und Kardinäle, in Geheimdiensten und Sekten, als Wissenschaftler und Juristen. Ihre Macht reicht bis in Verfassungen und Gerichte.
Ihre einzigen Probleme liegen darin, die Mitglieder ihrer “Familien” auf Linie zu halten, zu verhindern, daß Externe - etwa durch Einheirat - stören oder Insider unter dem Bruch der familieninternen Omerta von der Fahne laufen.
Das zweite Problem für diese “Familien” besteht darin, sorgsam darauf zu achten, daß sie mit rivalisie­renden Gegenspielern stets in einer (sehr fragilen) “Harmonie” leben. Das erinnert an die Zeiten der US-amerikanischen Prohibition, im Zuge derer sich Gangsterbanden die jeweiligen Terrains und Arbeitsfelder innerhalb einer Stadt oder eines übergreifenden Gebietes teilten - sich dabei argwöhnisch und neidisch belauernd, um beim geringsten Fehler oder dem Anschein einer Schwäche des Rivalen loszuschlagen.
Die Menschen werden - auch dies ist ein für die meisten nicht erkennbarer “Schachzug” im großen Spiel der Macht - mit Ideologien und Feindbildern befrachtet (und gleichzeitig kollektiviert und gleich­geschaltet). So war den “Familien” sehr wohl daran gelegen, das “Ost-West-Verhältnis” unter dem Slogan “Kalter Krieg” als beidseitiges Feindbild über 50 Jahre lang aufrechtzuerhalten und sogar zu finanzieren, gleichzeitig aber daran auch kräftig zu verdienen. Wen wundert deshalb, daß es inzwischen - nur zehn Jahre nach dem Fall des “eisernen Vorhangs” - in Rußland etwa zwei Dutzend Dollar-Milliardäre und (geschätzt) einhunderttausend Millionäre gibt, die gesamte Wirtschaft der ehemals sozialistischen Staaten genau aufgeteilt ist und sämtliche russischen Privatbanken im Besitz khasarischer Juden (die ethnisch in Wirklichkeit gar keine Semiten sind, den Begriff Antisemitismus aber geprägt haben) stehen?
Daran ändert auch die Tatsache nichts, daß der unheilvolle Antisemitismus in Rußland inzwischen ebenso groß ist wie die Arroganz der Khasaren (oder Chassidi), die sich tatsächlich für das “auser­wählte Volk” halten.

Wer nun weiter denkt, dem erhellen sich auch die Hintergründe der deutschsprachigen Rechtsschreib-“Reform” (die beileibe nicht zum Zwecke der vorgeblichen Ziele eingeführt wurde). Klar wird dann auch, warum bis heute weder ein Friedensvertrag (i.S. der völkerrechtlich vorgeschriebenen Art) und ebensowenig bislang eine (eigentlich in der Präambel des Grundgesetzes für den Fall der Wiedervereini­gung vorgeschriebene) deutsche Verfassung erarbeitet wurden. Letztlich stößt der mitdenkende Leser spätestens jetzt auf den wahren Grund der Einführung des EURO - wider jede Vernunft und um jeden Preis. Der von Hoffnung und Bequemlichkeit, Angst und Widerwillen gebeutelte Bürger wird von seinen “demokratisch gewählten” Vorturnern permanent, vorsätzlich und systematisch belogen, entmündigt und für dumm verkauft.

Daß pecunia unseren Globus regiert, mag wohl niemand bezweifeln. Daß ein Denken in nationalen Grenzen in Wirtschaft und Technik, Medizin und Forschung, Lehre und Entwicklung, Arbeits- und Berufsleben, Handel, Industrie und (auch) Kriminalität völlig überholt ist, dürfte wohl nur noch dem naiven Fußvolk unserer Parteien und der Gewerkschaften verborgen geblieben sein. Politiker und Parteien werden künftig allenfalls regionale und lokale Aufgaben zu erledigen haben. In der ungehemmt international agierenden Wirtschaft haben sie weder fachlich noch faktisch künftig mitzureden. (sh. hierzu unsere Berichte in den zeitreporten Nr. 105-110 zu den Hintergründen und der Entwicklung des EUROs).

Daß Investoren ihre Gelder dort plazieren, wo sie sich mittel- und langfristig am meisten davon versprechen - und das muß nicht immer die höchste Rendite sein, vielmehr kann es sich auch um langfristige Marktstrategien handeln - und am wenigsten von Standortnachteilen, Bürokratie oder einem Wust von Gesetzen und Verordnungen eingeschränkt sehen, ist wohl für jeden vernünftigen Menschen nachvollziehbar.
Billige Polemik und falsch ist auch, diese Investoren grundsätzlich als unsozial zu verteufeln; so bedenklich und gefährlich man die Aktivitäten vieler Großkonzerne und sogar mafiöser Strukturen und der Drogenkartelle (oftmals zurecht) ansehen mag - in Lateinamerika, Asien, (Süd)Italien und ehemals sozialistischen Staaten verdanken Hunderte von Millionen Menschen gerade diesen “Strukturen” Brot und Arbeit, Schulen und Krankenhäuser, soziale Einrichtungen und sogar Universitäten, die ihnen von ihren “demokratisch” gewählten Volksvertretern nicht geboten werden.
Statt also alle Besitzenden und die Großkonzerne in Bausch und Bogen als Schurken und Verbrecher an den Pranger zu stellen, um damit opportunistisch Stimmenfang unter denjenigen zu betreiben, die - zuvorderst wegen des Versagens ihrer Volksvertreter - nun vehement um ihren Mittelklasse-Status oder ihre Existenz fürchten, ist mindestens so skrupellos und verbrecherisch. Man baut hierbei vor allem auf das fehlende Hintergrundwissen und latente Ängste, den Sozialneid und die zunehmende Hilflosigkeit in der Bevölkerung.
Notwendig, sauberer und vor allem hilfreicher wäre es hingegen, den wirklichen Hintergründen der Sozialkrise (in nahezu allen Industrienationen), den Ursachen der Probleme in den unterentwickelten Ländern und den künftigen Erfordernissen in einer sich völlig wandelnden Welt auf die Spur zu kommen und den Bedürfnissen der Menschen adäquat zu begegnen. Hierzu bedürfte es eines völligen Umdenkens in philosophischer und psychologischer, sozial-, bildungs- und wirtschaftspolitischer Hinsicht. Wo Politiker und Machtinhaber hingegen auf Biegen und Brechen darauf versessen sind, ihre Privilegien und Pfründe zu wahren, alte Strukturen - wider besseres Wissen - ins nächste Jahrtausend hinüberzuretten und möglichst lange zu verteidigen suchen, statt sich sozial-verantwortlich für Aufklärung und Bildung, das Abschneiden “alter Zöpfe” und die Schaffung sinn- und zeitgerechter Sozial- und Wirtschaftsstrukturen einzusetzen, kämpfen die Protagonisten antiquierter Ungleichheitssysteme gegeneinander, und in diesem Strudel gehen diejenigen als erste unter, die in Wahrheit unserer Hilfe am nötigsten bedürften.

Absolut sicher (und durch noch so marktschreierische Polemik nicht zu verhindern) werden es die inter­nationalen Wirtschaftskonzerne sein, die unser Leben in Zukunft nach gänzlich anderen Kriterien und Maßstäben ablaufen lassen und organisieren werden. Entscheidend für den persönlichen Erfolg jedes Einzelnen, das Wohlergehen des Individuums, seiner Familie und aller darüber stehenden Formen der “societas humanis” wird aber vor allem das Maß an Wissen und Bildung sein, das sich der Einzelne künftig bereit ist, anzueignen und - lebenslang - zu vertiefen.

Das MAI wird - wie der EURO - allem Protestgeschrei zum Trotze Realität werden und der unverfro­renen Selbstherrlichkeit hoheitlicher Regional- und Landesfürsten ein Ende setzen.
Künftig werden Staaten nur noch als Wirtschaftszonen anzusehen sein - quasi als Regionalgemein­schaften -, während die Transglobal Players mittels (von ihnen) vereinbarter Kapitaltransfer-Abkom­men (mit dem Charakter einer internationalen Steuer) nach eigenen Gesetzen arbeiten.
Die zunehmenden Großfusionen der vergangenen zwei Jahre deuten bereits an, daß die mittleren und größeren Unternehmen entweder in den Großkonzernen aufgehen oder von diesen als kleine und mittel­ständische Unternehmen weiter unterhalten, gelenkt und zielsicher eingesetzt werden. Die KMU haben überhaupt nur eine Chance zu überleben, wenn sie sich hocheffizient und höchst flexibel mit einer einsatzbereiten und erstklassigen Mannschaft dem Wettbewerb stellen und eine hochspezialisierte Unternehmenspolitik in Nischen betreiben, die für die “Multis” uninteressant sind.
Wer hingegen immer noch nach Arbeitsschutzgesetzen, dem Staat als Garant für lebenslange Arbeits­plätze und eine ausreichende Versorgung im Krankheits-, Arbeitslosen- und Rentenstand ruft, Arbeits­zeitverkürzungen als Mittel zur Schaffung neuer Arbeitsplätze ansieht und das heute gültige Steuer­system als Möglichkeit der “Sozialisierung” der Guthaben der Wohlhabenden erachtet, hat wahrlich nicht begriffen, in welche Richtung der Zug längst rollt.

Wer des Lesens und Schreibens mächtig, noch nicht jenseits der 75 (und damit im gesicherten Renten­alter) und/oder wirtschaftlich noch nicht völlig unabhängig ist, täte gut daran, schleunigst umzudenken und zu verstehen, welchen kardinalen Veränderungen wir bereits innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre ins Auge sehen müssen. Wer all dies als mündiger Bürger verhindern will, muß jetzt handeln!
Antworten
Corypheana:

An den Grenzen des Wachstums

 
12.10.05 13:07
Das ökonomische Konzept der ungebremsten Produktivität kann nur mit militärischen Mitteln aufrechterhalten werden. Der Krieg um die knapper werdenden Ressourcen erweist sich dabei immer mehr als ein Krieg gegen die Zukunft der Menschheit
 
»Die Probleme, die es in der Welt gibt, können nicht durch dieselbe Denkweise gelöst werden, durch die sie erzeugt wurden.« (Albert Einstein)

Als Geowissenschaftler können und müssen wir der Gesellschaft Auskunft geben über die Verfügbarkeit und die Frage nach der Endlichkeit mineralischer und energetischer Reserven und Ressourcen, welche für unser Wirtschaften und Überleben von Bedeutung sind. Dabei dürfen aber nicht nur die Bedürfnisse des einen Fünftels der Menschheit, der heute noch reichen Industrieländer, berücksichtigt werden. Geowissenschaftler können bei aller Vorsicht, aber doch mit einiger Sicherheit beurteilen, wie es um die Menge und die Lebensdauer der Rohstoffe auf unserem Planeten steht. Auf Grund des immer noch postulierten exponentiellen Verbrauchswachstums steigt die Lebensdauer von Reserven eben nicht proportional zur Menge neu hinzugefundener Lagerstätten. Der durch Prospektion und Exploration, aber auch durch Preisverschiebungen und andere Faktoren kurzfristig gewonnene Neuzuwachs an Reserven wird durch das exponentielle Verbrauchswachstum und die wachsenden Begehrlichkeiten der Zivilisation rasch wieder eingeholt. Wir müssen uns darauf einstellen, daß die Geopotentiale in der Zukunft nicht mehr wie ein unerschöpfliches Füllhorn zur Verfügung stehen. Die wenigsten Rohstoffe haben eine statische Lebensdauer ohne Verbrauchszuwachs.


Exponentielles Wachstum

Wir müssen verstehen, was exponentielles Wachstum bedeutet, und begreifen, daß andauerndes Wachstum weder möglich noch nachhaltig ist. Ohne Wachstum kein Fortschritt und keine Arbeitsplätze, so tönt es ständig lautstark aus Politikermündern. Exponentielles Wachstum kann man berechnen, seine Konsequenzen entziehen sich aber offensichtlich der Vorstellungskraft. Beispiel: Kann man einen Papierbogen 40 mal falten? Falten wir ihn einmal, so liegt er doppelt. Beim zweiten Mal Falten liegt er vierfach, beim dritten Mal achtfach, beim vierten Mal 16fach usw. Beim 42. Mal Falten ist der Papierberg bereits 439 896 Kilometer dick, also bereits jenseits des Mondes.

Die »Zivilisationsmaschine« (s. Abb. S. 11), bestehend aus Produktion und Konsum, muß ständig mit erneuerbaren und nicht erneuerbaren Stoffen und mit Energieträgern aus der Natur versorgt werden. Zwangsläufig entstehen aber entsprechend dem Entropiegesetz aus der immer schneller rasenden Zivilisationsmaschine immer mehr Abfälle und Abfallwärme, also Materie und Energie in degradierter, kaum oder nicht mehr verwendbarer Form, die in die Natur »entsorgt« werden. Die Industriegesellschaften und ihre ökonomischen Strukturen verlangen aber nach wie vor materielles Wachstum, welches zwangsläufig eine gesteigerte Quantität des Ressourcenverbrauchs, aber auch des Abfalls nach sich zieht. Jeder weiß, daß ein Auto, das immer schneller laufen soll, natürlich auch mehr Treibstoff verbraucht und daß entsprechend am Ende auch mehr schädliche Abgase herauskommen. Dasselbe gilt auch für die gesamte Zivilisationsmaschine. Dies müssen wir als Naturwissenschaftler auch der Gesellschaft deutlicher machen, die materielles Wachstum haben möchte, weil es von Wirtschaft und Politik als Allheilmittel propagiert wird. Man kann den Kuchen aber nicht essen und gleichzeitig behalten wollen. Von dem Wachstumszwang, der im übrigen eng verbunden ist mit dem typisch männlichen Machbarkeitswahn, wird auch heute noch weder ökonomisch noch politisch Abstand genommen. Der renommierte US-amerikanische Geologe Preston Cloud hatte schon 1970 geschrieben: »Der Gedanke, daß Wachstum an sich gut sei, ist ein Trojanisches Pferd, aber mit den Vorrechten einer heiligen Kuh, und diese Vorrechte bedürfen einer kritischen Überprüfung.« Die Epoche der heiligen Kühe, des ständig weiter wachsenden Wohlstands, ist vorbei. Die Grenzen des Wachstums sind bereits erreicht. Die Verknappung der Ressourcen, auf denen unsere kapitalistische Welt ihr Wachstum aufbaut, ist absehbar dramatisch.


Bankräubermentalität

Die Frage der Versorgung mit Ressourcen wird immer noch eingeengt auf die angeblich ständig wachsende Bedarfsdeckung. Nach den Gründen für die Notwendigkeit der Bedarfszunahme, nach ihrer Berechtigung und ihrem Sinn sowie nach den natürlichen Grenzen des Wachstums wird nicht gefragt. Es wird von Politik und Wirtschaft, aber auch von der Öffentlichkeit viel zu wenig beachtet oder schlicht negiert, daß diese Erde und ihre Ressourcen nicht ergiebig genug sind, um das Wachstumsmodell der reichen Industrieländer so wie bisher fortzuschreiben oder gar auf die gesamte Menschheit auszudehnen. Das anachronistische Modell der Wachstums- und Wohlstandsgesellschaft ist schon aus naturwissenschaftlichen Gründen nicht exportfähig, ja, nicht einmal für uns Reiche fortschreibbar.

Die Bedenkenlosigkeit, mit der besonders wir in den Industrieländern heute noch immer mit den Gütern der Erde umgehen und sie uns aneignen, ist angesichts der Folgelasten für die kommenden Generationen und die sogenannte dritte Welt nur als verantwortungslos zu bezeichnen. Der Physiker Hans-Peter Dürr spricht im Hinblick auf die Ausbeutung der Naturressourcen völlig berechtigt und sehr anschaulich von der »Bankräubermentalität« unseres Wirtschaftens.

Das ökonomische Konzept der ungebremsten Produktivität, unweigerlich gekoppelt mit Umwelt- und Ressourcenverbrauch, trägt die Logik des Mißlingens in sich. »Die fast zwanghafte alleinige Konzentration auf die Entwicklung der Aktienkurse führt zu einem völlig verkürzten Wohlstandsbegriff. Ökologische und soziale Kosten werden auf die Entwicklungsländer und spätere Generationen abgewälzt, sie tauchen in den Bilanzen einfach nicht auf. Aber es gibt sie. An der Lösung dieser Frage hängt nicht nur die Umweltlage auf dem Globus, sondern auch der Weltfrieden.« (Klaus Töpfer, Executive Director des UNEP)

Wenn wir in den Industrieländern fortfahren mit dem schlechten Beispiel ungebremsten materiellen Wachstums und Ressourcenverbrauchs, wenn wir so weiter wirtschaften wie bisher, werden die Folgelasten steigen, und dies wird zwangsläufig zu immer verschärfteren Verteilungskämpfen, zu immer mehr nationalistischer und fundamentalistischer Gewalt in den Auseinandersetzungen und damit absehbar auch zu immer mehr Kriegen um Rohstoffe in aller Welt führen, wie es uns ja z. B. bereits im Irak, in Somalia und in Tschetschenien vorgeführt wurde und wird (in allen Fällen ging und geht es dabei ja nicht zuletzt um Ölressourcen).

Wenn wir Reichen in unserer Wachstumsideologie so weiterleben wie heute, dann sind z. B. die fossilen Brennstoffe Erdöl und Erdgas noch in diesem Jahrhundert verbraucht und viele andere Rohstoffe ebenfalls. Beim Erdöl z. B. ist der sogenannte Depletion Mid Point gegen 2010 erreicht, der Punkt also, ab dem die Förderung zurückgeht und dann zwar noch Öl da ist, aber nur noch für diejenigen, die hohe Preise zahlen können.


Kriegsökonomie

Die Ressourcen, die von der Wachstumsökonomie gebraucht werden, sind aus geologischen Gründen ungleich verteilt in den Ländern dieser Erde. Darin liegt ein erhebliches kriegerisches Konfliktpotential, deutlich zu sehen an der geographischen sogenannten strategischen Ellipse der größten Erdölreserven, innerhalb derer Länder wie der Irak, der Iran, Saudi-Arabien, Tschetschenien etc. liegen. Sollen wir Reichen uns diese Ressourcen mit militärischer Gewalt aneignen? Die einzige friedliche Konsequenz in bezug auf die Energiefragen muß lauten: Ohne radikalen Umstieg auf die ganze Fülle und Breite von erneuerbaren Energien wird sich eine ökonomische und kriegerische Katastrophe nicht vermeiden lassen.

Täglich sterben weltweit 30000 Kinder an Hunger. Dürfen wir das ungerührt und widerspruchslos hinnehmen? Ganz zu schweigen von den Hunderttausenden, die in lokalen Kriegen und Bürgerkriegen niedergemetzelt werden, u. a. auch mit den von uns produzierten und zu unserem Profit verkauften Waffen. In diesen Kriegen sind zur Zeit etwa 300000 bewaffnete Kindersoldaten zwischen acht und siebzehn Jahren in mehr als 30 Ländern an Kriegen beteiligt. »Noch niemals hat mich auf der Straße jemand aufgefordert, für Kernwaffen (oder Weltraumwaffen) Geld zu spenden. Offenbar deshalb, weil die Regierungen für Waffen stets genug Geld zur Verfügung haben.« (Sir Peter Ustinov)

Jede Minute stirbt ein Mensch an den Folgen einer Gewehrkugel, einer Handgranate oder einer Landmine. In der gleichen Minute, in der ein Mensch durch bewaffnete Gewalt stirbt, werden 15 neue Waffen hergestellt, um anschließend verkauft zu werden. »Die Verbreitung von Kleinwaffen ist nicht nur ein Sicherheits-, sondern auch ein Menschenrechts- und Entwicklungsproblem. Die Verbreitung von Kleinwaffen trägt zur Fortsetzung und Verschärfung von bewaffneten Konflikten bei. Sie gefährdet Blauhelmsoldaten und Nothelfer. Sie unterminiert die Achtung des Völkerrechts. Sie bedroht demokratisch gewählte Regierungen und stärkt Terroristen ebenso wie die organisierte Kriminalität.« (Kofi Annan, UN-Generalsekretär, im »Millenium Report«)


Milliarden für die Rüstung

Täglich werden laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI weltweit 2,3 Milliarden Euro für die Rüstung ausgegeben (43 Prozent davon von den USA). Das Weltkinderhilfswerk UNICEF hat zur gleichen Zeit nur 1,4 Millionen zur Verfügung. Die Menschheit hat also 1600mal mehr Geld für Waffen übrig als für die kranken, frierenden, verhungernden und durch Waffen und Minen verstümmelten Kinder dieser Erde. »Die Rüstungsindustrie ist in der Tat eine der größten Gefährdungen der Menschheit«, sagte schon Albert Einstein.

Das Militär verbraucht enorme finanzielle und materielle Ressourcen, um deren Nachschub wieder und wieder Konflikte ausbrechen. Das Konfliktpotential wächst, denn Ressourcen sind nicht nur Bestandteil internationaler Wirtschaftsdiplomatie, sondern eben auch immer wieder Auslöser militärischer Konflikte. Der Begriff Sicherheit muß neu definiert werden. Die wirklichen Bedrohungen gehen nicht mehr nur von fremden Armeen aus. Bedroht werden die Ökonomien der Staaten von der Zerstörung der ökologischen Kreisläufe, von Klimakatastrophen und Ressourcenmangel auf dem gesamten Globus. Es gibt keine nationale Sicherheit mehr ohne globale. Wir haben die ganze Welt umfassende Probleme, auf die wir nur gemeinsam antworten können und müssen. Sogar die NATO hatte bereits 1969 erkannt, daß die weltumspannende ökologische Krise sich letzten Endes als genauso ernst erweisen kann wie die Frage nach Krieg und Frieden. Ein neues System internationaler ökologischer Sicherheit ist nicht denkbar ohne weltweite Abrüstung und ohne Klarheit über die weltweite ökologische Bedrohung.

Angesichts der laufenden und geplanten Milliardenausgaben für bemannte Weltraumfahrt, der Suche nach außerirdischem Leben, neuer Waffensysteme wie dem Eurofighter, die drohende Beteiligung an »SDI light« (NMD), neuer Atomwaffen und vielem anderen mehr sowie dem weiteren Aufbau militärischer Spezialkräfte muß man sich fragen: Sollen künftig schnelle Eingreiftruppen und neue Rüstungsprojekte Friedens- und Konfliktforschung ersetzen und sollen die Rohstoffe für die steigenden Bedürfnisse der Industrieländer künftig mit militärischer Gewalt angeeignet werden? Dürfen wir es widerspruchslos hinnehmen, wenn entsprechend den deutschen Verteidigungspolitischen Richtlinien vom November 1992 ganz unverhohlen ins Auge gefaßt wird, Out-of-area-Einsätze der Bundeswehr zu planen und zuzulassen, »zur Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt«? Solche Töne hatte man doch seit Wilhelm II. nicht mehr in dieser brutalen Offenheit gehört.

Ist es nicht empörend und geradezu zynisch, ja menschenverachtend, wenn angesichts der Lage der Welt kostspielige Weltraumprojekte wie das »LIFE-Projekt« für eine künftige europäische bemannte Raumstation auf dem Mond mit den Worten begründet werden: »Wir können nicht einfach zusehen, wenn andere Länder zum Mond fliegen«, denn: »Der Mond ist die zentrale Aufgabe des nächsten Jahrzehnts«. Das Argument lautet, es sei wichtig die reduzierte Schwerkraft auf dem Mond zu untersuchen. Ich denke, Ernst Bloch hatte recht mit seinem Satz: »Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerspruchslos hinnehmen«.


Kooperation statt Dominanz

Wir verschwenden die Güter der Erde, also die Lebensgrundlagen und das Erbe der kommenden Generatione, als wären sie unbegrenzt vorhanden und verfügbar. Und wir vergiften und degradieren unsere Lebensgrundlagen langsam aber sicher, trotz aller begonnenen Umweltschutzanstrengungen. Wir untergraben damit in steigendem Maß die Möglichkeiten für Nachhaltigkeit. Spielen diese Erkenntnisse in der Wissenschaft, in der Lehre, in der Wirtschaft und in der Politik eine gebührende Rolle?

Nur wenn wir mit der Verschwendung der Naturgüter aufhören und wenn wir z. B. die Lebensdauer von Produkten verlängern, wenn wir ihre Recyclingfähigkeit und ihre Reparaturfreundlichkeit erhöhen, wenn wir die Vielzahl an regenerativen Energiequellen massiv fördern (was übrigens alles sehr viele sinnvolle Arbeitsplätze schafft) und wenn wir in allen Lebensbereichen weniger anspruchsvoll und sparsamer umgehen mit Energie und Rohstoffen, nur dann kann eine Nation für sich in Anspruch nehmen, auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung und damit auch für andere Länder nachahmenswertes und attraktives Vorbild zu sein – im Sinne der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen.

Es spielt eine wichtige Rolle für die Erhaltung einer friedlichen Welt, wie weit wir in den reichen Industrienationen bereit sind, von unserer ausbeuterischen und ausschließlich wachstumsorientierten Selbstbedienungsmentalität abzugehen und im Sinne einer neuen und friedlichen Weltwirtschaftsordnung z. B. gerechte – und damit höhere – Preise zu zahlen für Agrarprodukte und Rohstoffe, die wir ja zum größten Teil aus ärmeren Ländern beziehen.

Dürfen, können wir ungerührt bleiben, wenn wir sehen, welche Mengen an wertvollen Rohstoffen immer weiter in der Herstellung von Waffen verschwendet werden bzw., wenn mit diesen Waffen, die mehr oder weniger hemmungslos direkt oder indirekt überallhin exportiert werden, die Kriege von morgen, auch die Kriege um Rohstoffe vorbereitet werden? Der Geologe Prof. Preston Cloud schrieb bereits 1977: »In fact the world cannot have guns and butter too«.

Der Schriftsteller Erich Fried hat schon früh den Zustand der Welt in seinem Gedicht »Status quo« beschrieben: »Wer will, daß die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, daß sie bleibt«. Wir alle, Ökonomen, Politiker, aber auch jeder einzelne müssen umdenken und mehr Bescheidenheit, Friedfertigkeit und Fürsorglichkeit im Umgang mit unserer verletzlichen Geobiosphäre üben. Von ihr und ihrer Gesundheit hängt unser aller Überleben ab. Krieg, und schon gar nicht Krieg um die letzten Ressourcen, kann und darf kein Mittel der Politik mehr sein.

Vollständige Abrüstung aller nuklearen, chemischen und biologischen Massenvernichtungswaffen und Reduzierung der konventionellen Waffen sowie Verbot des Waffenhandels sind sowohl aus ethischen als auch aus ökonomischen Gründen dringend geboten.

Als Zusammenfassung seiner Erkenntnisse formulierte mein verstorbener Kollege, der Geologe Henno Martin, in seinem Buch »Menschheit auf dem Prüfstand – Einsichten aus 4,5 Milliarden Jahren Erd-, Lebens- und Menschheitsgeschichte«: »Nur durch Vielfalt und Toleranz, nicht durch einseitige Beharrung, nur durch Kooperation, nicht durch Dominanz, ist die Chance zur Höherentwicklung und damit zum Überleben der Menschheit gegeben«.

* Prof. Dr. Jürgen Schneider arbeitet am Geowissenschaftlichen Zentrum der Georg-August-Universität Göttingen (Abteilung Sedimentologie/Umweltgeologie)



Im Rahmen des Einsteinjahres 2005 findet vom 14. bis 16.10. in der Berliner Urania ein internationaler Kongreß zum Thema »Einstein weiterdenken. Wissenschaft – Verantwortung – Frieden« statt (www.einstein-weiterdenken.de). Für weitere Informationen: Tel. 030/22667209 oder E-Mail an info\@einstein-weiterdenken.de
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bammie:

Arbeiter sind die Verlierer der Globalisierung

 
16.10.05 10:44
In seinem neuen Buch zeigt Ökonom Hans-Werner Sinn die Folgen der Globalisierung für Deutschland. Zweiter und letzter Teil des exklusiven Vorabdrucks

von Hans-Werner Sinn

Deutschland befindet sich inmitten eines Umstellungsprozesses, dessen Ergebnisse derzeit erst zu erahnen sind und der noch lange nicht zu Ende ist. Drei wesentliche Entwicklungstendenzen sind gedanklich zu unterscheiden, um das Geschehen einzuordnen.

Erstens erhöhen die Unternehmen die Kapitalintensität ihrer Produktion und damit die Produktion pro Arbeiter, indem sie die Automatisierung und Rationalisierung weiter vorantreiben.

Zweitens spezialisiert sich die Wirtschaft unter dem Druck der internationalen Niedriglohnkonkurrenz auf die sach- und humankapitalintensiven Sektoren der Wirtschaft. Dort steht nicht die einfache menschliche Arbeit im Vordergrund, die bei uns viel teurer ist als anderswo, sondern es sind Leistungen gefordert, die andere Länder nicht oder noch nicht erbringen können.

Drittens spezialisieren sich die Industrieunternehmen auf die kundennahen Endstufen ihrer Fertigung und verlagern die kundenferneren, also innerhalb der Entstehung "stromaufwärts" gelegenen Produktionsstufen, bei denen relativ viel einfache Arbeit eingesetzt werden muß, ins Ausland. Dies ist eine neuere Entwicklung, die seit etwa Mitte der neunziger Jahre zu beobachten ist und erhebliche Ausmaße angenommen hat.

Diese Entwicklung habe ich als Weg in die Basar-Ökonomie karikiert, weil sie eine schleichende Aushöhlung der in den produzierten Gütern enthaltenen Wertschöpfung bedeutet. Im Endeffekt schrauben die Firmen die in Niedriglohnländern vorfabrizierten Teile in Deutschland nur noch zusammen, kleben ein "made in Germany"-Schild auf die fertige Ware und verkaufen sie dann über den deutschen Tresen weiter in die Welt.

Der Basar-Effekt kommt durch das sogenannte Outsourcing und Offshoring zustande. Outsourcing ist der Ersatz eigener Vorproduktion durch den Kauf von Vorprodukten bei Zulieferern, die zumeist im Ausland produzieren. Offshoring ist der Ersatz inländischer Vorproduktion durch eigene Niederlassungen, die das Unternehmen auf dem Wege der Direktinvestition im Ausland errichtet.

Ein mittlerweile wohl bekanntes Beispiel für den Basar-Effekt ist der Porsche Cayenne, ein Wagen aus der Kategorie der SUVs (Sports Utility Vehicles), die in Amerika soviel Anklang finden. Der Wagen wird scheinbar in Leipzig gefertigt, wohin die Fertigung mit Riesenzuschüssen in Form verbilligt überlassener Grundstücke gelockt wurde. Doch in Wahrheit werden dort nur die Teile zusammengeschraubt. Der Antriebsstrang kommt aus Stuttgart-Zuffenhausen, und die massige Karosserie kommt fast fix und fertig vom VW-Werk in Bratislava.

Die Kunden aus aller Welt, die bei Porsche kaufen, haben das Gefühl, ein deutsches Auto zu erwerben, doch in Wahrheit sitzen sie einem Etikettenschwindel auf. Beim Cayenne werden sogar die Außenhandelsstatistiken verzerrt. Wenn er nämlich nach Amerika exportiert wird, steht er zu 100 Prozent in der deutschen Exportstatistik, obwohl wahrscheinlich nur der kleinere Teil der Wertschöpfung in Form von Gewinnen, Löhnen, anderen Einkommen und Deckungsbeiträgen für Abschreibungen in Deutschland anfällt.

Der Basar-Effekt kennzeichnet die Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland mindestens seit Mitte der neunziger Jahre und wirkt hierzulande stärker als anderswo. Die Fertigungstiefe des verarbeitenden Gewerbes hat sich speziell in Deutschland mit geradezu atemberaubendem Tempo verringert. Die Fakten liegen klar auf dem Tisch. Die Frage ist nur, ob diese Entwicklung gut oder schlecht ist. Wie ist das Phänomen zu bewerten? Wie kommt Deutschland mit der neuen Welle der Globalisierung, die seit der Beteiligung der exkommunistischen Länder zu beobachten ist, zurecht? Gelingt es uns, unsere bisherigen Handelsgewinne, denen wir den Wiederaufstieg nach dem Zweiten Weltkrieg verdanken, weiter zu steigern, oder gehen wir diesmal bei der Verteilung der Handelsgewinne leer aus?

Die Antwort ist schon deshalb nicht einfach, weil sich betriebs- und volkswirtschaftliche Sichtweisen nicht entsprechen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist die Bewertung einfach. Da die Firmen ihre Produktion freiwillig ins Ausland verlagern, müssen sie ihre Gewinne dadurch ja wohl steigern können. Wäre das nicht der Fall, würden sie die Verlagerung nicht vornehmen. Die Aktionäre freuen sich darüber, daß die teuren deutschen Arbeiter durch ausländische Niedriglöhner ausgetauscht werden, und der Dax feiert stets wieder neue Rekorde. Dieses Argument ist so schrecklich richtig, daß es schon wieder trivial ist.

Aus volkswirtschaftlicher Sicht gibt es nichts her, denn daß eine Gruppe der Gesellschaft ihr Einkommen steigern kann, besagt nicht, daß Deutschland insgesamt profitiert.

Man kann die deutschen Arbeitnehmer als mögliche Verlierer des Prozesses nicht gedanklich ausblenden. Daß die Arbeitnehmer Verlierer sein könnten, wird freilich bestritten. So ist zu hören, daß Outsourcing und Offshoring für die deutschen Arbeitnehmer gut seien, weil es für sie neue Arbeitsplätze schaffe. Deutsche Arbeitnehmer und ausländische Arbeitnehmer in den Niederlassungen seien Komplemente, also Partner, die sich gegenseitig brauchen. Je mehr Beschäftigung im Osten geschaffen werde, desto höher sei die Beschäftigung im Westen. Von einer Verlagerung von Arbeitslätzen nach Osteuropa könne insofern nicht die Rede sein. Das ist zu schön, um wahr zu sein. Wie eine Ifo-Studie auf der Basis des Mikrodatensatzes über Direktinvestitionen bei der Deutschen Bundesbank gezeigt hat, gibt es für einen solchen Optimismus leider keine Veranlassung. Deutsche und ausländische Arbeitnehmer sind keine Komplemente, sondern Substitute und daher unmittelbare Lohnkonkurrenten. Ausländische Arbeitnehmer ersetzen deutsche Arbeitnehmer eher, als daß sie sie ergänzen.

Die Arbeitslosigkeit nimmt zu, weil die Industriebasare wegen ihrer hohen Kapitalintensität die in den anderen Sektoren freigesetzten Arbeitskräfte nicht beschäftigen können, und das Exportvolumen wird gewaltig aufgebläht, was viele ins Staunen versetzt. Die Wertschöpfung im Export entwickelt sich zu schnell, und weil die Fertigungstiefe zu schnell sinkt, steigt auch die Exportmenge pro Einheit Wertschöpfung zu schnell. Der Motor wird mit Vollgas gefahren, und dann wird auch noch der höchste Gang eingelegt. Das macht zwar Tempo 250, aber gesund ist diese Fahrweise nicht, so laut auch immer die Beifallsbekundungen einiger draufgängerischer Passagiere ausfallen.

Die These, Deutschland profitiere von der Globalisierung, weil seine exportinduzierte Wertschöpfung besonders schnell steigt, ist ökonomisch sinnlos. Diese These entspringt einer allzu primitiven Sicht des marktwirtschaftlichen Geschehens, die keynesianische Nachfrageeffekte unbesehen von der kurzen auf die lange Frist überträgt. Gerade weil starre Löhne die arbeitsintensiven Sektoren zu stark zurückdrängen und Kapital und Arbeit in die kapitalintensiven Sektoren vertreiben, wächst die exportinduzierte Wertschöpfung besonders stark, während gleichzeitig Arbeitslosigkeit und Wohlfahrtsverluste entstehen. Arbeitslosigkeit, wachsende Wertschöpfung im Außenhandel, Basar-Effekt und Exportrekorde sind die gemeinsamen Kennzeichen einer pathologischen Reaktion auf die Kräfte der Globalisierung, die durch die Starrheit der Löhne hervorgerufen wird.

Es ist schwierig zu beantworten, ob Deutschland von der Globalisierung im allgemeinen und vom Basar-Effekt im besonderen profitiert. Sicherlich profitieren Deutschlands Exportfirmen und die Firmen des verarbeitenden Gewerbes vom Basar-Effekt. Ihre Wettbewerbsfähigkeit wird gestärkt. Doch zugleich ist die Wettbewerbsfähigkeit der teuren deutschen Arbeiter gefährdet. Sie ist genau deshalb gefährdet, weil die Firmen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Outsourcing und Offshoring in die Niedriglohngebiete erhalten können, was ihnen eine Mischkalkulation bei den Lohnkosten erlaubt.

Der Basar-Effekt ist nicht grundsätzlich schlecht für Deutschland, im Gegenteil: Das Land hat die Möglichkeit, durch den Wandel zur Handelsdrehscheibe zwischen Ost und West die Basis für ein neues Wirtschaftswachstum zu legen. (...) Auch mit Basar-Tätigkeiten läßt sich gutes Geld verdienen. Die Ingenieure, die Kaufleute, die Designer, die Vertreter, die Marketing-Fachleute, die für die Zuarbeit zu den Basaren gebraucht werden, üben hochwertige, gut bezahlte Tätigkeiten aus.

Aber man darf es nicht übertreiben. Wenn uns die Industriebeschäftigung schneller wegbricht, als wir anderswo Ersatz schaffen können, haben wir ein ernsthaftes Problem. Damit das nicht geschieht, müssen die deutschen Arbeitsmärkte in puncto Lohn und Art der Arbeit hinreichend flexibel sein, um trotz eines umfangreichen Wandels in der Sektorstruktur zur Vollbeschäftigung zurückkehren zu können.

Die Arbeiter sind die Verlierer der Globalisierung. Das ist schlimm genug. Daß es den Unternehmern und den "Studierten" statt dessen besser geht, ist ihnen kein Trost, ganz im Gegenteil. Wenn wir runtermüssen, dann alle, lautet die geheime Devise der Nation. Die schweigende Zustimmung, die diese Forderung genießt, macht eine weitere Steigerung der Handelsgewinne für Deutschland unwahrscheinlicher. Wachstumsschwäche und Massenarbeitslosigkeit sind vorprogrammiert.

Artikel erschienen am 16. Oktober 2005
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Corypheana:

Renditen, Renten, Immobilien, VPI

 
16.10.05 22:22
Deutschland lockt mit hohen Renditen
      www.welt.de/data/2005/10/12/787489.html

Betriebspension als Konzern-Killer
      www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=e&ressort=eo&id=512256

Immobilien Blase Spielgeld-Trick
      f17.parsimony.net/forum30434/messages/335621.htm

VPI
      www.rbi-aktuell.de/cms/...?client=1&lang=1&idcat=17&idart=2137
      www.ftd.de/pw/de/25858.html
      www.ihk-bonn.de/standortpolitik/standortpolitik_280.php
Antworten
Corypheana:

Rentenkasse

 
19.10.05 11:11
Rentenkasse
       www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/...-Schwankungsreserve.html

"Das Rentensystem an sich läuft schnellen Schrittes der Illiquidität entgegen. Da dies nicht passieren "darf", wird entweder der Bund noch mehr als er es sowieso schon tut einspringen müssen (was letzlich gleichzusetzen ist mit Steuererhöhungen, welcher Art und Weise auch immer), es wird den Rentnern heftigst an den Kragen gehen, oder die Neuverschuldung steigt ins Unermessliche (was wiederum zwangsweise Steuererhöhungen bedingt), oder -am wahrscheinlichsten- alles zugleich. Alles in allem ist es eher möglich am Strand von Mallorca ein Sandkorn zu finden, das wie Elvis aussieht, als daß das Rentensystem noch zu retten wäre. Dafür dürfen wir aber weiter kräftig abdrücken....  Der Staatabankrott rückt meiner Meinung nach immer näher. Wobei der Zeitfaktor völlig unklar ist. Weiter will ich mich hier nicht darüber auslassen, denn: "Die Rendde iss sischa !!""

Lebensversicherer
       www.manager-magazin.de/geld/geldanlage/0,2828,380188,00.html


Niedergang der EU - neue Dimensionen einer Krise 2177786static.flickr.com/28/48946109_8f0ece8408_o.jpg" style="max-width:560px" >
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Corypheana:

An den Grenzen des Wachstums

 
20.10.05 13:45
An den Grenzen des Wachstums

Das ökonomische Konzept der ungebremsten Produktivität kann nur mit militärischen Mitteln aufrechterhalten werden. Der Krieg um die knapper werdenden Ressourcen erweist sich dabei immer mehr als ein Krieg gegen die Zukunft der Menschheit.
Von Jürgen Schneider

“Die Probleme, die es in der Welt gibt, können nicht durch dieselbe
Denkweise gelöst werden, durch die sie erzeugt wurden.”
(Albert Einstein)

——-
Als Geowissenschaftler können und müssen wir der Gesellschaft Auskunft geben über die Verfügbarkeit und die Frage nach der Endlichkeit mineralischer und energetischer Reserven und Ressourcen, welche für unser Wirtschaften und Überleben von Bedeutung sind. Dabei dürfen aber nicht nur die Bedürfnisse des einen Fünftels der Menschheit, der heute noch reichen Industrieländer, berücksichtigt werden. Geowissenschaftler können bei aller Vorsicht, aber doch mit einiger Sicherheit beurteilen, wie es um die Menge und die Lebensdauer der Rohstoffe auf unserem Planeten steht. Auf Grund des immer noch postulierten exponentiellen Verbrauchswachstums steigt die Lebensdauer von Reserven eben nicht proportional zur Menge neu hinzugefundener Lagerstätten. Der durch Prospektion und Exploration, aber auch durch Preisverschiebungen und andere Faktoren kurzfristig gewonnene Neuzuwachs an Reserven wird durch das exponentielle Verbrauchswachstum und die wachsenden Begehrlichkeiten der Zivilisation rasch wieder eingeholt. Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Geopotentiale in der Zukunft nicht mehr wie ein unerschöpfliches Füllhorn zur Verfügung stehen. Die wenigsten Rohstoffe haben eine statische Lebensdauer ohne Verbrauchszuwachs.

Exponentielles Wachstum

Wir müssen verstehen, was exponentielles Wachstum bedeutet, und begreifen, dass andauerndes Wachstum weder möglich noch nachhaltig ist. Ohne Wachstum kein Fortschritt und keine Arbeitsplätze, so tönt es ständig lautstark aus Politikermündern. Exponentielles Wachstum kann man berechnen, seine Konsequenzen entziehen sich aber offensichtlich der Vorstellungskraft. Beispiel: Kann man einen Papierbogen 40 Mal falten? Falten wir ihn einmal, so liegt er doppelt. Beim zweiten Mal Falten liegt er vierfach, beim dritten Mal achtfach, beim vierten Mal 16fach usw. Beim 42. Mal Falten ist der Papierberg bereits 439.896 Kilometer dick, also bereits jenseits des Mondes.

Die “Zivilisationsmaschine”, bestehend aus Produktion und Konsum, muss ständig mit erneuerbaren und nicht erneuerbaren Stoffen und mit Energieträgern aus der Natur versorgt werden. Zwangsläufig entstehen aber entsprechend dem Entropiegesetz aus der immer schneller rasenden Zivilisationsmaschine immer mehr Abfälle und Abfallwärme, also Materie und Energie in degradierter, kaum oder nicht mehr verwendbarer Form, die in die Natur “entsorgt” werden. Die Industriegesellschaften und ihre ökonomischen Strukturen verlangen aber nach wie vor materielles Wachstum, welches zwangsläufig eine gesteigerte Quantität des Ressourcenverbrauchs, aber auch des Abfalls nach sich zieht. Jeder weiß, dass ein Auto, das immer schneller laufen soll, natürlich auch mehr Treibstoff verbraucht und dass entsprechend am Ende auch mehr schädliche Abgase herauskommen. Dasselbe gilt auch für die gesamte Zivilisationsmaschine. Dies müssen wir als Naturwissenschaftler auch der Gesellschaft deutlicher machen, die materielles Wachstum haben möchte, weil es von Wirtschaft und Politik als Allheilmittel propagiert wird. Man kann den Kuchen aber nicht essen und gleichzeitig behalten wollen. Von dem Wachstumszwang, der im Übrigen eng verbunden ist mit dem typisch männlichen Machbarkeitswahn, wird auch heute noch weder ökonomisch noch politisch Abstand genommen. Der renommierte US-amerikanische Geologe Preston Cloud hatte schon 1970 geschrieben: “Der Gedanke, dass Wachstum an sich gut sei, ist ein Trojanisches Pferd, aber mit den Vorrechten einer heiligen Kuh, und diese Vorrechte bedürfen einer kritischen Überprüfung.” Die Epoche der heiligen Kühe, des ständig weiter wachsenden Wohlstands, ist vorbei. Die Grenzen des Wachstums sind bereits erreicht. Die Verknappung der Ressourcen, auf denen unsere kapitalistische Welt ihr Wachstum aufbaut, ist absehbar dramatisch.

Bankräubermentalität
Die Frage der Versorgung mit Ressourcen wird immer noch eingeengt auf die angeblich ständig wachsende Bedarfsdeckung. Nach den Gründen für die Notwendigkeit der Bedarfszunahme, nach ihrer Berechtigung und ihrem Sinn sowie nach den natürlichen Grenzen des Wachstums wird nicht gefragt. Es wird von Politik und Wirtschaft, aber auch von der Öffentlichkeit viel zu wenig beachtet oder schlicht negiert, dass diese Erde und ihre Ressourcen nicht ergiebig genug sind, um das Wachstumsmodell der reichen Industrieländer so wie bisher fortzuschreiben oder gar auf die gesamte Menschheit auszudehnen. Das anachronistische Modell der Wachstums- und Wohlstandsgesellschaft ist schon aus naturwissenschaftlichen Gründen nicht exportfähig, ja, nicht einmal für uns Reiche fortschreibbar.

Die Bedenkenlosigkeit, mit der besonders wir in den Industrieländern heute noch immer mit den Gütern der Erde umgehen und sie uns aneignen, ist angesichts der Folgelasten für die kommenden Generationen und die sogenannte Dritte Welt nur als verantwortungslos zu bezeichnen. Der Physiker Hans-Peter Dürr spricht im Hinblick auf die Ausbeutung der Naturressourcen völlig berechtigt und sehr anschaulich von der “Bankräubermentalität” unseres Wirtschaftens.

Das ökonomische Konzept der ungebremsten Produktivität, unweigerlich gekoppelt mit Umwelt- und Ressourcenverbrauch, trägt die Logik des Misslingens in sich. “Die fast zwanghafte alleinige Konzentration auf die Entwicklung der Aktienkurse führt zu einem völlig verkürzten Wohlstandsbegriff. Ökologische und soziale Kosten werden auf die Entwicklungsländer und spätere Generationen abgewälzt, sie tauchen in den Bilanzen einfach nicht auf. Aber es gibt sie. An der Lösung dieser Frage hängt nicht nur die Umweltlage auf dem Globus, sondern auch der Weltfrieden.” (Klaus Töpfer, Executive Director des UNEP)

Wenn wir in den Industrieländern fortfahren mit dem schlechten Beispiel ungebremsten materiellen Wachstums und Ressourcenverbrauchs, wenn wir so weiter wirtschaften wie bisher, werden die Folgelasten steigen, und dies wird zwangsläufig zu immer verschärfteren Verteilungskämpfen, zu immer mehr nationalistischer und fundamentalistischer Gewalt in den Auseinandersetzungen und damit absehbar auch zu immer mehr Kriegen um Rohstoffe in aller Welt führen, wie es uns ja z. B. bereits im Irak, in Somalia und in Tschetschenien vorgeführt wurde und wird (in allen Fällen ging und geht es dabei ja nicht zuletzt um Ölressourcen).

Wenn wir Reichen in unserer Wachstumsideologie so weiterleben wie heute, dann sind z. B. die fossilen Brennstoffe Erdöl und Erdgas noch in diesem Jahrhundert verbraucht und viele andere Rohstoffe ebenfalls. Beim Erdöl z. B. ist der sogenannte Depletion Mid Point gegen 2010 erreicht, der Punkt also, ab dem die Förderung zurückgeht und dann zwar noch Öl da ist, aber nur noch für diejenigen, die hohe Preise zahlen können.

Kriegsökonomie
Die Ressourcen, die von der Wachstumsökonomie gebraucht werden, sind aus geologischen Gründen ungleich verteilt in den Ländern dieser Erde. Darin liegt ein erhebliches kriegerisches Konfliktpotential, deutlich zu sehen an der geographischen sogenannten strategischen Ellipse der größten Erdölreserven, innerhalb derer Länder wie der Irak, der Iran, Saudi-Arabien, Tschetschenien etc. liegen. Sollen wir Reichen uns diese Ressourcen mit militärischer Gewalt aneignen? Die einzige friedliche Konsequenz in Bezug auf die Energiefragen muss lauten: Ohne radikalen Umstieg auf die ganze Fülle und Breite von erneuerbaren Energien wird sich eine ökonomische und kriegerische Katastrophe nicht vermeiden lassen.

Täglich sterben weltweit 30.000 Kinder an Hunger. Dürfen wir das ungerührt und widerspruchslos hinnehmen? Ganz zu schweigen von den Hunderttausenden, die in lokalen Kriegen und Bürgerkriegen niedergemetzelt werden, u. a. auch mit den von uns produzierten und zu unserem Profit verkauften Waffen. In diesen Kriegen sind zur Zeit etwa 300.000 bewaffnete Kindersoldaten zwischen acht und siebzehn Jahren in mehr als 30 Ländern an Kriegen beteiligt. “Noch niemals hat mich auf der Straße jemand aufgefordert, für Kernwaffen (oder Weltraumwaffen) Geld zu spenden. Offenbar deshalb, weil die Regierungen für Waffen stets genug Geld zur Verfügung haben.” (Sir Peter Ustinov)

Jede Minute stirbt ein Mensch an den Folgen einer Gewehrkugel, einer Handgranate oder einer Landmine. In der gleichen Minute, in der ein Mensch durch bewaffnete Gewalt stirbt, werden 15 neue Waffen hergestellt, um anschließend verkauft zu werden. “Die Verbreitung von Kleinwaffen ist nicht nur ein Sicherheits-, sondern auch ein Menschenrechts- und Entwicklungsproblem. Die Verbreitung von Kleinwaffen trägt zur Fortsetzung und Verschärfung von bewaffneten Konflikten bei. Sie gefährdet Blauhelmsoldaten und Nothelfer. Sie unterminiert die Achtung des Völkerrechts. Sie bedroht demokratisch gewählte Regierungen und stärkt Terroristen ebenso wie die organisierte Kriminalität.” (Kofi Annan, UN-Generalsekretär, im “Millenium Report”)

Milliarden für die Rüstung
Täglich werden laut dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI weltweit 2,3 Milliarden Euro für die Rüstung ausgegeben (43 Prozent davon von den USA). Das Weltkinderhilfswerk UNICEF hat zur gleichen Zeit nur 1,4 Millionen zur Verfügung. Die Menschheit hat also 1.600mal mehr Geld für Waffen übrig als für die kranken, frierenden, verhungernden und durch Waffen und Minen verstümmelten Kinder dieser Erde. “Die Rüstungsindustrie ist in der Tat eine der größten Gefährdungen der Menschheit”, sagte schon Albert Einstein.

Das Militär verbraucht enorme finanzielle und materielle Ressourcen, um deren Nachschub wieder und wieder Konflikte ausbrechen. Das Konfliktpotential wächst, denn Ressourcen sind nicht nur Bestandteil internationaler Wirtschaftsdiplomatie, sondern eben auch immer wieder Auslöser militärischer Konflikte. Der Begriff Sicherheit muss neu definiert werden. Die wirklichen Bedrohungen gehen nicht mehr nur von fremden Armeen aus. Bedroht werden die Ökonomien der Staaten von der Zerstörung der ökologischen Kreisläufe, von Klimakatastrophen und Ressourcenmangel auf dem gesamten Globus. Es gibt keine nationale Sicherheit mehr ohne globale. Wir haben die ganze Welt umfassende Probleme, auf die wir nur gemeinsam antworten können und müssen. Sogar die NATO hatte bereits 1969 erkannt, dass die weltumspannende ökologische Krise sich letzten Endes als genauso ernst erweisen kann wie die Frage nach Krieg und Frieden. Ein neues System internationaler ökologischer Sicherheit ist nicht denkbar ohne weltweite Abrüstung und ohne Klarheit über die weltweite ökologische Bedrohung.

Angesichts der laufenden und geplanten Milliardenausgaben für bemannte Weltraumfahrt, der Suche nach außerirdischem Leben, neuer Waffensysteme wie dem Eurofighter, die drohende Beteiligung an “SDI light” (NMD), neuer Atomwaffen und vielem anderen mehr sowie dem weiteren Aufbau militärischer Spezialkräfte muss man sich fragen: Sollen künftig schnelle Eingreiftruppen und neue Rüstungsprojekte Friedens- und Konfliktforschung ersetzen und sollen die Rohstoffe für die steigenden Bedürfnisse der Industrieländer künftig mit militärischer Gewalt angeeignet werden? Dürfen wir es widerspruchslos hinnehmen, wenn entsprechend den deutschen Verteidigungspolitischen Richtlinien vom November 1992 ganz unverhohlen ins Auge gefasst wird, Out-of-area-Einsätze der Bundeswehr zu planen und zuzulassen, “zur Aufrechterhaltung des freien Welthandels und des ungehinderten Zugangs zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt”? Solche Töne hatte man doch seit Wilhelm II. nicht mehr in dieser brutalen Offenheit gehört.

Ist es nicht empörend und geradezu zynisch, ja menschenverachtend, wenn angesichts der Lage der Welt kostspielige Weltraumprojekte wie das “LIFE-Projekt” für eine künftige europäische bemannte Raumstation auf dem Mond mit den Worten begründet werden: “Wir können nicht einfach zusehen, wenn andere Länder zum Mond fliegen”, denn: “Der Mond ist die zentrale Aufgabe des nächsten Jahrzehnts”. Das Argument lautet, es sei wichtig die reduzierte Schwerkraft auf dem Mond zu untersuchen. Ich denke, Ernst Bloch hatte recht mit seinem Satz: “Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerspruchslos hinnehmen”.

Kooperation statt Dominanz
Wir verschwenden die Güter der Erde, also die Lebensgrundlagen und das Erbe der kommenden Generationen, als wären sie unbegrenzt vorhanden und verfügbar. Und wir vergiften und degradieren unsere Lebensgrundlagen langsam aber sicher, trotz aller begonnenen Umweltschutzanstrengungen. Wir untergraben damit in steigendem Maß die Möglichkeiten für Nachhaltigkeit. Spielen diese Erkenntnisse in der Wissenschaft, in der Lehre, in der Wirtschaft und in der Politik eine gebührende Rolle?

Nur wenn wir mit der Verschwendung der Naturgüter aufhören und wenn wir z. B. die Lebensdauer von Produkten verlängern, wenn wir ihre Recyclingfähigkeit und ihre Reparaturfreundlichkeit erhöhen, wenn wir die Vielzahl an regenerativen Energiequellen massiv fördern (was übrigens alles sehr viele sinnvolle Arbeitsplätze schafft) und wenn wir in allen Lebensbereichen weniger anspruchsvoll und sparsamer umgehen mit Energie und Rohstoffen, nur dann kann eine Nation für sich in Anspruch nehmen, auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung und damit auch für andere Länder nachahmenswertes und attraktives Vorbild zu sein - im Sinne der Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen.

Es spielt eine wichtige Rolle für die Erhaltung einer friedlichen Welt, wie weit wir in den reichen Industrienationen bereit sind, von unserer ausbeuterischen und ausschließlich wachstumsorientierten Selbstbedienungsmentalität abzugehen und im Sinne einer neuen und friedlichen Weltwirtschaftsordnung z. B. gerechte - und damit höhere - Preise zu zahlen für Agrarprodukte und Rohstoffe, die wir ja zum größten Teil aus ärmeren Ländern beziehen.

Dürfen, können wir ungerührt bleiben, wenn wir sehen, welche Mengen an wertvollen Rohstoffen immer weiter in der Herstellung von Waffen verschwendet werden bzw., wenn mit diesen Waffen, die mehr oder weniger hemmungslos direkt oder indirekt überallhin exportiert werden, die Kriege von morgen, auch die Kriege um Rohstoffe vorbereitet werden? Der Geologe Prof. Preston Cloud schrieb bereits 1977: “In fact the world cannot have guns and butter too”.

Der Schriftsteller Erich Fried hat schon früh den Zustand der Welt in seinem Gedicht “Status quo” beschrieben: “Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt”. Wir alle, Ökonomen, Politiker, aber auch jeder einzelne müssen umdenken und mehr Bescheidenheit, Friedfertigkeit und Fürsorglichkeit im Umgang mit unserer verletzlichen Geobiosphäre üben. Von ihr und ihrer Gesundheit hängt unser aller Überleben ab. Krieg, und schon gar nicht Krieg um die letzten Ressourcen, kann und darf kein Mittel der Politik mehr sein.

Vollständige Abrüstung aller nuklearen, chemischen und biologischen Massenvernichtungswaffen und Reduzierung der konventionellen Waffen sowie Verbot des Waffenhandels sind sowohl aus ethischen als auch aus ökonomischen Gründen dringend geboten.

Als Zusammenfassung seiner Erkenntnisse formulierte mein verstorbener Kollege, der Geologe Henno Martin, in seinem Buch “Menschheit auf dem Prüfstand - Einsichten aus 4,5 Milliarden Jahren Erd-, Lebens- und Menschheitsgeschichte”: “Nur durch Vielfalt und Toleranz, nicht durch einseitige Beharrung, nur durch Kooperation, nicht durch Dominanz, ist die Chance zur Höherentwicklung und damit zum Überleben der Menschheit gegeben”.

——-

Prof. Dr. Jürgen Schneider arbeitet am Geowissenschaftlichen Zentrum der Georg-August-Universität Göttingen (Abteilung Sedimentologie/Umweltgeologie)

Quelle: junge Welt vom 12.10.2005.





Wirtschaft ohne Ethik und Kultur?
Heute abend auf 3sat, 20. Oktober 2005, 21.00 Uhr
Wdh.: 21. Oktober 2005, 1.45 Uhr und 14.00 Uhr:

"Die Krise der Wirtschaft ist, insbesondere in Deutschland, auch eine Krise der "Unternehmens"-Kultur! Es fehlt der umsichtige aber entschlossene Umgang mit Innovationen, mit neuen Ideen, mit Risiko und mit Moral. Häufig werden Ethik und Kultur aber als Bremsen der Wirtschaft verstanden.  
Dabei spielen gerade weiche Faktoren im harten Wirtschaftskampf eine zunehmende Rolle. Welche Art von Fortschritt brauchen wir - und welche Form der Verantwortung? Welche Rolle spielen die sogenannten "weichen Faktoren“ im harten Wirtschaftskampf? Sind Ethik und Kultur nur kostenspielige Bremsen der Wirtschaft - oder eine Weise, sie nachhaltig und klug zu fördern?
delta diskutiert den "Wirtschaftsfaktor Ethik" und fragt weiter nach möglichen Modellen der Verbindung von Wirtschaft, Kultur und Ethik."

     www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/delta/82315/index.html

Antworten
Corypheana:

Der Staat ist Pleite

 
25.10.05 12:58
Strukturelles Defizit liegt bei 70 Milliarden Euro
    www.welt.de/data/2005/10/25/793817.html

Bürgern steht neues Sparpaket bevor
    www.welt.de/data/2005/10/25/793820.html

Sparen, sparen, sparen
    www.welt.de/data/2005/10/25/793976.html
Antworten
grace:

Aufweichung : "der Staat sei pleite"

 
25.10.05 13:13
die Beiträge sind sicher lesenswert, doch
erwarte ich im Vorspann eines kopierten Artikels eine kurze Zusammenfassung des Autoren.
Anderenfalls ignoriere ich den Autoren inclusive seiner Artikel.

den Hinweis, "der Staat sei pleite", kann man leicht entkräften mit der frage welches die definition von pleite ist. Pleite ist ein staat, wenn er sich seines schuldendienst nicht mehr verpflichtet fühlt; aus welchen Gründen auch immer.

+++ Argentinien war pleite.
ein vergleich von Argentien mit Deutschland
ein vergleich von Süd-amerika mit Europa
ist möglich.

Dies führt zu dem Ergebnis : Deuschland ist ebenso wenig wie europa pleite




Antworten
börsenfüxlein:

hallo cory

 
25.10.05 13:15
bin seit gestern wieder "an Board"; wäre nett wenn wir uns wieder mal austauschen könnten...

gruss
füx
Antworten
Kritiker:

Ein Menschenleben ist nicht lang

 
25.10.05 16:58
genug, um alle Untergangs-Literatur zu lesen.
Es würde die Zeit fehlen, um die Erhaltung-Literatur zu lesen.
Und deshalb hat der Mensch seit Konfuzius, Aristoteles und Marc Aurel nichts hinzugelernt.
Und die Glaubenslehren predigen nur Gottes Werk des 6. Tages - den Mensch.
Erst wenn wir begreifen, daß die Erde UNS nicht braucht, werden wir weiter wissen. Vielleicht in 2000 Jahren! - Kritiker.
Antworten
Corypheana:

Der Staat ist Pleite II

 
27.10.05 10:43
    bz.berlin1.de/aktuell/news/...swahl2005/051026/schlechte2.html
Antworten
Corypheana:

Inflation, Depression, von der Lüge...

 
31.10.05 18:52
Inflationsgefahren sind kein historisches Phänomen
          www.welt.de/data/2005/10/31/796836.html

Wie damals, 1930
          www.ftd.de/me/cl/27747.html





Den Schleier der Lüge zerreißen - von Roland Rottenfusser
Meinungs-Monokultur in Deutschland und die subversive Macht der Minderheiten

Spätestens seit George Orwell wissen wir, dass Sprache – bzw. die Möglichkeit ihrer Verdrehung – ein Machtinstrument erster Güte ist. Die „Wahrheitsministerien“ unserer Zeit leisten im Moment ganze Arbeit. Mit dem Slogan „Sozial ist, wer Arbeit schafft“ könnte sich wohl auch ein Sklavenhalter aus den Zeiten von „Onkel Toms Hütte“ rechtfertigen. Und mit dem Schlagwort „mutige Reformen“ verschleiern Politiker ihr feiges Zurückweichen vor der Macht des internationalen Finanzkapitals. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy spricht von einem „geistigen Kollateralschaden durch gezielten Sprachmissbrauch.“ Roland Rottenfußer sagt in seinem ersten Beitrag für das neue Webmagazin, warum wir trotzdem nicht verzagen sollten.

Seit fast fünf Jahren widme ich mich als Journalist der Verbreitung von Minderheiten-Meinungen, die eher bei einem kleineren Kreis unabhängig Denkender Anklang finden. Wenn ich gefragt werde, ob ich denn glaube, mit meiner Arbeit irgendetwas erreichen zu können, antworte ich gern mit dem Hinweis auf Vaclav Havel. Der spätere tschechische Präsident war vor der Wende der bekannteste Dissident seines Landes. Was hat ihm den Mut zu seinem Handeln gegeben? Wie gelang es ihm, sich als Einzelner einer propagandistischen Übermacht entgegen zu stellen? „Der Totenschleier des ‚Lebens in Lüge’ ist aus einem sonderlichen Stoff gemacht“, schrieb Havel in seinem Aufsatz „Versuch, in der Wahrheit zu leben“. „So lange er die ganze Gesellschaft luftdicht bedeckt, scheint er aus Stein zu sein. In dem Moment aber, wo ihn jemand an einer einzigen Stelle durchlöchert, wenn ein einziger Mensch ‚Der Kaiser ist nackt!’ ruft, wenn ein einziger Spieler die Spielregeln verletzt und dies somit als Spiel entlarvt, kommt plötzlich alles in ein anderes Licht, und der ganze Schleier wirkt, als ob er aus Papier wäre – als ob er anfängt, unaufhaltsam in kleine Fetzen zu zerfallen.“
Ein von der Mehrheitsmeinung abweichende Tun oder Schreiben – so könnten man zusammenfassen – entwickelt eine Signalwirkung, deren Bedeutung weit größer ist als die Anzahl der Vertreter dieser Minderheit. Ein einziges „Nein!“ raubt der Mehrheitsmeinung den Nimbus des Selbstverständlichen und Allgemeingültigen. So machten etwa die Flugblätter der Weißen Rose deutlich, dass Anpassung an die Hitler-Diktatur keinesfalls unvermeidlich und alternativlos war und warfen ein verändertes Licht, besser gesagt: einen Schatten auf das Verhalten der schweigenden Mehrheit.
Objektive Information – eine (Mangel-)Ware
Das „Nein“ gegen Neonazis, das „Nein“ gegen Krieg und Völkermord, das „Nein“ gegen Marktradikalismus und die damit einhergehende unmenschliche Gleichgültigkeit gegen das Einzelschicksal des fühlenden, träumenden, liebenden und leidenden Menschen – dieses „Nein“ gewinnt in dem Maß an Bedeutung wie es in einer postmodernen Ära weltanschaulicher Beliebigkeit und Leidenschaftslosigkeit zur Mangelware wird. Dabei muss neben dem Protest des Einzelnen besonders auch das Votum der veröffentlichten Meinung im Auge behalten werden, die Haltung von Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen, die als Multiplikatoren besondere Verantwortung für den in einer Gesellschaft vorherrschenden „Geist“ tragen.
Erich Fromm forderte schon 1979 in „Haben oder Sein“: „Ein wirksames System zur Verbreitung von objektiven Informationen ist zu etablieren.“ Er warnt davor, dass Information, eine Notwendigkeit zum Funktionieren einer Demokratie, zur Ware wird. „Solange der Verkauf von Nachrichten ein Geschäft ist, kann man Zeitungen und Zeitschriften kaum daran hindern, das zu drucken, was sich gut verkauft und die Inserenten nicht vergrault“, so Fromm. Es klingt banal, man muss es sich aber immer wieder vor Augen führen: Veröffentlichte journalistische Meinung ist nicht automatisch Spiegel des gesamten Meinungsspektrums der Bevölkerung. Sie hat mit dem, was dem einzelnen Journalisten auf der Seele brennt, was er wirklich zu sagen hätte, oft wenig zu tun. Rücksicht auf die Götzen Auflage und Quote ist eine Sache, Geschäfterl mit Anzeigenkunden (Anzeigenschaltung gegen versteckte Produktwerbung) eine andere. Beides sind Mechanismen der Medienszene, die kaum jemals restlos zu vermeiden sein werden.
Brain-Wash-Kampagnen des „großen Geldes“
Noch bedenklicher ist es aber, was der ehemalige SPD-Staatssekretär Wolfgang Lieb berichtet. Er sagt in einem Interview mit dem Online-Magazin Telepolis: „Dass Interessenverbände für ihre Anliegen werben, das gab es schon immer. Neu ist, dass Gruppen wie die ‚Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft’ oder der ‚BürgerKonvent’ oder wie diese Außerparlamentarische Opposition der Neoliberalen sich noch nennen mag, über PR-Agenturen einen politischen Systemwechsel weg vom Sozialstaat hin zur Marktgesellschaft propagieren. (…) Da werden nicht nur Botschaften der Interessenverbände journalistisch verpackt, da geht es auch um den Deal ‚Anzeige gegen Text’. Da werden teilweise sogar mit manipulierten Umfragen, wie etwa zur Akzeptanz von Studiengebühren, politische Stimmungen erzeugt. (…) Das ‚große Geld’ inszeniert geradezu Brain-Wash-Kampagnen.“
Wer sagt uns denn, dass die erstaunliche publizistische Beliebtheit neoliberaler Ideen in den Mainstream-Medien nicht damit zusammenhängt, dass (sehr wohlhabende) Medien-Konzern-Chefs schlichtweg ihre eigenen pekuniären Interessen öffentlich vertreten? Der heutige Frontmann der Linkspartei, Oskar Lafontaine, weist in seinem Buch „Die Wut wächst“ auf diesen Zusammenhang hin. Als er als deutscher Finanzminister verbindliche Mindeststeuersätze in allen EU-Ländern gefordert habe, so Lafontaine, habe das Zeitungs-Imperium des englischen Pressezaren Rupert Murdoch eine beispiellose Kampagne gegen ihn gestartet. Bekannt ist die Schlagzeile der „Sun“, die ihn zum „gefährlichsten Mann Europas“ stempelte. Lafontaine führt dies darauf zurück, dass Murdochs Firma News Corporation nur 6 Prozent Steuern auf ihre Gewinne und überhaupt keine Körperschaftssteuer entrichte. Hat es Politik für die Interessen der unteren und mittleren Einkommensgruppen in vielen Ländern deshalb so schwer, weil viele Meinungsmacher selbst zu den Spitzenverdienern gehören?
Wenn der Verleger einer Pop-Zeitschrift seiner persönlichen Begeisterung für Dieter Bohlen auch publizistisch Ausdruck gibt, ist dies schlimmstenfalls ein ästhetisches Ärgernis; wenn allerdings ein reicher Verleger massiv politische Parteien unterstützt, die eine möglichst geringe Besteuerung seiner Einkommensgruppe propagieren, ist das bedenklich. Vielleicht sind wir noch nicht in Murdoch-England oder Berlusconi-Italien angekommen, und doch erinnern die Schlagzeilen vor der Bundestagswahl, in denen Oskar Lafontaine als „Haider“ und „Luzifer“ diffamiert wurde, sehr stark an den antilinken Reflex der Murdoch Press.
Meinungsvielfalt, Meinungseinfalt
Um heute abweichende Meinungen zu veröffentlichen, braucht man gewiss nicht so viel Mut wie ihn Vaclav Havel in der Ära des faschistoiden totalitären Kommunismus oder gar die Mitglieder der Weißen Rose im Dritten Reich benötigten. Nur wer sich des Abdrucks von „als geheim eingestuften Ermittlungsakten“ schuldig macht, muss heutzutage mit Hausdurchsuchungen und Razzien in den Redaktionsräumen rechnen – wie unlängst dem Magazin „Cicero“ geschehen. Otto Schily rechtfertigte die Razzien mit dem Argument, der Staat müsse sich gegen Geheimnisverrat zur Wehr setzen können. Nicht zu Unrecht befürchten kritische Journalisten nun, sie könnten künftig vom Staat mit einer Serie von Prozessen überzogen werden. Selbst wenn die Kläger den größten Teil dieser Prozesse verlieren, könnte dies eine einschüchternde Wirkung haben und die freie Berichterstattung strangulieren. Hierfür gibt es eine Reihe von Präzedenzfällen, und es ist – auch im Zusammenhang mit anderen „sicherheitspolitischen“ Überlegungen Schilys – zumindest Wachsamkeit geboten.
Weit größer als die Gefahr einer Hausdurchsuchung ist für den Journalisten allerdings die Wahrscheinlichkeit, dass er für seine abweichende oder kritische Meinung überhaupt kein Veröffentlichungsforum mehr findet. Was hilft es, wenn die dominierenden Parteien eines Staates zwar nicht selbst Zensur ausüben, wenn aber in allen Zeitungsredaktionen mit Breitenwirkung ausschließlich Leute sitzen, die die Meinung eben dieser Parteien vertreten? In diesem Zusammenhang ist das Aufkommen des Internets eine große Chance für eine freie oder gar „anarchische“ Verbreitung von nicht linientreuen Meinungen. Vom Internet und von eher brotlosen Kleinstverlagen einmal abgesehen, gibt es in Deutschland aber durchaus Ansätze eines Phänomens, das man freundlich ausgedrückt eine „Meinungs-Monokultur“ nennen könnte.
„Sie werden assimiliert werden!“
Es gibt in der Fernsehserie „Star-Trek Voyager“ eine äußerst treffende Satire auf Gleichschaltung: Die außerirdische Spezies der „Borg“ – halb Mensch, halb Roboter – wird von einem kollektiven Einheitsbewusstsein gelenkt. Es gibt keine Individualität, ein Aufbegehren ist unmöglich, weil da kein freies „Ich“ mehr ist, das aufbegehren könnte. Die Borg agieren eher wie ein Insektenstaat oder Fischschwarm, der sich – scheinbar einem einheitlichen Willen unterworfen – bewegt. „Wir sind die Borg. Widerstand ist zwecklos. Sie werden assimiliert werden!“, sprechen die Aliens im Chor. In diesem Sinne scheinen mir viele der Meinungsmacher aus Politik, Wirtschaft und Medien „Borg“ zu sein, und wir alle sind dabei, assimiliert zu werden. Sicher ist vielen Leserinnen und Lesern schon aufgefallen, dass uns bestimmte Parolen geradezu gebetsmühlenartig eingebläut werden sollen – und zwar nahezu flächendeckend: von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, von Sozialdemokraten, Grünen, Liberalen und Konservativen, von traditionell wirtschaftsfreundlichen Medien wie von solchen, die früher einmal ein linkes Image hatten.
Leitsätze dieses Kollektivbewusstseins sind z.B.: „Unbegrenztes Wachstum ist möglich und erstrebenswert“. „Nur durch mutige Reformen (sprich: Sozialabbau) kann Deutschland nach vorne gebracht werden.“ „Die Deutschen leben über ihre Verhältnisse, die kleinen Leute müssen Abstriche an ihrem Lebensstandard hinnehmen“ oder auch: „Die Begleichung von Schulden einschließlich Zins und Zinseszins hat oberste Priorität, egal welche negativen sozialen und humanitären Folgen daraus erwachsen sollten.“ So hören wie es landauf, landab. „Wir sind die Neoliberalen. Widerstand ist zwecklos. Sie werden assimiliert werden!“ Die Stärke dieser Lügen besteht ja darin, dass sie fast flächendeckend verbreitet sind und dass es ihren Vertretern bisher gelungen ist, die wenigen Abweichler als Spinner abzukanzeln. Schon George Orwell hatte in seinem Roman „1984“ festgestellt, dass die Etablierung einer Lüge wesentlich davon abhängt, dass sie alternativlos und allumfassend ist: „Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten –, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit“ (Orwell).
„Die Würde des Menschen steht unter Finanzierungsvorbehalt“
Leider ist das Aushebeln unserer verfassungsmäßigen Rechte schon so weit fortgeschritten, dass nur noch unverbesserliche Optimisten sagen können, es sei „fünf vor Zwölf“. Das Recht auf Leben und Gesundheit steht infolge von Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen zur Disposition. Der Satz, dass „alle Gewalt vom Volk“ ausgehe, klingt angesichts der Übermacht des internationalen, keiner demokratischen Kontrolle unterworfenen Finanzkapitals wie Hohn, und sogar Paragraf 1 des Grundgesetzes scheint in der reformierten Fassung zu lauten: „Die Würde des Menschen steht unter Finanzierungsvorbehalt“. Und es sind keineswegs nur fanatische Wirrköpfe, die von einer „Wirtschaftsdiktatur“ sprechen, die nicht etwa als dunkle Bedrohung in weiter Ferne auf uns lauert, sondern schon jetzt installiert ist. Jürgen Habermas schrieb schon 1998 in einem seiner Essays: „Die lähmende Aussicht, dass sich die nationale Politik in Zukunft auf das mehr oder weniger intelligente Management einer erzwungenen Anpassung an Imperative der ‚Standortsicherung’ reduziert, entzieht den politischen Auseinandersetzungen den letzten Rest an Substanz.“
Sicher ist es eine „sanfte Diktatur“, zumindest noch, zumindest in Deutschland und solange man die Kraft fühlt, auch unter härter werdenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für sich selbst zu sorgen. Die Tatsache, dass es für uns Gott sei Dank immer noch leichter ist, aufzubegehren als in gewissen Diktaturen, die mit groben Mitteln wie Verhaftung und Folter vorgehen, bedeutet doch: es gibt weniger Entschuldigungen, es nicht wenigstens jetzt zu tun. Die Tatsache dass es längst mehr als einen Riss im „Schleier der Lüge“ gibt, ist erfreulich und sollte uns ermutigen, unseren Teil zum Prozess der Wahrheitsfindung beizutragen. Jedes neue „Loch im Schleier“ ist den Herrschenden ein Dorn im Auge und ermutigt gleichzeitig andere, weitere Löcher hinein zu reißen. Jeder kann seinen eigenen bunten Faden in den Fleckerlteppich einer neuen Kultur weben, der unter dem Grauschleier der neoliberalen Meinungsdominanz an immer mehr Stellen durchscheint. Haben wir den Mut, uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen!
„Die Angst ist die Flamme unserer Zeit“
Ein Mutmacher ist für mich auch immer Konstantin Wecker gewesen. „Alle sind aufgeklärt, doch keiner weiß Bescheid“, sang er in seinem Lied vom „Hexeneinmaleins“. „Heute hasst man modern. Die Angst ist die Flamme unserer Zeit, und sie wird kräftig geschürt. Sie verbrennen dich mit ihren Zungen und ihrer Ignoranz.“ Gerade bei manchen dieser älteren Wecker-Lieder kommt es mir so vor, als wären sie eher für unsere Epoche geschrieben als für die damalige (die beschauliche Arä von Helmut Schmidt, als er seine ersten Erfolge als Liedermacher feierte). Oder haben Zeilen wie „Der Staat dient den stets anonymen Herren in den obersten Etagen“ heute irgendetwas von ihrer Aktualität verloren? Ich bin deshalb froh, dass mich Konstantin Wecker gerade jetzt auf eine Zusammenarbeit für eine gemeinsame politische Webseite angesprochen hat. Es ist, als ob bei mir – wie sicher auch bei anderen Hörern und Bewunderern der Lieder von Konstantin – eine Saat aufgegangen wäre, die schon vor Jahrzehnten gepflanzt wurde: »Was bleibt, ist diese kleine Glut des Widerstands zu wahren. Vielleicht muss sie mal Feuer sein – in ein paar Jahren“ (Wecker 1984 in „Fast ein Held“).
Antworten
hemadun:

Leider gibt es zu wenig freie Journalisten,

 
31.10.05 19:34
die meisten hängen genauso wie jeder andere Arbeitnehmer am Tropf und "dürfen" nur sehr zensiert schreiben!

Gruß hemadun
Antworten
Corypheana:

Der Marionettenstaat

 
07.11.05 15:10
Nun wird der Niedergang immer offensichtlicher und meine Eingangs erwähnten Prognosen nehmen leider immer deutlichere Formen an...


Der Marionettenstaat
Günter Hannich

So durchschauen Sie die Pläne der Drahtzieher!

"Wenn Ihr Eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet Ihr sie brauchen, um zu weinen." Jean Paul Sartre

Die Probleme unserer Zeit werden immer größer, die Politiker zugleich zunehmend unfähiger, diese Mißstände zu beseitigen - es liegt am System. Kaum jemand weiß, daß es Drahtzieher im Hintergrund gibt, die jeden von uns wie eine Marionette kontrollieren wollen.

Der Aufbau eines Überwachungsstaates und die besorgniserregende Einschränkung der Freiheit durch immer schärfere Gesetze sind nur ein Teil der Methoden, die Gesellschaft durch Angst zu beherrschen. Es werden so viele Vorschriften erlassen, daß niemand mehr sie kennen oder einhalten kann; damit kann jeder zu jeder Zeit kriminalisiert werden - ein perfektes Druckmittel. Und die mittels immer ausgefeilterer Technik mögliche lückenlose Überwachung tut ein Übriges, Unbehagen und Angst zu schüren.

Eine weitere Vorgehensweise der mächtigen Intriganten ist die Spaltung der Gemeinschaft. Die Gegensätze "Unternehmer kontra Arbeitnehmer", "Jung gegen Alt", "Arbeitende gegen Arbeitslose" wurden künstlich geschaffen, um die Gesellschaft zu zersetzen. Auch werden die Frauen durch den Feminismus bewußt gegen die Männer aufgebracht und damit letztlich der Rückhalt und die Stärkung in den Familien zerstört. Jede so geschaffene Gruppierung steht für sich alleine da, Abneigung, Neid und Haß regieren.

Nur wer die Methoden der Drahtzieher kennt und sie durchschaut, erkennt auch, wohin die dramatische Entwicklung geht und kann seine persönliche Schutzmaßnahmen ergreifen.

"Das Buch gleicht dem Aufstoßen einer Tür in bisher kaum wissenschaftlich und publizistisch bearbeitete Lebensbereiche." Prof. Dr. Johannes Jenetzky


***

Die wohl deutlichste Aussage welche zu diesem Thema jemals öffentlich getroffen wurde kommt von James Warburg und wurde vor dem Senatsausschuss für Auswärtige Angelegenheiten am 17.02.1950 getätigt:

„Wir werden zu einer Weltregierung kommen, ob sie dies mögen oder nicht - die Frage ist nur ob durch Unterwerfung oder Übereinkunft.“

*

Der wohl mächtigste Mann dieses Planeten lies sich im Juni 1991 vor der Bilderberger-Konferenz in Baden-Baden zu folgender Aussage hinreißen:

„Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung. Alles, was wir brauchen ist die richtige, allumfassende Krise, und die Nationen werden in die Neue Weltordnung einwilligen." David Rockefeller

*

Franklin D. Roosevelt erteilte 1945 allen Verfechtern der Zufallspolitik eine klare und eindeutige Absage indem er folgenden treffenden Satz formulierte:

„In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war.“

***
Antworten
bammie:

#104, ein Menschenleben ist dazu da

 
07.11.05 15:36
die Erhaltungsliteratur zu lernen und zu begreifen. Ob Konfuzius, Aristoteles ect. bzw die Glaubenslehren, sie vermitteln alle das gleiche. Es gibt keine Unterschiede.


Ein Buch braucht den lernenden nicht, aber ein lesender braucht ein Buch. Womit solle er sonst lesen? Leider wird dieses Buch Seite für Seite sinnlos verbrannt. Ist es aufgebraucht und keine Seite mehr da, haben sich die Menschen selbst vernichtet.




greetz bammie




Antworten
Corypheana:

Zweifelhafter Exportboom, Heuschrecken-Monopoly...

 
07.11.05 19:05
Zweifelhafter Export-Boom
      www.n-tv.de/598436.html

Heuschrecken spielen Monopoly
      www.stern.de/wirtschaft/immobilien/...ken-Monopoly/547757.html

Koch kündigt harte Einschnitte für die Bevölkerung an
      de.today.reuters.com/news/...-HAUSHALT-KOCH.xml&archived=False


vermutlich wird es neben weiteren steuererhöhungen zur kreation neuer steuern kommen, sowie zu weiteren manipulationen und täuschungen (zinssätzte/devisen-wechselkurse...).

Antworten
Kritiker:

Die "harten Einschnitte" werden

 
07.11.05 22:41
als Drohung verwendet, damit die kleineren wie Geschenke wirken.
Man nimmt den Reichen nicht alles, sondern nur 45% weg; dafür müssen sie dankbar sein, es könnten auch über 50% sein; und 42% sind eh' Pflicht - das zählt nicht. Denn die Linken tun immer so, als ob die Reichen keine Steuern bezahlen müßten.
Schließlich brauchen "WIR" eine starke Regierung mit vielen Ministern - und die kostet Geld!! - "WOZU??" = Antw:" . . . . ?"

"Leute, Es kommt noch schlimmer!" z.B. 20% MWSt.
Bei 18% athmen die menschen dann auf, - was, nur so wenig, bin ich froh! - "Haben wir nicht eine gute Regierung??"
Sie haben uns noch 2 Euro gelassen - Prima!!

Der ganze Bundestag gehört zum Kartoffel-klauben = Sozial ist, was Arbeit schafft! - Jawollll! - Kritiker.
Antworten
Corypheana:

Bewirtschaftung der Angst

 
10.11.05 02:20
Alle unter Kontrolle
Neues von der Bewirtschaftung der Angst
    www.monde-diplomatique.de/pm/2005/08/12/a0032.text


Die Zukunft der Arbeit – die Arbeit der Zukunft
    www.sonnenseite.com/...template=article_detail.html&flash=true


Stellenabbau - Tausende protestieren gegen Telekom
    www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/...nde-Telekom/549171.html


DEUTSCHE KOMmen per TELE
und wenn sie nicht verstahlt sind, dann leben sie noch heute!  
Antworten
Corypheana:

zur NWO

 
10.11.05 10:49

§ 1. Demokratie

„Als wir in die Staatsorganismen das Gift des Liberalismus einflößten, wurde ihr ganzes politisches Ansehen verändert. Die Staaten wurden von einer tödlichen Krankheit ergriffen, von Blutvergiftung. Wir brauchen nur noch das Ende ihres Todeskampfes abzuwarten. Der Liberalismus schafft konstitutionelle Staaten, an der Stelle der früheren Zwingherrschaften, die der einzige Schutz der Bürger waren. Eine Verfassung ist, wie Sie wohl wissen, nichts anderes als die hohe Schule der Uneinigkeiten, Missverständnisse, Zänkereien Misshelligkeiten, der fruchtlosen Parteikämpfe, Parteilaunen – mit einem Wort: Eine Schule all dessen, was dazu dient, die Persönlichkeit des Staatsbetriebes zu zerstören.  ....Dann war das Zeitalter der Republiken gekommen; und dann ersetzen wir den Herrscher durch die Karikatur einer Regierung – durch einen Präsidenten aus dem Volke, aus der Mitte unserer Puppen, unserer Sklaven. ...Wir haben die öffentlichen Wahlen zu einem Mittel gemacht, das uns auf den Thron der Welt verhelfen wird, indem sie auch dem Geringsten im Volke dem Anschein geben, durch Zusammenkünfte und Vereinigungen auf die Gestaltung des Staates einwirken zu können. Dadurch, dass wir dem Einzelnen das Gefühl von Wichtigkeit geben, werden wir unter den Menschen die Bedeutung der Familie und ihres erzieherischen Wertes zerstören und die Möglichkeit selbstständiger Persönlichkeiten beseitigen; denn das Volk, von uns geführt, wird sie gar nicht aufkommen lassen, geschweige denn hören wollen. ...Heute ist die Macht der liberalen Herrscher durch die Macht des Goldes (Geldes) ersetzt. ....Es genügt, ein Volk eine gewisse Zeit lang der Selbstregierung (der Demokratie, d.V.) zu überlassen, um es in ordnungslosem Pöbel zu verwandeln. Vom diesem Augenblick an entsteht ein innerer Streit, der sich bald zu blutigen Klassenkämpfen entwickelt, mittels deren die Staaten niederbrennen und ihre Macht zu der eines Häufleins Asche herabsinkt. ...Die Zwingherrschaft des Kapitals, das ganz in unseren Händen ist, reicht ihm einen Strohhalm, den der Staat wohl oder übel ergreifen muss; wenn nicht – geht er zugrunde.“  <?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

Das sind die Gedanken derjenigen, die nicht müde werden, in der Öffentlichkeit die Idee der Demokratie als höchste Errungenschaft der menschlichen Zivilisation zu preisen. Ob die gegenwärtige Form der Demokratie Segen oder Fluch über die Menschheit bringt, hängt davon ab wie man dieses Instrument, denn mehr als ein Instrument ist sie nicht, einsetzt.Solange es keine echte Demokratie ist, sondern in der derzeitigen Form bestehen bleibt, ist sie ein Fluch für die Menschheit. 

 

§ 2.  Nahrungswirtschaft

„Unserer Macht liegt in der dauernden Nahrungsknappheit und der körperlichen Schwäche des Arbeiters, weil er dadurch zum Sklaven unseres Willens wird. Das Recht des Kapitals erzeugt Hunger, der die Arbeiter sicherer beherrscht, als es der Adel mit der gesetzlichen Königsmacht vermochte. Durch Mangel, Neid und Hass, die so erzeugt werden, werden wir die Massen bewegen, und mit ihren Händen werden wir alles beseitigen, was uns auf unserem Weg hindert. ....; aber als Landbesitzer kann er uns noch gefährlich werden, da er bei den Hilfsquellen, von denen er lebt, Selbstversorger ist. Darum müssen wir ihn um jeden Preis seines Landes berauben. Dieses Ziel wird am besten erreicht werden, wenn man die Lasten auf dem Grundbesitz vermehrt – indem man die Ländereien mit Schulden belädt. Diese Maßnahmen werden die Landwirtschaft zügeln und sie in einem Zustand der ergebenden und bedingungslosen Unterordnung halten.“

Die Durchführung der zuletzt genannten Pläne haben in der Sowjetunion, China und anderen kommunistischen Ländern  zum Tode von etwa 60 Millionen Menschen geführt und verursachen jedes Jahr etwa 10 Millionen an Verhungerten durch eine mörderische und monopolisierte Getreidepolitik. Ein Staat kann nur dann wirklich überleben und seine Freiheit und Souveränität erhalten, wenn er keinen Quadratmeter seines Bodens verkauft, insbesondere nicht an Ausländer, und durch seine Landwirtschaft seine Selbstversorgung gewährleistet.

Die Praxis zeichnet global ein ganz anderes Bild.

Weltweit liegen über 90% des Weltgetreidehandels in den Händen von 5 Unternehmen, dagegen ist die Konzentration im Ölgeschäft noch als „freier Wettbewerb“ zu bezeichnen.

Ebenso wird weltweit eine Politik des „Ausverkaufs“ von Grund und Boden betrieben.

Unter dem Deckmantel „ausländischer Investitionen“ verscherbeln Staaten, Länder, Kommunen und Städte ihr höchstes Gut und das höchste Gut aller seiner Bürger – den Grund und Boden teilweise zu Schleuderpreisen und geben somit die wichtigste Grundlage ihrer Existenz in die Hand von anonymen Finanziers.

Nur Grund und Boden der einmal verkauft ist, ist für die Gemeinschaft für immer verloren und kann innerhalb des kapitalistischen Systems nicht mehr zurück erlangt werden, wenn es der Besitzer nicht will.

 

§ 3. Schuldenwirtschaft

Der vorgenannte Strohhalm ist die im Laufe dieses Jahrhunderts (19. Jhr.) zur Perfektion ausgebaute Schulden- und Zinssklaverei. Besonders interessant ist an den folgenden Ausführungen, dass sie nicht nur den Weg in die Schuldensklaverei hinein beschreiben, sondern auch jenen Weg, der wieder hinausführt:

„Wir werden damit beginnen, ungeheure Monopole zu errichten, Behälter gewaltiger Reichtümer, von denen selbst die großen Vermögen unserer Brüder so sehr abhängig sein werden, dass sie zugrunde gehen müssen, zusammen mit dem Kredit der Staaten, am Tage nach dem politischen Zusammenbruch.... Wirtschaftskrisen zur Schädigung gegnerischer Staaten haben wir lediglich durch Zurückziehung des Geldes aus dem Umlauf (Deflation) hervorgerufen. Große Kapitalien wurden von uns aufgehäuft und so dem Staate entzogen, der durch uns gezwungen war, diese selben Kapitalien als Anleihe von uns zu entnehmen. Diese Anleihe belasten die Staaten mit Zinsen und machten sie zu willenlosen Sklaven der Banken .... Jede Staatsanleihe beweist Schwäche und einen Mangel an Verständnis für die Rechte des Staates. Anleihen hängen wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Staatsbürger. Anstatt von ihren Untertanen eine zeitgemäße Steuer zu erheben, kommen sie mit ausgestreckten Händen zu unseren Bankherren betteln. Fremde Anleihen sind wie Blutegel; es gibt keine Möglichkeit sie vom Staatskörper zu entfernen, bis sie von selbst abfallen oder der Staat sie abschüttelt. Aber die demokratischen Staaten schüttelt sie nicht ab, sondern setzen sich immerzu neue an, so dass sie unvermeidlich zugrunde gehen müssen, entkräftet vom freiwilligen Aderlass. Was ist eine Anleihe, besonders eine fremde, anders als Blutabzapfung? Sie ist eine Ausgabe von Schuldverschreibungen, die eine Zinsverpflichtung enthalten, entsprechend der Summe des Leihkapitals. Wenn die Anleihe auf 5 Prozent lautet, dann hat der Staat in zwanzig Jahren eine Anleihe der gleichen Summe an Zinsen für nichts gezahlt, in sechzig Jahren die dreifache; und immer bleibt die Schuld noch unbezahlt. Hiernach ist klar, dass der Staat nur die letzten Pfennige armer Steuerzahler einzieht, um die Forderung reicher Fremdlinge zu erfüllen, von denen er Geld geborgt hat, anstatt diese Pfennige für seine eigenen Zwecke ohne die hinzukommenden Zinsen zu sammeln. Solange die Anleihen innere waren, steckten die betrügerischen Politiker nur ihr Geld aus den Taschen der Armen in die der Reichen; nachdem wir aber die maßgebenden Personen kauften, um die Anleihen im Ausland unterzubringen, floss aller Wohlstand der Staaten in unsere Kassen und die Völker begannen, uns den Untertanentribut zu zahlen.  ...Die Oberflächlichkeit der demokratischen Herrscher in bezug auf Staatsangelegenheiten und die Bestechlichkeit der Minister oder der Mangel an Verständnis für Geldsachen seitens anderer herrschender Personen haben ihre Länder zu Schuldnern unserer Schatzkammer gemacht in solcher Höhe, dass die Schulden unmöglich bezahlt werden können. ...Wie deutlich ist die unentwickelte Denkkraft der blöden, rohen Gehirne in der Tatsache ausgedrückt, dass sie Anleihen mit Zinsverpflichtung bei uns aufnahmen, ohne je zu bedenken, dass sie doch dieselben Summen zuzüglich der Zinssummen aus ihren eigenen Staatstaschen nehmen müssen, wenn sie uns befriedigen wollen. Was wäre einfacher gewesen, als dass sie das benötigte Geld vom eigenem Volk nahmen und die Zinsen sparen?  ... Aber wenn die Komödie zu Ende ist, merkt man, dass man sich nur eine vermehrte Schuld aufgeladen hat. Um die Zinsen zahlen zu können, müssen sie Zuflucht zu neuen Anleihen nehmen, welche die Kapitalschuld erhöhen. Und wenn dieser Kredit erschöpft ist, muss man durch neue Steuern – nicht die Anleihe, sondern nur deren Zinsen decken. Diese Steuern sind also eine Schuld, um eine andere Schuld zu decken....“

Das sind die Worte der Gläubiger dieser Welt! Die Worte jener Menschen, denen es gelang, die Dummheit und Charakterschwäche vieler führender Politiker so weit auszunutzen, dass der Welt heute, im Jahre 2003, durch Überschuldung und die damit verbundene Zinssklaverei ein totaler Wirtschaftszusammenbruch droht, mit allen daraus erwachsenden tödlichen Folgen. Obwohl uns klar ist, dass die Gründe für eine Staatsverschuldung vielfältig sein können, so hängt sie doch bekanntermaßen hauptsächlich mit dem Kauf oder der Produktion von Waffen zusammen. Der Grund dafür ist simpel: sobald die Staatsschulden den Politikern über den Kopf gewachsen sind, weil die Wirtschaftskraft für die Schuldentilgung nicht ausreicht und die Gläubiger ihnen im Nacken sitzen, sehen viele von ihnen in ihrer Verzweiflung nur noch einen Ausweg, nämlich das fehlende Geld bei einem Nachbarn durch Krieg zu rauben. Dabei übersehen sie meistens, dass die dafür vermehrt Waffen kaufen müssen, und zwar bei denen, die ihnen auch die Kredite verkauft haben, denn alle großen Waffengeschäfte liegen in den Händen weniger Konzerne und mit diesen zusammenarbeitenden Regierungsstellen. Diese Konzerne versorgen normalerweise alle Parteien eines Krieges mit Waffen, was ausreichend bewiesen ist. Die Geschichte des Krieges im 19. Jahrhundert in Europa endet hierbei als Finanziers immer wieder bei ein und demselben Bankhaus. Das System ist alt, nur die Bankhäuser wechseln.  Dies hat den Vorteil, dass alleine durch die Menge der Waffenlieferung über den Ausgang eines solchen Krieges entschieden werden kann. Die Sanierung der zerstörten Staaten wird dann wieder durch Kredite gefördert, die weitere Abhängigkeiten bringen, usw., usw. Ein Teufelskreis im wahren Sinne des Wortes. Möglich wurde diese Ausweitung erst durch die Schaffung des modernen Zentralbanksystems, welches auf das Jahr 1694 zurückgeht und die Ersetzung des Goldes durch unendlich nachproduzierbares Papiergeld, ein Rohstoff der im Gegensatz zum Edelmetall nicht endlich ist.

Wenn nicht die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland selbst in den Jahren höchsten Wirtschaftswachstum keine einzige Mark ihrer Schulden zurückzahlen, sondern diese ständig erhöhen, dann ist das nicht nur der Weg in die Zinssklaverei, sondern der Weg zum betrügerischen Staatsbankrott, den die regierenden Politiker offensichtlich auf dem Rücken der Kinder und Enkel ihrer Wähler laden wollen. Diejenigen Mitbürger, die durch ihre Wahl diese verantwortungslosen Politiker immer wieder mit Macht ausstatten, sollten sich niemals über den Verlust ihrer Sparguthaben beklagen!

Die Lösung des Dilemmas liegt jedoch im System selbst offen dar und kann jederzeit sofort umgesetzt werden.

 

§ 4. Demokratische Wähler und Politiker

„Es muss begriffen werden, dass die Macht des Volkes eine blinde, sinnlose und unvernünftige Kraft ist, immer in der Gewalt der Beeinflussung von irgendeiner Seite. Der Blinde kann aber nicht den Blinden führen, ohne ihn in den Abgrund zu stürzen. Nun glauben die aus dem Volk aufgestiegenen Mitglieder des Pöbels immer, sie wären Genies an Weisheit, und doch können sie, da sie kein Verständnis für Politik haben, nicht als Führer des Volkes vorwärtskommen, ohne die ganze Nation ins Verderben zu bringen. Nur jemand, der von Kindheit an zu einem unabhängigen Herrscher erzogen ist, hat Verständnis für die Worte des politischen ABC...

Unser Erfolg ist dadurch erleichtert worden, dass wir in unserem Verkehr mit den Menschen, deren wir bedurften, immer auf die empfindlichsten Seiten der menschlichen Natur eingewirkt haben: auf die Geldgier, die Leidenschaft, die Unersättlichkeit nach menschlichen und materiellen Gütern. Jede dieser menschlichen Schwächen, für sich allein, genügt, um die Tatkraft zu lähmen, denn sie führt über den Willen des Menschen zu seinem Charakter, der das Rückrat für seine Tätigkeiten ist.“

Wir teilen die Meinung der Verfasser der Protokolle über den menschlichen Geist nicht und lehnen uns eher an die Kernaussage von Jesus an, der sagte: „Selbst der Geringste unter Euch wird all dies tun können was ich getan habe und noch vielmehr.

Der Mensch ist, ob nun von einem oder mehreren Göttern oder der Natur, ausgestattet mit dem freien Willen. Er kann wenn er das will ein selbstständig denkendes und handelndes Wesen sein. Ebenso wie es seinem freien Willen unterliegt sich zu einem rechtlosem Sklaven von Irgendwem oder Irgendetwas zu machen. Er hat die freie Wahl.

Die Verfasser wissen um diese Macht über die die Menschen verfügen und aus diesem Grunde ist es zwingend für sie notwendig die Menschen nicht zur Ruhe kommen zu lassen, ihnen keine Chance zu geben zum nachdenken, sie immer stärker einbinden in den täglichen Überlebenskampf. Aus diesem Grunde ist es unerlässlich den Wohlstand in den westlichen Demokratien der sich in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgebaut hatte immer weiter abzubauen, ebenso wie es notwendig ist die Armut in den sogenannten 3. Welt Ländern zu beseitigen und die beiden Wohlstandsextreme einander anzugleichen.

Die Menschen in der westlichen Welt müssen hungriger werden damit sie keine Zeit zum nachdenken und handeln haben, die Menschen in der 3. Welt müssen wohlhabender werden, damit sie etwas zu verlieren haben.

Erst durch die Gleichschaltung dieser beiden Extreme (absenken auf der einen und anheben auf der anderen Seite) wird die Menschheit als Gesamtheit global beherrschbar. 

Schauen Sie sich die Praxis der letzten 40 Jahre an und Sie werden sehen das der Prozess im vollen Gange ist.

  

§ 5. Krieg

 „Um Machthungrige zu einem Missbrauche der Macht zu veranlassen, haben wir alle Kräfte in Gegnerschaft zueinander gebracht, .... in ganz Europa, und mittels der Beziehungen mit Europa auch anderen Erdteilen müssen wir Gärungen, Zwiespälte und Feindseligkeiten schaffen.  ... Wir müssen in der Lage sein, jedem Widerstand durch Kriege mit dem Nachbarn des Landes, das es wagt, uns zu trotzen, zu begegnen. Wenn diese Nachbarn jedoch auch wagen sollten, gegen uns zusammenzustehen, dann müssen wir ihnen durch einen Weltkrieg Widerstand bieten.  .. Mit einem Wort, um unser System, die Regierungen der Staaten in Europa in Schach zu halten, zusammenzufassen: wir werden einer von ihnen unsere Stärke durch einen Schreckensunternehmungen zeigen, und wenn wir die Möglichkeiten einer allgemeinen Erhebung gegen uns zugeben, werden wir allen mit den Kanonen von Amerika, China oder Japan antworten.  .. Wenn ihr Kreis geschlossen ist, werden alle Staaten Europas in ihren Ringen eingeschlossen sein wie in einem großen Schraubstock.“

Die Herren hinter diesen Plänen haben Europa bereits zweimal ihre Schreckensunternehmungen gezeigt. Inzwischen sind sie mit den Vorbereitungen beschäftigt, der gesamten Welt endgültig das Lebenslicht auszublasen, wenn diese nicht „freiwillig und friedlich“ in die Neue-Weltordnung einwilligt. 

James Warburg’s eindeutige Aussage vor dem Senatsausschuss für Auswärtige Angelegenheiten am 17.02.1950: „Wir werden zu einer Weltregierung kommen, ob sie dies mögen oder nicht – die Frage ist nur ob durch Unterwerfung oder Übereinkunft.“ 

Diese zentrale Aussage von James Warburg hat eine Aktualität wie nie zuvor und Bundesaußenminister Joschka Fischer brachte es während der Konferenz „Globale Terrorismusbekämpfung“ in München am 08.02.2003 genau auf diesen Punkt: „Wie soll denn eine Welt von heute 6 und in 50 Jahren 9 Milliarden Menschen, ohne ein multilaterales Zentralorgan (UN) funktionieren? Die Frage ist doch ob wir eine neue Weltordnung durch Krieg oder durch einen friedlichen Prozess erreichen.“

 

§ 6. Nationales und internationales Recht

„Es ist für unsere Zwecke unerlässlich, dass Kriege, soweit als möglich, keine Landgewinne zur Folge haben; so werden die Kriege auf eine wirtschaftliche Grundlage gestellt, und die Völker werden unsere Vorherrschaft in dem Beistand, den wir leisten, fühlen müssen. Dadurch werden beide Seiten der Gnade unserer internationalen Regierung ausgeliefert, die immer wachsam ist und keinen Beschränkungen unterliegt. Unser internationales Recht wird dann die nationalen Rechte auslöschen und wird die Völker genau so beherrschen wie das Zivilgesetz der einzelnen Staaten die Beziehungen ihrer Untertanen untereinander regelt.“

Landgewinne oder Grenzverschiebungen sind immer ein Keim für zukünftige Kriege, deshalb wurde Satz 1 des § 6 bereits nach dem Ende des 1. Weltkrieges über Bord geworfen. Der Grund und Boden eines Staates ist der einzige Besitz, der normalerweise nicht durch menschliche Anstrengungen vermehrt werden kann, es sei denn durch Krieg und Raub. Daraus folgt, das Landraub eine Hauptursache für die Entstehung von Kriegen ist, die sich dann leicht entfachen lassen, wenn es gelingt, unter den dadurch Vertriebenen und/oder Unterdrückten Hass und Rachsucht gegen die Verursacher zu schüren.

Die Einführung sogenannter internationaler Rechte ist sicherlich eines der größten Betrugsmanöver der überstaatlichen Regierung.

An ihren Beispielen lassen sich jedoch auch sehr schön und eindrücklich die beiden Varianten auf dem Weg zur Neuen Weltordnung aufzeigen.

Wie viel Frieden ist geschaffen worden durch die Gründung von Vereinigungen wie dem Völkerbund, den Vereinten Nationen (UNO), der NATO?

Dies sind Instrumente um eine Neue Weltordnung mit Gewalt zu erzwingen.

Alle diese Organisationen dienen jedoch grundsätzlich dazu den einzelnen Staaten/Regierungen und damit den Völkern hoheitliche Rechte zu nehmen und sie an nicht demokratisch legitimierte Institutionen zu übergeben.

Im Gegensatz dazu steht das wohl perfekteste Beispiel für die friedliche Installation  einer überstaatlichen Regierung, die Europäischen Union.

In der ebenfalls Stück für Stück die Aushöhlung der Rechte der Nationalstaaten betrieben wurde und wird.

Die Europäische Union darf mit Fug und Recht als Vorbild für die Konstruktion einer Weltregierung angesehen werden. Dies wäre dann der freiwillige Weg zu einer Neuen Weltordnung. (Wie von James Warburg formuliert)

Wir bewerten nicht ob dies Fluch oder Segen für die Menschheit wäre.

Entscheidend wird sein WIE diese Weltregierung konstruiert wird, das Projekt an sich ist mit Sicherheit nicht schlecht und kann dauerhaften weltweiten Frieden erzeugen.

Die Motivation der Erfinder ist jedoch, wie sich den Worten entnehmen lässt aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die Menschenfreundlichkeit. Oder vielleicht doch?  

 

§ 7. Ethik

„Unsere Losung ist: - Gewalt und Täuschung. Nur die Gewalt siegt in politischen Angelegenheiten, besonders wenn sie in den für Staatsmänner wichtigen Gaben verborgen liegt. Gewalt muss der Grundsatz sein und Schlauheit und Täuschung sind die Richtschnur für Regierungen, die ihre Kronen nicht vor die Füße einer neuen Macht legen wollen.“

Live zu erleben im März 2003 im heutigen Land, dass einst die Wiege der modernen Menschheit war.

„Es ist zwar ein Übel, aber doch nur ein Mittel, um den Zweck, das Gute, zu erreichen. Darum dürfen wir mit Bestechung, Betrug und Verräterei nicht aufhören, wenn diese Dinge zur Erreichung unseres Zieles dienen sollen. In der Politik muss man die Schwächen der anderen ohne Zaudern zu benutzen wissen, denn durch sie sichern wir uns Unterwerfung und Oberherrschaft.  ...Wir herrschen durch die Kraft des Willens, denn in unseren Händen befindet sich das Erbe einer einst mächtigen Partei, die wir völlig unterworfen haben. Und die Waffen in unseren Händen sind unbegrenzter Ehrgeiz, brennende Habgier, erbarmungslose Rachesucht, Hass und Groll.  ... Alle jetzt bestehenden Herrscher halten sich nur mit Mühe aufrecht innerhalb einer von uns entsittlichten Gesellschaft, die sogar die Macht Gottes verneint, aus deren Mitte nach allen Seiten die Flamme des Aufruhrs herausschlägt. Unser Oberherr muss zuallererst diese alles verschlingende Flamme löschen. Darum wird er jene bestehenden Gesellschaften vernichten müssen, und wenn er sie in ihrem Blute ertränken sollte, um sie dann wieder in der Form geregelter, organisierter Truppen auferstehen zu lassen, die bewusst gegen jede Ansteckung ankämpfen, die den Staatskörper bedroht.“

Diese Sätze machen deutlich, dass die Mitglieder der mit diesen Methoden arbeitenden Gesellschaften einer bestimmten Ethik huldigen, es sich also um eine sogenannte Schwarze Loge handelt. Mit welchen Methoden man in solchen Gesellschaften die genannten Charaktereigenschaften entwickelt, wurde bereits von Rudolf Steiner mitgeteilt. Obwohl der Begriff der Reinkarnation oder Wiederverkörperung nicht ausdrücklich genannt ist, ist er stillschweigend vorausgesetzt. Den wie will man eine „organisierte Truppe“ auferstehen lassen, wenn es keine Reinkarnation des Geistes gibt? Jede andere Interpretation dieser Zeilen ist falsch, weil sich die genannte Pläne eben nur im Laufe vieler menschlicher Generationen verwirklichen lassen. Den endgültigen Beweis für die Richtigkeit dieser Aussage liefert der folgende Satz: „Wer wird denn je auf den Gedanken kommen, dass alle Völker nur Drahtpuppen waren, die von uns nach einem großen politischen Plane bewegt wurden, den niemand im Laufe der Jahrhunderte auch nur geahnt hat?“

 

§ 8. Presse

„Mit der Presse werden wir in folgender Weise verfahren: Welche Rolle spielt die Presse heutzutage? Sie dient zur Aufreizung und Entflammung der Volksleidenschaften, die wir für unsere Zwecke brauchen. Sie ist oft schal, ungerecht, verlogen und der größte Teil der Öffentlichkeit hat nicht die geringste Ahnung, wem die Presse in Wirklichkeit dient.  ...Ich bitte Sie aber, zu beachten, dass unter den Blättern, die uns angreifen, auch solche sind, die wir selbst gegründet haben. Aber diese werden ausschließlich solche Punkte angreifen, die wir bereits zur Änderung bestimmt hatten. Keine einzige Ankündigung wird ohne unsere Kontrolle in die Öffentlichkeit gelangen. Das wird ja auch schon jetzt erreicht, insofern, als die Nachrichten aus aller Welt in einigen wenigen Agenturen zusammenlaufen. Diese Agenturen werden von uns bereits kontrolliert und lassen nur das in die Öffentlichkeit dringen, was wir gutheißen.   ... Unsere Zeitungen werden von allen Schattierungen sein – aristokratisch, sozialistisch, republikanisch, revolutionär, sogar anarchisch – natürlich nur so lange, als die Verfassung besteht.  ... Jene Toren, welche glauben, sie wiederholen die Meinung einer Zeitung ihres Lagers, werden in Wirklichkeit unsere Meinung oder eine solche, die uns wünschenswert scheint, nachsprechen. In dem eitlen Glauben, dem Blatt ihrer Partei zu folgen, werden sie in Wirklichkeit der Flagge folgen, die wir ihnen vorantragen.“

Heutzutage laufen über 90% aller offiziellen Nachrichten über die Ticker einer einzigen Agentur. Ja, Sie lesen richtig.

Es ist eine Monopolisierung der offiziellen Nachrichten und Informationen erreicht die sich die meisten Menschen nicht einmal in kommunistischen Staaten vorstellen konnten.

 

§ 9.  Erziehung, - Lehrfreiheit – Religionsfreiheit

„Die Völker werden nicht zur praktischen Anwendung der vorurteilslosen geschichtlichen Beobachtungen angeleitet, sondern zu theoretischen Erwägungen ohne jede kritische Beziehung auf folgende Ereignisse.  ... Lasst für jenes Spiel die Hauptsache sein, dass wir sie überredet haben, die Erfordernisse der Wirtschaft anzunehmen. Angesichts dieser Tatsache haben wir unablässig, mittels unserer Presse, ein blindes Vertrauen auf diese Theorien hervorgerufen. Die Intellektuellen der Völker werden sich mit ihren Kenntnissen anpreisen. Sie werden alle Ergebnisse der Wissenschaft ohne ihre logische Bestätigung in die Tat umsetzen.   ... Denken Sie nicht, dass diese Feststellung bloße Worte sind: denken Sie an die Erfolge, die wir mit dem Darwinismus, Marxismus, Nietzscheismus errungen haben. Wir sollten in jeder Beziehung klar erkennen, welch unermessliche Verwüstung diese Richtungen in den Geistern der Völker angerichtet haben.  ... Indem das Volk immer mehr entwöhnt wird, nachzudenken und sich eigene Meinung zu bilden, wird es schließlich in demselben Tone reden wie wir, da wir allein ihm neue Denkrichtungen zeigen werden.  ...Natürlich durch solche Personen, von denen nicht vermutet wird, dass sie mit uns gemeinsame Sache machen.

Wenn wir unser Königreich aufgerichtet haben, wird es uns unerwünscht sein, wenn es darin noch eine andere Religion geben sollte, neben der unseren von dem Einen Gott. .. .Wir müssen darum alle anderen Glaubensformen vernichten. Wenn dabei auch viele zu Atheisten werden sollten, so werden doch davon unsere Absichten nicht berührt, da sie nur einen Übergangszustand darstellen. Sie werden dagegen den Geschlechtern zur Mahnung dienen, die unserer Predigt von Der Religion lauschen werden, welche alle Völker der Welt in Abhängigkeit von uns gebracht hat durch ihr beständiges und vollständig durcharbeitetes System. Um zu verhüten, dass sich außer dem unseren andere geistige Kraftmittelpunkte bilden, werden wir die erste Stufe der Sammlung, die Hochschulen, beschneiden, indem wir ihnen neue Richtlinien vorschreiben.  .... Wir werden aus dem Lehrplan das Staatsrecht ausschließen, sowie alles, was politische Fragen berührt. Diese Dinge werden von ein paar Dutzend Personen gelehrt werden, die wir wegen ihrer hervorragenden Fähigkeiten aus der Zahl der Eingeweihten auswählen.    ... Wir müssen in ihre Erziehung alle jene Grundsätze einfügen, die die Staatsordnung so glänzend zerstört haben.   .... Wir werden jede Lehrfreiheit abschaffen.  ... So werden wir künftig das Aufkeimen jeder freien Meinung zu verhindern wissen und allein die öffentliche Meinung beherrschen.

Aber die Freiheit kann harmlos sein und ohne Schaden für das Wohl der Völker ihren Platz in der Volkswirtschaft haben, wenn sie auf dem Glauben an Gott, auf der Brüderlichkeit der Menschen beruht und nicht mit dem Begriff der Gleichheit verbunden ist, die durch die wahren Schöpfungsgesetze widerlegt ist, denn diese haben die Unterordnung bestimmt. Mit einem solchem Gesetz kann das Volk von einer Vormundschaft von Priestern regiert werden und würde zufrieden und demütig dahingehen unter der führenden Hand seiner Pastoren, die den Gesetzen Gottes auf Erden unterworfen sind. Das ist der Grund, weshalb es für uns unerlässlich ist, allen Glauben zu unterwühlen, den wahren Begriff der Gottheit und des Geistes aus ihren Sinnen zu reißen und an deren Stelle arithmetische Berechnungen und materielle Bedürfnisse zu setzen. Um den Völkern keine Zeit zum Nachdenken und Beobachten zu lassen, muss ihr Trachten auf Industrie und Handel abgelenkt werden. So werden alle Völker in der Verfolgung des Gewinns aufgehen, und während sie ihm nachlaufen, werden sie ihren gemeinsamen Feind nicht bemerken.“

Nach unserem Wissen beruht die Ethik der monotheistischen Religionen auf den Zehn Geboten der Bibel, egal ob Judaismus, Christentum oder Islam. Da jedoch die Ethik der Protokolle genau im Gegensatz zu den Zehn Geboten steht, sind die Verfasser entweder keine Anhänger der klassischen monotheistischen Religionen, oder Betrüger gewesen. Auf die verheerenden ethischen Folgen des Atheismus und des blinden Kirchenglaubens oder fanatischen Islamismus brauchen wir hierbei nicht näher einzugehen. Die geradezu terroristische Einschränkung des Geistes- und Religionsfreiheit in den sozialistischen und faschistischen Staaten ist ausreichend bekannt. In der Bundesrepublik Deutschland wird das weltanschauliche und politische Analphabetentum insbesondere durch die Kultusminister der Länder in die Erziehung hereingebracht.

 

§10. Priesterschaft – Vatikan

„Wir haben von jeher dafür gesorgt, die Priesterschaft der Völker in ihrem Ansehen herabzusetzen und sie ihres Einflusses auf die Massen zu berauben, da sie sonst auch heute noch ein großes Hindernis für uns sein könnte.   ... Überall wird Gewissensfreiheit gelehrt, so dass uns heute nur noch ein paar Jahre von dem Augeblick trennen, da der Zusammenbruch der christlichen Religion vollkommen sein wird.   ... Wenn endlich  die Zeit gekommen ist, die päpstliche Macht zu zerstören, wird der Finger jener unsichtbaren Hand die Völker auf den Vatikan hinzuweisen. Wenn sich jedoch die Nationen auf ihn werfen, werden wir uns den Anschein seiner Verteidiger geben, als ob wir übermäßiges Blutvergießen verhindern wollen. Durch diesen Vorwand werden wir in seine innersten Verhältnisse eindringen und nicht früher wieder herausgehen, als bis wir die päpstliche Macht völlig in der Hand haben.“

 

§ 11. Geheimgesellschaften

„Mittlerweile jedoch, bis wir in unser Königreich kommen, werden wir in den entgegengesetzten Ländern der Welt freimaurerische Logen gründen und vermehren und in ihnen alle Persönlichkeiten anlocken, die in der Öffentlichkeit hervorragen können oder es schon tun. Denn diese Logen werden unser hauptsächliches Auskunftsbüro und Einflussmittel sein. Wir werden alle diese Logen unter unsere Zentralverwaltung bringen, die wir allein kennen und die den anderen gänzlich unbekannt ist, nämlich die Oberleitung durch unsere gelehrten Ältesten. Die Logen werden ihre Vorsitzenden haben, welche die Weisungen der geheimen Oberleitung durch ihre Person decken und die Losungen und Anweisungen weitergeben. In diesen Logen werden wir den Knoten schlingen, der alle revolutionären und liberalen Elemente zusammenhält. Sie werden sich auch allen Gesellschaftsschichten zusammensetzen. Unter den Gliedern dieser Logen werden sich fast alle Polizeispitzel der internationalen und nationalen Politik befinden. Die Polizei ist für uns unentbehrlich, um nach Bedürfnis gegen diejenigen vorzugehen, die sich nicht unterwerfen wollen; auch um die Spuren unserer Handlungen zu verwischen.,.....

Wer oder was kann eine unsichtbare Macht überwinden? Und genau das ist unsere Macht! Die nicht eingeweihte Freimaurerei dient uns blindlings als Kulisse für uns und unsere Ziele; aber der Handlungsplan unserer Macht, selbst ihr eigentlicher Sitz, bleibt für das ganze Volk ein unbekanntes Geheimnis. .... Das war der Grund für unserer Organisation der geheimen Freimaurerei, welche den Nichteingeweihten nicht bekannt ist. Wir haben diese Narren von Menschen angelockt durch die Repräsentations-Armee der freimaurerischen Logen, damit sie ihren Stammesbrüdern Sand in die Augen streuen.  .... Zu diesem Zweck werden wir ohne Gnade alles niederschlagen, was die Waffen ergreift, um sich der Aufrichtung unserer Herrschaft zu widersetzen. Jede neue Gründung einer geheimen Gesellschaft wird mit dem Tode bestraft werden. Die bereits bestehenden sind uns bekannt, dienen uns und haben uns gedient. Wir werden sie auflösen und ihre Mitglieder nach weit entfernten Ländern verbannen. In dieser Weise werden mit allen nicht eingeweihten Freimaurern verfahren, die zuviel wissen; und jene, die wir aus irgendeinem Grunde verschonen, werden in beständiger Furcht vor der Verbannung gehalten werden.“

Die planmäßige Verbreitung der Freimaurerlogen setzte bereits im 18. Jahrhundert ein. Dieses Thema ist von mehreren Autoren bereits ausführlich behandelt worden. Damit der Leser nun nicht Vorurteile und falsche Antipathien entwickelt, möchten wir darauf hinweisen, dass wahrscheinlich neunzig Prozent aller Freimaurer keine Ahnung davon haben, zu welchen Zwecken ihre Logen teilweise benutzt werden. Der Begriff „geheime Freimaurerei“ (Hochgradfreimaurerei) muss in diesem Zusammenhang wörtlich genommen werden. Außerdem gibt es neben der Freimaurerei auch noch eine erhebliche Anzahl anderer Logen, Orden und Vereine, die von der Unsichtbaren Weltregierung als Mittel zum Zweck benutzt werden. Dazu zählen insbesondere die christlichen Orden. Heinz Pfeifer schreibt dazu: „Diese geheimen oder okkulten Zirkel arbeiten unter dem Tarnmantel Humanität, Demokratie, Marxismus oder religiöser Glaubensbekenntnisse und werden dabei von ihren hörigen Politikern, Hochfinanziers, Klerikalen, Psychologen unterstützt.

 

§ 12.  „Magie“

„Der Tod ist das unvermeidliche Ende aller. Darum ist es besser, jene diesem Ende näher zu bringen, die unserem Zweck hinderlich sind, als uns, die Schöpfer des Werkes. Wir gebrauchen die Freimaurer in einer Weise, dass niemand, nicht einmal das Opfer unseres Todesurteils selbst, jemals Verdacht schöpfen kann; sie sterben alle, wenn es erforderlich ist, wie von einer gewöhnlichen Krankheit ..... Selbst die Bruderschaft, die das weiß, wagt nicht zu protestieren. Durch solche Maßnahmen haben wir in der Freimaurerei allen Widerstand gegen unsere Befehle unterdrückt. Während wir den Völkern Liberalismus predigen, halten wir zugleich unser eigenes Volk und unsere Agenten in einem Zustand bedingungsloser Unterwerfung.“

Diese wenigen Sätze zeigen deutlich genug, dass die „Magie“ (psychologische Manipulation) das wichtigste Machtmittel der unsichtbaren Loge ist. Wie man mit magischen Mitteln einem Menschen die Lebenskraft entzieht, ihn an einer „gewöhnlichen“ Krankheit sterben lässt oder bestimmte Gedanken in seinen Kopf hinein platziert, dazu findet der Leser ausführliche Darstellungen in dem Buch „Frabato“ von Franz Bardon. Gegen psychologische Angriffe jeder Art helfen selbstverständlich nur psychologische Verteidigungsmittel, wie sie in den Lehrwerken von Franz Bardon u.a. ausreichend dargestellt werden. Wer sich gegen jedes Studium der psychologischen Wissenschaft in all ihren Formen weiterhin sträubt, bereitet sich freiwillig eine sklavische Zukunft und dies ist weit entfernt von der Kernaussage des Jesus dem Christos: „Selbst der Geringste unter Euch wird all dies tun können was ich getan habe und noch viel mehr.“

 
Antworten
Corypheana:

Prognosen

 
10.11.05 11:17
kopiert von zwei bekannten.

langfristig

"Meine These: Der Geldcrash kommt nicht, denn er ist schon da, als Zeitlupenerscheinung. Die Explosion in Form von finaler Hyperinflation und anschließender Währungsreform wird dadurch überflüssig und wird nicht kommen. Die Zeitlupenerscheinung, die wir schon haben, ist die Geldentwertung (Inflation) in Verbindung mit negativem Realzins: Derzeit Deutschland Infl. 2,5% p.a., 10-jährige Staatsanleihen 3% Zinsen, das ist noch zu versteuern. Bei 33% Grenzsteuersatz bleiben 2% Zinsertrag p.a. = 0,5% p.a. Realverlust (Kaufkraftverlust) trotz Staatsanleihe. Diese Tendenz wird sich aufgrund der Liquiditätsblase (durch Geldmengenexpansion gestern, heute und morgen) und durch die schwache Kreditnachfrage in den nächsten Jahren noch verstärken. Bald wird es deshalb schon vor Steuern einen negativen Realzins geben (Richtung "japanische" Zinsverhältnisse). Wenn sich der Nominalzins dann immer mehr der Inflationsrate annähert, oder unter diese sinkt, gibt es einen negativen Realzins von 1%, irgendwann 2% (Z.B: Infla 5%, Nominalzins 3%, resultierend 2% Kaufkraftverlust trotz 3% Zinsen). Für die Staaten ist das prima, weil sich die Staatsschuld durch die Inflation entwertet. Zudem steigen die Einnahmen des Staates mit der Inflation nominal an. So wird es kommen. Einen Crash braucht es nicht und wird es nicht geben. Das Drama für den Anleger vollzieht sich ständig und in kleinen Portionen, nicht in einer großen Explosion. An die kleine Verarmung gewöhnt man sich, wie an die langsam sinkenden Löhne. Nach 10 oder 20 Jahren reibt man sich verwundert die Augen: Es hat sich doch summiert ! Aber was will man machen. Der Staat kann zudem seine Ausgaben mit den Jahren senken und seine Einnahmen erhöhen (Mehrwertsteuererhöhung, Gebührenerhöhungen usw. usw.). Da bedarf es keines Crashs. Alles verarmt langsam, aber der Staat geht dabei nicht Bankrott.
Das kann noch etliche Jahrzehnte so gehen, und bis dahin sind wir alle tot."


kurzfristig

- Deutscher Einzelhandel bricht mangels Konsumlust im September ein. Könnte je nach Umfang des Sparpakets der Bundesregierung noch bis Frühjahr 2006 reichen.

- Weil Studenten immer häufiger nur noch unbezahlte Praktikumsplätze bekommen, beantragen viele von ihnen immer öfter ALG II.

- US-Konsum schwach, Zinsen steigen.

- EZB und Bank of Japan sprechen von Zinserhöhung.

- (mindestens) 2 % Mehrwertsteuererhöhung kommt auch noch.

Fazit:

Höhere Zinsen und Steuern = höhere Preise bei bestenfalls gleichbleibenden (eher sinkenden) Löhnen führt zu noch mehr Kaufzurückhaltung. Noch mehr Einzelhändler gehen pleite. Arbeitslosenzahl wird wieder steigen, Konsum sinkt weiter. Schuldzinsen steigen, mehr Kredite werden mangels Schuldendienst platzen. Banken werden bei Kreditvergabe weiterhin restriktiv bleiben, was für Firmengründungen fatal ist.
Trotzdem die Preissteigerungen mit Energiekosten in Verbindung gebracht werden, ist m.E. kein Raum, um von Inflation zu sprechen. Das Ganze riecht m.E. weiterhin stark nach deflationärem Szenario!  
Antworten
Corypheana:

Inflation oder Deflation?

 
10.11.05 11:20
-das war hier lang die Frage.

Meine Meinung: Die Deflation wird fortschreiten und die große wirtschaftliche Depression mitsamt der zeitgleich parallel ablaufenden vielen anderen schweren Krisen Ausmaße annehmen, die die '30er Jahre Depression mitsamt des daraus resultierenden WK2 weit in den Schatten stellen wird.
Das dieser schleichende Crash ein völlig anderer ist als seine Vorgänger und als von den Massen erwartet liegt in der Natur der Sache und an den Intensionen seiner Schöpfer.  

Die große Depression kommt nicht, sie ist schon lange da, so sicher wie schleichend und ausartend.
Es ist kein Zufall, daß ein neues dunkles Zeitalter ausgerechnet mit der Jahrtausendwende und dem offiziellen Ausruf einer New World Order eingeläutet wurde.
Niedergang der EU - neue Dimensionen einer Krise 19442
Antworten
Corypheana:

RESET der "Zivilisation"

 
10.11.05 22:13
    www.constantin-v-antaris.de/cgi-bin/weblog.php.cgi?weblog=4

RESET der „Zivilisation“


Das Grundgesetz fordert
die Achtung der Würde der Schöpfung und des Menschen.

Von beidem kann in dieser Republik (und außerhalb von ihr) keine Rede sein.
Denn es dirigieren gemeinste, hinterhältigste Ausbeuterinteressen diesen Staat.
Nur so konnte das eintreten, was vor drei Jahrzehnten unvorstellbar erschien: der ökologische Kollaps der gesamten Gebietes, die Zerstörung der Böden, Gewässer, der Atmosphäre, das Heranwallen von Naturkatastrophen, die verdeckten Folter in Pflege- und Altenheimen, die Vernichtung des Eigentums von 70% der Bevölkerung, die völlige Staatspleite, der Ausverkauf von Staats- bzw. Volkseigentum, die Wucherung von Gierinteressen aus dem In- und Ausland, die Entmachtung des Grundgesetzes, der Justiz, die Beseitigung der Unabhängigkeit der Medien und Wissenschaften.

Wer kann denn nun – vergleicht er diese Republik mit den Vorgaben und Zielen dieses Grundgesetzes – allen Ernstes annehmen, wir hätten eine auf Menschenwürde errichtete Republik, in welcher auch die allgemeinen, die ökologischen Lebensgrundlagen geschützt werden?
Das ist doch nur auf dem Papier! Wenn ein Massenverkehr mit donnernden Fahrgeschossen auf Autobahnen, Bundesstrassen die Landschaften zersägen, die Städte, die Gemeinden drangsalieren, wenn diese Gesellschaft auf dem Verbrauch von Öl- und Kunststoffprodukten aufgebaut, wenn so viel Zeug hergestellt wird, nur um einige Branchen am Leben zu erhalten, nur um einige Millionen Arbeitsplätze zu sichern, wenn dermaßen rasant die Böden und Gewässer sterben, die Tierwelt mit, dann ist das doch keine Republik, die die Lebensgrundlagen schützt.

Und sie ist es auch nicht innerlich: so eine verrohte, auf dummen Konsum ausgerichtete Generation gab es in der Weltgeschichte noch nie. Überall im Westen wird konsumiert und geplündert, werden die natürlichen Lebensgrundlagen zerstört.

An diesem Bild ändert doch nichts, dass an einigen Stellen der Luxus dominiert, die Wiesen, die Rasenflächen, die Park gepflegt, das innere und äussere „Ambiente“ angenehmst und sauber, der Umgangsstil der Menschen untereinander würdig ist.

Wenn Regierungszentren, Konzernterritorien, Bürohochtürme hochmodern ausgestattet, die Menschen, die darin tätig sind, einen freundlichen, gebildeten, zufriedenen Eindruck machen, dann heisst das doch für das Land noch gar nichts.

Tatsache ist doch, dass 70% der Menschen mehr oder weniger körperlich und materiell verfallen, dass das Leben in der Natur großflächig und tiefgreifend im Rückzug, dass viele Menschen ausgestoßen, in niedere Laster verfallen, dass Hoffnungslosigkeit und Angst einerseits, vermengt mit Arroganz und Sturheit das Bild der Straßen und Fußgängerzonen, Plätze prägen.

Ein Staat, eine Gesellschaft, die derart verkommen ist, kann doch nicht als grundgesetzlich oder demokratisch bezeichnet werden.

Wenn Bürger, die deshalb auf die Barrikaden gehen, behördliche Stellen attackieren, um auf diese Missstände hinzuweisen – wenn auch teils grob und uneinfühlsam, in die Psychiatrie gesperrt, dort verändert, dann darüber - über den veränderten Zustand - ein Gutachten erstellt wird, dann ist das doch kein grundgesetzlich-würdiges Vorgehen, dann ist das doch Barbarei und Folterei.

Ein gesundes Staatswesen verträgt ungezieme Kritik. Ein krankes reagiert krank.

Die Krankheit ist auch in diesem Land im Vormarsch – sie ist schlimmer als eine Vogelgrippeseuche, als eine Pandemie der bekannten Art.

Der Staat ist ergriffen und erpresst durch arrogante Kräfte des Kapitals, die sich über grundgesetzliche, weltgesetzliche Werte hinwegsetzten und die dadurch entstandenen Groß-Schäden nicht zur Kenntnis nehmen.

Wenn immerhin das TV noch läuft, Plastikbilder übertragen werden, Shows von Gottschalk eine heile Welt suggerieren, dann ist das doch gar nichts. Die Kameras zeigen einen hässlicher werdenden Entertainer, welcher seinen Namen nicht zu unrecht trägt: den Medien gegenüber wird Religiosität und Ehrlichkeit vorgetäuscht, tatsächlich wird dem Mammon gedient. Das ist bei Udo Jürgens und Mario Adorf nicht viel anders. Bei den Hollywood-Stars so wie so nicht.

Die Masse verkommt. Wer das bestreitet, der lebt in einer abgeschirmten Umwelt oder macht sich was vor, was nicht ist. Wer sich die Umwelt positiv denkt, ohne anzupacken, ohne sich ins Zeug zu legen, ist ein Scharlatan oder Selbstäuscher.


Was müsste getan werden?
In erster Linie müsste das Grundgesetz zum Leben erweckt werden. Denn dann wäre der einheitliche gemeinsame Nenner wieder vorhanden, gemäß dem eine Gesellschaft – eine menschen- und lebenswürdige – wiedererrichtet werden kann. Jede Schule, jedes Bauwerk, jede Automobilproduktion müsste nach neuen Gesichtspunkten ausgerichtet werden.

So neu aber sind sie gar nicht. Was für Kinder wollen wir haben? Solche, die in eine Industrie- und Konsumlandschaften passen, oder solche, die frei, sich selbst entfaltend, natürlich, geborgen und konstruktiv leben, später als Erwachsene konstruktive Firmen schaffen?
Welche Familien sollen den Kern des Landes bilden, solche, in denen der Möbelkauf an vorderster Spitze oder solche, in denen die Frau, die Kinder als eher göttliche, weltbezogene Mitgeschöpfe erachtet und geehrt werden, die sich durch eine wunderbare, positive Selbstentwicklungsfähigkeit im Hintergrund eines „Nestes der Wärme und Liebe“ auszeichnen?

Welchen Staat wollen wir haben, einen, der martialisch nur wegen sich selbst und für ein paar reiche Cliquen existiert, funktioniert, oder einen, der reichlich ausgestattet für Bürgerinteressen da ist, der selbst Vorbild ist für grundgesetzliche Werte und über sie wacht?

Wenn wir in jedem Fall das Positive wollen, dann genügt das bequeme Sich-Suggerieren nicht. Dann muss und darf angepackt werden. Dann muss der Fernseher abgedreht und den Verantwortlichen durch Schreiben gesagt werden, dass man diesen Vernebelungsquatsch eines Kerner, Beckmann, einer Christiansen und eines Gottschalk nicht haben will, dass man ein Fernsehen schätzt, in dem echte Vorbilder auftreten, Vorbilder im Sinne des Grundgesetzes. Das können einfache, aber intelligente Bürger sein, die sich alltäglich fürs Soziale einsetzen, Nachbarn zu Hilfe sind, das sollten Bürger sein, die an wertvollen, allgemeinwohlnützigen Forschungsprojekten arbeiten, das sollten Menschen sein, die sich für das Land einsetzen, wo auch immer sie stehen.

Aber das sollten keine Schmarotzer sein, die unnützes Zeug denken und tun, die sich mit Spielchen beschäftigen, die diesem Land in dieser Not alles andere als nützlich. Das sollten Richter sein, Staatsanwälte, die Mut gezeigt haben.

Es gibt vieles, das getan und vieles, das vermieden werden sollte. Vermieden werden sollte die Prostituierung von Reichen, deren Reichtum alles andere als durch soziale Taten bewirkt.

Das Fernsehen würde bei der Neuordnung des Staatswesens eine Schlüsselrolle einnehmen können.

Aber diese Rolle ist bei diesen Charakteren, die es heute noch steuern, nicht in Sichtweite.

Wenn sogar ein Ex-Bundespräsident, der es nicht mehr (im Gegensatz zu den Jahren 1985 und 1986) für nötig hält, auf fundierte Schreiben hin (per Einschreiben mit Rückschein) zu reagieren, mit dem ZdF und Stern zusammen unter Leitung der Unternehmensberatungs-Deutschlandschädigungsfirma McKinsey (sie empfahl deutschen Unternehmern die Abwanderung aus Deutschland, wie schon berichtet) auftritt, als würde er und diese Seite für dieses Land etwas Gutes tun (jedoch nur den Bauch einiger Selbstbereicherungscliquen im Kopf hat), dann sind das pure Täuschungsmanöver.

Dass dieses Land durch eigensüchtige Cliquen zuschanden geritten wurde, ist eindeutig bewiesen. Jedes andere Land, das im Niedergang, hatte ähnliche Cliquen über sich herfallen gehabt - ob Argentinien, Brasilien, Philippinen oder nun alsbald die USA selbst.


Welchen Staat also wollen wir?
Ich denke, die meisten wollen einen, in welchem die Volksvertreter und Behörden Vorbilder.

Um diesen Staat zu bekommen, muss auf einiges verzichtet werden.
Das Volk muss sich neuen Bildungsquellen zuwenden. Wenn Massenmedien es verbilden, dann muss es sich im Internet, in Büchern, in Filmen, die frei herumgereicht werden, unterrichten.

In den USA wenden sich mehr und mehr von den gebildeteren Schichten Alternativsendungen zu, von denen sie glauben, dass sie ehrlicher informiert werden. Längst hat nämlich die Bushadministration die Senderlandschaft erobert. Das ist in Deutschland auch bald so: Sender wie SAT!/ProSieben/N24, Sender VOX und n-tv, Sender wie ZdF und teils auch ARD.

Von den USA ist nicht so viel zu übernehmen, seit die Kennedys und Martin Luther Kings ermordet.
Aber obiges Verhalten wäre zu übernehmen.

Schalte man diese Programme ab, in denen das Volk nachweislich belogen und betört wird. Lehne man Talks mit gelenkten Talk-Gästen und organisierten Zuschauern ab. Wer seine Erfahrungen in Foren des ZdF und der ARD machte, der weiß vielleicht, dass dort ohne Ende zensiert wird. Gleiches in Foren von Focus.
DER SPIEGEL dagegen lässt vieles an Gegenmeinungen zu, sofern in annehmbarer Weise dargeboten.

Als die Angelsachsen noch nicht so markt- und weltbeherrschend waren, herrschte auch in Deutschland noch eine gewisse Kultur, wird die Zeit von 1933 bis 1945 ausgeklammert. Deutschland des 19. Jahrhundert ist unvergleichlich mit dem heutigen. Ich möchte sagen, dass die Menschen damals im Kern gebildeter und gesitteter und äuserlich auch schöner waren als die Mehrzahl der Menschen heute.

Die Ausweitung der Gier (und damit eines Systems des Fressens und Gefressenwerdens) tat dem Land nicht gut.
Wir sollten zurück zu den Wurzeln unserer Kultur, zurück zu den Werken Goethes, Schillers, Heines, Hesses etc..

Es kam während der zurückliegenden Jahrhunderte nichts besonders Konstruktives hinzu: was haben wir von der Eroberung des Weltraums, von neuen Materialien, von neuen Erkundigungen, wenn wir den Globus vernichten. Die Menschen wurden insgesamt innerlich kleiner, verschlagener, gieriger, unzufriedener.
Die Motoren wurden gefräsiger und schneller, verlockender und zerstörerischer. Was nützt einem der Fortschritt in der Bioenergie, wenn der Motor die Umwelt ruiniert, wenn Ölprodukte das Klima zerstören, wenn Starkregen die kommenden Jahre bestimmen und Überschwemmungen zum Alltag werden?

Uns drohen Kombinationen von Gefahren der übelsten Art: wenn Menschen gleichzeitig arm und vergiftet werden, wenn sie sich von Feldern und aus Gewässern nicht mehr nähren können, dann ist das eine elementare Bedrohung ihrer Existenz.

Was wurde in den zurückliegenden zwei Jahrhunderten erreicht?
Nichts wirklich Positives! Zwei fürchterliche Weltkriege, die atomare Verseuchung weiter Teile der Erde durch Plutonium, die Zerstörung des Ozonschutzschildes, die Aufheizung der Meere und die Heranbildung von Monsterhurrikans und vieles vieles mehr.
Was wurde positiv geschaffen? Wolkentürme, U-Boote, deren Signale die Tierwelt in den Meeren schädigen, Funkmasten ohne Ende, eine Durchmüllung der Stratosphäre, ein unentwegter Gestank und Lärm, der Rückzug der Tierwelt . . . und und und? Was nützt uns da noch die Mobilität und die Überfüllung mit Waren vielfältigster Art, wenn wir an Substanz hachhaltig verlieren

Diese Welt steht direkt am Abgrund: das wurde erreicht.

Es muss ein RESET her.

Antworten
Corypheana:

Die nächste Welle kommt bestimmt

 
11.11.05 11:06
Seit über 20 Jahren befasse ich mich mit Kapitalmärkten sowie allem möglichen drum herum. Mein besonderes Interesse wurde innerhalb einer betroffenden Gesellschaft mit dem live vor Ort erlebten Crash von 1987 geweckt, als Investor und Termin-Spekulant seit den frühen '90ern, mit der Asienkrise von '97 sowie dem seit 2000 fortschreitenden "Salami"-Crash. Speziell durch diese Ereignisse habe ich für mich die Notwendigkeit der präzisen objektiven Wahrnehmung, Aufzeichnung und Archivierung relevanter Kapitalmarktgeschehnisse, insbesondere deren Krisen, erkannt.
"Die Erlebnisse von gestern, sind das Wissen von morgen. Manchmal ist es sicherer zu wenig als zu viel zu wissen."
Von den Massen kaum wahrgenommen kam es am 21.09.2001 zu der wahrscheinlich mit Abstand größten jemals getätigten Kapitalmarkt-Intervention/-Manipulation, in deren Folge es an vielen Märkten zu nie erlebten Intraday Reversals kam. Ich glaube das dies ein sehr bedeutendes Schlüsselereignis war. Ich hatte damals hier und in einem weiteren Forum darauf hingewiesen... An den Kapitalmärkten gibt es keine 100%igen Wahrscheinlicheiten, in seltenen Fällen kommt es jedoch nah heran.
So wie sich ein Kreis des Mathematikers zur Philosophie schließen kann, können sich auch Kreise für Investoren und Spekulanten zur Psychologie des Menschen schließen.
Märkte sind Leben, selbst wenn sie scheintot sind - sie werden bestimmt von Menschen und ihren Emotionen... zunehmend konzentrierter, globalisierter, monopolisierter.

Die letzten Jahre habe ich mich zunehmend mit dem Studium solcher Hintergründe, politischer Ökonomie u.ä. beschäftigt und Konzepte erarbeitet, mit denen sich die große Depression relativ besser überstehen läßt, als es den breiten Massen möglich ist. "Umso besser du deinen Feind kennst und durchschaust, desto höher deine Chancen ihn zu besiegen."

Bewußtsein und kritische Einsicht, also Dinge die unserer Gesellschaft weitestgehend verloren sind, sind ein Schlüssel zum Erfolg, wie immer jeder einzelne diesen für sich selbst definieren mag.
Wer sich gegenüber dem herrschenden Zeitgeist, welcher permanent darum bemüht ist Bewußtsein und kritische Einsicht zu zerstören, resistent macht, ist klar im Vorteil.
Schon in der nahen Zukunft werden menschliche Bedürfnisse eine weitaus größere Rolle spielen, als Wünsche - nicht nur in den Köpfen der Menschen...
Jede Krise ist auch Chance zugleich und öffnet neue Möglichkeiten, Nischen und Wege in viele Richtungen. Die Investionen der Zukunft liegen auf völlig anderen Ebenen als sie sich in den Köpfen der Massen manifestiert haben.

Für mich naht die lang ersehnte Zeit weiterer Erfüllung, der Ruhe und des Schweigens.  

Viel Erfolg & alles Gute!


Niedergang der EU - neue Dimensionen einer Krise 2221956
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Corypheana:

Ich bin weg

 
11.11.05 11:11
;)
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