Nicht überall herrscht Börsenflaute
Bekanntermaßen sind alle bedeutenden Börsenindizes der Welt heuer im Minus. Der S&P 500 genau wie der DAX, der Nikkei, der FTSE oder der CAC-40. Man muss schon lange suchen, um Märkte mit positiver Performance zu finden. Doch es gibt sie noch, die Abräumer.
Im Jahr 2002 ist es Pakistan, dass mit einer überragenden Performance von sich reden macht. Der Karachi-100-Index hat sich seit Jahresanfang bis vergangenen Freitag verdoppelt, ähnlich sieht es beim MSCI Pakistan Index aus, der 108 Prozent zulegte.
Experten machen politische Faktoren für die Entwicklung verantwortlich. Das Einschwenken des Präsidenten Pervez Musharraf hätte den Ausschlag gegeben, urteilt beispielsweise Andrew Clark von der Research-Agentur Lipper.
"Der Markt war weit von seinen Hochpunkten aus dem Jahre 1994 entfernt und ein hoffnungsloser Fall. Dann kam der 11. September und anschließend die Zusammenarbeit der USA mit Pakistan. Seither geht es aufwärts", sagt der Fondsmanager Arjun Divecha, der das Land für seinen Emerging Market Fonds covert. Die Vereinigten Staaten hätten das Land mit einer Milliarde Dollar unterstützt und Kredite erlassen. Auch Japan und Deutschland hätten finanzielle Zusagen gemacht. Beflügelt wurden die Kurse davon abgesehen noch von sinkenden Zinsen und Plänen der Regierung, Staatsbetriebe zu privatisieren.
Bessere Alternativen
Fachleute warnen Privatanleger dennoch vor Investitionen. Die pakistanische Börse habe Ähnlichkeit mit einem Spielcasino. Es herrsche wenig Transparenz, die politische Lage sei immer noch instabil und das Interesse ausländischer Investoren gering.
Fondsmanager Divecha führt das Beispiel Hub-Power an. Ausländer steckten Geld in den Ausbau des Stromversorgers und erhielten die Zusage der pakistanischen Regierung, von den verkauften Kilowatts eine Provision zu erhalten. Als das Projekt fertig gestellt war, zog die Regierung die Zusage zurück. Divecha rät, wenn überhaupt über Emerging Market Fonds ein Engagement einzugehen.
Interessanter erscheinen generell andere Länder, die in 2002 ebenfalls gut abschnitten. Nach den MSCI-Daten hat der südkoreanische Markt bisher 17 Prozent (dort notiert immerhin die vielgerühmte Samsung) Plus gemacht, Thailand 27 Prozent und Sri Lanka 30 Prozent
Bekanntermaßen sind alle bedeutenden Börsenindizes der Welt heuer im Minus. Der S&P 500 genau wie der DAX, der Nikkei, der FTSE oder der CAC-40. Man muss schon lange suchen, um Märkte mit positiver Performance zu finden. Doch es gibt sie noch, die Abräumer.
Im Jahr 2002 ist es Pakistan, dass mit einer überragenden Performance von sich reden macht. Der Karachi-100-Index hat sich seit Jahresanfang bis vergangenen Freitag verdoppelt, ähnlich sieht es beim MSCI Pakistan Index aus, der 108 Prozent zulegte.
Experten machen politische Faktoren für die Entwicklung verantwortlich. Das Einschwenken des Präsidenten Pervez Musharraf hätte den Ausschlag gegeben, urteilt beispielsweise Andrew Clark von der Research-Agentur Lipper.
"Der Markt war weit von seinen Hochpunkten aus dem Jahre 1994 entfernt und ein hoffnungsloser Fall. Dann kam der 11. September und anschließend die Zusammenarbeit der USA mit Pakistan. Seither geht es aufwärts", sagt der Fondsmanager Arjun Divecha, der das Land für seinen Emerging Market Fonds covert. Die Vereinigten Staaten hätten das Land mit einer Milliarde Dollar unterstützt und Kredite erlassen. Auch Japan und Deutschland hätten finanzielle Zusagen gemacht. Beflügelt wurden die Kurse davon abgesehen noch von sinkenden Zinsen und Plänen der Regierung, Staatsbetriebe zu privatisieren.
Bessere Alternativen
Fachleute warnen Privatanleger dennoch vor Investitionen. Die pakistanische Börse habe Ähnlichkeit mit einem Spielcasino. Es herrsche wenig Transparenz, die politische Lage sei immer noch instabil und das Interesse ausländischer Investoren gering.
Fondsmanager Divecha führt das Beispiel Hub-Power an. Ausländer steckten Geld in den Ausbau des Stromversorgers und erhielten die Zusage der pakistanischen Regierung, von den verkauften Kilowatts eine Provision zu erhalten. Als das Projekt fertig gestellt war, zog die Regierung die Zusage zurück. Divecha rät, wenn überhaupt über Emerging Market Fonds ein Engagement einzugehen.
Interessanter erscheinen generell andere Länder, die in 2002 ebenfalls gut abschnitten. Nach den MSCI-Daten hat der südkoreanische Markt bisher 17 Prozent (dort notiert immerhin die vielgerühmte Samsung) Plus gemacht, Thailand 27 Prozent und Sri Lanka 30 Prozent