Merkel berät heute mit den Ministerpräsidenten den Ausbau der Windkraft
Windbranche fordert von Merkel ErgebnisseBerlin (dpa) – Die Windenergiebranche fordert von Kanzlerin Angela Merkel Klarheit für Investitionen in diesem Zukunftsbereich der erneuerbaren Energie. Man erwarte von Merkel klare Aussagen zum Atomausstieg, zur anstehenden Novellierung des Erneuerbaren-Energien- Gesetzes und zum Netzausbau. Das sagte der Präsident des Bundesverbands Windenergie, Hermann Albers, vor dem Energie- und Atomtreffen Merkels mit den Ministerpräsidenten im Kanzleramt. Die schwachen Ausbauzahlen 2010 zeigten, dass die Windenergie derzeit unter ihren Möglichkeiten bleibe.
Atom- und Energiegipfel bei MerkelBerlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will heute mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer beraten, wie Atomausstieg und Energiewende beschleunigt werden können.
Beim Treffen im Kanzleramt soll es um Maßnahmen gehen, wie die Stromnetze und die erneuerbaren Energien rascher ausgebaut werden können. In Kürze soll ein Fünf-Milliarden-Euro-Programm zum Ausbau der Windkraft vor den Küsten starten. Völlig unklar ist, wie der milliardenschwere Umbau insgesamt finanziert werden soll. Bisher zahlen die Verbraucher über den Strompreis den Ausbau etwa von Solar- und Windenergie.
Die SPD fordert einen Parteienkonsens, um Investitionssicherheit für die Energieversorger über die nächste Bundestagswahl hinaus zu schaffen. In der Diskussion ist eine Rücknahme der im Herbst beschlossenen Laufzeitverlängerung und ein Atomausstieg etwa bis zum Jahr 2020.
Bis Mitte Juni will die Regierung beschließen, wie viele Atomkraftwerke dauerhaft vom Netz müssen. Im Rahmen des dreimonatigen Moratoriums als Folge der Katastrophe im japanischen Fukushima wurden acht AKW vorübergehend stillgelegt.
Die Industrie warnt vor übereilten Entscheidungen. Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung sei für den Industriestandort Deutschland unverzichtbar, wird betont.
Bereits gestern hatte der Bundestag das Aus für den deutschen Steinkohlebergbau besiegelt. Das Parlament strich die sogenannte Revisionsklausel, mit der es den Ausstiegsbeschluss aus dem Jahr 2007 noch einmal hätte überprüfen können. Damit geht der traditionsreiche deutsche Steinkohle-Bergbau im Jahr 2018 endgültig zu Ende.
Nach dem Willen der EU sollten die Milliardensubventionen für die Steinkohleförderung eigentlich schon 2014 auslaufen. Brüssel lenkte jedoch im vergangenen Jahr ein.
WIND AUF !!!