Börsenguru Edward Yardeni von der Deutschen Bank sagte die Jahrtausend-Katastrophe voraus. Albert Edwards, sein Kollege von der Dresdner Bank, prognostizierte für Anfang August einen Crash und wünschte Anlegern deshalb schon vorsorglich eine "Gute Nacht". Die Erfahrung lehrt: Wenn alle Konjunkturprognosen längst nach unten zeigen, sagen Crash-Propheten, dass es noch viel schlimmer kommt. So wie Bernard Lietaer, den ich bei einem Vortrag in St. Paul de Vence bei Nizza traf. Lietaer, in den achtziger Jahren in den Diensten der belgischen Zentralbank und zur Zeit Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität von Kalifornien in Berkeley, malte ein düsteres Bild. "Der Tiefpunkt", so der Ökonom, sei "noch längst nicht erreicht". Auf die ganze Welt komme ein enormer Abschwung zu. "Die Menschheit muss sich Sorgen machen", sagte er. Auch für die Börsen sieht Lietaer schwarz. Eine neue Begründung für den düsteren Ausblick hat er indes nicht. Sein Gefühl stimme ihn missmutig. Hoffen wir, dass die Ratlosigkeit ein Zeichen für eine baldige Aufwärtsbewegung ist.
*
Ihren Geburtstag am Freitag verbrachte Elisabeth Weisenhorn in ihrem Frankfurter Büro - und blickte dort auf die sinkenden Kurse. Neue Tiefstände hatten der Fondsmanagerin, die bis vergangenes Jahr bei der Deutschen-Bank-Fondtochter DWS Millionäre machte (Deutsche-Bank-Werbung) und seitdem Fonds unter ihrem eigenen Namen vertreibt, die Laune verdorben. Statt eines Ausflugs ins Gebirge stand ein ruhiges Abendessen zu zweit auf dem Geburtstagsprogramm. Auf die Frage, ob die Zeit zum Einstieg denn nun günstig sei, hielt sie sich bedeckt. Sie habe schon mehrfach die Wende gesehen. Die Märkte gingen daraufhin trotzdem weiter zurück. Ein bisschen Optimismus ließ sie dennoch erkennen: "Wir kommen dem Ende immer näher." Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Der Nemax war der Null-Linie noch nie so nah wie zur Zeit.raf
Kostolmoney
*
Ihren Geburtstag am Freitag verbrachte Elisabeth Weisenhorn in ihrem Frankfurter Büro - und blickte dort auf die sinkenden Kurse. Neue Tiefstände hatten der Fondsmanagerin, die bis vergangenes Jahr bei der Deutschen-Bank-Fondtochter DWS Millionäre machte (Deutsche-Bank-Werbung) und seitdem Fonds unter ihrem eigenen Namen vertreibt, die Laune verdorben. Statt eines Ausflugs ins Gebirge stand ein ruhiges Abendessen zu zweit auf dem Geburtstagsprogramm. Auf die Frage, ob die Zeit zum Einstieg denn nun günstig sei, hielt sie sich bedeckt. Sie habe schon mehrfach die Wende gesehen. Die Märkte gingen daraufhin trotzdem weiter zurück. Ein bisschen Optimismus ließ sie dennoch erkennen: "Wir kommen dem Ende immer näher." Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Der Nemax war der Null-Linie noch nie so nah wie zur Zeit.raf
Kostolmoney