1. MARKTUMFELD / BOERSENAUSBLICK, KONJUNKTUR, MARKTBERICHT
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Liebe Aktienservice-Leserinnen und Leser,
MARKTBERICHT & MARKTSENTIMENT
Zu Beginn der letzten Woche gerieten die Aktienmaerkte, die in
der Vorwoche eigentlich im Begriff waren, die Trendwende einzu-
leiten, auf Grund massiver Terrorwarnungen aus den USA sowie auf
Grund des eskalierenden Kashmirkonflikts unter Druck. Diese Be-
lastungsfaktoren ueberschatteten den gesamten Wochenverlauf der
US-Maerkte. So musste die Wall Street in der vergangenen Woche
den groessten Wochenverlust seit Jahresbeginn hinnehmen. Es war
jedoch nicht nur eine verlustreiche Woche, sondern auch eine um-
satzschwache, da sich die Marktteilnehmer im Vorfeld des US-Fei-
ertages am Montag (Memorials Day) zurueckhielten. Keiner wollte
in Anbetracht der Terrorwarnungen und insbesondere im Hinblick
auf den Kashmir-Konflikt (Pakistan und Indien sind beides Atom-
maechte) uebers lange Wochenende voll investiert sein.
CHART- & MARKTTECHNIK
Derzeit verkehren die US-Maerkte in der unmittelbaren Naehe be-
deutender Chartmarken, so wie bereits vor 10 Tagen. Sollte nun,
wie von uns erhofft, eine Marktberuhigung einsetzen, koennten die
angesprochenen Supportzonen halten. Dies wiederum wuerde ein
kurzfristiges Double-Bottom bedeuten (im DJIA sogar innerhalb des
mittelfristigen Aufwaertstrendes), was zumindest kurzfristig zur
Spekulation auf steigende Kurse einlaedt. Nach wie vor bleibt das
Marktsentiment jedoch unberechenbar, Anleger sollten daher flexi-
bel agieren und eine restriktive Limittechnik verfolgen, falls
die aufgefuehrten Supports brechen. Insgesamt sehen wir jedoch
gute Chancen, dass nun eine Marktberuhigung, einhergehend mit
leicht steigenden Kursen, einsetzt.
BOERSENAUSBLICK & KONJUNKTUR
Von entscheidender Bedeutung fuer den Wochenverlauf werden am
Dienstag die US-Zahlen zum Verbrauchervertrauen sein. Falls diese
wenig Ueberraschungseffekte bieten, wird sich der Markt auf die
Industrie-Auftragseingaenge, sowie auf die Produktivitaetszahlen
am kommenden Freitag konzentrieren.
Am Neuen Markt stehen in dieser Woche wieder eine ganze Reihe von
Unternehmenszahlen an (Menuepunkt xx). Am Montag wurde in DE der
ifo-Geschaeftsklimaindex veroeffentlicht, der ueber den Erwartun-
gen lag, insbesondere die starke Erwartungskomponente gab Auf-
trieb. Bleibt zu hoffen, dass der positive Wochenauftakt auch von
der Wall Street getragen wird und dass in der laufenden Woche die
geopolitischen Gefahren etwas in den Hintergrund treten.
So hoffen wir, dass in dieser Woche die geopolitischen Aengste
etwas abebben koennten - zumindest wenn nicht neue Terrorwarnung-
en veroeffentlicht werden oder sich im Kashmir-Konflikt keine
weitere Eskalation ankuendigt - was in Verbindung mit den durch-
aus konstruktiven US-Konjunkturdaten der letzten Tage zu einer
Aufwaertsbewegung des Marktes fuehren koennte. Die US-Auftrags-
eingaenge langlebiger Wirtschaftsgueter wurden mit +1,1% dreimal
so hoch wie erwartet veroeffentlicht und auch die juengsten Ein-
zelhandelsdaten fielen sehr konstruktiv aus. Zudem wurde die BIP-
Prognose in den USA erhoeht.
Die wichtigen US-Konjunkturdaten der letzten Woche lassen eine
Double-DIP-Rezession als unwahrscheinlich erscheinen, gleichwohl
verlaeuft der Konjunkturaufschwung nicht so schnell, wie von ei-
nigen Marktteilnehmern zu Jahresbeginn erhofft. Doch dies duerfte
auf dem deutlich ermaessigten Kursniveau mittlerweile eingepreist
sein. Die Berichtssaison ist in den USA vorbei, in Europa endet
sie in dieser Woche - im Grossen und Ganzen hielt sie den Erwar-
tungen stand. Auch wenn der US-Produktivitaetszuwachs bezueglich
der Gesamtwirtschaftslage recht wenig aussagekraeftig ist (da ge-
koppelt an Lohnstueckkosten - Gefahr der Entlassungsproduktivi-
taet), deutet er dennoch auf eine konstruktiv verlaufende Ent-
wicklung der Unternehmensergebnisse hin.
PORTFOLIO-ALLOKATION
Konjunkturdynamik hin oder her, was Investoren bis zum Jahresende
sehen wollen, sind steigende Unternehmensgewinne. Die Chancen,
dass sich diese Hoffnung erfuellt, sehen wir als hoch an. Dies
gilt jedoch nicht uneingeschraenkt fuer den Technologiebereich,
denn einige Techbranchen stecken in internen Rezessionen, die mit
der allgemeinen Konjunkturlage kaum korrelieren. Diese hausge-
machten Rezessionen in einigen Techbranchen sind auf Fehlein-
schaetzungen zu Blasenzeiten zurueck zu fuehren, der Selektions-
prozess schreitet durch die geringere Nachfrage in Verbindung mit
massiv steigendem Wettbewerbsdruck stets schneller voran, lang-
fristig ist dies sogar eine wuenschenswerte Entwicklung - auch
wenn dies bedeutet, dass es die meisten der heutigen Techs in 10
Jahren in dieser Form nicht mehr geben wird.
Denken Sie daran, liebe Leserinnen und Leser, auch die Automobil-
branche war einst eine New Economy mit mehr als 1.000 boersenno-
tierten Unternehmen, bis heute sind davon nur wenige multinatio-
nale Grosskonzerne ueberig geblieben, die den Weltmarkt in gros-
sen Teilen beherrschen. Ganz so extrem wird die Marktkonsolidie-
rung natuerlich nicht ablaufen, zu heterogen sind die Technolo-
gien, die Geschaeftsmodelle und die HighTech-Trends. Offensicht-
lich ist jedoch, dass wir keinesfalls bereits am Ende der Markt-
konsolidierung im Techbereich stehen, sondern erst am Anfang. Da-
her weiterhin unser Tipp an Anleger mit Technologiefaible: Stock-
Picking, Stock-Picking, Stock-Picking ...
Die vorgenannte Branchenkonsolidierung bezieht sich jedoch kei-
neswegs nur auf den Technologiebereich sondern ueberkommt auch
viele bislang noch als defensiv oder konservativ geltende Bran-
chen wie den Pharmasektor. Auch hier steigt der Wettbewerbsdruck
extrem, die FDA geht in Anbetracht der vielen Pannen bei zugelas-
senen Medikamenten bei den Neuzulassungen zunehmend restriktiv
vor. Dadurch erhoehen sich die Entwicklungskosten, die stagnie-
rende Anzahl an Neuzulassungen sorgt in Verbindung mit den in den
naechsten 3 Jahren vielzaehlig auslaufenden Patentschutzrechten
fuer massiven Wettbewerbsdruck. Dies wird fuer den einen oder an-
deren Pharmawert, der noch heute als hochsolide Wachstumsstory
gehandelt wird, erhebliche Umsatz- und Gewinneinbrueche nach sich
ziehen.
Gruß Pichel
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Liebe Aktienservice-Leserinnen und Leser,
MARKTBERICHT & MARKTSENTIMENT
Zu Beginn der letzten Woche gerieten die Aktienmaerkte, die in
der Vorwoche eigentlich im Begriff waren, die Trendwende einzu-
leiten, auf Grund massiver Terrorwarnungen aus den USA sowie auf
Grund des eskalierenden Kashmirkonflikts unter Druck. Diese Be-
lastungsfaktoren ueberschatteten den gesamten Wochenverlauf der
US-Maerkte. So musste die Wall Street in der vergangenen Woche
den groessten Wochenverlust seit Jahresbeginn hinnehmen. Es war
jedoch nicht nur eine verlustreiche Woche, sondern auch eine um-
satzschwache, da sich die Marktteilnehmer im Vorfeld des US-Fei-
ertages am Montag (Memorials Day) zurueckhielten. Keiner wollte
in Anbetracht der Terrorwarnungen und insbesondere im Hinblick
auf den Kashmir-Konflikt (Pakistan und Indien sind beides Atom-
maechte) uebers lange Wochenende voll investiert sein.
CHART- & MARKTTECHNIK
Derzeit verkehren die US-Maerkte in der unmittelbaren Naehe be-
deutender Chartmarken, so wie bereits vor 10 Tagen. Sollte nun,
wie von uns erhofft, eine Marktberuhigung einsetzen, koennten die
angesprochenen Supportzonen halten. Dies wiederum wuerde ein
kurzfristiges Double-Bottom bedeuten (im DJIA sogar innerhalb des
mittelfristigen Aufwaertstrendes), was zumindest kurzfristig zur
Spekulation auf steigende Kurse einlaedt. Nach wie vor bleibt das
Marktsentiment jedoch unberechenbar, Anleger sollten daher flexi-
bel agieren und eine restriktive Limittechnik verfolgen, falls
die aufgefuehrten Supports brechen. Insgesamt sehen wir jedoch
gute Chancen, dass nun eine Marktberuhigung, einhergehend mit
leicht steigenden Kursen, einsetzt.
BOERSENAUSBLICK & KONJUNKTUR
Von entscheidender Bedeutung fuer den Wochenverlauf werden am
Dienstag die US-Zahlen zum Verbrauchervertrauen sein. Falls diese
wenig Ueberraschungseffekte bieten, wird sich der Markt auf die
Industrie-Auftragseingaenge, sowie auf die Produktivitaetszahlen
am kommenden Freitag konzentrieren.
Am Neuen Markt stehen in dieser Woche wieder eine ganze Reihe von
Unternehmenszahlen an (Menuepunkt xx). Am Montag wurde in DE der
ifo-Geschaeftsklimaindex veroeffentlicht, der ueber den Erwartun-
gen lag, insbesondere die starke Erwartungskomponente gab Auf-
trieb. Bleibt zu hoffen, dass der positive Wochenauftakt auch von
der Wall Street getragen wird und dass in der laufenden Woche die
geopolitischen Gefahren etwas in den Hintergrund treten.
So hoffen wir, dass in dieser Woche die geopolitischen Aengste
etwas abebben koennten - zumindest wenn nicht neue Terrorwarnung-
en veroeffentlicht werden oder sich im Kashmir-Konflikt keine
weitere Eskalation ankuendigt - was in Verbindung mit den durch-
aus konstruktiven US-Konjunkturdaten der letzten Tage zu einer
Aufwaertsbewegung des Marktes fuehren koennte. Die US-Auftrags-
eingaenge langlebiger Wirtschaftsgueter wurden mit +1,1% dreimal
so hoch wie erwartet veroeffentlicht und auch die juengsten Ein-
zelhandelsdaten fielen sehr konstruktiv aus. Zudem wurde die BIP-
Prognose in den USA erhoeht.
Die wichtigen US-Konjunkturdaten der letzten Woche lassen eine
Double-DIP-Rezession als unwahrscheinlich erscheinen, gleichwohl
verlaeuft der Konjunkturaufschwung nicht so schnell, wie von ei-
nigen Marktteilnehmern zu Jahresbeginn erhofft. Doch dies duerfte
auf dem deutlich ermaessigten Kursniveau mittlerweile eingepreist
sein. Die Berichtssaison ist in den USA vorbei, in Europa endet
sie in dieser Woche - im Grossen und Ganzen hielt sie den Erwar-
tungen stand. Auch wenn der US-Produktivitaetszuwachs bezueglich
der Gesamtwirtschaftslage recht wenig aussagekraeftig ist (da ge-
koppelt an Lohnstueckkosten - Gefahr der Entlassungsproduktivi-
taet), deutet er dennoch auf eine konstruktiv verlaufende Ent-
wicklung der Unternehmensergebnisse hin.
PORTFOLIO-ALLOKATION
Konjunkturdynamik hin oder her, was Investoren bis zum Jahresende
sehen wollen, sind steigende Unternehmensgewinne. Die Chancen,
dass sich diese Hoffnung erfuellt, sehen wir als hoch an. Dies
gilt jedoch nicht uneingeschraenkt fuer den Technologiebereich,
denn einige Techbranchen stecken in internen Rezessionen, die mit
der allgemeinen Konjunkturlage kaum korrelieren. Diese hausge-
machten Rezessionen in einigen Techbranchen sind auf Fehlein-
schaetzungen zu Blasenzeiten zurueck zu fuehren, der Selektions-
prozess schreitet durch die geringere Nachfrage in Verbindung mit
massiv steigendem Wettbewerbsdruck stets schneller voran, lang-
fristig ist dies sogar eine wuenschenswerte Entwicklung - auch
wenn dies bedeutet, dass es die meisten der heutigen Techs in 10
Jahren in dieser Form nicht mehr geben wird.
Denken Sie daran, liebe Leserinnen und Leser, auch die Automobil-
branche war einst eine New Economy mit mehr als 1.000 boersenno-
tierten Unternehmen, bis heute sind davon nur wenige multinatio-
nale Grosskonzerne ueberig geblieben, die den Weltmarkt in gros-
sen Teilen beherrschen. Ganz so extrem wird die Marktkonsolidie-
rung natuerlich nicht ablaufen, zu heterogen sind die Technolo-
gien, die Geschaeftsmodelle und die HighTech-Trends. Offensicht-
lich ist jedoch, dass wir keinesfalls bereits am Ende der Markt-
konsolidierung im Techbereich stehen, sondern erst am Anfang. Da-
her weiterhin unser Tipp an Anleger mit Technologiefaible: Stock-
Picking, Stock-Picking, Stock-Picking ...
Die vorgenannte Branchenkonsolidierung bezieht sich jedoch kei-
neswegs nur auf den Technologiebereich sondern ueberkommt auch
viele bislang noch als defensiv oder konservativ geltende Bran-
chen wie den Pharmasektor. Auch hier steigt der Wettbewerbsdruck
extrem, die FDA geht in Anbetracht der vielen Pannen bei zugelas-
senen Medikamenten bei den Neuzulassungen zunehmend restriktiv
vor. Dadurch erhoehen sich die Entwicklungskosten, die stagnie-
rende Anzahl an Neuzulassungen sorgt in Verbindung mit den in den
naechsten 3 Jahren vielzaehlig auslaufenden Patentschutzrechten
fuer massiven Wettbewerbsdruck. Dies wird fuer den einen oder an-
deren Pharmawert, der noch heute als hochsolide Wachstumsstory
gehandelt wird, erhebliche Umsatz- und Gewinneinbrueche nach sich
ziehen.
Gruß Pichel