Friedensforscher: «Terrorismus neuen Typs»
Hamburg (dpa) - Der verheerende Angriff auf das World Trade Center in New York wurde nach Ansicht eines Friedensforschers von Terroristen «neuen Typs» geführt. «Das war ein Angriff gegen uns alle», sagte der stellvertretende Leiter des Hamburger Institutes für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hans-Joachim Gießmann, am Mittwoch in einem dpa-Gespräch.
Bei der Suche nach den Ruheräumen der Terroristen, den sie schützenden Staaten und der erwarteten Bestrafung der Täter müsse aber unbedingt die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Der Tod weiterer unschuldiger Zivilisten hätte nur die Eskalation der Gewalt zur Folge, sagte er. Zum politischen Dialog und zur Krisenvorbeugung gebe es auch jetzt keine Alternative.
Gegen die bislang weitgehend unbekannte terroristische Bedrohung müsse die Staatengemeinschaft außerdem vollkommen neue Sicherheitsmaßnahmen entwickeln. Bislang hätten Terroristen durch ihre Drohungen und Todeskommandos einen Verhandlungsdruck zum Beispiel auf Regierungen aufbauen wollen, «um ein Ziel zur Änderung des Verhaltens zu bewegen». Die Angriffe gegen Amerika hingegen richteten sich gegen die Zivilbevölkerung, und zeigten einen «Trend weg vom Recht, hin zur Barbarei», sagte Gießmann in Hamburg. «Die Attacken zielen allein auf Zerstörung und Demütigung des Gegners.» Erste Anzeichen für diese Bedrohung neuen Typs seien der Bombenanschlag auf das World Trade Center von 1993 und der Anschlag mit dem tödlichen Nervengas Sarin auf die U-Bahn in Tokio 1995 mit zwölf Toten und tausenden Verletzten gewesen.
«Der Glaube an die unbedingte eigene Sicherheit ist in den USA nachhaltig gestört», ergänzte der Konfliktforscher. Die präzise und berechnend geführten Angriffe könnten nun auch eine Kriegsführung der Terroristen mit biologischen Waffen, Attacken auf das Trinkwasser oder die Computernetze der hoch entwickelten Industriestaaten «Realtität werden lassen».
Hamburg (dpa) - Der verheerende Angriff auf das World Trade Center in New York wurde nach Ansicht eines Friedensforschers von Terroristen «neuen Typs» geführt. «Das war ein Angriff gegen uns alle», sagte der stellvertretende Leiter des Hamburger Institutes für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hans-Joachim Gießmann, am Mittwoch in einem dpa-Gespräch.
Bei der Suche nach den Ruheräumen der Terroristen, den sie schützenden Staaten und der erwarteten Bestrafung der Täter müsse aber unbedingt die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Der Tod weiterer unschuldiger Zivilisten hätte nur die Eskalation der Gewalt zur Folge, sagte er. Zum politischen Dialog und zur Krisenvorbeugung gebe es auch jetzt keine Alternative.
Gegen die bislang weitgehend unbekannte terroristische Bedrohung müsse die Staatengemeinschaft außerdem vollkommen neue Sicherheitsmaßnahmen entwickeln. Bislang hätten Terroristen durch ihre Drohungen und Todeskommandos einen Verhandlungsdruck zum Beispiel auf Regierungen aufbauen wollen, «um ein Ziel zur Änderung des Verhaltens zu bewegen». Die Angriffe gegen Amerika hingegen richteten sich gegen die Zivilbevölkerung, und zeigten einen «Trend weg vom Recht, hin zur Barbarei», sagte Gießmann in Hamburg. «Die Attacken zielen allein auf Zerstörung und Demütigung des Gegners.» Erste Anzeichen für diese Bedrohung neuen Typs seien der Bombenanschlag auf das World Trade Center von 1993 und der Anschlag mit dem tödlichen Nervengas Sarin auf die U-Bahn in Tokio 1995 mit zwölf Toten und tausenden Verletzten gewesen.
«Der Glaube an die unbedingte eigene Sicherheit ist in den USA nachhaltig gestört», ergänzte der Konfliktforscher. Die präzise und berechnend geführten Angriffe könnten nun auch eine Kriegsführung der Terroristen mit biologischen Waffen, Attacken auf das Trinkwasser oder die Computernetze der hoch entwickelten Industriestaaten «Realtität werden lassen».