Verkehrsminister Scheuer hat sich gegen eine einseitige Förderung der Elektromobilität ausgesprochen, und damit VW-Chef Diess widersprochen. Das ist schon mal ein gutes Zeichen!
Aus meiner Sicht ist für Kurzstrecken in kleinen PKW’s der batterieelektrische Antrieb vorteilhaft, für alles andere jedoch nicht, da ist die H2-Brennstoffzellentechnik im Vorteil. Also, so ganz unrecht hat Umweltministerin Schulzewohl nicht, wenn sie fordert, dass H2 in erster Linie dort zum Einsatz kommen sollte wo es den größten Effekt hat, und das ist nicht der Individualverkehr, sprich Privat-PKW’s. Aber Die derzeitige Regelung über Kaufprämien bevorzugt derzeit noch die BEV, unabhängig von deren Größe und deren Einsatzbereich. Daher meine Forderung konkret an Hr. Scheuer: Das sollte geändert werden, und auch für FCEV Prämien eingeführt werden (Gleichbehandlungsprinzip).
Was mir jedoch noch wichtiger scheint, ist die Tatsache, dass die aktuelle Nutzung von Biokraftstoffen in Bezug auf CO2-Emissionen nicht den erforderlichen Nachhaltigkeitskriterien der EU entspricht. Siehe unter science.sciencemag.org/content/319/5867/1235 , dort steht, “Increasing energy use, climate change, and carbon dioxide (CO2) emissions from fossil fuels make switching to low-carbon fuels a high priority. Biofuels are a potential low-carbon energy source, but whether biofuels offer carbon savings depends on how they are produced. Converting rainforests, peatlands, savannas, or grasslands to produce food crop–based biofuels in Brazil, Southeast Asia, and the United States creates a “biofuel carbon debt” by releasing 17 to 420 times more CO2 than the annual greenhouse gas (GHG) reductions that these biofuels would provide by displacing fossil fuels. In contrast, biofuels made from waste biomass or from biomass grown on degraded and abandoned agricultural lands planted with perennials incur little or no carbon debt and can offer immediate and sustained GHG advantages.”
Daher meine Forderung an Fr. Schulze: Abkehr von der einseitigen Förderung der Verwendung konventioneller Biokraftstoffe, und stattdessen auch eine Anerkennung von EE-H2 als Biokraftstoff, sprich die bei der Elektrolyse eingesetzte Energie muss als energieintensive Produktion anerkannt werden!