Sorry, aber ich finde deine Argumentation sagen wir es mal nett recht lückenhaft. Diese aus deienr Sicht gottgleiche Anmaßung sehe ich ehrlich gesagt nicht. Es ist so, dass man erkannt hat, dass die Menschheit einen signifikanten Einfluss auf die Erderwärmung hat und man nun versucht diesen Einfluss durch unser Handeln abzumildern bzw. so stark zu reduzieren, damit die Erde nicht am Ende in 100-200 Jahren für Menschen nahezu unbewohnbar wird.
Es geht ganz eindeutig nicht darum die Erde zu retten! Damit hast du vollkommen recht, die Erde wird sich auch ohne uns problemlos weiterdrehen und in ein paar Millionen Jahren den Menschen komplett hinter sich gelassen haben, so wie es auch mit unzähligen Spezies vor uns passiert ist. Alle Klimaschutzmaßnahmen sind einzig und alleine darauf ausgelegt, dass der Mensch auch weiterhin auf einem Großteil der Erde leben kann. Denn sollten die Temperaturen auch in den nächsten 50-100 Jahren weitersteigen, dann wird in weiten Teile der Erde gerade im Bereich des Äquators "normales" menschliches Leben nicht mehr möglich sein.
Nächste Frage: Was denkst du passiert wenn die Polkappen abgeschmolzen sind und das ganze Süßwasser in die Ozeane geflossen ist? Denkst du das hat Einfluss auf so belanglose Dinge wie den Golfstrom oder denkst du das interessiert den nicht und der strömt einfach unbeirrt weiter?
Wenn du sagst du "stellst es zur Debatte, ob das alles so stimmt", dann hast du doch eigentlich gar keine Grundlage, weil es eben keinerlei Studien dazu gibt, dass deine Einschätzung stimmen könnte. Es gibt dazu NUR Meinungen von Leute, denen in den meisten Fällen auch noch jegliche Kompetenz abgeht, das auch nur ansatzweise einschätzen zu können. Was für eine Debatte soll das sein, wenn man einfach irgendwelches Zeug in den Raum stellt, das man nicht belegen kann und alle anderen auffordert es doch zu widerlegen und sobald diese das machen zu behaupten, dass das aber nicht reicht, weil man ja fest an die eigene Meinung glaubt!
Also nach deiner Einschätzung wäre die Lösung wissenschaftliche Erkenntnisse zu ignorieren und einfach mal zu schauen was passiert und wenn deine Meinung am Ende halt doch falsch ist und alle Wissenschaftler richtig lagen, dann ist das halt Pech oder wie denkst du dir das?!
Und was deine Graubereiche angeht: Wie soll denn bei wissenschaftlichen Erkenntnissen ein Graubereich aussehen? Nach dem Motto wir sind uns sicher, weil alle Studien, die wissenschaftlichen Standards entsprechen, unsere Einschätzung bestätigen, aber weil es Menschen gibt, die das nicht glauben wollen sagen wir einfach, dass es eine winzig kleine Chance gibt, dass alles falsch sein könnte. Und damit sich diese Gruppe mit ganz fester Meinung wiederfindet, folgen wir einfach mal deren Einschätzung. Ich weiß echt nicht, ob du das ernst meinst!
Selbst wenn es diesen "Graubereich" gäbe, warum sollte man ausgerechnet den eher unwahrscheinlichen Weg wählen? Oder liegt es vielleicht doch einfach nur daran, dass es gravierende Veränderungen für jede Einzelperson mitbringen würde, wenn man den Weg wählt, den die Wissenschaft aufzeigt und man doch lieber einfach sein gewohntes Leben ohne Veränderungen und Einschränkungen weiterleben möchte?! Ich glaube bei den meisten, die vehement einen Graubereich suchen geht es genau um Letzteres. Du kannst ja mal schauen, ob du irgendwo auf einer kleinen Südseeinsel einen Menschen findest, der auch deiner Meinung ist und die ganzen Klimaschutzmaßnahmen übertrieben findet. Ich denke da wirst du wenig Glück haben!