Wenn man die Entwicklung von Wasserstoff und den dazugehörigen Unternehmen ein bisschen verfolgt hat, dann sieht man ja wie nach dem anfänglichen Hype als DIE Lösung für das Klimaproblem mehr und mehr durchgesetzt hat, dass es eben nicht so einfach geht wie vielleicht vielfach gewünscht, weil Produkte, die mit Wasserstoff erzeugt / betrieben werden, bisher in eigentlich allen Fällen einen hohen Kostennachteil haben. Das Ergebnis davon kann man z.B. an Nels Bilanzen der letzten Jahre sehen. Nach anfänglicher starker staatlicher Förderungen und damit verbundenen Aufträgen sind die Fördermaßnahmen und damit die Aufträge weltweit immer weiter zurückgeschraubt worden u.a. auch wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage und ohne Förderung ist Wasserstoff schlicht nicht wettbewerbsfähig.
Beispielsweise hat Airbus die Entwicklung eines H2-Flugzeugs um einige Jahre nach hinten geschoben weil man dafür in nächster schlicht keinen Markt sieht:
www.ndr.de/nachrichten/hamburg/...ff-Flugzeug,airbus2120.html
Stahlerzeugung mit H2 ist bisher über Kleinstprojekte, um sich mit der Materie vertraut zu machen nicht hinausgekommen, Thyssen-Krupp hat auch bereits seine geplanten hohen Investitionen in Frage gestellt:
www.wiwo.de/unternehmen/industrie/...stahlwerk/100114926.html
Ob die Marktkap von Nel hoch, niedrig oder genau richtig ist, weiß niemand. Das hängt ganz stark von der zukünftigen Förderung von Wasserstoff ab, denn nur dann wird es Aufträge für Nel geben. Man sollte sich einfach mal fragen, welche Themen gerade bei Regierungen dieser Welt in Anbetracht von Kriegs- und Zollchaos ganz oben auf ihrer Ausgabenagenda stehen. Wasserstoff sehe ich da in nächster Zeit nicht. Wenn sich das irgendwann mal ändern sollte kann man sich Nel immer noch mal anschauen. Aber warum versuchen der Schlauste im Markt sein zu wollen, wenn es doch so viele Unternehmen mit funktionierendem Geschäftsmodell gibt, die nicht ihr Überleben an eine eventuelle staatliche Förderung knüpfen müssen?!