Analysten zeigen sich nach Intel-Bericht zuversichtlich
Santa Clara (vwd) - Analysten haben die Aussagen im Zwischenbericht der Intel Corp, Santa Clara, am Donnerstag überwiegend als Zeichen für eine einsetzende Erholung im Chip- und PC-Geschäft gewertet. "Es ist noch Leben im Sektor", sagte Analyst Daniel Scovel von Needham & Co. Zwar seien die Bereiche Flash-Speicher und Netzwerk immer noch schwach, aber ein minimales Anziehen der PC-Nachfrage würde dies kompensieren. Der Boden im Chipsektor sollte daher erreicht worden sein, ergänzte er. Auch Analyst Jack Geraghty von Gerard Klauer Mattison bezeichnete die aktuelle Nachfrage im PC-Sektor als "o.k.". Das lasse sich aus dem Zwischenbericht Intels schließen, da andernfalls die Ziele im Bereich Flash-Speicher nicht erreicht worden wären.
Douglas Lee führte weitere Anzeichen für die beginnende Erholung im PC-Bereich an. So verwies der bei der Banc of America tätige Analyst auf die Mainboard- und Komponenten-Hersteller, die sich bereits hinsichtlich einer steigenden Nachfrage positioniert hätten. Analyst Daniel Niles von Lehman Brotheres sagte hingegen, die positive Erwartung Intels widerspreche der pessimistischen Einschätzung der PC-Industrie. Auch die sinkende Rohmarge sei eher negativ zu werten. Diese führte Marktexperte Charles Boucher von Bear Stearns auf hohe Vorlaufkosten zurück. So sei Intel dabei, die Produktion des Pentium 4 sehr rasch auszuweiten. Die Umstellung auf größere Wafer und kleinere Chipstrukturen führe dabei zu hohen Investitionen.