Nasdaq 100 nach Elliottheorie

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schmuggler:

Nasdaq 100 nach Elliottheorie

 
23.09.01 19:41
UPDATE Elliottwave Analyse Nasdaq100-Index



Mittelfristiger Tageschart:

Nasdaq 100 nach Elliottheorie 419995www.wallstreet-online.de/img/news/001/33/35" style="max-width:560px" >                                                      

Kurzfristiger 14-Minuten-Chart:

Nasdaq 100 nach Elliottheorie 419995www.wallstreet-online.de/img/news/001/33/34" style="max-width:560px" >                                                        


Die technische Situation sah bekanntermaßen Anfang September so aus, dass der NDX eine letzte Minimal-Chance hatte bei knapp über 1.300 Punkten nach oben
abzudrehen. Bei dem Break von 1.320-1.340 wurde sofort Abwärtspotenzial bis 1.000 Punkte generiert.

Mittelfristig war dieser Move unter dem oben genannten Support letztlich der Beweis, dass der Abwärtsimpuls seit dem Allzeithoch, entgegen der bisherigen
Einschätzung, noch nicht beendet ist. Zwar lagen mit dem März-Tief alle Voraussetzungen für eine Trendwende nach oben vor, diese wurden aber nicht genutzt.
Folglich liegt die einzig sinnvolle Wellenabzählung darin, dass der NDX seit dem Hoch bei über 2.000 Punkte die Impulswelle 5 markiert.

Problematisch sind teilweise aber die internen Subwaves, die größtenteils aus dreiwelligen Korrekturmustern bestehen. Die genaue Aufschlüsselung dieser Welle 5
wurde bereits in der Analyse vom vergangenen Wochenende angesprochen. Daher nur kurz: Der aktuelle Downmove startete am 02. August bei 1.766 Punkte. Es
handelt sich dabei sehr wahrscheinlich um die Wave iii von 5. Die vorhergehende Wave i ist lediglich als Diagonal Triangle abzählbar, wobei die Position innerhalb
des mittelfristigen Trends sehr ungewöhnlich ist.

Bei einer konsequenten Fortführung des bisherigen (Negativ-)Counts steht der NDX nun unmittelbar vor dem Ende der Hauptantriebswelle 3' von iii. Insbesondere
im Intraday-Chart kann man gut erkennen, dass mit dem Freitags-Tief bei 1.092  bereits die Wave 4' begonnen hat. Die positiven Implikationen halten sich aber in
Grenzen.

Denn: So lange der Index noch in der Welle iii notiert, besteht nicht nur erhöhtes Marktrisiko, sondern auch eine verstärkte Abwärtsdynamik. Ein Zwischentief ergibt
sich anhand der internen Wellenlängen wahrscheinlich erst bei 1.020 Punkten, was auch dem übergeordneten Kursziel recht nahe kommt.

Sehr kurzfristig: Zu Wochenbeginn sollte der NDX die begonnenen Zwischenkorrektur fortsetzen. Im Rahmen dieser niedergradigen Wave 4' bis 1.292 Punkte
realistisch. Aus technischer Sicht wäre auch eine insbesondere zeitlich ausdehntere Konsolidierung möglich. Dabei gelingt es dann dem Index bis Wochenmitte auf
rund 1.240 Punkte zu klettern (vgl. Chart). Da es sich aber nur um eine Bearmarket-Rally handelt, blickt der Index anschließend wieder nach unten. Die Chancen
auf eine Trendwende an diesem Punkte sind nur äußerst gering, selbst wenn die Markttechnik eine klar überverkaufte Phase anzeigt.

Aus technischer Sicht ist der entscheidende Widerstand für die mittelfristige Kursentwicklung 1.350 Punkte. Dort verläuft nicht nur die Baissetrendlinie, sondern
markiert auch das Zwischentief vom März. Erst Kurse über diesem Niveau generieren ein großes Kaufsignal. Kurzfristig befindet sich neben 1.190 vor allem bei
1.250 Punkte ein wichtiger Widerstand, der aber wahrscheinlich in den nächsten Tagen nicht überwunden wird.

Kursziele: Das übergeordnete Ziel von 1.000 Punkte hat weiterhin bestand. Allerdings lässt sich anhand der bisherigen Subwaves ableiten, dass unter Umständen
sogar ein Move bis 960 Punkte erfolgt und erst hier eine Bodenbildung erfolgt. Dies wird aber insbesondere vom Endpunkt der Wave iii abhängen.

Fazit: Der NDX sollte in der bevorstehenden Handelswoche die Hauptantriebswelle iii beenden. Ein rechnerisches Kursziel ergibt sich für 1.020 Punkte, so dass
erst hier eine größere Bearmarket-Rally startet. Kurzfristig sollte der NDX am Montag zunächst ins Plus laufen (1.292), um aber anschließend den Abwärtstrend
weiter fortzusetzen. Es besteht aber eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich im Wochenverlauf die Abwärtsdynamik verringert.



Autor: Mathias Onischka





Schönen Gruß zum Sonntagabend, Schmuggler
Antworten
DarkKnight:

Das Gegenteil machen, wie ueblich

 
23.09.01 20:11
nun mal im Ernst, seit 18 Monaten lese ich diese Elliott-Analysen, hat ueberhaupt mal eine einzige gestimmt? M. W. nicht. Absoluter Kontraindikator.
Antworten
redcrx:

Dann stellt sich die Frage, ...

 
23.09.01 20:54
wie Du diese Analysen liest, Darki.

Nur 'mal ein kleines Gegenbeispiel, aus der DOW-Analyse von vor zwei Wochen, Punktestand 9600:

Nasdaq 100 nach Elliottheorie 420022www.wallstreet-online.de/img/news/001/31/19" style="max-width:560px" >

"Die zentrale Frage war, ob der Index bei rund 9.700 Punkten stoppt und wieder nach oben dreht oder nicht. Im Negativfall wäre mit einem weiteren Baissemove bis 9.200 zu rechnen gewesen. In der Freitagssitzung wurde der Support 9.700 deutlich unterschritten, so dass nur die Frage besteht, wann dieser tiefere Support erreicht wird. [...] Die Gefahr, die von dem aktuellen Downmove ausgeht, besteht darin, daß der Dow im Rahmen der noch ausstehenden Abwärtsbewegung in einem Sell-Off endet. Insbesondere dann, wenn 9.200 als Unterstützung nicht hält, ergibt sofort ein kurzfristiges Abwärtspotenzial bis 8.040 Punkte. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Ziel innerhalb weniger Tage erreicht wird, ist dann sehr hoch."

Das Tief am Freitag lag übrigens bei 8063, aber des öfteren trifft M.O. in seinen Analysen die (kurzfristigen) Wendepunkte auch auf den Punkt genau.

Elliott-Analysen sind keine 100% Prognosen, keine "so und nicht anders wird's kommen" Vorhersagen auf unbestimmte Zeit, sondern "wenn, dann"-Konstrukte.

Um Kauf- bzw. Verkaufssignale zu generieren, bedarf es einem Über- bzw. Unterschreiten von Kurszonen. Beispiel Nemax, der hatte die notwendigen Bedingungen für einen Aufwärtsmove erfüllt, aber jegliche Kaufsignale blieben aus. Also immer weiter abwärts, leider ...

 Gruß, r.

P.S.: Ich teile übrigens weitestgehend die aktuellen Prognosen für die Ami-Indizes.
Antworten
schmuggler:

Dark

 
24.09.01 11:36
Ist mir auch aufgefallen, dass bei Elliots in den letzten Monaten etwas arg viel radiert werden musste. Eben nur ein Instrument von vielen, um sich einen Überblick zu verschaffen.



Schmuggler
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