In Euro am Sonntag von heute heißt es:
"Die Inflationsrate in Deutschland liegt sei Feburar 2011 über der Zwei-Prozent-Markte - die EZB spricht jedoch nur bei Werten von unter 2% von stabilen Preisen. Dass die aktuelle Teuerung dennoch kein Problem ist, liegt daran, dass sie vor allem von den Rekordpreisen für Benzin sowie einigen Nahrungsmittel verursacht wird. Und starke Schwankungen sind in diesen Segmenten normal. Bundesbank-Chef Jens Weidemann weist daher Berichte zurück, nach denen die Notenbank künftig höhere Inflationsraten akzeptiere. Das sei eine "absurde Diskussion", so Weidmann."
Große Teile der Journallie sind zu einer differenzierten Diskussion dieses Thema zu blöd und der Weidmann ist nicht wirklich ehrlich. Richtig ist, dass die EZB im Euroraum insgesamt keine Inflationsrate über 2% anstrebt - in Deutschland richtigerweise aber durchaus.. Denn es ist nun einmal so, dass ohne eine über 2% liegende Inflation in Deutschland der notwendige Anpassungsprozess im Euroraum nicht möglich ist:: Ohne niedrige Inflationsraten als in Deutschland gewinnen die Südländer nicht die erforderliche internationale Wettbewerbsfähigkeit zurück. Und wer die Durchschnittsrechnung beherrscht, kann leicht nachvollziehen, was das für die Deutschland anzustrebende Inflation bedeutet.
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