in Euro am Sonntag von vor 14 Tagen, der mir heute beim Aufräumen zu Gesicht kam:
"Für die Geldschwemme verdient die EZB großes Lob. Denn die Billigbillion wird kaum die von Sekptikern gefürchtete inflationäre Wirkung entfalten. Kein einziger Cent wird die Realwirtschaft erreichen - wo sich die so gern beschworene Kreditklemme gerade als Märchen herausstellt. Nein mit dieser unfassbaren Summe werden gleichermaßen die Bilanzen der Banken saniert und den Staaten Zeit gekauft, ihre Haushalte zu konsolidieren. Der Griff in die Trickkiste sollte funktionieren. Die Banken verschulden sich Niedrigstzinsen bei der EZB und kaufen dafür Staatsanleihen, die einen deutlich höheren Zins bieten. Mit dem aus der Differenz resultierenden Gewinn stärken sie, solange damit keine Boni oder Dividenden gezahlt werden, ihr Eigenkapital."
Nur überwiegend Zustimmung, denn zwei Dinge fehlen mir bei der Diskussion:
1. Es muss von der Bankenaufsicht dafür gesorgt werden, dass auch tatsächlich keine Boni und Dividenden erhöht werden, sondern das Geld dem Eigenkapital zufließt - solange auch die in der Zukunft erforderlichen Quoten noch nicht erreicht sind.
2. Banken die Staatsknete erhalten haben, müssen dazu gedrängt werden, ihre Eigenkapitalquote auch dadurch zu erhöhen, dass sie die Bilanzsummen verkleinern, also Aktiva verkaufen und aus den Erlösen die Staatsknete zurückbezahlen. Es ist eine Schande, dass man Schundbanken wie der HRE oder der HSH Nordbank hier keine strengeren Vorgaben, die bis zum Herabfahren auf Null reichen sollten, macht. Die bald arbeitslosen Schleckerfrauen sollten hier einmal demonstrieren.
|