Danke für Deine Einschätzung, ich freue mich immer wenn sich ein Forum findet, in dem wirklich fundiert diskutiert wird. Leider geht das oft im Push-Bash-Marktgeschrei unter.
Der ERGO-Malus ist ein valider Punkt, der gelöst werden muss. Was der MüRü wohl auch angekreidet wird, ist der Umsatzrückgang. Aber ich finde die Strategie richtig, auf nicht risikoadäquat bezahlten Umsatz zu verzichten. Dass kann nur gut gehen, wenn das Risiko nicht eintritt. Wenn es doch eintritt schlägt es doppelt in die Bilanz. Letztlich gehört es zum Kerngeschäft eines Rückversicherers die Risiken korrekt einzuschätzen und nicht maximal viel zu versichern. Die Subprime-Krise hat gezeigt, was passiert wenn man nicht risikoadäquat einkauft.
Was Großschäden betrifft sehe ich das Risiko nicht als Gefahr für die Firma. Eben wenn die Beiträge vorher risikoadäquat erhoben wurden, mittelt sich das über die Jahre raus. Wenn der große globale Crash kommt, ist es auch egal in welcher Form man investiert ist, dann zählt nur das Gold unterm Kopfkissen. Immobilien können auch weggebombt oder beschlagnahmt werden und wer glaubt, dass die Einlagensicherung für Sparguthaben noch in einem globalen Crash greift, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Hat man ja in Zypern gesehen, wie schnell das Geschwätz von gestern nichts mehr wert war. Aktien mit solidem Buchwert stehen da in Sicherheitsaspekten einem Bankkonto in nichts nach.
Wieso tut der Vorstand also nicht mehr gegen den Kursverfall? Gehört wohl zur zurückhaltenden Businesskultur, nur zu versprechen was man auch wirklich halten kann. Steigert sogar noch mein Vertrauen in die Firma. Außerdem läuft m.W.n. noch das Aktienrückkaufprogramm, je niedriger der Kurs desto mehr eigene Aktien bekommt man und desto besser ist wieder das Kapitalanlageergebnis.
Übernahme ist für mich kein Bedrohungsszenario sondern ein möglicher Kurstreiber. Bei dem aktuellen Buchwert würde man wohl sogar im Falle einer Preissetzung im Squeeze-Out-Verfahren einen guten Schnitt machen. Üblicherweise wird aber auch sonst ein guter Aufschlag auf den letzten frei ermittelten Aktienkurs in solchen Fällen gezahlt.
Bleibt (neben dem schon oft angekündigten aber noch nie eingetretenen Weltuntergang) also nur die ERGO-Baustelle als Gegenargument...
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung
Der ERGO-Malus ist ein valider Punkt, der gelöst werden muss. Was der MüRü wohl auch angekreidet wird, ist der Umsatzrückgang. Aber ich finde die Strategie richtig, auf nicht risikoadäquat bezahlten Umsatz zu verzichten. Dass kann nur gut gehen, wenn das Risiko nicht eintritt. Wenn es doch eintritt schlägt es doppelt in die Bilanz. Letztlich gehört es zum Kerngeschäft eines Rückversicherers die Risiken korrekt einzuschätzen und nicht maximal viel zu versichern. Die Subprime-Krise hat gezeigt, was passiert wenn man nicht risikoadäquat einkauft.
Was Großschäden betrifft sehe ich das Risiko nicht als Gefahr für die Firma. Eben wenn die Beiträge vorher risikoadäquat erhoben wurden, mittelt sich das über die Jahre raus. Wenn der große globale Crash kommt, ist es auch egal in welcher Form man investiert ist, dann zählt nur das Gold unterm Kopfkissen. Immobilien können auch weggebombt oder beschlagnahmt werden und wer glaubt, dass die Einlagensicherung für Sparguthaben noch in einem globalen Crash greift, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Hat man ja in Zypern gesehen, wie schnell das Geschwätz von gestern nichts mehr wert war. Aktien mit solidem Buchwert stehen da in Sicherheitsaspekten einem Bankkonto in nichts nach.
Wieso tut der Vorstand also nicht mehr gegen den Kursverfall? Gehört wohl zur zurückhaltenden Businesskultur, nur zu versprechen was man auch wirklich halten kann. Steigert sogar noch mein Vertrauen in die Firma. Außerdem läuft m.W.n. noch das Aktienrückkaufprogramm, je niedriger der Kurs desto mehr eigene Aktien bekommt man und desto besser ist wieder das Kapitalanlageergebnis.
Übernahme ist für mich kein Bedrohungsszenario sondern ein möglicher Kurstreiber. Bei dem aktuellen Buchwert würde man wohl sogar im Falle einer Preissetzung im Squeeze-Out-Verfahren einen guten Schnitt machen. Üblicherweise wird aber auch sonst ein guter Aufschlag auf den letzten frei ermittelten Aktienkurs in solchen Fällen gezahlt.
Bleibt (neben dem schon oft angekündigten aber noch nie eingetretenen Weltuntergang) also nur die ERGO-Baustelle als Gegenargument...
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Nur meine Meinung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung