Aus der FTD vom 22.3.2002 www.ftd.de/kapital
Das Kapital: Mittelschwere Aktien bleiben das Gebot der Stunde
Die meisten versteht man nicht, und sie sind zu teuer. So lässt sich der jüngste Schlamassel bei den Börsenschwergewichten auf den Punkt bringen.
GE gefällt seit Quartalen mit zweistelligem Gewinnwachstum - bei fallenden Umsätzen. Wie das geht, weiß keiner so recht. GE Capital ist ein Buch mit sieben Siegeln. Dass die Firma ein hohes Risiko fahren könnte, um zu liefern, ist intuitiv einleuchtend. Nicht auszudenken was passiert, falls das Vertrauen weiter erodierte. Wachstum über Kurzläufer billig zu refinanzieren ist eine lukrative Sache. Doch sie wird teuer, wenn die Finanziers nicht mehr mitspielen. Der Spieß würde umgedreht.
Aber GE ist nur ein Problem. Auffällig ist vor allem, dass die seit Ende 2000 positive Korrelation zwischen der Börse und den Anleihenrenditen seit der jüngsten Fed-Sitzung umgeschlagen ist. Das kann viele Gründe haben. Ein einfacher ist, dass Aktien, verglichen mit Renten, teuer geworden sind. Nach dem Fed-Modell ist der S&P gut 10 Prozent teurer als im Schnitt seit 1980. Von 1987 und der Jahrhundertblase abgesehen, war damit meistens das Ende der Fahnenstange erreicht. Ceteris paribus können nur noch steigende Gewinnerwartungen helfen. Aber die sind schon völlig überzogen. Mit dem BIP ins Verhältnis gesetzt ist der S&P 38 Prozent teurer als im Schnitt der vergangenen 50 Jahre.
Bezahlbare Aktien aus dem mittelschweren Segment haben seit Anfang 2000 besser abgeschnitten. Sie bleiben das Gebot der Stunde. Der MDax kostet das 14fache des für 2003 geschätzten Gewinns - und hat gegenüber dem S&P Midcap einiges aufzuholen.
Das Kapital: Mittelschwere Aktien bleiben das Gebot der Stunde
Die meisten versteht man nicht, und sie sind zu teuer. So lässt sich der jüngste Schlamassel bei den Börsenschwergewichten auf den Punkt bringen.
GE gefällt seit Quartalen mit zweistelligem Gewinnwachstum - bei fallenden Umsätzen. Wie das geht, weiß keiner so recht. GE Capital ist ein Buch mit sieben Siegeln. Dass die Firma ein hohes Risiko fahren könnte, um zu liefern, ist intuitiv einleuchtend. Nicht auszudenken was passiert, falls das Vertrauen weiter erodierte. Wachstum über Kurzläufer billig zu refinanzieren ist eine lukrative Sache. Doch sie wird teuer, wenn die Finanziers nicht mehr mitspielen. Der Spieß würde umgedreht.
Aber GE ist nur ein Problem. Auffällig ist vor allem, dass die seit Ende 2000 positive Korrelation zwischen der Börse und den Anleihenrenditen seit der jüngsten Fed-Sitzung umgeschlagen ist. Das kann viele Gründe haben. Ein einfacher ist, dass Aktien, verglichen mit Renten, teuer geworden sind. Nach dem Fed-Modell ist der S&P gut 10 Prozent teurer als im Schnitt seit 1980. Von 1987 und der Jahrhundertblase abgesehen, war damit meistens das Ende der Fahnenstange erreicht. Ceteris paribus können nur noch steigende Gewinnerwartungen helfen. Aber die sind schon völlig überzogen. Mit dem BIP ins Verhältnis gesetzt ist der S&P 38 Prozent teurer als im Schnitt der vergangenen 50 Jahre.
Bezahlbare Aktien aus dem mittelschweren Segment haben seit Anfang 2000 besser abgeschnitten. Sie bleiben das Gebot der Stunde. Der MDax kostet das 14fache des für 2003 geschätzten Gewinns - und hat gegenüber dem S&P Midcap einiges aufzuholen.