Mitte-Rechts mit massiven Wirtschaftsproblemen


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Mitte-Rechts mit massiven Wirtschaftsproblemen

 
14.11.02 09:37
Die Konjunktur lahmt, die Arbeitslosigkeit steigt, die Unternehmen stöhnen unter der Last der Lohnzusatzkosten. Die Rede ist ausnahmsweise einmal nicht etwa von Deutschland, sondern von unserem westlichen Nachbarland Frankreich, das unter ähnlichen Symptomen leidet wie die Bundesrepublik. Frankreich hat seine Stellung als eine der wettbewerbsfähigsten Nationen unter der konservativen Regierung mehr als eingebüßt. Premierminister Jean-Pierre Raffarin sei gezwungen, heißt es in Paris, neue Schwerpunkte zu setzen.

Auf der Rangliste des Weltwirtschaftsforums von Davos, das in einer Tabelle über 70 führende Wirtschaftsstaaten aufführt, hat Frankreich 10 Plätze verloren und rangiert, was die Wettbewerbsperformance betrifft, auf Position 30 nach Deutschland (Platz 14), China, Korea und Irland. Der Rückfall ist spektakulär. Verglichen mit den Partnern ist Frankreichs Wettbewerbsfähigkeit von der 20. auf die 30.Position abgerutscht. An der Spitze stehen die USA, gefolgt von Finnland, Kanada und Singapur.

Beklagt werden die französische Schwerfälligkeit bei der Kreditvergabe, Modalitäten bei Einstellungen und Entlassungen, mangelnde technologische Innovation und schlechte Bedingungen für Firmengründer. Der Arbeitgeberverband Medef bedauert in diesem Zusammenhang, dass die lokale Verwaltung in vielen französischen Regionen auf den europäischen Konkurrenzkampf ungenügend vorbereitet ist. Der Ruf wird lauter, dass sich die Mitte-Rechts-Regierung stärker um die wirtschaftlichen und sozialen Reformen des Landes kümmern müsse.

Eine stark rückläufige Konjunktur und aufkommende soziale Spannungen vor Augen, vollzog Raffarin eine bemerkenswerte Kehrtwendung. Vor ein paar Wochen noch hatte er das Reformwerk der Dezentralisierung – mehr Vollmachten an die lokalen und regionalen Körperschaften – als eines der wichtigsten Vorhaben seiner Regierung gepriesen. Aber die Partei des Präsidenten Jacques Chirac, UMP, folgt nicht bedingungslos. Als erster kritisierte Parlamentspräsident Jean-Louis Debré die geplante Machtteilung zwischen Paris und der Provinz. Dann folgte der Staatschef selbst mit dem Hinweis, die Dezentralisierung beschäftige die Franzosen nicht sonderlich.

Der Regierungschef hat eine Kommission mit  drei Ministern beauftragt, den Dezentralisierungsplan anzupacken. Raffarin will sich auf die Rentenreform, Stabilisierung der Wirtschaft, sozialpolitische Initiativen und die Europapolitik konzentrieren. Dazu hat ihn Chirac ermuntert. Zum ersten Mal wird der Premier allein, also ohne den Staatspräsidenten, zu Gesprächen mit Kanzler Gerhard Schröder nach Berlin reisen. Ein bilaterales Hauptthema ist, wie beide Länder auf die Mahnung der EU-Kommission reagieren, die Staatsverschuldung unter Kontrolle zu bringen.
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MadChart:

Interessant, Happy End! Selber geschrieben? o. T.

 
14.11.02 09:39
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Inhalt aus unserer lokalen Tageszeitung übertragen

 
14.11.02 09:41
;-)

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MadChart:

Aehem, Happy End:

 
14.11.02 09:46
ich hoffe, scannen + OCR. Oder wirklich die Fleißmethode???
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...leider die Fleißmethode

 
14.11.02 10:08
...aber für Euch mach ich doch alles *ggg*
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mod:

thx, HE, sehr interessant! Viele Grüsse o. T.

 
14.11.02 11:20
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Gern geschehen ;-) o. T.

 
15.11.02 17:46
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Gibt´s News aus Frankreich? o. T.

 
17.11.02 18:35
 
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up für mikelandau *g*

 
23.12.02 23:45
­
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first-henri:

Tapfer Happy, auch wenn's nicht aus

 
23.12.02 23:49
Deiner Feder stammt, interessanter Beitrag.
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mikelandau:

hi happy...

 
24.12.02 09:52
danke für die information, war mir allerdings schon bekannt.."g"

wünsche dir trotzdem ne frohe weihnacht...treibs nicht zu toll..
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Rise in French unemployment

 
28.02.03 13:59
Rise in French unemployment
Mitte-Rechts mit massiven Wirtschaftsproblemen 956388newsimg.bbc.co.uk/media/images/38891000/...1555_danone203.jpg" style="max-width:560px" border=0> Danone workers at the LU biscuit factory protested at closures
French unemployment climbed higher than expected in January, according to government figures.

The number of unemployed workers rose 20,000 to 2.47 million, the International Labour Organisation said - that is an increase of 0.8% on the previous month.

The rise follows cautious statements from a number of French companies, including the tyre maker Michelin.

"It's an uncertain road ahead," said the chairman Edouard Michelin this week.

Long term gloom

France's headline jobless rate stood at 9.1% in January, up 0.3% on the same time a year ago.

The figures coincided with sharp fall in consumer confidence, which slipped five points in January to its lowest level for five years.

Many large French companies have recently closed factories, including the food group Danone and aluminium maker Pechiney.

Earlier this month, the country's number two airline Air Lib went into liquidation, leaving 3,200 workers without jobs.

The Labour Ministry added that the number of long-term unemployed - those out of work for more than 12 months - had risen by 4.7% to 680,500.

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