23.1.2014
Biel (awp) - Der Bieler Maschinenbauer Mikron hat im Geschäftsjahr 2013 den Bestellungseingang und den Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Dabei hat der Auftragseingang gegenüber dem ersten Halbjahr im zweiten Semester um rund 10% zugenommen und damit das Minus aus der ersten Jahreshälfte mehr als wettgemacht. Der Umsatz lag im zweiten Semester leicht über dem ersten Halbjahr. Wie anlässlich der Gewinnwarnung vom Herbst mitgeteilt, wird der EBIT wegen Sonderkosten klar unter dem Vorjahr ausfallen.
Der Bestellungseingang wurde um 4% auf 246,4 Mio CHF und der Umsatz um 2% auf 241,1 Mio erhöht. Die verschiedenen Absatzmärkte hätten sich sehr unterschiedlich entwickelt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der hohen Nachfrage aus der Medizinalgeräte- und Pharmaindustrie habe vor allem im ersten Semester eine sehr tiefe Nachfrage aus der Automobilindustrie gegenüber gestanden. Insgesamt habe man sich aber gut in den Märkten behauptet. Der Auftragsbestand lag per Ende Jahr bei 122,3 Mio, vor einem Jahr waren es 109,5 Mio gewesen, per Ende Juni 108,0 Mio.
Damit hat das Unternehmen die Erwartungen der Bank Vontobel deutlich übertroffen. Diese hatte für die Bestellungen einen Wert von 218 Mio CHF prophezeit und für den Umsatz 226 Mio.
Der Gewinn auf Stufe EBIT werde wie angekündigt deutlich unter dem Vorjahr liegen, schreibt Mikron weiter. In einer Gewinnwarnung von Ende Oktober hatte das Unternehmen bereits mitgeteilt, dass wegen Sonderkosten für ein Grossprojekt im Geschäftssegment Automation im Gesamtjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr mit einem deutlich tieferen operativen Ergebnis zu rechnen sei. 2012 lag der EBIT bei 11,2 Mio CHF. Insgesamt habe sich aber die Auftragslage seit Jahresmitte gut entwickelt, hiess es im Oktober weiter.
MACHINING MIT BESSEREM ZWEITEN SEMESTER
Das Geschäftssegment Machining habe mit einer anhaltend tiefen Nachfrage und einem kontinuierlichen Abbau des Auftragsbestandes eine schwierige erste Jahreshälfte verzeichnet. Im zweiten Semester hätten sich indes die stetige Weiter- und Neuentwicklung von Maschinen und Werkzeugen bezahlt gemacht. Verschiedene Neuaufträge hätten zu einer Trendwende geführt. Insgesamt erreichte das Segment ein Plus beim Bestellungseingang von 2% auf 125,8 Mio CHF, wogegen der Umsatz um 7% auf 125,2 Mio zurückging.
Das Segment Automation steigerte den Auftragseingang um 8% auf 121,8 Mio CHF und die Umsätze um 15% auf 116,8 Mio. Dies wird insbesondere mit der guten Nachfrage aus der Medizinalgeräte- und Pharmaindustrie im ersten Semester begründet. Enttäuschend habe sich dagegen die Nachfrage aus der Automobilindustrie entwickelt und auch die Region Asien sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Die detaillierten Zahlen werden am 10. März 2014 veröffentlicht.
Weiter teilte Mikron mit, dass sich Andreas Steiner per GV vom kommenden April aus dem Verwaltungsrat zurückziehen werde. Es soll kein Nachfolger nominiert werden.
Die Erholung im zweiten Semester sei klar stärker ausgefallen als gedacht, heisst es in einem Kommentar der Bank Vontobel. Der gestiegene Auftragsbestand sei überdies gleichbedeutend mit einem guten Start ins Geschäftsjahr 2014. Mikron sollte deshalb im laufenden Jahr den Umsatz erneut steigern und so auch den Gewinnrückgang von 2013 mehr als kompensieren können.