FLIRT MIT DER KONKURRENZ
Aldi-Schock lässt Medion zittern
Der PC- und Elektroniklieferant Medion, dessen Aktienkurs jüngst kollabierte, hat neue Probleme mit seinem wichtigsten Kunden: Er hat dem "manager magazin" zufolge einen Großauftrag von Aldi-Süd verloren, der stattdessen an zwei türkische Konkurrenten gegangen sein soll.
DDP
Medion-Gebäude: Von wenigen Großkunden abhängig
Essen - Bei dem Auftrag soll es sich um die Lieferung von mehr als 100.000 Fernsehgeräten gehandelt haben, berichtet die Zeitschrift in ihrer neuen Ausgabe. Die Ware solle im Weihnachtsgeschäft verkauft werden. Sie werde nun von den beiden Medion-Wettbewerbern aus der Türkei geliefert.
Die Medion-Aktie brach nach Bekanntwerden der Meldung ein. Gegen Mittag notierte sie bei 16,33 Euro, ein Minus von 4,4 Prozent. Von Medion war zu dem Bericht zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Aldi-Gruppe ist einer von fünf Großkunden, mit denen der Essener Konzern insgesamt 65 Prozent seines Umsatzes erzielt.
Da Aldi langfristige Lieferbeziehungen schätzt, könnte ein Scheitern des Lieferdeals fatal für Medion wirken: Sollten sich die Türken als zuverlässige Anbieter erweisen, könnte es passieren, dass Aldi-Süd künftig keine Fernseher mehr von Medion bezieht. Aldi-Nord könnte nachziehen und ebenfalls den Anbieter wechseln.
Kostenwachstum als Sorge
Das Magazin berichtet weiter, durch die rasche Expansion der Essener stiegen die Personalkosten schneller als der Umsatz. Medion-Finanzvorstand Christian Eigen hatte Ende Juli in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters bereits angekündigt, im Zuge von Kostensenkungen sei ein Personalabbau nicht ausgeschlossen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,313981,00.html
Und ALdi ist einer von 5 die zusammen 65% Umsatz machen. Wahrscheinlich der Größte, aber niemals alleine 60%.
Grüße
ecki