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16.01.03 07:52

15. Januar 2003 Unternehmensnachrichten

Gute Intel-Zahlen verhalten positiv aufgenommen

Die Börsianer haben auf erfreuliche Zahlen gehofft und Intel erfüllt ihnen den Wunsch. Der weltweit größte Halbleiterhersteller hat den Umsatz im vierten Quartal von 7,0 auf 7,2 Milliarden Dollar gesteigert. Analysten hatten im Schnitt nur mit 6,9 Milliarden Dollar gerechnet. Doch damit nicht genug. Auch der von 504 Millionen Dollar auf eine Milliarde Dollar oder umgerechnet 16 Cents je Aktie bezifferte Reingewinn lag über den erwarteten 14 Cents.

Doch nachhaltigen neuen Kurselan entfacht das Zahlenwerk trotzdem nicht. Verantwortlich dafür ist der vom Intel-Vorstand noch immer ziemlich vage und vorsichtig gehaltene Geschäftausblick. Die Rede ist von fehlenden konkreten Hinweisen auf ein Anziehen der Investitionstätigkeit der Unternehmen. Dabei hatten die Börsianer innig auf etwas mehr Zuversicht und erste Hinweise auf einen Einzug haltenden Aufschwung gehofft. (FAZ.NET)

Verdi ruft im Lufthansa-Tarifstreit zu Warnstreiks auf

Im Tarifstreit mit der Lufthansa hat die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks aufgerufen. Ab Donnerstag sei mit Arbeitsniederlegungen bei der Fluggesellschaft zu rechnen, sagte ein Gewerkschaftssprecher nach rund fünfstündigen Tarifverhandlungen am Dienstagabend in Mörfelden bei Frankfurt. Die Warnstreiks würden voraussichtlich die großen Lufthansa-Stützpunkte in Frankfurt, München und Hamburg treffen. Zuvor hatten die Tarifpartner in der vierten Verhandlungsrunde trotz Nachbesserungen am Angebot der Arbeitgeber keine Einigung für die rund 52.000 Mitarbeiter des Boden- und Kabinenpersonals der Lufthansa erzielt. (Reuters)

Airbus erwartet schwieriges Jahr

Der europäische Flugzeugbauer Airbus erwartet für die Branche ein äußerst schwieriges Jahr 2003, will zugleich aber dem US-Konkurrenten Boeing weitere Marktanteile abjagen. Für den Fall einer Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds schließt der Konzern eine Rücknahme seiner Prognosen nicht aus. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, S. 13)

Infineon droth erneut mit Abwanderung

Ungewohnt deutlich hat der Chiphersteller mit einer Abwanderung ins Ausland gedroht. Der Vorstandsvorsitzende Ulrich Schumacher kritisierte Pläne der Koalition, Steuergestaltungsmöglichkeiten für Unternehmen zu beschneiden. Für Infineon sei das eine Existenzfrage. (Süddeutsche Zeitung, S. 18)

Deutsche Post will in China expandieren

Das Unternehmen möchte bei dem chinesischen Logistikkonzern Sinotrans einsteigen. 38,5 Prozent der staatlichen Gesellschaft sollen an die Börse. (FTD, S. 3)

Schering wird „währungsgebeutelt“

Der starke Euro macht sich bei Schering bemerkbar. In den ersten neun Monaten des Jahres 2002 ist der Umsatz währungsbereinigt um zehn Prozent gestiegen, in Euro gerechnet allerdings nur um fünf Prozent. Das Unternehmen rechnet mit einem noch schwächeren Dollar und reagiert mit Anpassungen auf der Kostenseite auf diese Entwicklung. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, S. 18)

Kapitalerhöhung bei Sumitomo Mitsui

Sumitomo Mitsui Banking begibt noch bis Ende März Vorzugsaktien im Volumen von 100 Milliarden bis 150 Milliarden Yen, die voraussichtlich vollständig vom US-Brokerhaus Goldman Sachs übernommen werden. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung “Nihon Keizai“ am Mittwoch. Eine formelle Erklärung der Bank werde noch im Verlaufe des Berichtstages erwartet. (vwd)

Anlageskandal bei Fortis

Einer der größten Anlage-Skandale der letzten Jahre könnte europäische Privatleute bis zu 200 Millionen Dollar kosten. Betroffen sind mehrere Hundert Anleger, die ihr Geld in den Oracle-Fonds gesteckt hatten. (Handelsblatt, S. 21)

Wirtschaftsnachrichten

Industrieproduktion in China im Dezember plus 14,9 Prozent

Im Dezember des vergangenen Jahres hat die Industrieproduktion in China mit einem Plus von 14,9 Prozent das stärkste Wachstum seit sieben Jahren verzeichnet. Dafür sind vor allem auch die Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen verantwortlich, die ihre Produktion in das Land verlegen und dafür auch die Infrastruktur verbessern. (Bloomberg)

Japans Handelsbilanzüberschuss schrumpft

Der Handelsbilanzüberschuss Japans ist im November des vergangenen Jahres um 14 Prozent auf 8,5 Milliarden Dollar gefallen, da Importe stärker zugenommen haben, als die Exporte. Experten hatten einen steigenden Überschuss erwartet. (Bloomberg)

Welteke - Derzeit kein Bedarf für Zinsänderung

In der Euro-Zone besteht nach Worten von Bundesbankpräsident Ernst Welteke derzeit kein Bedarf für eine weitere Zinssenkung. Nach der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Dezember sei die Geldpolitik eher akkommodierend, also das Wachstum unterstützend, ausgerichtet und nicht restriktiv, sagte Welteke am Dienstag am Rande eines Empfangs in Frankfurt. „Zurzeit gibt es keinen Bedarf für eine Debatte über Zinsänderungen.“ (Reuters)

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Text: @cri


 
 

 
   



 

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