FT : Reuters will massiv Journalisten-Stellen streichen 07.11 2002
12:49:29
LONDON (dpa-AFX) - Die britische Medien- und Finanzgruppe Reuters Group Plc plant nach einem Bericht der "Financial Times", massiv Journalisten-Stellen zu streichen. Es gebe Überlegungen, wonach bis zu 20 Prozent der rund 2500 Jobs in diesem Bereich wegfallen sollen, berichtete die Zeitung am Donnerstag. Die Gewerkschaften hofften allerdings, dass die endgültige Zahl deutlich geringer ausfallen werde. "Wir stehen vor weiteren Stellenstreichungen, aber das Ausmaß und die Tragweite dieser Streichungen werden noch diskutiert", sagte die zuständige Gewerkschaftsvertreterin Victoria Barrett der Zeitung.
Reuters beschäftigte zuletzt weltweit rund 18.000 Mitarbeiter. Binnen eines Jahres waren rund zehn Prozent der Stellen weggefallen. Betroffen war vor allem der Sektor Finanzdienstleistungen, der stark unter der Börsenflaute leidet. Im ersten Halbjahr 2002 musste Reuters erstmals seit dem Börsengang von 1984 einen Verlust ausweisen. Grund waren einmalige Kosten für die Stellenstreichungen. Im dritten Quartal sank der Umsatz dem Unternehmen zufolge um sieben Prozent auf 1,36 Milliarden Euro.
Wegen des stark gesunkenen Kurses der Reuters-Aktie war das vor mehr als 150 Jahren gegründete Unternehmen zuletzt auch Gegenstand von Übernahmegerüchten. Am Mittwoch kursierten Gerüchte, der kanadische Finanzdienstleister Thomson plane eine Übernahme. Dies brachte der Aktie am Mittwoch ein Plus von rund vier Prozent. Laut "Financial Times" wurde eine Offerte von Thomson bei Experten wegen des laufenden Restrukturierungsprozesses und der Flaute in mehreren Schlüsselbereichen von Reuters derzeit aber eher für unwahrscheinlich gehalten./mt/FP/zb
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LONDON (dpa-AFX) - Die britische Medien- und Finanzgruppe Reuters Group Plc plant nach einem Bericht der "Financial Times", massiv Journalisten-Stellen zu streichen. Es gebe Überlegungen, wonach bis zu 20 Prozent der rund 2500 Jobs in diesem Bereich wegfallen sollen, berichtete die Zeitung am Donnerstag. Die Gewerkschaften hofften allerdings, dass die endgültige Zahl deutlich geringer ausfallen werde. "Wir stehen vor weiteren Stellenstreichungen, aber das Ausmaß und die Tragweite dieser Streichungen werden noch diskutiert", sagte die zuständige Gewerkschaftsvertreterin Victoria Barrett der Zeitung.
Reuters beschäftigte zuletzt weltweit rund 18.000 Mitarbeiter. Binnen eines Jahres waren rund zehn Prozent der Stellen weggefallen. Betroffen war vor allem der Sektor Finanzdienstleistungen, der stark unter der Börsenflaute leidet. Im ersten Halbjahr 2002 musste Reuters erstmals seit dem Börsengang von 1984 einen Verlust ausweisen. Grund waren einmalige Kosten für die Stellenstreichungen. Im dritten Quartal sank der Umsatz dem Unternehmen zufolge um sieben Prozent auf 1,36 Milliarden Euro.
Wegen des stark gesunkenen Kurses der Reuters-Aktie war das vor mehr als 150 Jahren gegründete Unternehmen zuletzt auch Gegenstand von Übernahmegerüchten. Am Mittwoch kursierten Gerüchte, der kanadische Finanzdienstleister Thomson plane eine Übernahme. Dies brachte der Aktie am Mittwoch ein Plus von rund vier Prozent. Laut "Financial Times" wurde eine Offerte von Thomson bei Experten wegen des laufenden Restrukturierungsprozesses und der Flaute in mehreren Schlüsselbereichen von Reuters derzeit aber eher für unwahrscheinlich gehalten./mt/FP/zb