MÄRKTE am MORGEN


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MÄRKTE am MORGEN

 
13.12.01 08:39
TOP AKTUELL I:

Israel hat seine Kontakte mit Palästinenser-Präsident Jassir Arafat nach der jüngsten Serie von Terroranschlägen abgebrochen. Nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts sagte Justizminister Meir Scheetrit am Donnerstagmorgen vor der Presse, Israel habe aber keine Absicht, Arafat zu töten. Das Kabinett machte in einer Erklärung Arafat "für die Serie von Terroranschlägen direkt verantwortlich". Zugleich wurden Militäroperationen in den Palästinenser-Gebieten angekündigt, um militante Palästinenser zu verhaften und Waffen sicher zu stellen. In der Nacht zum Donnerstag griff die israelische Luftwaffen zahlreiche Ziele im Gaza-Streifen und Westjordanland an; dabei offenbar auch demonstrativ in der Nähe von Arafats Hauptquartieren in Ramallah und Gaza-Stadt.

TOP AKTUELL II:

Die finanzielle Lage der Kirch-Gruppe[KRCH.UL] hat sich offenbar vorerst entspannt. Ein Sprecher des Münchener Medienkonzerns sagte am Mittwoch, die Dresdner Bank habe einen ausgelaufenen Kredit entgegen ihrer ursprünglichen Kündigungsabsicht nun doch verlängert. Unterdessen sieht die Deutsche Bank nach Angaben aus Bankenkreisen keinen Grund, von Kirch einen Milliardenkredit zurückzufordern.

BLICKPUNKT DEUTSCHE AKTIEN:

* Die im Auswahlindex Nemax50 des Neuen Marktes gelistete Biodata AG wird voraussichtlich eine Pressekonferenz über das aktuelle Sanierungskonzept und die zukünftige Struktur des Unternehmens abhalten.

* Der Kupferhersteller Norddeutsche Affinerie will seine Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 vorlegen.

FINANZNACHRICHTEN AUS DER PRESSE

* Der zum britischen Telekommunikationskonzern Vodafone gehörende deutsche Festnetzbetreiber Arcor wird nach Informationen des "Handelsblatt" im kommenden Jahr voraussichtlich mehr als 1000 der 8900 Stellen abbauen. Unter Berufung auf Firmenkreise hieß es in der Donnerstagausgabe, die Muttergesellschaft erwarte deutliche Kostensenkungen bei Arcor.

BLICKPUNKT DEVISEN:

Auf Grund des Drucks auf die japanische Notenbank, neue Wege für eine weitere Lockerung der Geldpolitik zu finden, hat der Yen nach Angaben von Händlern am Donnerstag gegenüber Dollar und Euro leicht nachgegeben. Händler sagten, Marktteilnehmer spekulierten, die japanische Regierung wolle mit Zustimmung der USA einen schwächeren Yen. Auch ein offensichtliches Dementi des US-Finanzministeriums habe keinen großen Einfluss gehabt. Der Dollar stieg somit auf ein Acht-Monatshoch von 126,58 Yen, ehe er wieder auf 126,07 Yen nach 125,94 Yen zum Handelsschluss in den USA abbröckelte. Der Euro verteuerte sich gegenüber dem Dollar unwesentlich im Handelsverlauf auf 0,8984 Dollar, nachdem er am Vorabend in den USA zuletzt mit 0,8977 Dollar notiert worden war.

BLICKPUNKT FERNOST:

Die Börse in Tokio hat am Donnerstag deutlich schwächer geschlossen und damit die Gewinne im Zuge des Tankan-Berichts der japanischen Notenbank vom Vortag wieder abgegeben. Händlern zufolge stießen die Anleger aus Sorge um die Kreditsituation vor allem Banken-Aktien und Anteilsscheine kreditbelasteter Unternehmen ab. Der Nikkei Index fiel zum Handelsschluss um 3,41 Prozent auf 10.433,45 Punkten. Der Tankan-Bericht war am Mittwoch mit einem Wert von minus 38 Stellen unerwartet besser ausgefallen als von Volkswirten erwartet, die von einem Negativwert von 44 Punkten ausgegangen waren. Er dokumentiert die Stimmung der Großunternehmen im Verarbeitenden Gewerbe.

BLICKPUNKT WALL STREET:

Enttäuschende Prognosen von Standardwerten wie American Express und Merck haben nach Händlerangaben am Mittwoch die Stimmung der Investoren an den New Yorker Aktienmärkten getrübt. Blue Chips und der breite Markt schlossen nach Kursverlusten im Verlauf wenig verändert. Der Dow Jones lag leicht mit 0,07 Prozent im Plus auf 9894,81 Punkten. Der US-Technologieindex Nasdaq ging 0,47 Prozent höher auf 2011,39 Zählern aus dem Markt. Der S&P-Index lag ebenfalls kaum verändert 0,03 Prozent höher auf 1137,07 Punkten.

Am US-Rentenmarkt notierten die 30-jährigen Bonds zuletzt 31/32 höher auf 98-19/32 und erbrachten eine Rendite von rund 5,47 Prozent.

INDIKATOREN DES TAGES:

(Prognose / Vorp.)
0800 DE Einzelhandelsums.real OKT -0,7 / -1,0
0800 DE ------ J/J OKT 1,0 / -2,1
1030 GB Einzelhandelsums.real NOV 0,4 / -0,1
1030 GB ------ J/J NOV 5,8 / 5,7
1330 US Arbeitslosenerstantr. W/E 466 T 475
1430 US Erzeugerpreise NOV -0,3 / -1,6
1430 US Einzelhandelsumsätze NOV -2,8 / 7,1
1430 US ------ ex Auto NOV 0,0 / 1,0

Die Prognose-Werte sind Konsensus-Schätzungen einer Reuters-Umfrage.

Gruß
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sir charles:

Die Börsevorgaben für heute:

 
13.12.01 08:49
Die Börsevorgaben für heute:

  Enttäuschende Prognosen von Standardwerten wie American Express und Merck haben nach Händlerangaben am Mittwoch die Stimmung der Investoren an den New Yorker Aktienmärkten getrübt. Blue Chips und der breite Markt schlossen nach Kursverlusten im Verlauf wenig verändert. Der Dow Jones  lag leicht mit 0,07 Prozent im Plus auf 9894,81 Punkten. Der US-Technologieindex Nasdaq ging 0,47 Prozent höher auf 2011,39 Zählern aus dem Markt. Der S&P-Index lag ebenfalls kaum verändert 0,03 Prozent höher auf 1137,07 Punkten.
  Die Börse in Tokio hat am Donnerstag deutlich schwächer geschlossen und damit die Gewinne im Zuge des Tankan-Berichts der japanischen Notenbank vom Vortag wieder abgegeben. Händlern zufolge stießen die Anleger aus Sorge um die Kreditsituation vor allem Banken-Aktien und Anteilsscheine kreditbelasteter Unternehmen ab. Der Nikkei Index  fiel zum Handelsschluss um 3,41 Prozent auf 10.433,45 Punkten. Der Tankan-Bericht war am Mittwoch mit einem Wert von minus 38 Stellen unerwartet besser ausgefallen als von Volkswirten erwartet, die von einem Negativwert von 44 Punkten ausgegangen waren. Er dokumentiert die Stimmung der Großunternehmen im Verarbeitenden Gewerbe.
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BÖRSE am MORGEN

 
13.12.01 09:24
Trendwende bei Technologietiteln?

Die späte Erholung an der Wall Street lässt Händler auf einen behaupteten Start hoffen, in Tokio ging es dagegen wieder abwärts. Besonders Technologietitel könnten nach dem Comeback an der Nasdaq einen Teil ihrer Verluste wettmachen. Auch ThyssenKrupp steht im Fokus der Anleger.

Frankfurt am Main - Nach den herben Verlusten der Technologietitel in Dax und Nemax kam es in den USA am späten Abend zu einer Trendwende: Gestützt von einer Erholung der Halbleitertitel drehte der Technologieindex Nasdaq Composite um 0,4 Prozent ins Plus. Der Philadelphia Semiconductor Index fuhr einen Gewinn von 1,7 Prozent ein. Der Industrieindex Dow Jones erholte sich ebenfalls leicht und schloss auf Vortagesschluss: Gute Vorzeichen, dass Dax (minus 1,6 Prozent) und Nemax 50 (minus 3,4 Prozent) einen Teil ihrer Verluste zum Handelsstart wettmachen.
   
Die US-Konjunkturdaten und die Quartalszahlen von Oracle werden heute den Handelstag bestimmen. Die US-Einzelhandelsumsätze werden ein Test für die Einschätzung der Notenbank sein: Die Fed hatte am Dienstag die Zinsen zum elften Mal in diesem Jahr gesenkt und diesen Schritt mit anhaltenden Risiken für eine weitere wirtschaftliche Abschwächung begründet. Am Folgetag bestätigten die Gewinnwarnungen des Pharmakonzerns Merck und von American Express die trübe Situation. "Im laufenden Berichtszeitraum werden die Quartalsberichte sehr häßlich ausfallen," kommentierte ein US-Fondsmanager. Deshalb haben Anleger erst einmal Gewinne mitgenommen.

Infineon fährt Achterbahn

Chancen auf eine Erholung zum Auftakt hat heute der Chiphersteller Infineon  , die gestern mit einem Verlust von 13 Prozent auf 22,65 Euro größter Verlierer im Dax waren. Die Furcht vor einer Verwässerung durch neue Aktien überwiege die positive Nachricht, dass Infineon mit seinen Verhandlungen mit dem japanischen Konzern Toshiba einen Schritt weiter gekommen sei, hieß es bei Händlern. Doch nach dem Stimmungswandel in New York könnte auch hier das Sentiment wieder drehen. Auch Epcos  (minus vier Prozent) und Siemens  (minus 2 Prozent) dürften sich zunächst wieder in der oberen Dax-Hälfte wiederfinden.

Feindliche Übernahme von ThyssenKrupp?

Dem Industriekonzern ThyssenKrupp  droht nach Informationen der "Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung" (NRZ) offenbar eine feindliche Übernahme-Attacke. Wie die Zeitung in ihrer Donnerstag-Ausgabe berichtet, arbeiten Frankfurter Banken bereits an einem Konzept mit dem Decknamen "Plan Alpha". Die Fäden dabei spinne Karl Ehlerdings WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG, die auch schon bei der Klöckner-Zerschlagung für Wirbel sorge, berichtet die NRZ weiter. ThyssenKrupp komme derzeit auf einen Börsenwert von rund 8,6 Milliarden Euro. Dies sei weniger, als der Konzern im Frühjahr 2000 allein für die Übernahme der Mannesmann-Industriesparte Atecs zahlen wollte.

Kirch in Not - Finanzbranche unter Druck

Finanztitel zeigten sich am Mittwoch ebenfalls schwächer, nachdem Dresdner Kleinwort Wasserstein den europäischen Bankensektor herabgestuft hat. Größter Verlierer in der Branche war die HypoVereinsbank  mit einem Verlust von mehr als vier Prozent. "Die Münchner KirchGruppe schuldet der HypoVereinsbank eine Menge Geld", erklärte ein Händler. Die Aktie litt folglich unter Spekulationen, dass der in Finanznöte geratene Medienkonzern Kirch angeblich Kredite in Milliardenhöhe nicht zurückzahlen kann.

Tokio schwächer

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Donnerstag ihre kräftigen Vortagesgewinne wieder vollständig eingebüßt. Der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte sackte um 368 Punkte (3,4 Prozent) auf 10.433 Zähler. Der breit angelegte Topix verlor 2,2 Prozent und notierte zum Handelsende bei 1012,93 Zählern. Der Euro notierte am Morgen etwas fester mit 0,8986 Dollar nach 0,8966 Dollar am Vortag.
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Börsen-Frühstart dank später US-Gewinne

 
13.12.01 09:28
Der Starterfolg für die deutschen Aktienmärkte scheint gesichert. Nachdem die US-Börsen in den letzten Handelsstunden des gestrigen Tages doch noch ins Plus drehten, haben Deutschlands Märkte zum Start Nachholbedarf. Sie wurden nämlich gestern von den schwachen US-Kursen ins Minus getrieben und dürften nun dementsprechend die Gegenbewegung nachholen. Für große Kurssprünge fehlt den Börsianern momentan allerdings der Mut – und die entsprechenden Daten. Die Grobrichtung bleibt deshalb weiter seitwärts.  
 
Die Datenlage aus den Unternehmen ist zur Zeit nun mal sehr gemischt - und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Die Börsen sind immer wieder hin- und hergerissen zwischen positiven Überraschungen - wie zuletzt vom US-Konsumgüterunternehmen  Procter & Gamble - und negativen Neuigkeiten. Aktuelle Beispiele lieferten hier zuletzt der Pharmakonzern  Merck und das Kreditkartenunternehmen  American Express .

Der zu erwartende freundliche Handelsstart wird sich denn auch kaum zu einer neuen Rally ausweiten. Die Börsenstimmung ist insgesamt verhalten, beim derzeitigen Kursniveau benötigt der Markt schon entscheidende Unterstützung, um in neue Kurssphären zu entschwinden. Doch die sind zur Zeit nicht in Sicht. Aus Deutschlands Blue-Chip-Unternehmen fehlen marktbewegende Nachrichten und auch von konjunktureller Seite sind keine größeren Anstöße zu erwarten.

Einzelhandelsumsätze im Oktober weiter rückläufig

Im Gegenteil: Wenig gutes lassen die Oktoberzahlen aus dem deutschen Einzelhandel für die Konsumseite der Wirtschaft erahnen. Die Umsätze sind auch im Oktober im Monatsvergleich um real 2,8 Prozent gesunken. Das ist deutlich höher als erwartet und angesichts steigender Arbeitslosenzahlen ist nicht mit einer schnellen Besserung zu rechnen.

Weiter für Gesprächstoff sorgt der Medien-Konzern  Kirch : Die Kreditprobleme der Kirch-Gruppe sind durch eine Verlängerung des Dresdner Bank-Kredits fürs Erste entschärft, die Aktionäre des ProSiebenSat1-Papiers können sich vorerst entspannen. Das Biotechnologieunternehmen  Medigene vermeldete vor Börsenstart den Eintritt in die zweite klinische Studie für das Krebsmedikament G207. Die Zulassung ist damit zwar immer noch recht weit entfernt, doch insgesamt wird der positive Trend der Aktie unterstützt. Wichtige Neuigkeiten sind im Laufe des Tages vom Nemax50-Unternehmen Biodata zu erwarten. Das Unternehmen will auf einer Pressekonferenz näheres zu seinem Sanierungskonzept bekannt geben.  
 
Die Verunsicherung der Börsianer hält an. Die Signale für einen Fortsetzung des Börsenaufschwungs fehlen und auf gut Glück scheinen die Anleger beim derzeitigen Kursniveau auch nicht mehr auf steigende Kurse setzen zu wollen. Solange sich an der Datenlage nichts Entscheidendes ändert, geht es wohl weiter seitwärts - darüber können auch Gewinne zum Start nicht hinwegtäuschen.  

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aabb-cisco:

Das Zentrum-Frühaufsteher/News

 
13.12.01 09:31
Morgen Happy End

...

blau.ariva.de/board/...all&showthread=1&nr=93499&jump=509366&0
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aabb-cisco:

Happy End

 
13.12.01 09:35
kannst Du mir den Langzeitchart von Legend Holding hier reinstellen. Danke

Good trades
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Happy End:

Aber gerne!

 
13.12.01 09:43
MÄRKTE am MORGEN 509396chart.bigcharts.com/bc3/quickchart/...48&mocktick=1&rand=7076" style="max-width:560px" >

Gruß
Happy End
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aabb-cisco:

danke Happy End; super o.T.

 
13.12.01 09:48
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sir charles:

US-Bürger weiter optimistisch

 
13.12.01 09:58
US-Bürger weiter optimistisch, "Fed" dämpft aber Hoffnungen

Jeder zweite US-Bürger glaubt bereits an eine rasche Erholung der Wirtschaft. Das spiegelt sich auch in den starken Handelsumsätzen wieder.



WASHINGTON (ag.) In den USA verdichten sich die Anzeichen, daß die konjunkturelle Erholung nicht mehr lange auf sich warten läßt. Einen weiteren Schub dürften die Hoffnungen der US-Bürger auch durch die am Dienstagabend neuerlich gesenkten Zinsen erhalten. Die Notenbank Fed hat die Leitzinsen zum elften Mal in diesem Jahr auf mittlerweile 1,75 Prozent - dem tiefsten Stand seit 1961 - zurückgenommen. Allein zu Jahresbeginn lag das Zinsniveau noch deutlich höher (siehe Graphik).

Die Fed begründete den Schritt mit der noch immer schwachen Konjunktur, die auf eine weitere Abschwächung der Wirtschaft hindeute. Die US-Bürger sehen dies allerdings anders. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge geht bereits jeder zweite US-Amerikaner davon aus, daß sich die wirtschaftliche Lage demnächst bessern wird. Vor einem Monat waren es noch 38 Prozent.


Insgesamt zeigen sich bereits 61 Prozent der US-Bürger wieder mit der wirtschaftlichen Entwicklung ihres Landes zufrieden. Unzufrieden sind noch 31 Prozent. Der steigende Optimismus ist insofern beachtlich, als 62 Prozent der Befragten angegeben haben, daß entweder sie oder ein Mitglied ihrer Familie in den vergangenen zwölf Monaten einmal den Job verloren hätten.

Positive Signale sind auch vom Verhalten der US-Konsumenten abzuleiten. Sie haben von den Zinssenkungen besonders stark profitiert. Etwa über die Gelegenheit zu Umschuldungen oder durch Nullzins-Kredite beim Autokauf. Während der Großteil der Unternehmen die Investitionen scharf kürzten, steigen die Einzelhandelsumsätze weiter. Im Oktober waren es immerhin knapp sieben Prozent gegenüber dem Vormonat. Das ist für die USA insofern besonders wichtig, als die US-Bürger mit ihren Ausgaben knapp zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten tragen.


Gegen eine allzu rasche Erholung spricht derzeit aber auch die Einschätzung jener Experten, die mit weiteren Zinssenkungen rechnen. Händler gehen davon aus, daß die Fed auch im Jänner die Zinsschraube ein weiters Mal nach unten drehen wird. Stünde ein starker Aufschwung unmittelbar bevor, wäre ein derartiger Schritt nicht nötig, so die Schlußfolgerung. Ein Indiz für weitere Zinssenkungen wird auch darin gesehen, daß die Fed mit einer weiter sinkenden Inflation rechnet.

Die US-Börsen zeigen sich von den niedrigeren Kapitalkosten kaum beeindruckt. So kamen sowohl der Dow Jones als auch der Technologie-Index Nasdaq Composite kaum von der Stelle. Das könnte allerdings auch daran liegen, daß die Anleger bereits mit einem Zinsschnitt der Fed gerechnet haben. Womit die daraus resultierenden positiven Effekte für die Unternehmen - wie etwa niedrigere Kapitalkosten - schon in den Kursen beinhaltet sein könnten. In Europa sind weitere Zinssenkungen allerdings weniger wahrscheinlich. So warnt auch der deutsche Bundesbankpräsident Ernst Welteke davor, die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) für die Konjunktursteuerung zu vereinnahmen

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