Wenn Aktien steigen, dann werden sie von sogenannten Analysten verbal immer weiter nach oben geredet.
Wenn Aktien fallen, ist es genau umgekehrt.
Die Absicht ist ja klar: Leute sollen teuer kaufen und billig verkaufen. Davon profitieren die Banken als Arbeitgeber der sog. Analysten dann.
Wusstet ihr, daß die meisten Analysten LiteraturwissenschaftlerInnen und keinesfalls Finanzexperten sind? Ich denke nein, das wisst ihr nicht ;-)
Zur Lufthansa:
Ich glaube, viele Aktiengesellschaften hätten gerne so einen starken Cash-Flow und so hohe Geld-Gewinne, wie die Lufthansa. Allein durch mit dem Miles&More-Programm erzielte die Lufthansa bereits in 2012 einen Gewinn (Gewinn. Kein Umsatz.) von 700 Millionen Euro.
Quelle: www.airliners.de/...es-geschaeftsmodell-fuer-miles--more/30922
Lufthansa lagert Miles & More 2014 in eine eigenständige Firma aus. Mit Nachrichten müsste dann ja in Kürze zu rechnen sein, oder nicht?
Wie hoch ist der Wert einer Firma, die Jahr für Jahr zwischen 500 und 1000 Millionen Euro Gewinn macht: 1 Milliarde Euro oder eher 10 Milliarden Euro, oder noch mehr? Beratend zur Seite stehend bei den Dingen, die da noch kommen dürften, ist sicher eine sehr große Deutsche Bank, die gegenwärtig ein ganz kleines Kursziel aufruft.
Wenn da nicht mal Eigeninteresse im Spiel ist. Vielflieger sollen zukünftig noch mehr mit Meilen belohnt werden. Miles und More ist für wahre Vielflieger eines der besten Status-Programme, die es gibt. (Und für Wenigflieger Quatsch.)
Eine weitere Auslagerung betrifft die LH IT in Kelsterbach: www.handelsblatt.com/unternehmen/...t-ausgliedern/8987908.html
Ebenfalls ein LH-Unternehmen, das Jahr für Jahr große Gewinne macht. Das Bieterverfahren läuft. Ich würde den Firmenwert, gemessen an Jahresgewinnen (nicht Umsatz) zwischen 20 und 40 Millionen Euro zwischen 500 Millionen und 1200 Millionen ansetzen.
Warten wir also mal in aller Ruhe die nächste GewinnENTwarnung von LH ab, wenn die Auslagerungen verkündet kommen und wie die zu erwartenden (kann man das so sagen?) ausserordentlichen Erträge in den nächsten Jahren finanziell verbucht werden.
Die LH ist mit dem neuen Geschäftsführer wieder mehr ein Familienunternehmen geworden. Kein Slavenmarkt wie Ryanair & Co. Ob das alles gut ist, für die Kunden, wird die Zukunft entscheiden; sicherlich nicht der Spritpreis, denn der ist für alle Fluggesellschaften dieser Welt gleich und unterscheidet sich nur nach Region.
Übrigens, Damen schätzen es sehr wenn ihr Partner sie per Business Class auf einem 12 Stunden-Direktflug nach Südamerika mitnimmt. Das ist etwas ganz, ganz anderes, wie mit Delta (die waren schon mal Pleite) in der Economy in 38 Stunden via Atlanta oder so.
Die Auslastung ist bei LH und LH Cargo gut und verbessert sich Jahr für Jahr. Das sind ist für mich ein wichtiger Indikator für kluge Vorausplanung.
Ich habe am Freitag - nach Jahren mal wieder - bei Preisen zwischen 16,4 und 16,5 Euro begonnen, eine Long-Position bei LH aufzubauen. Über kurzfristig niedrigere Preise würde ich mich freuen. Meine letzten Verkäufe waren zwischen 19 und 20 Euro. Vor ein paar Jahren fand ich die Aktie bei 8 Euro sehr billig zu kaufen. War ja nicht sooo falsch.
Mein mittelfristiges Kursziel in diesem Jahr sind 25 Euro, weil ich davon ausgehe, dass die Aktie den 25%-Kurssturz der letzten Tage in den nächsten Wochen wegen den zu erwartenden guten Nachrichten wieder mehr als korrigiert. Im nächsten Jahr 35 Euro. Wenn die geplante Miles&More Auslagerung gemeldet wird, könnte es eine kurzfristige Eindeckungsrally geben, denn die Aktie wird doch aktuell irgendwie geshortet, oder? Netto-Leerverkaufspositionen werden zwar keine veröffentlicht, aber wer weiß es denn, wie es die Geldjongleure wirklich machen: vielleicht Leerverkauf und Hebelzertifikate der Konkurrenz kaufen: geht das, damit nichts gemeldet werden muss?
Oh, da habe ich aber viel geschrieben. Danke fürs Lesen und Kommentieren.
Schönes Wochenende.