Verstehe ich das richtig?
Alle LH Piloten unterzeichneten einen Vertrag und wissen seit sie mit LH als Piloten-Schüler in den Beech F33 in Phoenix Arizona fliegen, dass mit 55 spätestens 60 Schluss mit beruflichem fliegen bei LH ist. Dafür gibt es eine in der Industrie wohl evtl einzigartige finanzielle Kompensation von LH - die Übergangsrente bis die Gesetzliche eintritt.
Nun wollten drei Piloten aber weiter fliegen (konnten, wollten nicht aufhören) und klagten. Sie fühlten sich diskriminiert.
Diese drei Piloten, die vor dem Europäischen Gerichtshof erfolgreich geklagten haben ihren Kollegen damit aber, in meinen Augen, einen echten Bärendienst geleistet.
Nun können / dürfen Piloten bis 65 fliegen. Gut so für die die fit sind. Nur, wer nicht mehr fit ist, sollte daher auch nicht mehr fliegen. Macht vernünftigen Sinn, korrekt?
Damit ist dem Personalvorstand der LH super toll in die Karten gespielt worden.
Wen wunder es, dass die Personalpolitik von nun an darauf eingeht und sagt: Ihr Piloten wollt gerne bis 65, also Beginn der gesetzlichen Rente (je nach Geburtsjahr auch älter) fliegen? Gerne. Dann bedarf es auch keine Übergangsrente (als Kompensation nur bis 60 fliegen zu dürfen) mehr und wer sich nicht fit fühlt der macht dann eben gebrauch von seiner BU Versicherung (Loss of License).
Ist doch betriebswirtschaftlich folgerichtig, oder? Und ist üblich überall in Deutschen Betrieben.
Da hat die Piloten Gewerkschaft (VC) wohl in meiner Annahme versäumt eine "Political Risk Analysis" von so einer Klage zu machen, oder die Analyse war fehlerhaft. Nach dem Motto, was für Auswirkung hat mein handeln auf die Personalpolitik.
Hier machte die VC daher meiner Meinung nach kapitale Fehler.
Besser wäre es, so eine Klage nicht zu zulassen und statt dessen an Konzepten zu arbeiten die ein weiter fliegen ermöglichen, z.B als Testpilot bei Airbus oder Boeing oder Canadair etc. Oder als VIP Pilot für Scheichs oder Regierungsflugzeuge. Oder auch Freigabe bei z. b bei anderen Airlines weiter zu fliegen. So ein erfahrener LH Pilot hat doch einen enormen Marktwert mit seiner Erfahrung, oder?
Aber nein, Pilot will max. Auswahl Flexibilität: üppige Übergangsrente oder fliegen bis die Stewardess sein stilles Heilwasser in der Schnabeltasse ins Cockpit reicht. Lammfell bezogene Sitze hat er ja schon.
OK. Das war nur bildlich geschrieben und nur als Metapher zu verstehen. Korrekt, natürlich, fliegen bis zum gesetzlichen Rentenalter.
Ich verstehe das nicht. Was sollen denn jetzt diese Pilotenstreiks wegen diesen von der VC politisch verspielte Übergangsrente wieder? Das dient doch, denke ich, nur der Vermeidung eines Eingeständnis von einem riesen-großen Fehler vom VC.
Das ist so wie wenn ich nach Raunheim am FRA Airport ziehe und später vor Gericht gehe wegen Fluglärm.
Mein persönlicher Appell: Liebe VC, akzeptiert doch eure verfehlte Politik. Hört auf euren Holzweg auch noch zu asphaltieren.
Das in diesem Beitrag Geschriebene ist nur meine persönliche Meinung.