€ long oder short


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€ long oder short

5
04.09.06 11:50
  • US Zinsen werden konstant bleiben oder sinken
  • Euroland Zinsen werden voraussichtlich im Oktober angehoben
  • die US Wirtschaft schwächelt
  • die europäische Wirtschaft zeigt sich relativ robost
  • die US Immoblase droht zu platzen
  • die US Wirtschaft könnte in eine Rezession abgleiten
  • US Leistungsbilanzdefizit weiterhin extrem hoch
  • geringe US Sparquote

Sollte die US Wirtschaft in eine Rezession abgleiten kommt auch Euroland sowie der Rest der Welt nicht ungeschoren davon somit ergäbe sich nicht zwangsläufig ein positives Szenario für den Euro. Meine Herleitung oder Theorie lautet wie folgt.

US Wirtschaft wird durch den Zusammenbruch des Immomarktes in eine Rezession gleiten. Das weltwirschaftliche Wachstum verlangsamt sich eventuell gibt es sogar weltweit rezessive Tendenzen. Hierdurch bedingt würden Rohstoffe temporär stark an Wert verlieren. Da nun einmal alle Rohstoffe auf Dollarbasis gehandelt werden, bestünde keine Notwendigkeit mehr die exorbitanten Mengen an Dollar (Rohstoffhandelswährung) vorzuhalten. Dementsprechend würde jeder Handelsteilnehmer versuchen seine Dollarüberschüsse alternativ anzulegen. Ergo der Dollarkollaps steht vor der Türe.

Dieses Szenario wäre in den USA politisch gewünscht da so eine Deflation durch importierte Inflation vermieden werden kann.

Würde gerne Meinungen hören wie ihr die Wechselkursentwicklung einschätzt.

kurz- ,  mittel- und langfristig

Gruß

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Anti Lemming:

Für die USA

 
04.09.06 12:24
hätte ein starker Dollarverfall den Vorteil, "billig" die Schulden der Asiaten loszuwerden. Dort türmen sich die Milliarden-Papierberge, die produzierten Waren fließen in die USA, während USA immer frische Staatsanleihen nachdruckt.



BLICKEN WIR MAL IN DIE GESCHICHTE

Deutschland, 1923

Als die erste Regierung der Weimarer Republik unter den Reparationszahlungen aus dem 1. Weltkrieg, zahlbar in Goldmark, litt, hat sie kurzerhand eine Mega-Inflation durch Gelddrucken angeschoben, um so die lästigen Kredite aus den Kriegsanleihen loszuwerden (Investoren/Bürger/Keinbürger hatten die Anleihen vor/im Krieg als Geldanlage vom Staat gekauft.) Als ein Brot 1923 eine Billion Mark kostete, waren die Kriegsanleihen wertlos.

Mexiko, 1974 bis 1990

Ähnlich lief es in Mexiko. Nach der Ölkrise 1974 wollte USA von arabischen Ölimporten unabhängiger werden. Folglich lieh USA Mexiko 100 Milliarden Dollar für Bohrtürme im und am Golf von Mexiko. Die Pipelines führten in die USA. Das Geschäft schien prächtig: USA brachte das Geld, das Öl floß zwar ab, aber die Dollars kamen über die Ölverkäufe zurück - wie Sterntaler. Die Mexikaner glaubten, die Schulden so allmählich abzahlen zu können und irgendwann reich zu werden wie Saudiarabien. Doch es lief anders: Der Ölpreis brach nach den Rekordwerten um 1974 drastisch ein, und die Einnahmen, die Mexiko aus dem Ölverkauf generierte, reichten nicht aus, um die Schulden für die Anlagen zu bedienen. Also rettete sich Mexiko - wie 1923 die damalige deutsche Regierung - mit einer Mega-Inflation, die den mexikanischen Peso bis Ende der 1980-er Jahre um den Faktor TAUSEND! abwertete. Eine Coca Cola kostet in Mexiko 1975 einen Peso, 1988 1000 Pesos. Auf diese Weise wurde der mexikanische Mittelstand um seine gesamten Ersparnisse gebracht. Er zahlte die Zeche für die Gier und die Kurzsichtigkeit der (bestochenen) Regierenden.



Was hat das mit USA und dem Dollar zu tun? Wir haben wieder eine extreme Schieflage, bei der die Asiaten freundlicherweise die Taschen aufgehalten haben, die die Amerikaner mit Papiergeld füllten. Es wäre das erste Mal in der Geschichte, dass die schwächere Seite bei einem solchen Geschäft einen Gewinn macht. Folglich kommt nun die Abstrafung der Asiaten über die Dollarentwertung.

Ich schätze, dass der Dollar demnächst die 1,30 nach oben durchbricht. Um 1,50 (Tiefststand von 1995, umgerechnet) könnte er sich wieder fangen. Langfristig (3 bis 5 Jahre) wird er sich wieder bei 1,20 einpendeln - aber erst, nachdem die Asiaten ihre wertgeminderten Dollars "bestens" zu Tiefstkursen verkauft haben.
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cziffra:

Euro bleibt bei ruhigem Handel robust zum Dollar

2
04.09.06 12:38

DEVISEN/Euro bleibt bei ruhigem Handel robust zum Dollar
   FRANKFURT (Dow Jones)--In einem ruhigen Handel zeigt sich der Euro am
Montagmittag gegenüber dem Dollar unverändert robust. Der Greenback hatte am
Freitag kurzzeitig von positiv aufgenommenen US-Arbeitsmarktdaten profitiert,
war dann aber mit schwachen Zahlen vom US-Immobilienmarkt wieder zurückgefallen.
Angesichts des Feiertags "Labor Day" in den USA dürften die Umsätze am
Devisenmarkt vergleichsweise dünn bleiben, heißt es am Markt.
   Hohe Euro- und Sterling-Longpositionen, die seit Monaten im Markt
vorherrschen und sich zuletzt noch erhöht haben, konnten bisher schwere Verluste
des Dollar verhindern, erklärt ein Währungsanalyst. Der Euro habe entsprechend
den Sprung über 1,30 USD nicht geschafft. "Ungeachtet dessen sind die
Abwärtsrisiken für den Dollar deutlich. Die Zeichen für die
Wachstumsverlangsamung in den USA haben sich verdichtet und das Ende des US-
Zinszyklus' scheint gekommen", heißt es in einer Analyse der Commerzbank-
Währungsexpertin Antje Praefke.
   Technisch unterstützt sehen Marktteilnehmer den Euro weiter bei 1,2725 USD.
In den kommenden Tagen könnte damit zunächst weiterhin der Widerstand bei 1,29
USD im Blick stehen. Die für diese Woche angekündigten US-Konjunkturdaten
sollten ein uneinheitliches Bild skizzieren, erwarten Analysten. Sie rechnen
daher noch nicht mit einem nachhaltigen Sprung des Euro über das Niveau von 1,30
USD.
   Die Feinunze Gold notiert zum Vormittags-Fixing in London bei 626,75 USD
nach einem Nachmittags-Fixing bei 621,05 USD.
===
           Europa      Europa       New York
          (12.20)      (8.00)      (Späthandel)
EUR/USD    1,2860       1,2857         1,2832
USD/JPY    116,14       116,50         117,11
EUR/JPY    149,36       149,81         150,29
EUR/GBP    0,6750       0,6740         ---
EUR/CHF    1,5815       1,5794         ---
===
   DJG/thl/rso
®@
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Anti Lemming:

Weitere Gedanken zur Strategie

 
04.09.06 12:50
permanent:

Der Zeithorizont ist bei

 
04.09.06 13:06
jeder Anlage zu berücksichtigen. Hier liegt das Problem für den Spekulanten. Die Analyse von Anti Lemming aus Posting 2 ist logisch. Nun fehlt es an der Vorhersage der Zeitkomponente und die ist -fast- unmöglich.
Auch sollte man bei dem Beispiel erwähnen, Mexico verschuldete sich in US Dollar und war somit nicht Inhaber der Notenpresse dieser Devise. Die USA verschulden sich ebenfalls in US Dollar sind aber Inhaber der Notenpresse. Somit könnte die Asiaten tatsächlich am "Low End" sitzen da sie durch inflationierung ihrer Devisenreserven um ihren Lohn gebracht werden.

Gruß

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OnceHush:

These für kurzes Dollar-Peak

 
04.09.06 13:23
Ich möchte noch ein Gedankenspiel für einen kurzfristigen Dollaranstieg ergänzen: Ich könnte mir vorstellen, dass US-Anleger einen Teil ihres aus der Housing-ATM gewonnenen Free-Cashs nicht nur konsumiert, sondern auch im Euro-Raum angelegt haben.

Durch den wachsenden Hypotheken-Zinsdruck einerseits als auch durch fallende Börsen wäre es durchaus ein ökonomisches Verhalten, zuerst die Euro-Anlagen zu liquidieren und das Geld zurückzuholen (so geschehen bereits in anderen Drittlandwährungen), z.B. um damit lfd. Kredite zu verringern oder finanzielle Engpässe zu erleichtern.

Je nach Masse dieses Rückflusses (EUR wird gegen US$ verkauft) könnte es zu einem kurzen, nicht nachhaltigen Dollar-Peak kommen. Dies würde auch börsentechnisch Sinn machen, da es zu einer (kurzen) Verunsicherung der EUR-Bullen käme und die nervöseren Marktteilnehmer ihre EUR-Long Positionen glattstellen würden, bevor der Markt dann tatsächlich in die Dollar-Short Richtung geht.

OnceHush!
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Anti Lemming:

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04.09.06 13:48
In Mexiko warfen die Mexikaner die Geldpresse an, um Pesos zu drucken - was den Peso um den Faktor tausend entwertete. Die Gründe waren extern (Ölpreisverfall), die Lösung der Probleme erfolgte intern (Gelddrucken).

In Deutschland warfen ab 1920 die Deutschen die Geldpresse an, um Hundert-, Tausend-, usw. bis zu Billion-Mark-Scheine zu drucken - was die Mark um ein Viel-Millionenfaches entwertete. Die Gründe waren extern (Reparationszahlungen), die Lösung der Probleme erfolgt intern (Gelddrucken).

In beiden Fällen, in Deutschland wie in Mexiko, musste so der Mittelstand die Fehler der großen Politik ausbaden.



In USA ist die Situation etwas anders, weil hier Ausländern (Asiaten) geschadet wird, während Inländer entschuldet werden:

In USA warf/wirft Bush die Geldpresse an, indem er Staatsanleihen druckt. Die Gründe sind intern/extern (hohe Verschuldung bei den Asiaten, dazu gehören immer zwei Seiten). Die Lösung erfolgt intern durch die Dollarentwertung via Gelddrucken (wie in Deutschland und Mexiko). Die Leidtragenden sind in diesem alle ausländischen Dollar-Gläubiger.

GEMEINSAME PARALLELE

Probleme, egal ob intern oder extern, werden durch Gelddrucken gelöst. Die Leidtragenden sind immer jeweils die, die diesem Geld, als es noch Wert hatte, vertraut und es gespart hatten: Die deutschen Anleihekäufer im 1 WK; die Mexikaner, die für ihr Alter sparten; die Chinesen/Japaner, die jetzt die tollen Papier-Dollars - die Weltleitwährung - anhäufen.

FAZIT: Der Wert einer Währung ist ein Versprechen des herausgebenden Staates. Der Staat muss sich bemühen, den Wert dieser Währung stabil zu halten. Verschuldet er sich (stark), so gefährdet er dieses Versprechen (so geschehen in Deutschland, Mexiko, USA). Druckt er anschließend Geld, um die Schulden zu bezahlen, VERSÜNDIGT er sich an diesem Versprechen (so geschehen in Deutschland, Mexiko, tendenziell jetzt in USA).



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Wie sieht die Charttechnik

 
04.09.06 14:27
für das Währungspaar €/$ aktuell aus?

Gruß

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permanent:

Wo sind die Charttechniker? o. T.

 
04.09.06 15:52
Antworten
cziffra:

hier! o. T.

4
04.09.06 15:55
Antworten
permanent:

Wäre nett wenn du einen Chart mit kurzer

 
04.09.06 16:01
Kommentierung zum Währungspaar einstellen könntest.

Gruß

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cziffra:

Als erstes bekommt ihr die D.-RT Quotes: o. T.

4
04.09.06 16:10
(Verkleinert auf 78%) vergrößern
€ long oder short 55299
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cziffra:

Eur/D o. T.

4
04.09.06 16:16
(Verkleinert auf 66%) vergrößern
€ long oder short 55300
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cziffra:

E/D

4
04.09.06 16:31
Würde Long gehen wenn UpperBand durch steigende  U.Linie nach oben bricht!

SST pos. mit neutr. mag stimmt auf nächsten monate long.

Kurzfrisig für sept. neutr./positiv!

U. bei ,294 dann prozy. sign.! etc.

in welcher einheit wolltet ihr das paar anlysiert bekommen?


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gekauft

 
05.09.06 10:24
Kursdaten Optionsschein  ?€ long oder short 2770750 Börse Frankfurt: Realtime(05.09., 10:22:44)     Geld in EUR (50.000 Stk.):1,100 (-0,170 / -13,39%)     Brief in EUR (50.000 Stk.):1,130 (-0,170 / -13,08%)  Emittentenkurs:(05.09., 10:22:44)     Geld (in EUR):1,100  (-0,190 / -14,73%)     Brief (in EUR):1,130  (-0,190 / -14,39%€ long oder short 2770750 Realtime-Quote:(05.09., 10:22:44)     Geld in EUR (30.000 Stk.): 1,100  (-0,170 / -13,39%)     Brief in EUR (30.000 Stk.):1,130  (-0,170 / -13,08%)  Spread    Absolut:0,030     Homogenisiert:0,000     in % des Briefkurses:2,65% 
 Kursdaten Basiswert EUR/USD05.09., 10:23:27     in USD:1,2826 
 Stammdaten Optionsschein ? WKN / ISIN: CM8805 / DE000CM88052  Emittent: > Commerzbank  Basiswert: EUR/USD  Basispreis:1,280 USD  Bez.-Verh.:100,000  Fälligkeit:04.10.2006  Typ Call/Put: CALL  Typ Ausübung: Amerikanisch  Währungsgesichert: nein  Erster Handelstag: 06.07.2006  Letzter Handelstag: 29.09.2006  Börsenplätze: STU FRA 
  Kennzahlen  (Berechnung vom 05.09.2006 mit Geld EUR 1,100 / Brief EUR 1,130 [Emittentenkurs]) ?  € long oder short 2770750€ long oder short 2770750 Aufgeld0,89%  Aufgeld p.a.11,32%  Break-Even1,294  Ertragsgleichheit0,92%  Ertragsgleichheit p.a.11,67%  Hebel89,686  Innerer Wert0,210  Moneyness0,002  Parität0,210  Zeitwert0,905  Aufgeld p.a/Omega0,29%  Bewertungsniveau9,176  Delta0,433  Ertragsgleichheit p.a./Omega0,30%  Historische Volatilität 30 Tage6,48%  Historische Volatilität 250 Tage8,62%  Implizite Volatilität (Mittel)8,18%  Implizite Volatilität (Geld)8,05%  Implizite Volatilität (Brief)8,32%  Omega38,813  Prozentuales Wochentheta-11,24%  Theoretischer Wert1,021  Theta-0,125  Totalverlustwahrscheinlichkeit43,815  Vega0,110  Zeitwert-Move0,003  Hold-Break-Evenn.a.  Spread (abs.)0,030  Spread (homogen.)0,000  Spread (% des Brief.)2,65%  Spread-Move0,001  Transaktionskosten-Moven.a. 
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wäre heute günstiger gewesen

 
06.09.06 15:24
Kursdaten Optionsschein  ?
€ long oder short 2773756 Börse Frankfurt: Realtime(06.09., 15:23:02) 
    Geld in EUR (100.000 Stk.):0,900 (-0,110 / -10,89%
    Brief in EUR (100.000 Stk.):0,930 (-0,110 / -10,58%
 Emittentenkurs:(06.09., 15:23:02) 
    Geld (in EUR):0,900  (-0,150 / -14,29%
    Brief (in EUR):0,930  (-0,150 / -13,89%
€ long oder short 2773756 Realtime-Quote:(06.09., 15:23:02) 
    Geld in EUR (30.000 Stk.): 0,900  (-0,110 / -10,89%
    Brief in EUR (30.000 Stk.):0,930  (-0,110 / -10,58%
 Spread
    Absolut:0,030 
    Homogenisiert:0,000 
    in % des Briefkurses:2,80%
Antworten
Anti Lemming:

EUR/USD und Börsen

 
06.09.06 16:05
laufen immer noch synchron. Wenn durch die hohen Lohnstückkosten Zinsängste aufkommen, schadet das Aktien, stützt aber den Dollar, der dann einen Zinsvorteil zum Euro gewinnt.
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