anschläge!
Deutlich geringerer Transport-Umsatz
Die deutsche Transport- und Logistikbranche bekommt die Auswirkungen der Terroranschläge in den USA jetzt deutlich zu spüren. Das Transportaufkommen in Deutschland ist in den vergangenen vier Wochen um acht Prozent regelrecht eingebrochen. Impulse erhält die Branche derzeit nur über den wieder zunehmenden Trend in großen Unternehmen, Logistik-Aufgaben auszulagern. Jeder Konzern aus den Börsensegmenten Dax und MDax arbeite zurzeit an Outsourcing-Projekten, hieß es am Mittwoch auf dem Deutschen Logistik Kongress in Berlin.
"Der aktuelle Einbruch hängt aber nur zum Teil mit dem 11. September zusammen. Bereits davor befanden wir uns in einer wirtschaftlich schwierigen Lage", sagte Frank Straube, Vorstand der Bundesvereinigung Logistik. Zahlen dazu wurden nicht genannt. Frühere Prognosen gehen für das laufende Jahr von einem Branchenwachstum von knapp zwölf Prozent aus. Dabei sollen der Transportumsatz lediglich um gut fünf Prozent und die deutlich stärker wachsenden Erlöse aus dem Bereich Informationstechnologie für Logistik um 14 Prozent zulegen. In dem "von Informationen getriebenen Geschäft" sieht Straube die Zukunft der Branche.
Wohl vor dem Hintergrund des Krieges gegen den Terrorismus wird in der Branche eine starke Nachfrage nach Lagerkapazitäten beobachtet. Ob es sich dabei etwa um die gezielte Bevorratung von Arzneimitteln handelt, ist bislang nicht klar. Die Logistik-Branche profitiert aber auch von der derzeit schwachen Konjunktur. "Während die Unternehmen heute 27 Prozent ihrer Logistik-Aufgaben an Fremdfirmen vergeben, rechnen wir bis 2004 mit einem Anteil von 42 Prozent", sagte Straube. Über diesen Weg könnten die Firmen noch auf Jahre hinaus ihre Betriebskosten erheblich senken. Rund 800 Mrd. Euro gab die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr für Logistik aus, 60 Mrd. Euro davon in dem zukunftsträchtigen Informationsbereich.
Um von dem Trend zur Auslagerung stärker profitieren zu können, will sich die Bahn-Tochter DB Cargo AG mit 50 Prozent an der Kombi Verkehr KG beteiligen. "Wir werden keinen eigenen Vertrieb aufbauen, sondern uns über diesen Weg aktiv in den Wettbewerb einmischen", sagte Bernd Malmström, Vorstandsvorsitzender der DB Cargo in Berlin. Bei einem Umsatz von einer Mrd. DM im kombinierten Verkehr hat die Bahn nach Malmströms Aussage in diesem Geschäft "einen hohen dreistelligen Millionenbetrag verloren". Deshalb habe man sich bewusst von Streckenverbindungen und Kunden getrennt und Marktanteile abgeben. "Wir waren die einzigen, die bei diesem Geschäft Geld verloren haben. Damit ist jetzt Schluss", sagte Malmström. Politische Forderungen höherer Transportanteile für den Schienenverkehr werde man nur erfüllen, wenn sie sich für den Konzern rechneten. Malmström kündigte auch weitere personelle Veränderungen in der DB Cargo AG an.
Den "Deutschen Logistik Preis 2001" erhält der Arzneimittel-Zulieferer Andreae Noris Zahn AG. Das Unternehmen mit einem Marktanteil von 16 Prozent bei der Apothekenbelieferung in Deutschland habe mit dem Aufbau von Internet-Dienstleistungen neue Maßstäbe in der Branche gesetzt, hieß es zur Begründung. Der Preis wird jährlich von der Bundesvereinigung Logistik vergeben, im vergangenen Jahr an den Flughafen München.
Deutlich geringerer Transport-Umsatz
Die deutsche Transport- und Logistikbranche bekommt die Auswirkungen der Terroranschläge in den USA jetzt deutlich zu spüren. Das Transportaufkommen in Deutschland ist in den vergangenen vier Wochen um acht Prozent regelrecht eingebrochen. Impulse erhält die Branche derzeit nur über den wieder zunehmenden Trend in großen Unternehmen, Logistik-Aufgaben auszulagern. Jeder Konzern aus den Börsensegmenten Dax und MDax arbeite zurzeit an Outsourcing-Projekten, hieß es am Mittwoch auf dem Deutschen Logistik Kongress in Berlin.
"Der aktuelle Einbruch hängt aber nur zum Teil mit dem 11. September zusammen. Bereits davor befanden wir uns in einer wirtschaftlich schwierigen Lage", sagte Frank Straube, Vorstand der Bundesvereinigung Logistik. Zahlen dazu wurden nicht genannt. Frühere Prognosen gehen für das laufende Jahr von einem Branchenwachstum von knapp zwölf Prozent aus. Dabei sollen der Transportumsatz lediglich um gut fünf Prozent und die deutlich stärker wachsenden Erlöse aus dem Bereich Informationstechnologie für Logistik um 14 Prozent zulegen. In dem "von Informationen getriebenen Geschäft" sieht Straube die Zukunft der Branche.
Wohl vor dem Hintergrund des Krieges gegen den Terrorismus wird in der Branche eine starke Nachfrage nach Lagerkapazitäten beobachtet. Ob es sich dabei etwa um die gezielte Bevorratung von Arzneimitteln handelt, ist bislang nicht klar. Die Logistik-Branche profitiert aber auch von der derzeit schwachen Konjunktur. "Während die Unternehmen heute 27 Prozent ihrer Logistik-Aufgaben an Fremdfirmen vergeben, rechnen wir bis 2004 mit einem Anteil von 42 Prozent", sagte Straube. Über diesen Weg könnten die Firmen noch auf Jahre hinaus ihre Betriebskosten erheblich senken. Rund 800 Mrd. Euro gab die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr für Logistik aus, 60 Mrd. Euro davon in dem zukunftsträchtigen Informationsbereich.
Um von dem Trend zur Auslagerung stärker profitieren zu können, will sich die Bahn-Tochter DB Cargo AG mit 50 Prozent an der Kombi Verkehr KG beteiligen. "Wir werden keinen eigenen Vertrieb aufbauen, sondern uns über diesen Weg aktiv in den Wettbewerb einmischen", sagte Bernd Malmström, Vorstandsvorsitzender der DB Cargo in Berlin. Bei einem Umsatz von einer Mrd. DM im kombinierten Verkehr hat die Bahn nach Malmströms Aussage in diesem Geschäft "einen hohen dreistelligen Millionenbetrag verloren". Deshalb habe man sich bewusst von Streckenverbindungen und Kunden getrennt und Marktanteile abgeben. "Wir waren die einzigen, die bei diesem Geschäft Geld verloren haben. Damit ist jetzt Schluss", sagte Malmström. Politische Forderungen höherer Transportanteile für den Schienenverkehr werde man nur erfüllen, wenn sie sich für den Konzern rechneten. Malmström kündigte auch weitere personelle Veränderungen in der DB Cargo AG an.
Den "Deutschen Logistik Preis 2001" erhält der Arzneimittel-Zulieferer Andreae Noris Zahn AG. Das Unternehmen mit einem Marktanteil von 16 Prozent bei der Apothekenbelieferung in Deutschland habe mit dem Aufbau von Internet-Dienstleistungen neue Maßstäbe in der Branche gesetzt, hieß es zur Begründung. Der Preis wird jährlich von der Bundesvereinigung Logistik vergeben, im vergangenen Jahr an den Flughafen München.