Jetzt geht es in die Zielgerade, morgen sind wir schlauer. Im ersten Quartal 2013 haben sich die Preise für Module stabilisiert und sind sogar etwas gestiegen, das kann man vorab schon mal als eine gute Entwicklung beurteilen. Somit ist der jahrelange Preisverfall gestoppt.
Conergy muss den Umsatz in diesem Jahr steigern und wird operativ die Gewinnzone ansteuern. Der ungünstige Liefervertrag mit MEMC wurde gekündigt und Sparmaßnahmen fortgeführt. Die Fertigung in Frankfurt/Oder wurde gänzlich umgestellt, es werden dort keine Komponenten, wie Solarzellen und Wafer hergestellt sondern nur noch komplette aus Zulieferungen montiert. Ich denke mit dieser Maßnahme hat sich Conergy vom weltweiten Preisverfall abgesetzt. Wie schon mal geschrieben, Frankfurt/Oder ist mit seinen 300 Mitarbeitern voll ausgelastet und ist absolut wettbewerbsfähig. Früher haben dort doppelt so viele Mitarbeiter gearbeitet, auch hier wurden die Kosten spürbar reduziert.
Das Unternehmen fokussiert sich nun auf den Bau großer Solaranlagen, wobei Asien und Nordamerika die absoluten Favoriten sind. Im letzten Jahr wurde gerade mal ein viertel des Umsatzes in Deutschland erwirtschaftet, der Rest kam aus dem Ausland. Wiederholt schrieb das Unternehmen im letzten Jahr rote Zahlen, ein Umsatzrückgang von 37 Prozent auf 473.5 Mio. Euro ist schon eine Tiefststandleistung. Dazu kam noch der eklatante Preisverfall, so das am Ende ein Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) von sage und schreibe 84 Mio. Euro standen.
Nun im laufenden Jahr wird ein Umsatz von 650 bis 750 Mio. Euro angepeilt, dies ist auch ohne meinen angeborenen Optimismus zu schaffen. Das erste Quartal wird uns offerieren wohin die Reise geht. Ich denke, dass wir den ersten Quartalszahlen zuversichtlich entgegenschauen können. Die gemeldeten Mittel- und Großaufträge bilden dazu ein gutes Fundament.
Ich wünsche den Usern einen guten Handelsstart.
Wo Angst herrscht verkriecht sich die Vernunft.