GAM: Lichtblicke in Einschätzung des japanischen Marktes
Frankfurt - Nach Enttäuschungen in den vergangenen Jahren will Mike Bunker von Global Asset Managment (GAM), Berlin, derzeit einige Lichtblicke am japanischen Aktienmarkt ausmachen. Die Korrektur der falschen Erwartungen vom Jahresbeginn 2000 sei inzwischen abgeschlossen, die Enttäuschung also in den Aktienkursen eingepreist, erklärte Bunker auf einer Veranstaltung am Montag in Wien. Ein
ernsthaftes Problem ist seiner Einschätzung nach jedoch die nach unten führende Deflationsspirale, da die Konsumnachfrage in Japan weiter hin schwach bleibe.
Die Spirale werde auch von der alternden Bevölkerung angetrieben, die zwar über beträchtliche finanzielle Rücklagen verfüge, wegen unsicherer Zukunftsaussichten
aber nur wenig davon für den Konsum ausgebe. Von Vorteil bei der Aktienauswahl, die GAM in Japan vornimmt, sei allerdings die Währungsentwicklung, bei der Bunker auch weiter von einem schwachen Yen ausgehe. Auch die neuen Regierung setze
positive Signale. Das Bankwesen sei nach wie vor eines der zentralen Probleme in Japan, doch hätten sich die Banken der Entflechtung ihres Beteiligungsbesitzes gestellt.
Mit der Regierung gebe es inzwischen Gespräche über die Einrichtung von Regierungsfonds, damit Kapital an die Banken zurückfließe. Diese Anteile, mit denen laut Premier Koizumi nicht vor Ende September zu rechnen ist, werden als Überhang
im Markt bleiben, erwartet Bunker. Die japanische Regierung werde die Aktien vermutlich so schnell wie möglich an andere Investoren weiterreichen, begründet der Fondsmanager. Ein radikaler Wandel sei aber ohne vorherige hohe Arbeitslosenzahlen und Unternehmenszusammenbrüche nicht möglich, glaubt Bunker.
Doch mit dem Ende des US-Konjunkturabschwungs würden auch japanische Unternehmen wieder attraktiver bewertet werden, denn die Mehrzahl schlechter Nachrichten seien bereits in den Kursen verarbeitet. Bunker rechnet mit einer Erholung der US-Wirtschaft am Ende diesen Jahres oder im ersten Quartal 2002. +++
Simone Apel
vwd/12/5.6.2001/sap/sam
Frankfurt - Nach Enttäuschungen in den vergangenen Jahren will Mike Bunker von Global Asset Managment (GAM), Berlin, derzeit einige Lichtblicke am japanischen Aktienmarkt ausmachen. Die Korrektur der falschen Erwartungen vom Jahresbeginn 2000 sei inzwischen abgeschlossen, die Enttäuschung also in den Aktienkursen eingepreist, erklärte Bunker auf einer Veranstaltung am Montag in Wien. Ein
ernsthaftes Problem ist seiner Einschätzung nach jedoch die nach unten führende Deflationsspirale, da die Konsumnachfrage in Japan weiter hin schwach bleibe.
Die Spirale werde auch von der alternden Bevölkerung angetrieben, die zwar über beträchtliche finanzielle Rücklagen verfüge, wegen unsicherer Zukunftsaussichten
aber nur wenig davon für den Konsum ausgebe. Von Vorteil bei der Aktienauswahl, die GAM in Japan vornimmt, sei allerdings die Währungsentwicklung, bei der Bunker auch weiter von einem schwachen Yen ausgehe. Auch die neuen Regierung setze
positive Signale. Das Bankwesen sei nach wie vor eines der zentralen Probleme in Japan, doch hätten sich die Banken der Entflechtung ihres Beteiligungsbesitzes gestellt.
Mit der Regierung gebe es inzwischen Gespräche über die Einrichtung von Regierungsfonds, damit Kapital an die Banken zurückfließe. Diese Anteile, mit denen laut Premier Koizumi nicht vor Ende September zu rechnen ist, werden als Überhang
im Markt bleiben, erwartet Bunker. Die japanische Regierung werde die Aktien vermutlich so schnell wie möglich an andere Investoren weiterreichen, begründet der Fondsmanager. Ein radikaler Wandel sei aber ohne vorherige hohe Arbeitslosenzahlen und Unternehmenszusammenbrüche nicht möglich, glaubt Bunker.
Doch mit dem Ende des US-Konjunkturabschwungs würden auch japanische Unternehmen wieder attraktiver bewertet werden, denn die Mehrzahl schlechter Nachrichten seien bereits in den Kursen verarbeitet. Bunker rechnet mit einer Erholung der US-Wirtschaft am Ende diesen Jahres oder im ersten Quartal 2002. +++
Simone Apel
vwd/12/5.6.2001/sap/sam