Krieg? Nicht ohne Deutschland!!!


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zit1:

Krieg? Nicht ohne Deutschland!!!

 
07.11.01 21:03
Krieg? Nicht ohne Deutschland!!!
von Nackte Elfe
Das World Trade Center fiel in sich zusammen und ein bisschen später stand ein gewisser Gerhard Schröder im Bundestag und bekundet die uneingeschränkte und er betont die uneingeschränkte Solidarität des gesamten deutschen Volkes zu den Amerikanern.
Gäbe es in Deutschland eine intellektuelle Minderheit würde sie sich sicherlich fragen: "Warum eigentlich? Haben sich die Amerikaner nicht selber darein geritten? Können uns die imperialistischen, kapitalistischen Amis nicht am Arsch vorbeigehen?"

Die Lösung ist ganz einfach: Wir sind geil auf Krieg.

Und ich meine damit nicht so geil wie du vielleicht auf die scharfe Blonde von schräg gegenüber bist, sondern so richtig geil. Also wenn du meinst, es wäre eventuell so ein Gefühl als wenn dir gleich die Eier explodieren, bist du zwar auf dem richtigen Weg aber soweit von der echten Geilheit entfernt wie zum Beispiel ein amerikanischer Präsident vom Kollateralschaden in Afghanistan. Um das nicht weiter Ausarten zu lassen sagen wir einfach, wir sind unendlich wahnsinnig geil auf Krieg.

Das die Deutschen einem guten Gemetzel nie abgeneigt waren ist ja bekannt und wenn gerade keine Krieg da war, dann haben wir eben selber einen angefangen. Wir kennen uns damit aus, wir sind vom Fach.

Bundeskanzler Schröder hat als guter vaterlandstreuer Politiker natürlich sofort die Gunst der Stunde erkannt und klar gemacht, dass wenn unsere amerikanischen Brüder ein paar Leute abmetzeln wollen, wir dabei sein müssen. Besonders als Spezialist für Angriffskrieg und Genozid gibt es keinen außer uns, der dem Krieg noch den richtigen, finalen Kick geben könnte – Wir haben immerhin dafür gesorgt das auch in englischen Wörterbüchern der Eintrag "Blitzkrieg" zu finden ist.

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Gehard Schröder - Für eine aktive Rolle im Krieg

Nur einen Entschuldigung mitzumachen fehlt uns leider noch, und das ist auch der Grund warum Schröder die ganze Zeit uneingeschränkte, und er betont nochmals uneingeschränkte Solidarität mit den Amerikanern fordert: Wir haben noch keine eigenen ordentlichen Opfer (bis auf ein paar Deutsche die zufällig auch im World Trade Center waren, aber die haben die Amis heimlich auf ihr eigenes Punktekonto gesetzt) deshalb soll die uneingeschränkte, und der Kanzler betont schon wieder uneingeschränkte, Solidarität reichen, um schon mal dabei sein zu dürfen, bis wir endlich unsere eigenen Toten haben.

Selbst der letzte PDS-Wähler wusste spätestens nach der, schon jetzt historischen, Rede von George W. Bush vor dem Amerikanischen Kongress, dass jetzt in Amerika jemand an der Macht ist, der endlich noch mal bereit ist die Armee auch richtig einzusetzen. Besonders bestimmte Fragmente müssen Parallelen zu deutschen Politikgrößen erkennen lassen.

Zur Erinnerung ein kleiner Ausschnitt der Rede: "Die Afghanen behaupten das amerikanische Volk wehrt sich gegen die totalen Kriegsmaßnahmen der Regierung. (Empörte Aufrufe der Kongressmitglieder)Es will nicht den totalen Krieg, sagen die Afghanen, sondern die Kapitulation! (Wütende Schreie: "Niemals!") Ich frage euch: Wollt ihr den totalen Krieg? Wenn nötig totaler und radikaler als wir ihn uns jetzt überhaupt vorstellen können? (Kongress: "Ja")"

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Deutsche Soldaten
Bekannt aus Weltkrieg 1 und dem Blockbuster Weltkrieg 2

Jetzt wusste auch der deutsche Soldat: Jetzt geht's wieder los! Kein langweiliges Kartenspielen mehr oder noch schlimmer Waffen einsammeln. Nein! Endlich wieder Töten. Reichskriegsmi… äh… Verteidigungsminister Scharping konnte noch ein wenig Geld für die Wehrm… äh… Bundeswehr rausschlagen damit sich die Soldaten noch ein wenig mit Einkaufen die Zeit vertreiben können bis es endlich losgeht. Aber das wird sie nicht lange ruhig halten - Gierig nach Blut, mit feuchten Händen, sitzt die Armee startbereit in ihren Kasernen.
Wir müssen auf jeden Fall dabei sein bevor uns die US-Army (Motto: Join the Army, travel the world, meet interesting people and kill them) die ganzen Opfer wegnimmt.

Da wir, bis jetzt, nicht Afghanistan mitmachen können, so wollen wir doch wenigstens zu Hause ein bisschen Spaß haben. Stichwort: Innere Sicherheit: Moderatere Stimmen meinen es würde für den Anfang reichen, wenn wir sämtliche potentiellen Terroristen irgendwie Zwangskennzeichnen lassen. Zum Beispiel mit einem gelben Stern oder einem Osama bin Laden-Bild zum Aufnähen auf die Kleidung.
Aber das geht den meisten nicht weit genug: Da natürlich nur Araber Terroristen seien können, haben deshalb viele die Hoffnung, die seit circa 60 Jahren stillgelegten Ferienlager, für Minderheiten in zum Beispiel Ravensbrück oder Dachau endlich wieder in Betrieb nehmen zu können.
Erschießungen sollen derzeit auch wieder recht oft gefordert werden. Vor allem gefragt wird nach der GSG9, der guten alten Lehrmeisterin im Gebiet des Terroristen hinrichten.

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Trendsetter in Sachen Terrorismus  

Bleibt die Frage: Was tun?
In war es, zum Beispiel, ein paar Flugzeuge in ein Hochhaus stürzen zu lassen, aber diesen Trend hat die Bundesregierung leider verschlafen. Wir würden uns international lächerlich machen, wenn wir jetzt erst nachziehen würden. Schon da unsere winzigen Hochhäuser bei weitem nicht genügend designierte Leichen fassen um uns international profilieren zu können.

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Schicke grüne Anzüge, bald im Fachhandel für jeden zu erwerben?

Doch es gibt Hoffnung: Die neue Mode aus Amerika heißt Milzbrand. Bisher verteilen zwar nur Trittbrettfahrer die ominösen Briefe, aber diese verehrungswürdigen Patrioten bereiten das Land schon mal auf den Ernstfall vor und steigern nebenbei noch den Kurs der guten, deutschen Bayeraktie. Ein Hoch auf unsere Helden! Es bleibt nur die Hoffnung, dass endlich auch wir das Ziel eines zünftigen Milzbrandangriffs werden.

Jetzt gilt es erstmal zusammenhalten!
Jeder kann was für den Krieg tun, auch hier an der Heimatfront:

- Denunzieren sie ihren arabischen Nachbarn!
- Kaufen sie nur noch bei Deutschen!
- Verbrennen sie nichtwestliche Literatur!
- Werden sie Reservist!
- Sprayen sie "Tötet Osama bin Laden" an alle Häuserwände in der Nachbarschaft
- Zünden sie eine Moschee an!

Gemeinsam für einen Krieg mit deutscher Beteiligung!

Wir werden es schaffen.  
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unknown777:

findest du dich witzig ? o.T.

 
07.11.01 21:05
Antworten
calexa:

Satire kann man auch übertreiben...:-(((( o.T.

 
07.11.01 21:09
Antworten
Levke:

ironisch dargestellte Wahrheit !

 
07.11.01 21:09
Hey unknown - findest Du nicht, daß man darüber
schmunzeln kann ?
Antworten
zit1:

Ganz im Gegenteil, ich finde das sehr traurig! o.T.

 
07.11.01 21:09
Antworten
unknown777:

darüber schmunzeln ? nein - nun wirklich nicht!

 
07.11.01 21:13
absolut unreif! Den 2. Weltkrieg als Blockbuster zu bezeichnen und den hijacker als Trendsetter zeigt von sprengt den rahmen einer guten satire deutlich ...
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DarkKnight:

Haja, am deutschen Wesen soll die Welt genesen

 
07.11.01 21:21
und wenn die Deutschen (und das sage ich durch meine Brille eines Halbausländers, und aufgrund einer europaweiten Erfahrung mit Mitarbeitern) etwas wirklich können, was sonst keiner kann, dann sind das: Planung und konsequente Umsetzung.

Es gibt wenige Länder auf dieser Welt, die überhaupt Waffen produzieren können, Dtld. gehört dazu. Im Maschinenbau sind die Deutschen unerreicht, ebenso wie in der totalen Verschilderung von Straßen oder der Gesetzgebungslawine.

Ich glaube einfach, Schröder will einfach mal die Qualität dessen testen, wofür man fast 50 Jahre Geld ausgegeben hat (Bundeswehr) und natürlich die Folgekosten durch Teilnahme reduzieren.

Immerhin gibt es noch Prioritäten hier: zuerst kommt das Geld, dann die Freundschaft.
Antworten
DarkKnight:

Die Taliban sind sowieso nur mit "Handfestem"

 
07.11.01 21:26
erfolgreich zu unterminieren:

de.news.yahoo.com/011107/71/2ao4s.html
Antworten
hjw2:

Der Ernstfall

 
07.11.01 21:36
07.11.2001    17:16
 
SZ-Leitartikel
 
Der Ernstfall
 
Von Heribert Prantl

     

   (SZ vom 08.11.2001) Manchmal muss man dem Krieg ein bisschen auf die Sprünge helfen: Bismarck hat das im Juli 1870 gemacht, Schröder macht das im November 2001. Bismarck verschärfte damals ein diplomatisches Telegramm aus Bad Ems und gab dann die frisierte Fassung an die Presse weiter: Die Sätze des preußischen Königs über ein Treffen mit dem französischen Botschafter klangen jetzt viel schneidender, als sie in Wirklichkeit gewesen waren – und wie vorausberechnet steigerte sich in Frankreich die Erregung darüber bis zur Kriegserklärung gegen Deutschland. So begann der von Bismarck ersehnte deutsch-französische Krieg von 1870/71.

Im Jahr 2001 präsentiert wieder ein Kanzler der Presse eine verschärfte Fassung einer diplomatischen Note: Der Kanzler redet von konkreten Truppenanforderungen der USA, die es aber nicht gibt. Er macht also aus einem deutschen Truppenangebot eine amerikanische Anforderung – um so den Zustimmungsdruck in Deutschland zu erhöhen. Schröder leidet an dem, was die Juristen „überschießende Innentendenz“ nennen: Er steigert die von ihm ohnehin propagierte „uneingeschränkte Solidarität“ zu einer übereifrig-begierigen Solidarität des Endlich-Dabei-Sein-Wollens. Aus dem Bündnisfall wird eine europäische Wichtelparade, bei der Schröder zusammen mit Blair vornweg marschieren möchte. Dies also ist nun der deutsche Einstieg in einen Krieg, der mit weltweiter Zustimmung begann und der mit jeder Tonne Bomben umstrittener wird.

Es ist ein schlechter Einstieg in einen immer schlechteren Krieg. Dieser Krieg ist nämlich nicht mehr nur ein Krieg zur Bestrafung von bin Laden und seinen verbrecherischen Genossen, nicht mehr nur ein Krieg zur Zerstörung terroristischer Strukturen - er ist ein Krieg auch zur Unterstützung der dubiosen Nordallianz in Afghanistan, die kaum etwas anderes ist als ein Konglomerat von Räuberbanden. Deutschland befindet sich damit unter anderem an der Seite eines „sadistischen Monsters“ (Newsweek) wie des Generals Dostum. Deutschland nimmt Teil an einem Bombenkrieg, der sich als untaugliches Mittel zur Bekämpfung des Terrorismus herausstellt und der mit Flächenbombardements und den völkerrrechtlich geächteten Streubomben immer mehr zivile Opfer in Kauf nimmt. Gleichwohl: Es gibt ein UN-Mandat für diesen Krieg und es gibt die Nato-Bündnispflichten der Deutschen. Diese Pflichten verpflichten aber nicht dazu, alles mitzumachen. Die Nato mit den USA an der Spitze ist nicht die Lehenspyramide der Moderne, und die Bündnispflicht ist die Pflicht zur Solidarität, nicht zum Vasallentum. Europa hat den USA viel zu verdanken; das verpflichtet – zu mehr als zum Ja-und-Amen-Sagen und der Hoffnung darauf, dass man, wenn man mitmacht, auch mitreden darf.

Der Krieg begann als Notwehr. Es ist ein Notwehrexzess daraus geworden. Das ist der Ernstfall – auch für die rot-grüne Koalition. Die uneingeschränkte Solidarität, die der Bundeskanzler den Amerikanern versprochen hat, verlangt Schröder nun auch von seiner Koalition – von seiner SPD- Fraktion und von der Fraktion seines grünen Koalitionspartners. Uneingeschränkt wird er sie, vielleicht, von der SPD bekommen, weil Schröder die Entscheidung für den Krieg zu einer Vertrauensabstimmung für sich selber macht: Die Zustimmung der SPD zum Krieg wird zur Conditio sine qua non für seine erneute Kanzlerkandidatur. Bei den Grünen wird das nicht fruchten. Ihre uneingeschränkte Zustimmung im Bundestag zum gestern vorgelegten Kriegsantrag wird nicht zu haben sein.
Der Kriegsantrag: Der Bundestag soll der Regierung eine zwölfmonatige militärische Generalvollmacht für ein Einsatzgebiet geben, das den halben Globus umfasst. Der Beschluss verleiht dem Verteidigungsminister (im Einvernehmen mit dem Außenminister) umfassende militärische Einsatzgewalt. Im alten Rom nannte man eine solche Ermächtigung senatus consultum ultimum. Konsuln mit solchen Vollmachten mussten danach umfassend haften, auch mit dem Privatvermögen. Bisweilen wurden sie auch aus Rom vertrieben. Die Vertreibung von heute nennt sich Bundestagswahl.

Schröder scheint zu ahnen, dass er die Kanzlermehrheit nicht erreichen wird. Er hat aber die „uneingeschränkte Solidarität“ so hoch gehängt, dass er dann konsequenterweise den Grünen den Stuhl vor die Tür stellen müsste. Das will er anscheinend nicht tun, weil er, wie man hört, sich mit der normalen Parlamentsmehrheit zufrieden gibt – zu der ihm die Union verhelfen wird. Und so wird es mit einiger Wahrscheinlichkeit auch weiterhin die rot-grüne Koalition geben, die es dann eigentlich nicht mehr geben dürfte. Joschka Fischer wird auf dem Grünen-Parteitag eine fulminante Rede halten und einen Teil der Delegierten davon überzeugen, dass der deutsche Kriegseintritt den Einmarsch der Amerikaner in den Irak verhindert habe. Anschließend werden noch mehr Mitglieder aus der grünen Partei austreten als nach dem Kosovo-Parteitag. Aber das wird nicht mehr viel ausmachen, weil die Grünen nach den Bundestagswahlen eh keine Rolle mehr spielen werden.

Aus dem Schlamassel in Afghanistan wird in spätestens einem Jahr eine andere Koalition die deutschen Soldaten befreien müssen.

Antworten
unknown777:

hjw - fein dass du wieder etwas zu sagen hast ; )

 
07.11.01 21:51
die letzten postings von dir waren etwas kurz geraten .... *g*

       Der Ernstfall  07.11.01 21:36  
       na gut.. Flens gibts da nicht..*g* o.T.  07.11.01 21:27  
       nee...blinder Hesse.. o.T.  07.11.01 21:14  
       Arbeiter..da ist ja nicht weit nach Rügen..*g* o.T.  07.11.01 19:27  
       wer war auf der Consors- Roadshow ?  07.11.01 19:14  
       sorry..Blohm& Voss o.T.  07.11.01 11:29  
       @estrich..Bloom&Voss..Schiffe..?? o.T.  07.11.01 11:27  
       haben die auch ne website..?? o.T.  07.11.01 10:41  
       nee schon alles gesagt... o.T.  07.11.01 10:33  
       grün für FMF..wenn ich könnte o.T.  07.11.01 10:29  
Antworten
Bronco:

Schon FAST gut, der SZ-Artikel,

 
07.11.01 21:55
nur ist es heuchlerisch, so zu tun, als habe der Krieg jetzt erst diese WENDUNG genommen. Von Anfang an war unmißverständlich klar, was da geplant war und nun ausgeführt wird. Und es ist auch vorab klar, welche Rolle die Nordallianz bei der ganzen Aktion spielt:
So nach und nach werden wohl die Schweinereien ans Tageslicht kommen, die bei "Strafexpeditionen" gegen "Partisanen" (heute sagt man Terroristen) Tradition sind und wie sie auch von US-Amerika immer gepflegt wurden. Dann ist es wichtig, diese immer auf die "Räuberbande" Nordallianz schieben zu können. Deshalb und nur deshalb werden größere Aktionen nur im Zusammenhang mit dieser Nordallianz stattfinden. Deshalb und nur deshalb war es von Anfang an notwendig immer und überall herauszustellen, daß sie ihre Bewaffnung von den (bösen) Russen bezogen haben. Und deshalb muß schon mal vorbereitet werden, wie schrecklich leid einem der Irrtum tun wird, daß man gehofft habe mit Hilfe der Nordallianz eine multiethnische neue Regierung in Afghanistan zu errichten. - Und es ist wichtig, möglichst viele "Verbündete" in den Krieg mit einzubeziehen - nicht weil die USA deren lächerliche Bewaffnung oder deren Hanswursten als militärische Unterstützung benötigen würden (im Gegenteil, die werden nur im Weg stehen), sondern weil es möglichst viele Mittäter geben muß, die auch Dreck am Stecken haben, damit die Medien unter Kontrolle bleiben.
Warum hat wohl jeder der US- und NATO-Kriege der letzten 10 Jahre an einem Wochenende begonnen ? - Weil man da jeweils die gesamte Bevölkerung am Bildschirm sitzen hatte und als Angreifer das Informationsmonopol voll ausnutzen konnte. Einfache Devise: Am Anfang, wo es nur ein "Video-Spiel" ist, die Leute mit "Informationen" so voll pumpen, daß sie ihnen zu den Ohren rauskommt, dann hört später keiner mehr hin, wenn zwangsläufig auch die dreckige Seite der Aktion und die wahren Hintergründe ans Tageslicht kommen.
Antworten
mod:

@hjw

 
07.11.01 21:56
"Aus dem Schlamassel in Afghanistan wird in spätestens einem Jahr eine andere Koalition die deutschen Soldaten befreien müssen." (Originalton "hjw")


Natürlich nur die tollen Leute, die mit ihrer Vorgängerpartei,
der SED,
den fortschrittlichen Teil Deutschlands über 40 Jahre hinweg so furchtbar erfolgreich geführt haben:

Der PDS
Antworten
hjw2:

@mod..

 
07.11.01 22:03
als Jurist sagt dir die Conditio sine qua non natürlich was..
Antworten
Cephalon:

An mod: die PDS interessiert niemanden in einem

 
07.11.01 22:15
Bundestagswahlkampf.

Gelb-Rot wird denn dann wohl die neue Farbe sein.

Herr Prantl hat die Rolle der Taliban in Afghanistan als "sadistisches Monster" etwas aus dem Auge verloren. Als ehemaliger Richter und Staatsanwalt in Bayern sollte das eigentlich nicht passieren. Schmunzel.

Zitat:
"Der Journalist Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung ist in Berlin mit dem »Kurt Tucholsky-Preis für literarische Publizistik« 1996 ausgezeichnet worden. In seinen sprachlich prägnanten Kommentaren verteidige er »die Grundrechte des Individuums gegen die zunehmenden Machtansprüche des Staates, geißelt Fehlentwicklungen in unserer Demokratie und klagt liberale und aufklärerische Traditionen ein. Ohne Rücksicht auf parteipolitische Interessen beharrt Prantl im Sinne tucholskyscher Eindeutigkeit auf der Einhaltung der in der Verfassung verankerten Rechte« (usw, usw, usw.)"

Mehr braucht man dazu wohl nicht zu sagen.



Antworten
DarkKnight:

Piedras y palabras sueltas no tienen vueltas

 
07.11.01 22:19
Vielleicht hat der Gerd einfach nur verbal übers Ziel hinausgeschossen am 11.9. und kann nu nich mehr zurück, diese alte Mediennutte. Was soll's, dann schicken wir eben Soldaten.
Antworten
hjw2:

Reklamiere für den Gerd

 
07.11.01 22:22
..actio libera in causa..hehe
Antworten
schmuggler:

wie gut, dass ich ausgemustert wurde! o.T.

 
07.11.01 22:23
Antworten
Kopi:

Fischer droht Grünen mit Rücktritt

 
07.11.01 22:26
Im Streit über die Zustimmung zum Bundeswehr-Einsatz im Afghanistan-Konflikt hat Außenminister Joschka Fischer (Grüne) in der Bundestagsfraktion der Grünen indirekt die Vertrauensfrage gestellt. Fischer machte nach Angaben von Teilnehmern deutlich, dass die rot-grüne Koalition auf dem Spiel stehe. Schließlich kam es zum Eklat: Fischer habe mit seinem Rücktritt gedroht und nach einem heftigen Wortwechsel die Sondersitzung der Fraktion verlassen.

rtr/ddp/dpa BERLIN. In der Debatte am Mittwochabend sei deutlich geworden, dass eine unerwartet große Minderheit von etwa 15 der insgesamt 47 Abgeordneten der von der Regierung beantragten Bereitstellung von bis zu 3 900 Soldaten möglicherweise nicht zustimmen könnte, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Der Streit habe sich zugespitzt in der Äußerung von Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer als einer der Gegnerinnen, dass sie zu Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nur begrenztes Vertrauen habe.

Als Reaktion auf Vollmers Worte habe der Außenminister erklärt, man müsse sich klar machen, was eine Ablehnung des Bundeswehreinsatzes durch eine große Minderheit in seiner Fraktion bedeute, berichteten Teilnehmer. Die Grünen müssten dann beim Bundeskanzler vorstellig werden und ihm mitteilen, dass sie nicht zustimmen könnten. Fischer habe hinzugefügt, dass er nicht an seinem Sessel als Außenminister klebe. Von einigen Anwesenden wurde das offenbar als eine Art Rücktrittsdrohung oder Vertrauensfrage verstanden. Andere wiesen darauf hin, dass der Außenminister bei kontroversen Debatten in der Vergangenheit schon mehrfach gesagt hatte, er hänge nicht an seiner Position. Er habe weiter gesagt, dass er nicht zu einer anderen Partei gehen werde. Die Gegner des Bundeswehreinsatzes müssten aber wissen, dass dies eine andere Bundesregierung bedeuten würde.

Fraktionschefin Müller will von einem "Knall" nichts wissen

Die Fraktion brach ihre Beratungen am Abend ab. Fraktionschefin Kerstin Müller sagte, die Diskussion werde voraussichtlich am Donnerstag fortgesetzt. Ursprünglich war die nächste Fraktionssitzung erst für Dienstag nächster Woche geplant. Dann erst soll auch über den Antragstext der Bundesregierung abgestimmt werden. Auf die Frage, ob es in der Fraktion geknallt habe, wie von Teilnehmern berichtet, antwortete Müller: "Das ist nicht mein Eindruck. Ich weise das zurück." Die sehr intensive Diskussion sei nicht heftiger gewesen als frühere Debatten.

Ex-Gesundheitsministerin Andrea Fischer sagte: "Alle Grünen- Abgeordneten wissen, dass ihre Entscheidung eine Rolle spielt für die Zusammenarbeit in der Regierung." Im Fernsehsender n-tv prophezeite sie den Bruch der rot-grünen Koalition, falls ihre Partei die Bereitstellung deutscher Soldaten ablehne. Die Verteidigungsexpertin Angelika Beer sagte im ZDF, sei erwarte noch politische Klarstellungen zum Antrag der Regierung, gehe aber von einer Mehrheit in ihrer Fraktion für die Bereitstellung aus.

In der Debatte hatten sich nicht nur die vier Abgeordneten kritisch zu Wort gemeldet, die ihre Ablehnung eines Bundeswehreinsatzes bereits öffentlich angekündigt haben. Hans- Christian Ströbele, Annelie Buntenbach, Christian Simmert und Winfried Hermann sind wie schon bei früheren Beschlüssen aus grundsätzlichen Erwägungen gegen militärische Aktionen.

Kritik an Antragstext auch von Befürwortern des Mazedonien-Einsatzes

Der Antragstext wurde am Mittwoch auch von einer Reihe von Abgeordneten kritisiert, die dem Mazedonien-Einsatz von Bundeswehrsoldaten noch vorbehaltlos zugestimmt hatten. Der Innenexperte Volker Beck verlangte beispielsweise mehr Klarheit über die Ziele und Strategie der US-Bombardements in Afghanistan. Auch müsse geklärt werden, wie die Zahl der Zivilopfer verringert werden könne. Andere Abgeordnete kritisierten die Formulierung der Einsatzorte (Arabische Halbinsel, Mittel- und Zentralasien, Nord-Ost- Afrika und angrenzende Seegebiete). Fischer erklärte die weiträumige Angabe mit dem etwaigen Einsatz von Spezialkräften zur Ergreifung von Tätern.

Ströbele äußerte Zweifel daran, ob die USA zutreffend informiere. "Da ist viel Lug und Trug und Propaganda dabei." Er glaube auch nicht, dass es nicht zu Bodeneinsätzen der Bundeswehr komme. Der Fraktionsvorsitzende Rezzo Schlauch sagte, die teils heftige Ablehnung von deutscher Beteiligung an Militäreinsätzen in Grünen- Landesverbänden sei in die Diskussion einbezogen worden. Es gebe allerdings in dieser Frage "verschiedene Verantwortungsebenen", beispielsweise die Verantwortung für die Partei und die für das Land.

Antworten
DarkKnight:

@schmuddler: der Befund für Deine Ausmusterung

 
07.11.01 22:33
würde mich WIRKLICH interessieren ???
Antworten
schmuggler:

Schwule nehmen die nicht o.T.

 
07.11.01 22:36
Antworten
hjw2:

nehmen die wohl.. o.T.

 
07.11.01 22:45
Antworten
schmuggler:

Hans!!!! o.T.

 
07.11.01 22:46
Antworten
Reila:

@hjw: Bismarck und Schröder und die Süddeutsche

 
07.11.01 22:57
Na, ich weiß ja nicht, was der Vergleich in der Zeitung sollte. Irgendwie ist mir erinnerlich, daß dieser Bismarck eine gestaltende Persönlichkeit der Geschichte war. Er hatte Visionen und das Geschick und die Kraft, sie umzusetzen. Immerhin hat er es mit vorausschauender Politik geschafft, aus dem deutschen Flickenteppich ein Reich zu schaffen. Er hat alle deutschen Fürsten nach Versailles bugsiert (der Bayernkönig mußte ja mahr oder weniger hingetragen werden) und die Reichsgründung bewerkstelligt. Natürlich war das an dem Ort eine grobe Gehässigkeit gegen Frankreich aber insgesamt ein großer Fortschritt für Deutschland. Dafür kann man ihm auch nachsehen, daß er sich den Sachsenwald unter den Nagel gerissen hat.
Ich weiß nicht, ob er seinerzeit die Sozialistengesetze eingeführt hat, weil er einen Albtraum von Schröder hatte. Aber man darf den heutigen Kanzler ruhig mal fragen, welche Visionen er verwirklichen will. Jetzt haben wir bereits deutsche Soldaten auf dem Balkan, ohne ein Ende zu sehen. Dazu bemerkte schon Bismarck seinerzeit sinngemäß, daß diese Gegend nicht den Hintern eines einzigen deutschen Landsers wert wäre. Und nun geht's vermutlich mit 3.900 Mann als Juniorpartnerleinchen dahin, wo die ruhmreiche Sowjetarmee ihr Vietnam erlebte. Leider kann man Bismarck nicht mehr um Rat fragen.

R.
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Kicky:

"Unser Einfluss ist größer als null"

 
07.11.01 23:03
"Unser Einfluss ist größer als null"
Damir Fras

BERLIN, 7. November. Die Bundesregierung wird trotz eines möglichen Einsatzes der Bundeswehr nur wenig Einfluss auf den künftigen Kurs des Anti-Terror-Kampfes haben. Nach Ansicht von Sicherheitsexperten wird die US-Regierung auch weiterhin die Ziele bestimmen, weil die Vereinigten Staaten mit Abstand die meisten Soldaten in den Kampf schickten. "Die Musik spielt in Washington", sagte Dr. Oliver Thränert, Fachmann für Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, am Mittwoch der "Berliner Zeitung": "Die Amerikaner bestimmen, welche Symphonie gespielt wird. Wir können dann darüber reden, wie sie interpretiert wird." Das gelte vor allem für mögliche Angriffe auf andere Staaten als Afghanistan, in denen ebenfalls Terroristen-Netzwerke vermutet werden.
Absprache der Europäer

Offenbar sei es jedoch das Ziel der deutschen Politik gewesen, durch die Truppenbereitstellung zumindest an Entscheidungsprozessen der Amerikaner beteiligt zu werden. "Wenn wir die militärische Beteiligung verweigern würden, wäre unser Einfluss gleich null. Wenn wir uns beteiligen, ist er größer als null", sagte Thränert weiter. Es dürfe dabei auch nicht übersehen werden, dass jeder Einsatz der Bundeswehr unter einem nationalen Vorbehalt stehe. Die Bundesregierung stelle zwar die deutschen Truppen bereit, müsse jedoch über jeden einzelnen Einsatz entscheiden, auch wenn die Bundeswehr-Soldaten formal "möglicherweise unter US-Kommando" gestellt würden. "Es geht also nicht darum, dass uns die USA ihre Interessen aufdrücken oder uns in etwas hineinziehen wollen", sagte Thränert.

Deutschland könne jedoch seinen Einfluss auf den Fortgang der Militäraktionen gegen den Terrorismus durch Absprachen mit anderen europäischen Staaten verstärken. Wenn Europa mit einer Stimme spreche, dann "kann es sicherlich kluge Ideen einbringen".

Hinter dem Plan der US-Regierung, möglichst viele Soldaten in aller Welt zu sammeln, steckt nach Ansicht der Sicherheitsexperten vor allem eine politische Absicht. "Es geht um Risikoteilung nach einem Anschlag, der nicht nur den USA gegolten hat", sagte Holger Mey vom Bonner Institut für Strategische Analysen. Dass die Bundeswehr den Amerikanern mit Fuchs-Spürpanzern, Seestreitkräften und Lufttransport-Einheiten auch "militärische Nischenkompetenzen" liefere, sei eher zweitrangig. Allerdings, so Mey, gelte auch für die US-Strategen der Satz: "So lange mir meine Operationsplanung nicht durcheinander gebracht wird, nehme ich alles, was ich kriege."
 www.berlinonline.de/aktuelles/berliner_zeitung/thema_heute

kritische Artikel wie so oft von einem Ausländer verfasst!
Antworten
DarkKnight:

Selbstentmündigung klärt vorab die Schuldfrage

 
07.11.01 23:09
falls etwas in die Hosen geht ... traditionelle dt. Politik seit 1945.

Und was historische Vergleiche angeht: den Nationalismus und Imperialismus des letzten Jahrhunderts, gepaart mit Hinterhof-Diplomatie in die Zeit der Gloablisierung übersetzen zu wollen, kann plausibel erscheinen, trifft aber nie den Punkt.

Der Punkt ist: .... ??????

Sehen wir einfach in 5 bis 10 Jahren in die Geschichtsbücher.
Antworten
mod:

@alle

 
07.11.01 23:15
Wie wollt Ihr Superschlauen

denn das Problem des internationalen Terrorismus lösen?

Sicherlich durch Verhandlungen!

Viel Erfolg dabei!
Antworten
Reila:

@DK

 
07.11.01 23:19
Ich glaube, Dich verstanden zu haben (Und das ist verdammt viel!) Aber Politik sollte Ziele formulieren, die entsprechenden Mittel einsetzen und im Idealfall über die Konsequenzen schon vorher nachdenken. Das ist vermutlich seit Julius Cäsar so gewesen, nur heute nicht mehr. Aber die Selbstentmündigung erhebt uns eben der Verantwortung. Oder doch nicht? Die Folgen werden wir schon tragen. Immerhin stehen im gegebenen Fall die Chancen gut, daß in 10 Jahren noch jemand da ist, der in die Geschichtsbücher schauen kann. Es hätte ja auch früher schon mal schlimmer kommen können.

R.
Antworten
schmuggler:

Mod

 
07.11.01 23:20
Evtl. durch Toleranz und Akzeptanz und dies nicht nur von Seiten der Schwachen, sondern auch von Seiten der Starken. Für Letztere ist es scheinbar weit schwerer sich daran zu halten. Dagegen steht wohl das "Recht" des Stärkeren.  
Antworten
Egozentriker:

ich glaube, die meisten...

 
07.11.01 23:27
verkennen die lage. meint denn tatsächlich ernsthaft jemand, es ginge bei diesem krieg ausschliesslich um die bekämpfung des terrorismus ?
spätestens wenn die erste pipeline durch's land gelegt wird dürfte klar sein, was in wirklichkeit dahinter steckt.
möglicherweise ist schröders intention einfach nur weitsichtigkeit um in nicht allzu ferner zukunft dabei zu sein wenn der kuchen aufgeteilt wird.
denkt mal drüber nach....
Antworten
flexo:

Ich habe das etwas seltsame Gefühl

 
07.11.01 23:32
das uns da etwas entgleitet. Schröder ist ganz froh, das die wirtschaftliche Situation aus dem "Schußfeld" gerät. Ich hätte das niemals geglaubt.
Es war klar das Rot-Grün konservativen Kreisen die Regierungsfähigkeit bescheinigen mußte und das ist vermutlich gelungen - der Preis: Der Verrat am Wähler der ein Mindestmaß an sagen wir "Bündnistreue" wählen wollte und sich jetzt in einem Krieg wiederfindet, der nicht zu gewinnen ist.
Antworten
mod:

Ihr habt allem Anschein nach

 
07.11.01 23:33
vergessen, was am 11.09.01 in NY geschah.

Sicherlich hättet Ihr auch bei der Verfolgung und Ermordung der Juden in Deutschland weggeschaut, wie es fast alle (unsere Vorfahren) damals taten.

Auch in der DDR haben nur wenige etwas von den Untaten des Regimes "angeblich" mitbekommen.
Antworten
flexo:

ego, mail! o.T.

 
07.11.01 23:34
Antworten
Egozentriker:

flexo...

 
07.11.01 23:37
hab ich heut morgen um 0:22 uhr abgeschickt. haste nix bekommen ?
Antworten
schmuggler:

Mod:

 
07.11.01 23:37
Merksatz: Auch die Guten sind nicht immer gut
Antworten
flexo:

doch, doch :-)

 
07.11.01 23:40
ich wollte dich nur auf mail hinweisen!
Antworten
zit1:

@Bronco - klasse Beitrag!

 
07.11.01 23:40
@Egozentriker: natürlich möchte schröder etwas von dem kuchen abhaben und wie immer wird uns der große bruder ein paar krümel gönnen, die jedoch wie eh und jeh in keinem verhältnis zu der gegenleistung stehen.  
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Egozentriker:

mod

 
07.11.01 23:42
jetzt vergleichst du aber äpfel mit birnen. vordergründig soll hier, wie schon erwähnt dem terrorismus der garaus gemacht werden. man sollte aber die knallharten wirtschaftlichen interessen des "westens" in dieser region nicht ausser acht lassen.
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Egozentriker:

flexo

 
07.11.01 23:43
ach so. jetzt ich kapieren ;)
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Egozentriker:

Zit

 
07.11.01 23:47
lässt eigentlich nur eine vermutung zu: je grösser die verluste, desto grösser die belohnung. sehr makabre vorstellung...
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mod:

@egozentriker

 
07.11.01 23:51
Auch damals waren es "knallharte wirtschaftliche Interessen".

Lies mal "Mein Kampf".
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unknown777:

meine fresse ;)

 
08.11.01 02:30
wie kann man immer diese schwammigen wirtschaftl. interessen in den vordergrund stellen ?? das ist doch langsam wirklich abgedroschen! ich kann mich daran erinnern, das der auslöser des handelns ein ganz anderer war!!! und wenn jemand nach 8 wochen gleich an "handfeste wirtschaftl. interessen" denkt, obwohl der krieg mehrere 10 miliarden dollar kosten wird, und dieses geld erstmal als nettogewinn erwitschaftet werden muss, um eine wirtschaftl. interesse zu rechtfertigen, der hat wirklich keine ahnung von gewinnspannen der westl. firmen bei dem jetzigen barrelkurs! nichtmal rockefeller würde in absehbarer zeit diese unvorstellbaren summen heutzutage mit öl verdienen ...

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unknown777:

achja - stimme dir zu mod ! o.T.

 
08.11.01 02:30
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zit1:

Ich bin beeindruckt von Mr. Scharpings rede....

 
08.11.01 10:53
all die klugen worte und argumentationen, seine beeindruckenden rhetorik-künste, diese gestik.... das ist besser als jedes jemals dagewesene kasperle-theater.
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Kabler:

Bei der Debatte im Bundestag geht richtig die Post

 
08.11.01 11:04
ab....

Habe nur kurz Fischer, Claus und Schulz gesehen...eine Einigung ist da überhaupt nicht in Sicht...und die verstehen sich momentan nicht wirklich gut...nimmt sehr wunder ob der Einsatz gutgeheissen wird oder nicht...

kabler  
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Bronco:

@unknown777

 
12.11.01 22:26
Auf den ersten Blick gebe ich Dir voll recht. Wo sind denn da die wirtschaftlichen Interessen ?
Ich denke, die Antwort liegt in dem Begriff "wirtschaftlich":
Geht es um die Volkswirtschaft der USA oder eines westlichen, z.B. Eurostaates als ganzes (also die Vorteile jedes einzelnen), so ist dieser Krieg eine klare Fehlinvestition. (Das hat er übrigens auch mit den meisten Anstrengungen zur Globalisierung der Märkte gemeinsam.)
Sieht man das aber mehr aus dem "betriebswirtschaftlichen" Interesse unserer Entscheidungsträger (damit meine ich sowohl Bush, als auch Blair, Schröder & Co., ...), so gestaltet sich das schon ganz anders. BEZAHLT wird der Krieg aus Steuergeldern, also zu 80% (!) aus dem Lohnsteueraufkommen. Profitieren tun aber Großkonzerne, die für nen Appel und n Ei an Rohstoffkonzessionen, Durchleitungsrechte etc. kommen, Konzerne, die aus obigen Mitteln mit dem Wiederaufbau beauftragt werden ... und nicht zuletzt die Waffen-Konzerne. Und die bezahlen bekanntlich sehr gut, um die staatstragenden Aufgaben der gewogenen Parteien und der handelnden Spitzenpolitiker zu unterstützen.
Auch der zweite Weltkrieg war ein BOMBENGESCHÄFT, nicht nur für die Siegermächte, sondern auch für die deutschen Großkonzerne, die vorneweg die Nazis am aktivsten finanziell unterstützt hatten. JEDER von diesen hatte schon 10 Jahre später ein Vielfaches seines Vorkriegsvolumens erreicht.

Damit jetzt kein Mißverständnis aufkommt. Es geht mir hier nicht darum, platt irgendjemanden in die Fascho-Ecke zu stellen. Darum geht es hier nicht. Krieg war auch vor den Faschisten schon immer ein gutes Geschäft. Und für die, die die Faschisten unterstützt hatten, waren die Nazis einfach nur Mittel zum Zweck. Ob die Katze schwarz oder weiß war, scheißegal, hauptsache sie fing Mäuse. Ein Vorwurf von meiner Seite bleibt aber sitzen: Die Verantwortlichen haben mit den Faschisten mindestens eines gemeinsam, nämlich die Menschenverachtung, mit der sie sich selbst über die Lebensinteressen anderer - und sei es nur zwecks Eitelkeit - hinwegsetzen. - KRIEGSVERBRECHER eben !
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