Kranke Kassen


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Kranke Kassen

 
03.07.01 23:02

Das Problem: die Kostensteigerung


Im Gesundheitswesen steigen die Kosten weiterhin, vor allem für Medikamente. Die Ärzte haften nicht für erhöhte Arzneimittelausgaben. Entsprechende Vorschläge hat Bundesgesundheitsministerin Schmidt abgelehnt.

Die Krankenkassen werden nun die Beiträge erhöhen, wie bei einigen AOK bereits geschehen. Das widerspricht dem Ziel, den Arbeitgeberanteil an der Sozialversicherung und damit die Lohnnebenkosten zu senken.

Lösung 1: Zuzahlung
Die Kranken müssten in diesem Fall mehr zahlen, etwa für Kuren, Krankengymnastik und Zahnersatz. Denkbar ist auch eine Gebühr für jeden Arztbesuch und eine erhöhte Zuzahlung für Medikamente. Die Gesunden wären dabei fein raus und die Kranken würden zur Kasse gebeten.

Lösung 2: Zusatzversicherung
Zahnersatz, Krankengymnastik, Heil- und Hilfsmittel wie Bandagen müssten zusätzlich versichert werden. Der Klinikaufenthalt und die ärztliche Behandlung würden als Grundleistung weiter von den gesetzlichen Krankenkassen getragen, genauso wie die medizinisch notwendigen Medikamente.

Lösung 3: Einkaufsmodell
Die Krankenkassen könnten Leistungen gezielt einkaufen und Verträge mit einzelnen Ärzten schließen, die sich in Praxisnetzen organisiert haben. Allgemein- und Fachärzte arbeiten dort zusammen mit Spezialisten in der Klinik. Wer nicht gut und günstig arbeitet, bekäme keinen Vertrag von den Krankenkassen. Die Kassenärztliche Vereinigung, die bisher das Geld der Kassen unter den Ärzten verteilt, wäre überflüssig.

Lösung 4: Vorbeugen

Das ist billiger als heilen, nicht nur beim Zahnarzt. Chronisch Kranke sollen künftig lückenlos betreut werden, auch von Call Centren aus. Telefonisch werden sie an notwendige Vorsorge-Untersuchungen und Behandlungen erinnert. Die Ärzte werden auf erprobte Leitlinien festgelegt. Es wird überwacht, ob sie die gewissenhaft eingehalten haben. Auch das hilft Kosten zu senken. Den Patienten und den Krankenkassen sollen zum Beispiel Operationen erspart bleiben, die bei frühzeitiger angemessener Behandlung zu vermeiden sind.

Lösung 5: Kapitaldeckung
Ein Kapitaldeckungsverfahren würde die gesetzliche Krankenversicherung völlig verändern. Junge Leute könnten einen erhöhten Beitrag zahlen, der für ihre Behandlung im Alter angespart würde. Bisher zahlen Gesunde für Kranke, Junge für Alte, Starke für Schwache in unserem Solidarsystem. Das Krankheitsrisiko sollte privatisiert werden, hört man in Versicherungskonzernen.

Die Einkommensgrenze für die gesetzliche Versicherung - so der Plan - sollte Jahr für Jahr gesenkt werden, so dass immer mehr privat und immer weniger gesetzlich versichert wären. Die Beiträge würden auf dem Kapitalmarkt angelegt und erwirtschafteten Gewinne, die den Aktionären und den Versicherten zugute kommen sollen. Das soll auf Dauer niedrige Beiträge garantieren.

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Gegobroker:

Krankenkassen als Börsengurus

 
03.07.01 23:06
Die BFA Berlin hat es doch schon so gemacht, und was ist jetzt Rentenreform. Ich sag`s doch wenn die Putzfrau anfängt zu spekulieren, werden die Investoren verlieren
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