'Spiegel': KPMG soll bei Klöckner Verbleib von 100 Mio Euro klären - Verdacht
HAMBURG (dpa-AFX) - Die Londoner Balli Group hat laut einem Pressebericht möglicherweise bei ihrer deutschen Tochter Klöckner & Co (KLK.ETR) 100 Millionen Euro aus der Konzernkasse abgezweigt. Mit Zustimmung des Aufsichtsrates des Duisburger Stahlkonzerns soll nun die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG den Verbleib der Summe klären, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner jüngsten Ausgabe.
Das Blatt beruft sich unter anderem auf interne Unternehmens-Unterlagen. Ob es sich dabei um eine unzulässige Finanztransaktion handele, sei aber noch völlig offen, zitiert das Magazin dabei aus einer Stellungnahme von Klöckner.
Einer der drei iranischen Besitzer der Balli Group, Hassan Alaghband, und sein Finanzexperte David Spriddell sollen nach Informationen des Magazins bereits ihre Vorstandsposten zumindest vorläufig niedergelegt haben.
Mehreren Kontrolleuren sollen Informationen zugeleitet worden sein, wonach sich der Konzern, der gut 11.000 Mitarbeiter beschäftigt, durch den Mittelabfluss in einer äußerst angespannten Finanzsituation befinde. Die Balli Group hatte Klöckner vor gut vier Monaten von der Düsseldorfer E.ON AG (EOA.ETR) übernommen./tv/rh
Quelle: dpa-AFX