Konsolidierung um 10% denkbar sagt Schmidt Bank


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Kicky:

Konsolidierung um 10% denkbar sagt Schmidt Bank

 
12.11.01 09:01
(Kurzfassung des wöchentlichen Börsenbriefes)

Wenn man
den Aussagen des Informationsdienstleisters Thomson Financial/First
Call vertrauen darf und die dort analysierte Situation für den
amerikanischen S&P-500-Index ansatzweise auch auf die europäischen
Börsen übertragt, dann ist auch nach den zuletzt kräftigen
Börsengewinnen weiterhin Vorsicht angebracht. First Call berichtete,
daß nach den drastischen Gewinneinbrüchen im zweiten Quartal von
durchschnittlich 17 % der im Index enthaltenen Gesellschaften für das
dritte Quartal ein Minus von 22 % ausgewiesen wird. Für das vierte
Quartal 2001 wird ein neuerlicher Rückgang um bis zu 20 % befürchtet
.
Als Hauptgrund nannte der Informationsdienstleister die Folgen der
Terrorakte und die nachhaltig negativen Auswirkungen auf das
Verbrauchervertrauen. In Euroland sichtbar wird dies unter anderem
durch den fallenden Einkaufsmanagerindex für die Eurozone und für
Deutschland und die angespannte Arbeitsmarktsituation.

. Charttechnisch betrachtet hat der Index die zwischenzeitlich
steigende 38-Tage-Linie bei 4500 hinter sich gelassen. Diese dient uns
weiterhin als DAX-Risikomarke. Dank des raschen Anstiegs auf die 5000-
Marke liebäugelte das deutsche Aktienmarktbarometer zuletzt mit seiner
fallenden 90-Tage-Linie bei 4995, bei deren nachhaltiger Überwindung
ein neuerliches Kaufsignal generiert würde. Der steile
Abwärtstrendkanal von Anfang Juli 2001 (4490 - 4160) wurde ebenso
überwunden wie die Widerstände bei 4750 und 4810. Letztere dienen nun
als Unterstützungsbereich. Als nächste Widerstände sehen wir neben der
90-Tage-Linie und der 5055-Marke
insbesondere auch die untere

Begrenzung des "alten" Abwärtstrends vom März 2000 an, der aktuell
zwischen 5820 und 5025 verläuft. Bewährt hatte sich die Supportzone
zwischen 4540 und 4360. Einen neuen Versuch als Unterstützung startet
ein nun flacher verlaufender Aufwärtstrend vom 21.09.2001 bei aktuell
4755. Geglückt ist im zweiten Anlauf bislang die Rückkehr in den
Anfang September 2000 begründeten Abwärtstrendkanal zwischen 5555 und
4730. Damit verbunden bleibt unsere Jahresultimo-Zielzone und die
möglichen Schließung des am 09.08.2001 geöffneten Gaps (Kurslücke) bei
5595/5609.
Die kurzfristig noch positiven
Marktindikatoren haben obere Wendemarken erreicht und könnten rasch
nach unten drehen. Das Barometer für die Aktienmarktstimmung
(Put/Call-Ratio der Aktienoptionen auf geglätteter Drei-Wochen-Basis)
verharrt - für uns erstaunlicherweise - hartnäckig im extrem
"bullishen" Bereich und deutet als Kontraindikator weiterhin auf eine
überkaufte Marktlage hin. Die Volatilität (Schwankungsbreite)
stabilisiert sich über ihrem langjährigen Durchschnitt und spiegelt
für sich genommen das unverändert hohe Marktrisiko


Der DJ-STOXX-50-Index kletterte nach einem Intraday-Low bei 3505 am
Montag bis auf 3697 am Donnerstag und notierte im Freitagshandel
zuletzt nicht weit davon entfernt bei 3643 Punkten. Daraus errechnet
sich eine Wochenperformance von plus 4,0 %. Das europäische
Aktienmarktbarometer hat damit seine steigenden 38-Tage-Linie bei 3400
hinter sich gelassen und generiert mit dem Durchbruch der fallenden
90-Tage-Linie bei 3565 von unten nach oben ein klassisches Kaufsignal
.
Der bislang hartnäckige Widerstand bei 3540, das Ausgangsniveau vom
Oktober 1999 vor der Euphoriephase, ist überwunden und wird nun zur
Unterstützung. Damit rückt unser STOXX-Ziel für das Jahresultimo in
Form der Widerstandszone zwischen 3710 und 3780 deutlicher ins
Blickfeld. Damit verbunden wäre auch der Ausbruch nach oben aus dem
Abwärtstrendkanal vom September 2000 zwischen 3740 und 3365, in den
der Index erst kürzlich zurückgefunden hatte. Auf dem Weg nach oben
hoffen wir auf Unterstützung in Form des neu erkennbaren, nun flacher
verlaufenden Aufwärtstrends vom 21.09.2001 bei 3585, der bis Ende der
vor uns liegenden Handelswoche bei 3655 verlaufen würde. Als unsere
neue STOXX-Risikomarke dient uns, ähnlich wie beim DAX, künftig die
38-Tage-Linie bei 3400
.

Der NEMAX-All-Share hat technisch betrachtet seinen seit 21. September
beginnenenden Aufwärtstrendkanal, der ihn wie an einer Schnur bis auf
knapp 1100 Punkte führte, nach unten verlassen. Um die 1000-Marke
stabilisierte sich jedoch der Markt wiederIn einem zweiten Anlauf
überwand der Index zunächst den Widerstand bei 1070. Die schwächere
Tendenz zum Wochenschluß ließ den NEMAX-All-Share aber wieder auf
diese Unterstützung aufsetzen
. Die kurzfristig schwächere Verfassung
des Marktes verwundert nicht, zeigten doch die Oszillatoren eine stark
überkaufte Situation an. Der Index kam genau an der Stelle zum Stehen,
an der ein massiver Widerstand vom August/September lag
. Die Chancen
stehen nicht schlecht, daß der Neue Markt nach kurzer Verschnaufpause
wieder den Weg nach oben einschlägt. Von kurzfristiger Bedeutung ist
hierbei die Linie bei 1070. Sollte diese nachuunten durchbrochen
werden, wird die 1000-Marke den NEMAX-All-Share vor Schlimmerem
bewahren. Die technischen Indikatoren befinden sich auf hohem Niveau,
was den Markt für Kursrückgänge anfällig macht
. Beim Trendfolger MACD
ist die Welt zunächst noch in Ordnung. Die Differenz zwischen dem MACD
und seinem Trigger hat sich zwar verringert, ein Verkaufssignal wurde
jedoch noch nicht gegeben. Auch wenn wir für die Zukunft optimistisch
sind, macht der starke Kursanstieg der letzten Wochen den Markt anfäl-
lig für Gewinnmitnahmen. Bei dem derzeitigen negativen Konjunkturum-
feld dürften bei rückläufigen Kursen nicht wenige Marktteilnehmer ihre
Positionen verkaufen. Dies würde den Druck jedoch weiter verstärken.
Anleger, die investiert sind, sollten ihre Positionen halten.
Entscheidend ist die Marke bei 1000 Punkten. Sollte diese gebrochen
werden, liegen die nächsten Unterstützungen bei 890 und 830. Nach oben
sehen wir Widerstände bei 1140 und 1220
. Händler gehen davon aus, daß
sich der Markt "mittelfristig positiv" entwickeln wird. Es gibt immer
noch viele Short-Positionen im Markt. Da viele Marktteilnehmer erwar-
ten, daß der Markt noch einmal zurückkommen wird, ist davon auszu-
gehen, daß diese noch nicht investiert sind. Doch je länger die Kurs-
lokomotive nach oben fährt, um so mehr Anleger werden den Zug nicht
tatenlos an sich vorbeifahren lassen, sondern aufspringen. Wir raten
dabeizubleiben und Gewinne abzusichern bzw. Verluste zu begrenzen
An den Aktienmärkten setzt man derzeit klar erkennbar auf eine Kon-
junkturerholung in 2002, aber niemand kann sagen, wann der Wendepunkt
wirklich erreicht ist
. Nicht zuletzt kann sich die Wiederbelebung der
Weltwirtschaft durchaus länger hinziehen, als bislang erwartet
Der langfristig
orientierte Anleger kann nach den freundlichen Börsentagen zunächst
allgemeine Gewinnmitnahmen von bis zu 10 % abwarten, bevor neue
Positionen in fundamental günstig bewertete Standardaktien aufgebaut
werden, sollte bestehende Positionen aber halten. Bei den Tradern
haben Gewinnmitnahmeüberlegungen schon eingesetzt


Der Dow Jones industrial average notierte zuletzt mit 9598 Punkten um
2,9 % über dem Vorwochenschluß und damit knapp 1,4 % unter seinem
Wochenverlaufshoch bei 9721. Von seinem "Spielgefährten", der 38-Tage-
Linie bei 9120, hat sich der Index nach oben verabschiedet und ver-
sucht nun, der 90-Tage-Linie bei 9800 einen Besuch abzustatten. Dabei
ist allerdings mit deutlichem Widerstand zu rechnen. Auch die Hürde
bei 9650 wurde bislang noch nicht nachhaltig überwunden. Gefallen ist
dafür der Widerstand bei 9400,
. Erfreulich
ist das zweite "Welcome back" des am 11. September nach unten
verlassenen Abwärtstrendkanals vom Januar 2000 zwischen 10400 und
9250. Hinsichtlich der Dow-Jones-Risikomarke trauen wir uns angesichts
der gesehenen Entwicklung nun wieder die 9280 zu nennen. Bestärkt
werden wir von den Marktindikatoren, die positive Signale liefern

Die technische Situation beim NASDAQ-Index kommt ins Wackeln. Nachdem
der Index, ausgehend von 1650 Punkten, fast ohne Zwischenstopp bis auf
knapp 1900 gestiegen ist, kämpft er nun mit dem fast schon in Verges-
senheit geratenen Abwärtstrend vom Mai 2001, der aktuell bei 1840
verläuft. Erst am vergangenen Dienstag gelang es, den Widerstand bei
1790 nach oben zu überwinden. Diese Marke dient nun als Unterstützung.
Der nächste Support beim NASDAQ liegt erst wieder bei 1620. Bis
dorthin liegt eine sehr breite Zone, ohne klare Unterstützungs- oder
Widerstandsmarken. Nach oben stellt sich als nächstes der Bereich um
1890 als Hürde in den Weg. Darüber finden sich noch Widerstände bei
1960 und 2060. Die Indikatoren liefern kein einheitliches Bild.
Während MACD und Stochastik noch ansteigen, gehen RSI und Momentum
zurück. In einem starken Trendmarkt schenken wir allerdings dem RSI
keine große Bedeutung, da dieser Indikator im Backtest die meisten
Fehlsignale in einem länger anhaltenden Trend generiert. Wir gehen
davon aus, daß der NASDAQ bis auf die Unterstützung bei 1790
zurückfällt und von da aus wieder nach oben dreht.


JAPAN:
In der vergangenen Handelswoche standen
vor allem die Banken wieder einmal auf der Verliererseite. Die
Enttäuschung über das Ausbleiben deutlicher Fortschritte beim
Schuldenmanagement der Regierung wurde als Grund genannt. Öl ins Feuer
schüttete die Meldung, daß die (gemessen an der Bilanzsumme)
weltgrößte Bank Mizuho Holding ihre Vorsorge für faule Kredite nahezu
verdoppeln müsse. Sorgen um die finanzielle Gesundheit der Asashi Bank
brachten die Aktie mit kurzzeitigen Kursverlusten von knapp 20 % unter
Druck. Mit einem Minus von über 23 % war die Aktie Wochenverlierer im
Nikkei-225-Index.
Die Anleger am
japanischen Aktienmarkt sprachen von Angst vor dem Platzen der
"Spekulationsblase" am US-Markt. Offensichtlich rechnet man im Land
der aufgehenden Sonne mit einer länger anhaltenden Konjunkturschwäche
in den USA, mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die eigene
Wirtschaft. Die Bank of Japan kritisierte die Regierung, da
Reformschritte bislang auf sich warten lassen. Die Regierung plant
eine Gesetzesänderung, um die BoJ quasi per Gesetz zu Inflationszielen
zu zwingen. Der BoJ-Präsident sprach sich gegen diese Pläne in einer
ungewöhnlich deutlichen Form aus. Außerdem sei die Deflation auch
nicht allein mit monetären Mitteln zu bekämpfen.
Unter erhöhter Volatilität
ging es anschließend abwärts. Somit ist der Markt wieder in die
Tradingrange zwischen 10400 und 10000 zurückgekehrt. Sollte die
psychologisch wichtige Marke bei 10000 Punkten nicht gehalten werden
können, sehen wir das Risikopotential bis zum Jahrestief bei 9383. Das
Bild der kurzfristig weiter fallenden Kurse wird auch von den
technischen Indikatoren unterstützt

Termine:
Aus dem Biotech-/Medizintechniksektor berichten GPC Biotech und
Macropore (beide 12.11.), Morphosys und Rhein Biotech (13.11.),
november (14.11.) sowie BioTissue (15.11.) über den Verlauf der
Geschäfte in den ersten neun Monaten.

Eindeutig im Mittelpunkt des Geschehens dürften indes die Papiere der
Online-Broker stehen. Als erster präsentiert Consors am Dienstag sein
Zahlenwerk, comdirect und die DAB Bank folgen am 15. November. Von
allen werden Verluste im abgelaufenen Quartal erwartet, nicht nur
aufgrund der schwachen Transaktionszahlen sondern auch infolge der
eingeleiteten Kosteneinsparungsmaßnahmen. Die schlechtesten
Ertragszahlen werden gemeinhin bei Consors erwartet, da die Nürnberger
viele Kunden haben, die am Neuen Markt engagiert sind.

Am 15. November enden Haltefristen der Altaktionäre von Funkwerk und
Mount 10.
Loewe: Buy (ABN Amro)

Die Analysten von ABN- Amro bewerten in einer Analyse vom 8. November
die Aktien von Loewe unverändert mit "Buy".

Das Elektronikunternehmen werde wahrscheinlich demnächst im MDax
gelistet. Dies werde im Rahmen der nächsten Neuordnung des MDax am 27.
Dezember geschehen. Aufgrund des hohen Anteil der frei handelbaren
Aktien werde Loewe auch nach dem Wechsel zur Free-Float-Market-Share-
Kalkulation zur Mitte des Jahres 2002 in diesem Index bleiben können.
Diese guten Nachrichten für Loewe sollten ABN-Amro zufolge den
Aktienkurs zum 27. Dezember positiv beeinflussen können.

Loewe (WKN 649410)

BMW: Strong Buy (Lehman Brothers)

Die Analysten des Investmenthauses Lehman Brothers stufen die Aktie
des Automobilbauers BMW mit "Strong Buy" ein.

So würden die jetzt vorgestellten Neun-Monats-Zahlen für neuen
Aufschub sorgen. Da vorher die Nachrichten den extremen Kursrutsch
verursacht hätten, gehe man nun davon aus, dass die neuen Nachrichten
über einen höheren Gewinn je Aktie in 2001 und 2002 die umgekehrte
Auswirkungen auf den Kurs hätten. Ein anderer Grund sei der, dass die
gesamte Branche nicht mit positiven Zahlen habe aufwarten können. Die
vermeldeten Auftragseingänge sprächen für sich. Gegenwärtig werde die
Aktie mit 15 Prozent Abschlag zu ihrem diesjährigen Höchstkurs
gehandelt. Der Gewinn je Aktie werde für 2001 bei nun 2,47 Euro, für
2002 bei nun 2,86 Euro und für 2003 bei nun 3,47 Euro gesehen. Bei
einem aktuellen Kurs von 34,75 Euro werde der DAX-Titel mit einem
2002er KGV von 12,2 gehandelt.

Somit stufen die Analysten von Lehman Brothers die BMW-Aktie unver-
ändert mit "Strong Buy" ein und belassen ihr Kursziel bei 55 Euro
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