Knock Outs als Langfristanlage

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Wave XXL auf D. kein aktueller Kurs verfügbar
 
nemtho:

Knock Outs als Langfristanlage

2
22.01.05 20:25

Die Turbulenzen der Börsen im Januar, verbunden mit Kursabschlägen bei fast allen Blue Chips und großen Techwerten haben mich zu folgender Überlegung veranlaßt. Unterstellt wird dabei die Erwartung eines steigenden DAX auf Jahressicht.

Bieten extrem weite Knock Out Zertifikate auf den DAX nicht eine sehr effiziente Anlagemöglichkeit für längerfristig ausgerichtete Laufzeiten, wenn man bereit ist sein Portfolio regelmäßig zu pflegen und einige Grundregeln beachtet?

Der Nachteil von Aktien oder Fonds besteht allgemein darin, daß beim Erwerb ein Grundwert zu kaufen ist und nur die relative Kurssteigerung zu Gewinnen führt. Um 50% Gewinn zu erzielen, muß sich der Wert von Aktien oder Fonds ebenfalls um 50% erhöhen, bei Knock Outs muß sich dagegen der Abstand zum KO-Wert um 50% erhöhen. Die Erwartungen für den DAX bis Ende 2005 liegen vielfach bei 4.500 Punkten, derzeit liegen wir bei ca. 4.200 Punkten. KO Zertifikate bilden im Preis nur relative Werte ab, partizipieren jedoch direkt von der Entwicklung des Index.

Wenn einige wichtige Bedingungen beachtet werden, könnte die Anlage in KO deutliche Renditevorteile gegenüber herkömmlichen Anlagen liefern:
- Sehr weiter Abstand zum KO-Wert, mindestens 10% vom Indexwert
- Einkauf bzw. Nachkauf nur bei Tiefständen des Index
- Beachtung des Laufzeitendes und Umschichten vor Verfallstermin
- Korrektur des Abstandes zum KO-Wert spätestens beim Umschichten
- Gewinnmitnahme bei Erreichen des prognostizierten Indexstandes

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>2x bewertet
bammie:

daran hatte ich auch schonmal gedacht,

 
22.01.05 20:39
hab mich nur noch nicht damit befasst :)



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bammie:

Das angesprochene Risiko wird aber

 
22.01.05 20:48
durch den tiefen Knock Out Preis und der kurzen Laufzeit kompensiert.
Aus diesem Grunde bleibt doch genug Zeit, im Falle rechtzeitig zu reagieren. richtig?


Ansonsten sehr gute Idee, ich werde mir dein Depot im Auge behalten ;)

greetz

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Boxenbauer:

Tja nemtho,

 
23.01.05 15:59
da kann ich ein paar Argumente anfügen.

Der Konsenz deines Posting ist, dass du Waves kaufen möchtest um langfristig z.B. von der postiven Performance des DAXes profitieren möchtest.

Waves sind verwandt mit Optionsscheinen, allerdings ohne größere Abhängigkeit vom Zeitwert und von der Vola, dafür aber mit Knock Out. Es gibt übrigens auch Waves ohne Laufzeitbegrenzung aber mit eingebauten Stopp Loss, die sogenannten Waves XXL. Ein Beispiel für den DAX: 140871 - ein Schein Wave XXL von der DB auf den Dax mit Knock Out bei 3670 und Strike bei 3594. Bei den Waves XXL entfällt dann sogar das von dir beschriebene Umschichten in andere Scheine. Gerade das ist bei Langfristanlegern nämlich entscheident, weil man so den Gewinn nach einem Jahr steuerfrei einstreichen kann.

Richtig ist, dass du durch den Berechnungspunkt "Strike" stärker von positiven Änderung des Basiswertes profitieren kannst, als durch den Kauf des Basiswertes selber. Selbstredend ist natürlich das größere Verlustrisiko, weil die negative Änderung des Basiswertes für dich eine noch größere Steigerung des Verlustes mit sich zieht.

Soweit ist alles klar. Du gehst also von einem Jahresendstand vom DAX von 4500 Punkten aus und kaufst dir jetzt einen Wave mit Strike 3700. Kaufst bei einem DAX mit 4050 Punkten nach und dann wieder bei 3850 Punkten. Hast jetzt ne Menge Scheine im Depot und sitzt erstmal auf einem riesen Berg von Buch- Verlusten.
Mal angenommen der DAX dreht so bei 3800 Punkten und schließt wirklich bei 4500 Punkten. Herzlichen Glückwunsch, dann hast du dein Kapital bestimmt mindestens vervierfacht, weil du ja immer schön, wie beschrieben, nachgekauft hast.

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Boxenbauer:

Mist, Fehler im letzten Absatz:

 
23.01.05 16:02
Es soll heißen:
Schau mal in meinen WTT- Thread....

Fussball- Grüße

Knock Outs als Langfristanlage 1785447 Boxenbauer
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uedewo:

@nemto: ein interessanter ansatz.

 
23.01.05 16:31

zumal auch ich fast ausschließlich in zerties auf den dax spekuliere. ich würde dann - wie von boxenbauer bereits erwähnt - waves xxl bevorzugen.

greetz uedewo

Knock Outs als Langfristanlage 1785460 

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geldschneider:

Wo ist mein Posting? Unsichtbar? o. T.

 
23.01.05 17:09
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nemtho:

Hallo Boxenbauer, vielen Dank für deine Ausführung

 
23.01.05 19:33
Die Überlegung der XXL Waves hatte ich auch. Allerdings stört mich dabei, daß vom Emitenten regelmäßig KO und Strike angepaßt wird und somit bei lang anhaltendem Seitwärtstrend der Wert des Scheins immer weiter sinkt. Die Entscheidung obliegt letztendlich immer dem Käufer und seiner eigenen Markteinschätzung.

Ich glaube auch, daß der richtige Einstiegspunkt bereits über Erfolg oder Mißerfolg mitentscheidet. Je weiter der Schein gewählt wird, umso weniger wichtig ist natürlich das genaue Treffen dieses Punktes, weil man Feleinschätzungen länger aussitzen kann. Wenn wir den ultimativen Enstiegspunkt exakt bestimmen könnten, würden wir ja kaum weite Scheine kaufen. Generell reizvoll an diesem Thema finde ich, daß man anders als bei Aktien oder Fonds durch Short Zertifikate auch am fallenden Markt Gewinne einfahren kann.

Das Thema "Nachkauf" hatte ich vielleicht etwas ungeschickt formuliert. Beim Umschichten muß nicht zwangsläufig neu gekauft werden, wenn der Index gerade eine negative Entwicklung für die gewählte Anlage zeigt. Gegen den Trend zu kaufen um evtl. nur den eigenen durchschnittlichen Kaufkurs zu drücken ist ohnehin kaum zielführend. Prinzipiell hats du aber recht, eine echte Langfristanlage ist nur open-end weil alles andere der Spekulationssteuer bis Jahresende.
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uedewo:

@nemtho: man kann ja auch die spekusteuer

 
23.01.05 20:15

mit einbeziehen. denn einen schein über ein jahr lang zu halten...hmmmm????

greetz uedewo

Knock Outs als Langfristanlage 1785640 

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nemtho:

@üde: sehe ich auch genau so wie du

 
24.01.05 08:57
Wenn man hier von Anfang an die Fälligkeit der Spekusteuer einkalkuliert, rechnet man sich die Gewinnaussichten nicht schön. Denn es ist auf jeden Fall besser, die Aussichten für den Nettogewinn von Anfang an durch Einbeziehen von Steuern zu reduzieren als hinterher auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Wenn man diesen Abzug also gleich einrechnet, lohnen mit Sicherheit die XXL-Waves nicht mehr so richtig. Denn deren Haltezeit von 1 Jahr ist ein Idealszenario, das zusammebricht wenn man zwischendurch Gewinne mitnimmt oder Stoploss auslöst und damit automatisch steuerpflichtig wird. Also scheint mir doch aufgrund des gewählten Ansatzes der simple Wave die bessere Alternative zu sein, da er leichter kalkulierbar bleibt. Wichtig ist und bleibt der weite KO-Abstand, weil ja als fundamentales Ziel der Ersatz von Aktien bzw. Fonds verfolgt wird.
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nemtho:

up. Wir liegen 33% vorne. o. T.

 
06.02.05 19:45
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uedewo:

sehr schön, nemtho.

 
06.02.05 20:26

greetz uedewo

Knock Outs als Langfristanlage 1802872 

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